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Am heutigen Abend konnten wir wie gewohnt den Lichtboten JOSUA in unserer Mitte willkommen heißen. Er meldete sich mündlich durch das Medium Jürgen. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, DER FRIEDE SEI MIT EUCH. Wie geht es euch? Betty: Gut. Dirk: Gut. Rolf: Gut. Thomas: Gut. Birgit: Ganz gut. (Allgemeine Heiterkeit) Dirk: Wie geht es dir? JOSUA: Ich bin nicht relevant. Danke, auch bei mir ist alles gut, wie sagt ihr: Es ist alles im grünen Bereich. Rolf: Dirk sagt das, nicht wir. JOSUA: Ich bin mit Dirk jetzt im grünen Bereich. Dirk: Ja! Aber entschuldige, ich muss jetzt einfach mal bei der Relevanz widersprechen: Du bist wichtig! JOSUA: Danke. Es gibt nicht viel von mir zu berichten: Wir stehen alle in einer kleinen Warteschleife und werden einmal gucken, ob das Negative gewinnt, oder ob wir es noch schaffen. Meine persönliche Einschätzung ist, dass wir diesmal den Kürzeren ziehen werden. Birgit: Sprichst du die Irak-Krise an? JOSUA: Ja, diesen wilden Cowboy können wir, glaube ich, nicht bremsen. Birgit: Was positiv anzumerken ist, dass sogar in der näheren Umgebung viele Friedensmärsche stattfinden, dass die Menschen nicht nur vorm Fernseher sitzen bleiben, sondern auch einmal aufstehen. JOSUA: Ja, das ist das Einzige, was wir wirklich erreichen können: das Bewusstsein zu wecken, dass dieser Krieg nicht nur allein Saddam Hussein trifft, sondern dass immer erst die Ärmsten der Armen niedergemacht werden. Das wird vielen bewusst, denn wenn ich mit einer Masse über ein Land hinweg rolle, dann trifft es immer die, die es eigentlich gar nicht treffen sollte. Und das widerstrebt uns am meisten an dieser Situation. Viele Menschen denken über diese Situation nach, denken genauso. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein politischer Führer nicht so leicht zu erwischen ist. Er hat ja auch keine Hemmungen, sein eigenes Volk vor sich zu stellen, um sich selbst zu schützen. Also ist der Widerstand hier mehr als berechtigt. Jeder scheint mittlerweile zu wissen, wie sagt man, wo hier der Hase läuft. Denn die Tatsache, ob die Inspektoren nun etwas finden oder nichts finden, wird ihn in keiner Weise zu der Überlegung bringen, ob seine Schritte gerechtfertigt sind oder nicht. Birgit: Der Amerikaner versucht es jetzt ja auch auf eine ganz polemische Art und Weise, wenn man bedenkt, womit der Verteidigungsminister Rumsfeld uns in eine Reihe stellt. Argumentativ kommt er nicht weiter, deshalb muss er zwieträchtig werden. JOSUA: Dieser Mensch ist eigentlich noch dümmer als die Polizei es erlauben sollte, nicht? Er ist ein regelrechter Kriegsveteran, und er wird auch jeden Tag in seinem Sandkasten* sitzen und Krieg spielen, so ein Mensch ist das. Na gut, das sind die Situationen, auf die wir uns vorbereiten: Unsere Bemühungen, dem Negativen entgegen zu streben, und der Versuch, das Ganze doch so human wie möglich ausgehen zu lassen. Obwohl man hier keine wahre Linie ziehen kann. Zur Entschuldigung der amerikanischen Regierung möchte ich sagen, dass Saddam Hussein Waffen hat, das steht außer Frage, aber sie sind nicht so gewaltig, dass so ein Aufmarsch gerechtfertigt ist, wie Bush es jetzt vorhat. Und ein Land, welches keine Waffen hat, das möchte ich sehen. Selbst Deutschland ist gut bestückt, oder? Birgit: Das denke ich auch. Dirk: Gewiss. JOSUA: Nicht wahr? So gesehen, müsste man eigentlich jedes Land niedermachen. Es ist aber auch der Kampf im Irak selbst, das Volk, das nicht mehr so hinter ihrem Führer steht, wie es eigentlich sein sollte. Die, die gefragt werden, werden sich natürlich hüten, das Gegenteil zu behaupten, weil man sonst sehr gefährlich leben würde. Wir versuchen auch hier, unsere positiven Einflüsse geltend zu machen und hoffen, dass das Ganze, wie gesagt, nicht zu dramatisch endet. Birgit: Du sagst ihr steht in der Warteschleife, könnt ihr präventiv gar nichts machen, müsst ihr abwarten? JOSUA: Warteschleife meint hauptsächlich den Empfang derjenigen, die da heimkommen, während die Lichtbotensphäre hier wirklich präventiv versucht, eine Glocke zu bilden, um eben das Schlimmste zu verhindern. Die Einsicht zum Beispiel, wirklich nur auf die Paläste dieses Menschen loszugehen und nicht auf das gemeine Volk. Das Negative ist natürlich mehr für das gemeine Volk: je mehr Menschen hier vernichtet werden, umso besser. Dirk: Was erwartet die beiden politischen Führer, wenn sie irgend wann einmal wieder im Geistigen Reich sind? JOSUA: Sie werden sich beide kräftig hauen. Dirk: Du meinst, das geht im geistigen Reich weiter? JOSUA: Das geht dort weiter, sie werden nicht in die Sphären kommen, wo sie glauben hinzukommen. Sie werden auf ihren Ideologien sitzen bleiben, es ist ja nicht so, dass diese einfach so gewandelt werden. Beide wären in der Lage, ihre Ideologie zu ändern, denn es sind Seelen mit einem großen Intellekt. Allerdings sind sie ziemlich verbohrt in ihren Ansichten, in ihren Denkweisen. Und dann spielt noch der Faktor mit, dass die beiden sich von der Seele her auf den Tod nicht ausstehen können. Birgit: Bezieht sich dieser große Intellekt auf ihre jetzige Inkarnation? JOSUA: Auf ihr geistiges Wissen, sie sind eigentlich Seelen, die in unserem Bereich gut aufgehoben wären. Sie sind aber dermaßen irregeleitet, dass sie sich im geistigen Reich in einem Bereich treffen werden, wo sie sich erst noch austoben können. Dirk: Wie würdest du diesen Bereich sphärenmäßig charakterisieren? JOSUA: Es ist die erste Stufe des Negativen Reiches. Dirk: Wie sieht es in diesem Bereich konkret mit dem Bekriegen aus? Wie werden sie es anstellen, was passiert da? JOSUA: Es ist also nicht so, dass sie gegeneinander boxen, sondern es geschieht auf der emotionalen Seite. Man nennt es dann Hasswellen, die sie aufeinander loslassen, emotionale Gefühle. Wenn diese Wellen kommen, ist das für Seelen sehr heftig. Birgit: Aber lösen können die beiden das doch wahrscheinlich nur, wenn sie wieder inkarnieren. JOSUA: Das werden sie nicht lösen können, sie werden wieder kommen, diese Dinge werden sich wiederholen müssen. Das Nachteilige ist, dass sie wieder in einer Position landen werden, wo sie Macht ausüben können. Rolf: Das ist jetzt schon absehbar? JOSUA: Das ist jetzt schon absehbar. Was nicht absehbar oder ohne weiteres möglich wäre, dass zumindest einer von beiden die Kurve in der nächsten Inkarnation bekommt. Rolf: Für mich wäre da der Gedanke, dass es Wahnsinn ist, wenn jedesmal ganze Völker herhalten müssen, nur damit zwei Seelen etwas gebacken kriegen. Das ist doch eigentlich gar keine Relation. JOSUA: Nein, du musst es mal anders sehen: Die beiden können sich alleine nicht helfen. Also müssen andere da sein, die ihnen helfen. Beide können nur so negativ oder so schlecht sein, wie andere es zulassen. Hussein ist nur das, was er jetzt verkörpert, weil sein Volk es zulässt. Und genauso ist es in Amerika. Das Negative hat die Möglichkeiten durch den Anschlag auf das World Trade Center ja nun gut herbeigeführt, so dass der Amerikaner also mit seiner Argumentation gegen den Terrorismus loszuziehen kann. Das war doch vorher schon absehbar, meine Lieben. Es war doch absehbar, dass Bush vor dem Irak nicht halt macht oder habt ihr gedacht, er hört in Afghanistan auf? Birgit: Er benutzt jetzt ja auch dieses Argument, obwohl Al Kaida und der Irak gar nicht zusammen passen. JOSUA: Ja selbstverständlich, was glaubst du, wie dankbar er wäre, wenn er jetzt noch Kuba mitnehmen könnte. Der kleinste Beweis würde ihm reichen. Birgit: Und Korea, kommt dann auch noch hinten dran. JOSUA: Korea ist eine Situation, wo wir schon bei der Polemik sind, da traut er sich nicht. Vor Korea hat er wirklich Angst. Birgit: Da gibt es auch keine Ölinteressen. JOSUA: Das kommt noch mit dazu. In Korea sind die vorhandenen Ressourcen natürlich lange nicht so interessant wie im Irak, das ist klar. Aber vor dem Koreaner fürchtet er sich wirklich, denn der Koreaner hat die Atombombe und ist weitaus gefährlicher und irrer als Hussein. Birgit: Der würde es auch einsetzen, denke ich. JOSUA: Sofort. Das ist der Wahnsinn, den diese Seelen austragen. Außerdem ist der Hass von Bush auf den Koreaner nicht so groß wie der auf Hussein. Das ist eine, so sagt ihr doch, persönliche Angelegenheit. Dirk: Bleibt es dann denn im Geistigen Reich persönlich oder ziehen sie dort genauso die Massen, die Seelen mit? JOSUA: Sie ziehen die Massen auf sich, sie haben viele Anhänger in ihren Sphären. Sie spielen dieses Spiel weiter - nur auf einer anderen Ebene. Dirk: Ja, du sagtest, die beiden können ihren Hass auf Erden nur ausleben, weil das Volk es zulässt. Ich würde es zum Beispiel nicht zulassen. Ich würde es verhindern, wenn ich es denn könnte. Ich sehe die Problematik, dass wir allerdings gegen solche Aktionen machtlos sind. Und ich denke auch, dass die Friedensmärsche, von denen Birgit anfangs sprach, den Amerikaner nicht wirklich zur Umkehr bewegen können. JOSUA: Richtig. Du als einzelne Person hast natürlich nicht die Möglichkeiten das Geschehen zu verhindern, sondern es ist eine Kollektivangelegenheit. Er gewann in dem Moment, wo er gewählt wurde. Nur so war es ihm möglich, diese Schritte, die er jetzt unternimmt, einzuleiten. Dirk: Trifft denn das amerikanische Volk in diesem Falle wirklich so etwas wie Schuld? War es für jeden Einzelnen absehbar, dass so etwas passiert, wenn Bush an die Macht kommt? JOSUA: Nein, du kannst hier nicht von Schuld sprechen, sondern es ist doch klar, dass der Mensch ohne dieses Hintergrundwissen gehandikapt ist. Er sieht nur die Dinge, die er hört - hört sich zwar paradox an, ist aber so: Er sieht ja nicht, wie die Seele wirklich ist, wie sie denkt, sondern er sieht nur, was Bush im Fernsehen oder auf Veranstaltungen von sich gibt. So bleibt dann nur die Möglichkeit, die Dinge zu glauben oder nicht. Da es in Amerika so ist, dass ein Präsident immer für eine gewisse Periode an der Macht ist, hatte er es mit einigen Tricks verstanden, sich wählen zu lassen. Ihr wisst, welche Problematiken es gab. Birgit: Es hat sich jetzt aber auch in Amerika eine Friedensbewegung gebildet. JOSUA: Die ist aber nicht stark genug. Birgit: Ja, aber immerhin haben es ja Seelen geschafft, ihren Widerstand aufzuzeigen obwohl dieses System so ist: Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass Krieg nicht der richtige Weg ist. Und jetzt denke ich, hat man auch als Einzelner wieder ein bisschen Entscheidungsgewalt, in dem ich mir das überlege und "nein" dazu zu sagen kann. Ich denke, wenn 60 bis 70% der Amerikaner sagen würden, dass sie in dieser Sache nicht hinter ihrem Präsidenten stehen, dann würde das etwas bewegen. Und genauso ist es auch bei uns mit den Friedensmärschen: Dadurch wird unsere Regierung in dieser Frage unterstützt. Eben nicht zu sagen: "Ach, ich alleine kann ja nichts machen". Wenn die Hälfte der Bevölkerung aufsteht, ist es auch für unsere Regierung ein Rückhalt, dagegen anzugehen bzw. weiter ihre Meinung zu vertreten. JOSUA: Selbstverständlich. Dirk: Für die Zukunft glaube ich auch, dass die Haltung der Bevölkerung Auswirkungen haben kann. Am jetzigen Prozess hingegen, denke ich, kann nicht mehr sehr viel gerüttelt werden. JOSUA: Nein, ihr dürft etwas ganz Entscheidendes, etwas Wesentliches dabei nicht vergessen: Der Weg, der jetzt stattfindet, muss so stattfinden, und er muss auch bis zum Ende gehen. Das ist geplant. Was eine Veränderung herbeiführt, ist die Reaktion der Masse. Denkt einmal an den ersten Irakkrieg, da stand die amerikanische Bevölkerung fast geschlossen hinter der Regierung, hinter dem, was geschah. Diesmal sieht das schon anders aus. Und so wird es immer mehr – bis zu einer Veränderung hin. Aber erst müssen die Dinge, die ihren Lauf genommen haben, zuende geführt werden. Birgit: Das heißt, zu diesem Zeitpunkt ist es egal, was das Volk machen würde, es ist nicht zu stoppen? JOSUA: Richtig. Dieser Krieg ist so nicht zu verhindern. Dirk: Höchstens durch eine andere, sehr große Negativität - wobei dann sicherlich jemand anderes die Sache fortsetzen würde. JOSUA: Auch eine negative Tat könnte dies nicht verhindern, im Gegenteil: Jede Art von Negativität würde die Krise nur noch verstärken. Es muss geschehen, was in Gang gesetzt worden ist, um hier Erkenntnisse zu bringen. Die Erkenntnisse sind der wesentliche Teil, hier spielen z.B. auch die Friedensmärsche eine große Rolle, denn es muss ein Umdenken stattfinden. Birgit: Hat denn Afghanistan nicht gereicht, um zu erkennen, dass Krieg keine Gewinner hat? JOSUA: Nein, es geht hier nicht um die Erkenntnis, dass Krieg keine Gewinner hat. Afghanistan hat man noch verstanden, denn da ging es schließlich um die Ehre von Amerika. Nein, nein, sie müssen erkennen, dass das, was jetzt geschieht, nichts mit dem Terrorismus zu tun hat. Der Terrorismus spielt eigentlich zur Zeit die zweite Geige. Er ist gar nicht so im Vordergrund. Birgit: Wer muss das erkennen, das Volk oder die ganze Führungsriege? JOSUA: Das Volk muss das erkennen, und das Volk muss dann handeln. Dies geschieht aber leider meistens erst, wenn die Katastrophe von menschlicher Seite perfekt ist. Sie sehen es, wenn die Grausamkeit aus dem persönlichen Hass heraus Wirklichkeit wird. Im Vorfeld, ist das, was zur Zeit, an Friedensdemonstrationen oder Vetos von anderen Ländern geschieht, ein Tropfen auf den heißen Stein, denn diese Vetos, die da eingelegt werden, dienen ja nicht alleine unbedingt der Aussage, dass der Krieg gegen das irakische Volk nicht stattfindet soll. Jeder hat seine persönlichen Interessen. Deutschland hat ganz besonders davor Angst, dass sie hinterher das Land wieder aufbauen müssen, denn der Amerikaner, so möchte ich den Bush jetzt einmal nennen, ist ja nicht dumm: Er möchte die Region auch hinterher beherrschen. Das heißt, er verlangt von den anderen Ländern, dass sie sich am Aufbau beteiligen, allerdings zu Gunsten Amerikas. Amerika will kontrollieren. Das haben viele Regierungen erkannt. Nur können sie das ihrem eigenen Volk gar nicht so sagen, denn der Hass, der dann gegen Amerika entstehen würde, wäre viel zu groß. Was Bush anstrebt, ist eine Herrschaft. Der Einzige, der das nicht so ganz erkannt hat, ist der Engländer. England hat immer noch diese Muttergefühle, viele Amerikaner stammen ja von ihm ab. Wir wollen im Spirituellen aber nicht über das weltpolitische Geschehen wer-weiß-wie diskutieren. Wir sind bereit für die Situation, die kommt, für die Seelen, die unschuldig dabei leiden müssen: Ihnen zu helfen und den Weg in die Heimat zu erleichtern, damit alles leichter wird. Dirk: Wobei das Besprochene im weitesten Sinne durchaus zum Thema Freundschaft passt. Ich habe dich so verstanden, dass Hass und Machtgier die Ursache für das derzeitige weltpolitische Klima sind. Wenn wir nun Hass und Machtgier auf jeden Einzelnen runterbrechen, so sind das irgendwo auch die Hindernisse für eine Freundschaft. Würde ich jetzt zum Beispiel Hass, Herrschsucht und Gier, bei Birgit an den Tag legen, würde sie bestimmt nicht mehr meine Freundin sein wollen. Birgit: (lachend:) Nö, wahrscheinlich nicht. JOSUA: Ja, das ist richtig. Du sprichst hier ein Thema an, lieber Dirk, das wir auch einmal von einer anderen Seite betrachten können: Wozu dient denn der Hass und der Kampf gegeneinander? Ist es nicht eine Situation, um etwas auszutragen auf eine Art und Weise, die ich mir im Geistigen Reich nicht erlauben oder die ich nicht anwenden kann? Und sind Freundschaften oftmals nicht einfach nur Anhängerschaften? Vielleicht mit dem gleichen Interesse, mit dem gleichen Hass? Birgit: Man spricht ja auch von Hassliebe, geht das in diese Richtung? Nicht mit einander aber auch nicht ohne einander können. JOSUA: Ja, das sind Seelen, die aus einem gleichen Bereich kommen, die aber einige konträre Ansichten vertreten. Liebe ist eigentlich zwischen den Seelen deswegen da, weil sie aus der gleichen Gruppe kommen. Die Dominanz und die Meinungsverschiedenheit ist hingegen zu groß. Dadurch entsteht so etwas. Birgit: Ist dies eine seelische oder eine körperliche Geschichte? JOSUA: Beides. Der Körper kann auch sehr dominant und rechthaberisch sein, so dass es der Seele unwahrscheinlich erschwert wird, eine Lösung auf Erden zu finden. Da man aber eine Lösung finden möchte, kann man auch nicht voneinander lassen. Man sucht die Lösung, man bekommt aber keine, man bekommt sich, wie sagt ihr so schön, nur in die Haare. Dann geht man auseinander und sagt: "Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben, jetzt reicht es". Spätestens nach zwei Tagen hängen beide wieder zusammen, weil sie es erledigen wollen - mit aller Gewalt. Birgit: Kann es auch sein, dass man seelisch zwar befreundet ist, aber im Materiellen durch die Sozialisation so unterschiedlich gestrickt wird, dass der körperliche Teil der Hinderungsgrund ist? JOSUA: Selbstverständlich. Durch die Erziehung wird die Seele ja auch geprägt. Innerhalb der Erziehungsphase, des Erwachsenwerdens bekommt sie eine Prägung und insbesondere natürlich der Körper. Wenn die Seele sich jetzt sehr auf dieses Niveau, sei es nun niedrig oder hoch, einlässt, passiert es. Es entstehen Blindheiten: Vor lauter Bäumen sehe ich den Wald nicht mehr, vor lauter Feinden sehe ich meinen Freund nicht mehr. Beide können in dem Moment nicht erkennen, dass sie eigentlich keine Feinde sein müssten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch genug inkarnierte Seelen, bei denen man sofort spürt, dass eine Distanz vorhanden ist - bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger. Es gibt Menschen, die mögen eigentlich ganz lieb und nett sein, aber wenn du ihnen begegnest, hast du sofort eine Antipathie, die du dir gar nicht erklären kannst. Birgit: Wenn so etwas beim ersten Eindruck geschieht, ist es dann seelisch bedingt oder kann das auch vom Körper kommen? JOSUA: Nein, das ist seelischer Natur. Es kann gut sein, dass man auf eine Seele getroffen ist, mit der man schon einmal hier war, mit der man sich bekriegt oder gestritten hat, mit der irgend etwas gewesen ist. Dirk: Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist eine Antipathie durchaus gewollt, dass man also solchen Seelen begegnet, um sie für eine Freundschaft zu nutzen? JOSUA: Nein, das muss man nicht nutzen. Meist geht man diesen Menschen aus dem Weg und sagt: "Den meide ich, mit dem möchte ich nichts zu tun haben." Es ist dann eine Situation, in der es noch nicht soweit ist, dass man das Austragen kann. Du hast vielleicht im vorherigen Leben sehr unter ihm oder mit ihm gelitten. Man hat dieses Leiden oder diese Diskrepanz mit ins Geistige Reich hinüber genommen. Und jetzt, wie es der Zufall will, trifft man sich wieder, das wäre gar nicht so abwegig. Man weiß natürlich nichts voneinander, man spürt nur gegenseitig eine Ablehnung. So wie ihr auch Menschen trefft - ihr müsst ja nicht nur das negative Beispiel nehmen - die schaut ihr an und die sind euch sofort sympathisch. Dirk: Wäre das negative Beispiel, die Einstellung der Ablehnung, die wohl generell erst einmal unter Menschen üblich ist, auch der spirituell richtige Weg? JOSUA: Das kommt selbstverständlich auf die Situation an. Wenn der Zeitpunkt noch nicht gegeben ist, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen, lässt man voneinander. Man merkt das meistens in der Tiefe der Abneigung. Ist die Antipathie nicht zu groß, sollte man von sich aus sagen: "Na ja, wir können ja mal schauen, vielleicht tue ich ihm ja Unrecht." Und dann sind auf einmal diese Dinge bereinigt. Du kannst das Verhalten nicht pauschalisieren. Es kann genauso gut sein, dass man sich wirklich erst einmal aus dem Weg gehen solltet. Dirk: Hieße das, man ist von seinen inneren Werten noch zu schwach, um diese Situation zu klären? JOSUA: Ja, oder sie passt gerade nicht und würde den Weg beeinflussen, den man eigentlich gehen wollte. Es beinhaltet aber auch eine Stärke, wenn man sagt, dass man sich gar nicht mit dem anderen bekriegen will, sondern jeder in seinem Bereich bleibt. Dirk: Das ist dann die unterste Stufe der Toleranz: Jedem das seine. JOSUA: Genau, es ist dann noch nicht so weit. Es gibt aber auch, um dabei zu bleiben, Situationen, wo du sagst, den kaufe ich mir jetzt, ich kann ihm nicht ausweichen. Und dann gehen die Feindseligkeiten los, die sehr, sehr weit reichen können. [Auszug zum Thema Freundschaft aus dem internen Protokoll vom 28.12.02] Thomas: Ich glaube, ideal im Zusammenleben ist es, wenn eine Partnerschaft auch eine Freundschaft ist. Allerdings ist dies nicht unbedingt so einfach Gott gegeben. JOSUA: Weil der Mensch sich über den Begriff Freundschaft wenig Gedanken macht. Ich habe es nicht selten erlebt, wie beispiellos, gedankenlos mit diesem Begriff um sich geworfen wird. Dirk: Vielleicht muss man ja auch berücksichtigen, dass mit diesem Begriff nur um sich geworfen wird, wenn man sich auf Erden befindet. Im Geistigen Reich haben wir keine Probleme untereinander, ich denke, dass dort eine ideale oder wirkliche Freundschaft gelebt wird. Birgit: Reine Freundschaft. Dirk: Oder reine Freundschaft, ja. Ist eine wahre Freundschaft hier auf Erden, während einer Inkarnation überhaupt möglich? JOSUA: Das ist ein Diskussionspunkt. Genauso können wir dahinstellen: Wenn ihr sagt, wir treffen uns mit unseren Freunden und uns damit meint, wie habe ich das Wort Freunde zu nehmen? Freunde oder Freunde? Dirk: Freunde! Thomas: Leute die uns freundlich gesinnt sind. Birgit: Die uns so nehmen, wie wir sind. JOSUA: Das ist schon eine tiefere Freundschaft. Eine tiefere Freundschaft zu erreichen, ist schwierig. Oftmals funktioniert so eine tiefere Freundschaft nur da, wo die Charaktere gleichlaufend sind. Thomas: Oder wo man über die Jahre genug Ausdauer hat, Differenzen zu überwinden. Birgit: Außerdem ist das Vertrauen wichtig: Denn es ist doch so, dass du alles über mich weißt, so dass ich mich dir öffnen kann, es zuzulassen kann. JOSUA: Gehört mit dazu. Die Gewissheit zu haben, dass das Vertrauen nicht missbraucht wird. Diese Freundschaft zu erhalten, sie zu bekommen, ist eigentlich nicht Gang und Gebe, sondern etwas Besonderes. Wenn ich so eine Freundschaft eingehen will, erfordert das viele Opfer, aber man erfährt auch viel Freude. Es muss sich beides die Waage halten. Und diese tiefe Freundschaft kann ich nur eingehen, wenn auch der Andere dazu bereit ist. Ansonsten habe ich einen Freund, mit dem verstehe ich mich gut, mit dem kann ich Sport machen, mit dem kann ich mal ein Bierchen trinken. Die Freundschaft, die spirituelle Freundschaft, die Innigkeit, die ist schwer zu erreichen. Man kann sie nur erreichen, wenn man bereit ist, von seiner Persönlichkeit einen Teil abzugeben, man kann sie nur erreichen, wenn man dazu bereit ist, es auch zu tun. Fragt man sich, ob ich so eine Freundschaft überhaupt will, wird es schon schwierig. Ein Kreis muss hier einen Kompromiss finden. Eigentlich solltet ihr Seelen eine tiefe Freundschaft, die ja im Geistigen vorhanden ist, hier auf Erden erleben. Das heißt nicht, dass man jetzt nicht über Dinge sprechen kann, die einen stören. Hat damit nichts zu tun, gerade in einer tiefen Freundschaft muss man das tun können. Und es gibt bestimmt auch Situationen, wo es ein bisschen heftiger wird. Darüber muss man sprechen können, ohne dass dadurch, dass man es bespricht, ein Problem entsteht. Seht, wenn ihr mit der Voraussetzung an eine Sache geht, wir besprechen etwas, um ein Problem zu beseitigen, dann ist das richtig und gut. Aber wenn ihr eine Sache besprecht, und es wird erst ein Problem, weil man sich an die Köpfe bekommt, dann verschlimmert das nur die Situation. Birgit: Ja, das ist schon klar, aber der Punkt ist, wie man da hin kommt. JOSUA: Man kommt dahin, indem man von der Emotion her zueinander harmonisch ist. Und du wirst mir bestätigen können, wenn ihr diese Besprechungen habt, und ihr seid untereinander nicht harmonisch, dann entsteht ein emotionaler Krieg. Ist man aber miteinander harmonisch, versteht man sich, kann man diese Dinge ansprechen und lösen. Das heißt, ich muss herausfinden, wie es momentan mit der Harmonie steht. Dinge, die persönlich angesprochen werden müssen, spreche ich dann an, wenn ich merke, dass die Freundschaft harmonisch ist. Wenn aber eine Spannung vorhanden ist - und die entsteht zum Beispiel, wenn du ankündigst, wir müssen uns einmal zusammensetzen und miteinander reden - dann geht jeder das gedanklich schon durch und fragt, was kommt jetzt schon wieder. Ist man hingegen harmonisch, kann man diese Dinge ansprechen. Manchmal kann man diese Dinge auch allgemein oder beiläufig erwähnen, so dass zumindest Gedanken darüber beim anderen oder bei den anderen entstehen. Erforderlich ist, dass unter Freunden eine Feinfühligkeit entwickelt wird. Selbst wenn einem jetzt Probleme auf dem Herzen liegen oder unter den Nägeln brennen, sollten trotzdem erst einmal die Fühler ausgestreckt und geschaut werden, ob eine Spannung oder eine Harmonie innerhalb der Beziehung vorherrscht: Wie ist die Harmonie zu dem, den ich ansprechen will. Wie ist er selbst zur Zeit drauf. Wenn jemand zur Zeit so und so emotional schon ziemlich daneben hängt, dann gebe ich ihm nicht noch einen mit, damit er ganz unten ist, nur weil ein Problem mir auf den Nägeln brennt. Man kann diese Dinge nicht pauschalisieren, sondern man muss erst ertasten, wie es zu regeln ist. Gut, das mag dem Einen oder Anderen nicht liegen. Er würde am liebsten die Dinge sofort auf den Tisch legen, dann ist das geklärt - für ihn, für andere nicht. Meist ist es für den nicht geklärt, der die Kritik einstecken muss, denn gerade in dem Punkt seid ihr alle sehr empfindlich. Versteht ihr, was ich meine? Gerade die Kritik ist das, was alle sehr schwer verdauen können. Das Problem ist, egal, was man auf den Tisch bringt, dass irgend jemand sich mit Sicherheit in dem Moment kritisiert fühlt. Das heißt nicht, dass man diese Dinge einfach unter den Tisch kehren sollte, denn damit ist die Sache nicht aus der Welt, damit ist der Sache nicht geholfen. Gut wäre, wenn jeder meint, in der Lage zu sein, Kritik die kommt, nicht persönlich zu nehmen, und wenn diese Kritik nicht zu persönlich abgegeben wird. Dirk: Ich denke, euch ist jede Macke von uns bekannt, ihr erkennt, wo es hakt und wo das Negative herum schwirrt. JOSUA: Ja, eure Angriffspunkte, die kennen wir, ja. Dirk: Unter Menschen ist es eher üblich, dass der eine sauer auf die Macken des anderen ist und dementsprechend böse oder aggressiv wird und Kritik übt. Was legt ihr für eine Geisteshaltung an den Tag, um jetzt nicht böse auf uns Menschen zu sein? Ich habe noch nie erlebt, dass ihr Probleme - wie zum Beispiel wir hier im Irdischen - eskalieren laßt. Wie handhabt ihr diese Dinge, wo liegt das Geheimnis? JOSUA: Es gibt zwei Worte dafür: "Tiefe Freundschaft". So wie ihr hier auf Erden miteinander umgeht, würde es euch im Geistigen Reich niemals in den Sinn kommen. Auf den anderen böse sein, wie du sagst, ist eine Eigenart, die eigentlich schwer zu erklären ist, es ist ein philosophisches Thema: "Ich bin böse..." Worauf ist man eigentlich böse? Auf das, was man getan oder in den Augen der anderen falsch gemacht hat? Oder ist man böse, dass der Andere etwas gesagt hat, was einen erwischt hat? Allein über den Ausdruck, ich bin böse auf dich, sollte man einmal nachdenken. Dirk: Vielleicht passt enttäuscht ja besser. Birgit: Nicht annehmen, ablehnen, das steckt ja auch da mit drin. JOSUA: Steckt alles mit darin, kannst du alles in "böse" mit hinein schieben. Die emotionale Wirkung ist die gleiche, ist alles emotional der gleiche Punkt - nur die Ausdrucksweise ist unterschiedlich. Genauso kann man es mit der Harmonie sehen: Es gibt verschiedene Richtungen, die ich ansprechen, oder als Worte benutzen kann, die aber alle auf diesen Punkt der Harmonie hin laufen: Spiel, Spaß, Freude, Zusammenkünfte, Arbeit - alles bringt irgendwo Harmonie, wenn man es will. Und das ist genau der Punkt, der da mit hinein spielt oder der da trennt. Wir brauchen es gar nicht Negativität nennen, es gibt so viele andere Worte dafür. Oftmals ist es auch nichts anderes als eine Entschuldigung: Zu sagen, das waren die Negativen, die wollen uns an den Kragen. Kann man viel mit abtun, nicht? Manchmal ist es wirklich so, aber immer erst dann, wenn man sich geöffnet und das Negative heran gelassen hat. Birgit: Wenn man es zulässt, das ist der Punkt. JOSUA: Nicht wahr? Erst dann wird das Negative tätig. Thomas: Vor allen Dingen, wenn ich hinter jeder Begebenheit sofort vermute, dahinter liegt jetzt ein höherer Sinn, dann öffne ich mich ja dafür: Mir passiert ein Missgeschick und ich kann nicht einfach sagen, das kann jedem einmal passieren, sondern ich muss sofort einen tieferen Sinn dahinter vermuten, es will mir einer was Böses. JOSUA: Genau, dann suche ich ihn. Und wenn ich damit anfange, dann suche ich mich nämlich buchstäblich tot. Es können wirklich, wie du sagst, Missgeschicke geschehen. Dirk: Das kann man auf der rein sachlichen Ebene ja alles so stehen lassen. Nur wenn diese Missgeschicke zwischenmenschlich geschehen, sagt man nicht, "ja gut, kann jedem einmal passieren," sondern dann tut es erst einmal weh, und man sagt "Aua". JOSUA: Auf der zwischenmenschlichen Art sind es ja keine Missgeschicke, sondern die Wirkung resultiert aus einem Nicht-Kennen heraus. Dirk: Du sagtest trotz unserer Unterschiedlichkeit wären wir im Geistigen Reich ein Herz und eine Seele, solche Situation gäbe es da nicht. Das heißt, die Erfindung der Inkarnation war keine gute Sache für die Freundschaft. JOSUA: Oh ja! Eine Freundschaft auf Geistiger Ebene zu leben ist einfach, weil ich hier bis in die Tiefen hinein schauen kann. Da finde ich schnell meinen Freund. Aber um eine Freundschaft zu festigen, ist der beste Weg, eine Inkarnation durchzuführen, denn dort kann sich das beweisen. Dirk: Auch ein Aspekt, ja. [Ende des Auszuges vom 28.12.02] Birgit: Werden seelische Freundschaften eigentlich hier auf Erden oder im Geistigen Reich geschlossen? JOSUA: Seelische Freundschaften werden auf Erden geschlossen. Sagen wir es in einem einfachen Satz: Nur auf Erden besteht die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Bereiche zusammenzuführen. Im Geistigen Reich ist es nicht möglich, die verschiedenen sphärischen Bereiche zusammenkommen zu lassen. Das ist nur auf Erden möglich. Deswegen könnt ihr nur in der Materie lernen, wieder miteinander umzugehen. Birgit: Wenn die beiden neuen Freunde wieder zurückgehen, und der Eine kommt aus dem Bereich X der Andere aus Y, können sie sich dann besuchen? JOSUA: Nein, wenn jetzt wirklich eine tiefe freundschaftliche Verbundenheit entstanden ist, kann es sein, dass Einer erst einmal seinen Bereich aufgibt oder erweitert. Das heißt aber nicht, dass der aufgegebene Bereich plötzlich eine starre Grenze wie eine Linie bekommt. Stell dir das Ganze wie eine Blase vor, ja. Jeder hängt in einer Blase und weiß gar nicht, dass es noch eine andere Blase gibt. Jetzt lernt der Mensch durch die Inkarnation etwas kennen, was eigentlich gar nicht zu ihm gehört, etwas, was er aber unwahrscheinlich toll findet. Und dann erweitert sich diese Blase um diese Freundschaft, die Gruppe wird etwas größer, das Land oder die Sphäre erweitert sich. Birgit: Wie unterscheiden sich Seelenpartnerschaften von Seelenfreundschaften? JOSUA: Seelenpartnerschaften sind immer aus einer Blase. Birgit: Kann sich aus einer Seelenfreundschaft eine Seelenpartnerschaft, eine Steigerung entwickeln? JOSUA: Ja, selbstverständlich, und zwar in der Form eine Steigerung, dass man bei erneuten Inkarnation gemeinsam mehr erreichen kann. Finden beide dann zum Beispiel Freunde, hat man den doppelten Effekt. Birgit: Partnerschaft heißt doch immer männlich und weiblich? JOSUA: Nein, seelisch betrachtet, ist eine Partnerschaft geschlechtslos, also unabhängig vom Geschlecht. Birgit: Was ist dann, wenn jemand seelisch geheiratet hat, wie nennt man die beiden Teile dieser Verbindung? JOSUA: Bei der seelischen Hochzeit geben eine feminine und eine maskuline Seele ein Versprechen ab. Beide kommen aus einem Bereich. Und eine spirituelle Hochzeit auf Erden bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass zwei Seelen sich einander versprechen und zwar für sehr, sehr lange Zeit. Da kann man den Satz, bis das der Tod euch scheidet, nicht nehmen, weil die Trennung eigentlich erst dann wieder erfolgt, wenn die Seelen aufgegeben werden, wenn der Geist so und so ineinander fließt. Birgit: Thomas und ich sind nun Seelenpartner, ohne spirituell geheiratet zu haben. Mit meinem jetzigen Ratio würde ich natürlich sagen, das hat sich bewährt, ich inkarniere immer wieder mit ihm zusammen und würde auch immer wieder diese Partnerschaft anstreben. Wo ist jetzt der Unterschied zu einer Partnerschaft, in der die Seelen zusätzlich noch spirituell vermählt sind? JOSUA: Bei euch steht keine Verpflichtung dahinter. Das heißt, ihr würdet inkarnieren, aber es besteht nicht die Verpflichtung, euch zu finden. Bei spirituell verheiraten Paaren ist die Verpflichtung und auch der Wille vorhanden. Es wird gemeinsam der soziale Weg genommen. Ein Teil könnte jetzt nicht sagen, bei meiner nächsten Inkarnation sehe ich zu, dass ich sehr viel Geld habe, wenn der andere Teil damit nicht einverstanden ist. Das heißt, wenn du jetzt z.B. sagst, du möchtest beim nächsten Mal ein ganz anderes soziales Umfeld erleben, und Thomas sagt, dass er das letzte noch gar nicht richtig ausgelebt hat, um alles zu erlernen, kann es zu getrennten Inkarnationen kommen, weil die Verpflichtung nicht besteht. Birgit: Oder aber wir werden uns gemeinsam überlegen, was wir machen. JOSUA: Genau. Dirk: Die anfängliche Frage von Birgit war: Wie seelische Freundschaften geschlossen werden. Ich habe dich so verstanden, dass dies zwischen zwei Seelen aus unterschiedlichen Bereichen oder Blasen nur auf Erden passieren kann. JOSUA: Ja, das ist der Sinn. Dirk: Seelische Freundschaften muss es doch auch unabhängig von einer Inkarnation geben, nämlich solche, die schon von vornherein in einer Blase waren? Wie sind diese Freunde in ein und dieselbe Blase hinein gekommen, wenn nicht durch Inkarnationen daran gearbeitet wurde? JOSUA: Am Anfang war die Spaltung. Dirk: Und nach der Spaltung bin ich in irgendeine seelische Blase hinein gekommen. JOSUA: Ja, das war eine große Blase. Dirk: Also sind schon alles Freunde, wenn wir in unserem Bild bleiben. JOSUA: Wenn wir das mit Freundschaft benennen wollen, na gut. Birgit: Mehr Interessengemeinschaft. JOSUA: Wer sich liebt, der haut sich. Dirk: Ja, und dann haben sie sich gehauen und weiter gespalten. Bevor es nun zur ersten Inkarnation kam, haben sich die Blasen soweit gespalten, dass jeder für sich alleine war, jeder in seiner eigenen Blase, oder gab es noch größere, in denen es Seelenfreundschaften vor der ersten Inkarnation gab? JOSUA: So, jetzt ich. Dirk: Ja. JOSUA: Die Abspaltung ist nicht so zu sehen, dass ein Teil gesagt hat: ich hopse da und du da. Sondern die Abspaltung heißt doch eigentlich übersetzt nichts anderes als unterschiedliche Interessen. Diese unterschiedlichen Interessen können millionenfach gewesen sein. Sind sie auch, das heißt wenn zwei, drei Seelen dabei waren, die eine gleiche Einstellung zu dem Positiven Geistigen Reich hatten, waren sie eine Gemeinschaft. Andere hatte nur das Wort "aber" dazwischen, und schon gab es eine andere Gemeinschaft. Es war nicht mehr die Harmonie gegeben. Innerhalb einer Harmonie, innerhalb einer Gleichheit, gibt es das Wort "aber" oder "nein" nicht, sondern es ist kollektiv. So, und das Kollektive ist zerbrochen, zerbrochen aus der Angst vor einem Stillstand, vor einer Nicht-Weiterentwicklung. Jetzt liegt das Bestreben darin, diese unterschiedlichen Sprechblasen oder Seifenblasen - lass es mich so sagen, das ist sehr anschaulich, die aneinander kleben, wieder zu einer Großen zu vereinen. Dirk: Ja, das ist der jetzige Zustand. JOSUA: Das ist auch damals schon der Zustand gewesen, denn es sind viele kleine Blasen gewesen. Es gab einen Schnitt in der Großen. Irgendeiner pustete da hinein, so dass viele kleine Blasen entstanden, um es ganz simpel zu sagen. Dirk: Genau und darum meine Frage, ob jeder nach diesem "Pusten" seine eigene Blase hatte. JOSUA: Nicht jeder, es waren schon mehrere in einer Blase - das kann ich dir jetzt nicht mit Zahlen beantworten, aber es war nicht ein Individuum, eine individuelle Seele, sondern mehrere, eine kleine Gemeinschaft in so einer Blase. Es gab stärkere Gemeinschaften und es gab schwächere Gemeinschaften, und jetzt begannen die Inkarnationen. Wie soll ich es sagen, es wurde nicht gewürfelt, aber aus einer bestimmten Blase sind sieben inkarniert und aus einer anderen nur drei, versteht ihr? Dirk: Ja, ich verstehe. JOSUA: In dem Moment beginnen sich die Interessensgruppen zu bekriegen. Am Anfang gab es auf Erden sehr viele Kriege, viele Kämpfe unter den Clans, selbst unter den Familien. Dirk: Weil das "aber", das diese Familien trennt, noch zu groß war? JOSUA: Ja, das "aber" war noch zu groß. Nur die Entwicklung, die irdische Evolution brachte es mit sich, dass man immer näher zusammen rückte, dass man sich irgendwann fragte, warum hauen wir uns eigentlich, worum geht es denn eigentlich. Im Prinzip wollen wir doch alle nur das Gleiche: Zum Beispiel, wenn man jetzt ganz am Anfang steht, die Versorgung der Familie. Wenn du jetzt den Schritt bis heute verfolgst, siehst du, was daraus geworden ist: Es sind Länder geworden, und die Entwicklung geht weiter, man versucht größere Teile zu vereinen, wie Europa, also die Europäische Union oder Amerika und so weiter. Irgend wann wird das Ganze global sein, das heißt, diese kleinen Blasen werden immer mehr zu einer großen. Und irgend wann wird es erreicht sein, dass jede kleine Blase wieder in die Große eingegangen ist. Und dann habt ihr das, was die Kirchen so schön mit dem "Ewigen Leben" bezeichnen. Rolf: Aber die Integration des wirtschaftlichen Prozesses muss doch nicht mit dem Seelischen gleich laufen. JOSUA: Es geht doch nicht um die wirtschaftliche Integration, sondern es geht um Interessen, und Interessen sind von der Seele provoziert. Birgit: Interessen, die die Humanität betreffen. Rolf: Also das Bestreben jetzt innerhalb Europas, sagen wir einmal, mehr Gleichheit zu etablieren, ist ein seelischer Anstoß. JOSUA: Ja. Rolf: Aha, das ist ein ganz neuer Aspekt. JOSUA: Nein, es ist eigentlich logisch. Dirk: Es müsste doch so etwas wie eine Vorstufe zur Freundschaft sein, wenn sich gleiche Interessen beispielsweise zur Europäischen Union verbinden. JOSUA: Ja selbstverständlich. Lasst mich noch ein Beispiel geben, vielleicht könnt ihr es dann besser erkennen. Es gab eine Zeit in Deutschland, wo viele Italiener, Gastarbeiter, ins Land kamen, um zu arbeiten. Wenn ihr euch an diese Zeit einmal erinnert. Es herrschte teilweise sehr großer Hass, Wut und Ärgernis untereinander. Wie wurden sie bezeichnet? Als Eindringlinge, Itaker und so weiter. Auf einmal kam man sich aber doch näher und merkte, die Italiener sind ja gar nicht so schlimm, wie wir immer angenommen haben. Man fing an, sie zu integrieren. Dann kamen neue, dann kamen die Türken. Was war das erst für ein großes Problem und ist es teilweise ja heute noch. Man beginnt jetzt langsam zu merken: "Moment mal, auch das sind doch eigentlich Menschen und Seelen." Wenn sie integriert und anerkannt sind, wird es wieder etwas geben, was ziemlich gegensätzlich zu den Seelen, die jetzt hier sind, sein wird. Ihr seht, die unterschiedlichen Gruppierungen werden immer mehr zusammen geführt. Wobei man vielleicht berücksichtigen sollte - ich möchte niemanden angreifen in der Beziehung, ist meine persönliche Meinung - dass das Ganze vielleicht zu schnell geht, zu krass. Die Gegensätze sind zu stark und zu krass. Ist meine Kritik, die ich mir erlaube anzubringen. Ich denke aber, dass sich der Karmische Rat seine Gedanken gemacht hat. Vielleicht sollte sich auch mal der Mensch Gedanken darüber machen, warum die Zusammenführung momentan so läuft. Dirk: Ich könnte mir vorstellen, dass der Mensch eher dazu bereit ist, sich mit diesen Belangen zu beschäftigen, wenn der Unterschied krass aufeinander trifft, wenn Mensch also durch diese Schnelligkeit der Zusammenführung irgendwo gezwungen wird, ethisch zu handeln. Thomas: Aber es besteht auch ein gewisses Risiko in dem, was du gerade sagtest: In den Sechzigern, als die Italiener und die Jugoslawen kamen, da gab es Probleme genug. Sie sind aber integriert worden. Die machten gute Pizza, da gibt’s ein Restaurant, so kommt man sich ja auch näher, ist eine kulturelle Zusammenführung. Man hat ja auch, wenn man in den Urlaub hingefahren ist, ein anderes Bild so nach und nach bekommen. Heute kommen viele unterschiedliche Nationen, z.B. die Osteuropäern, gleichzeitig, und man verliert ein bisschen den Überblick, glaube ich. Birgit: Zumal die sechziger und siebziger Jahre Aufbaujahre waren. Wirtschaftlich ging es den Leuten gut, keiner hatte Angst, es nimmt ihm irgendwer irgend etwas weg. Heute ist das nicht mehr so der Fall und die Integration, eine Offenheit und Bereitschaft zu zeigen, wird erschwert. JOSUA: Die Probleme sind eigentlich die Gleichen, Birgit. In den Sechzigern hatten die Menschen zwar nicht die Angst, dass ihnen die Arbeitsplätze genommen wurden, da lag das Feindbild woanders - nämlich im kulturellen Bereich, aber die Offenheit war auch nicht vorhanden: Wie wurden sie denn betrachtet? Die Männer sahen sie als eine Gefahr, was ihre Frauen anbelangte. Gigolos, oder wie wurden sie genannt? Also es entsteht immer ein Feindbild, wenn unterschiedliche Blasen zusammen kommen. Der Mensch ist heute aber so weit, intellektuell und auch von der Emotion her, dass er die Zusammenführung von solchen Blasen wohl ein bisschen drastischer ertragen kann oder können müsste. Dirk: Wobei die Interessengruppe an sich auch eine Rolle spielen muss, denn es ist festzustellen, dass Ausländer in Deutschland keine so große Gastfreundschaft erleben, als wenn Deutsche im Ausland Urlaub machen. Ich denke, hier hat jeder von uns schon Beispiele gesammelt. JOSUA: Ja natürlich, jeder besitzt seine eigene Mentalität, wobei du Urlaub nicht ansprechen kannst, sondern hier geht es um das Leben. Ich glaube nicht, dass das deutsche Volk zum Beispiel etwas gegen türkische Urlauber hätte. Es sind diejenigen, die in Deutschland leben - und zwar unter Verhältnissen, die ein Deutscher nur schwer verstehen kann: Wenn nämlich alles in das Heimatland gebracht wird, um dann in die eigene Blase zurück zu kehren. Hier gibt es dann Differenzen. Dirk: Das heißt, würden wir statt Urlaub machen, in den südlichen Ländern Arbeit suchen und leben wollen, würden wir genau das Gleiche erfahren? JOSUA: Dann könntest du mal gucken, wie das aussähe. Es ist genau das Gleiche. Jetzt könnte man natürlich überheblich werden und sagen, ich spreche jetzt einmal in eurem Namen: "Wir sind eine industrielle Nation, der es sehr gut geht, lasset die Kindlein ruhig kommen. Thomas: Das ist aber nicht mehr so. JOSUA: Es wandelt sich langsam. Aber diese Überheblichkeit war ja mal in der Form da, dass die Leute gerne rein gelassen wurden, damit sie die Arbeit machen. Thomas: Ja klar. JOSUA: Davon braucht man sich ja nicht freisprechen. Anders herum wäre es schon schwierig z.B. für Europäer in die fernöstlichen Länder zu gehen. Es bringt wohl nur denen etwas, die im Ruhestand sind. Diejenigen, die eine Zukunft aufbauen wollen, können nicht in diese Länder gehen, denn das wäre ein Rückschritt, da würde es Probleme geben. Diejenigen, die es versucht haben, haben diese Probleme erlebt. Schau dir die Holländer mit Afrika an, irgendwann schlägt alles zurück. Gut, so viel zur politischen Situation. Worum es uns ja hier geht, ist, wie ich wieder zurück in das Kollektiv komme: Und das geht nur über die Inkarnation auf Erden, indem ich Freundschaften mit Anderen schließe. Es geht nur über die Harmonie, es geht nicht mit einer reinen Duldung. Es ist, um so eine Blase zu öffnen, nur über eine Partnerschaft oder über Freundschaften möglich. Birgit: Irgend wann kam einmal die Sprache darauf, aus welchem Bereich wir kommen, und ich habe das so verstanden, dass wir alle, bis auf Dirk, aus dem gleichen Interessenbereich kommen, war das richtig so? JOSUA: Ja, wobei die Bereiche wiederum sieben Mal unterteilt sind. Verstehst du, es ist eine Kleinigkeit, die euch oftmals trennt. Dieser Schritt ist nicht so schwierig, als wenn du jetzt diese dicke Blase durchschreitest. Es sind die Stufen innerhalb der eigenen Sphäre, davon sprachen wir schon einmal (Kasten bzw. Sphären). Du kannst die Blasen auch Sphären nennen, wenn es für dich nicht zu abstrakt oder zu fremd ist. Sphären sind das Gleiche, ich versuche nur, es immer etwas anschaulich zu machen, damit jeder sich vielleicht so eine kleine Waschküche vorstellen kann, in der die Blasen aus einem Kessel kommen, wo sie sich näher kommen und einige schon aneinander kleben - oftmals zerplatzen sie auch, bevor sie Eins werden können. Birgit: Entwickeln sich auch neue Blasen, die es vorher noch nicht gegeben hat? JOSUA: Nein. Es findet nicht gleichzeitig wieder eine Abspaltung statt, sondern man versucht jetzt erst einmal all das, all diese kleinen Blasen, wieder zusammen zu bekommen, um dann die Erfahrung, die man gemacht hat, zu verwerten. Und ich weiß nicht, wie es aussehen wird, wenn das gesamte Kollektiv wieder vereint ist, wenn die Erfahrung, die die abgespaltete Hälfte mitbringt, in das Gesamte eingeht. Ob die Materie dann weiter Bestand hat, oder ob sie dann erst einmal beendet ist, liegt weit, weit vor meinem Horizont. Birgit: Hoffentlich ruinieren wir nicht vorher den Planeten. JOSUA: Ich denke, hier geht es dann nicht nur um den Ruin dieses Planeten, sondern um das gesamte materielle Weltall, sämtliche Universen. Rolf: Aber da würde doch jetzt nicht einer daher gehen und sagen: "Jetzt zerstören wir mal die materiellen Universen, weil wir sie nicht mehr brauchen." JOSUA: Stell dir einfach einmal vor, das materielle All wäre nicht mehr da, wie soll ich sagen... Birgit: ...es wäre aufgebraucht? JOSUA: Nein, nicht aufgebraucht, sondern du weiß auf einmal nicht mehr, dass es so etwas gibt. Rolf: Wenn das vereinte Kollektiv in einem Zustand ist, in dem die Materie nicht mehr im Bewusstsein ist, dann ist sie nicht mehr da. JOSUA: Ja. Ich suche gerade ein Beispiel: Nehmen wir doch z.B. eine Tierart, die vor langer, langer Zeit gelebt hat. Dirk: Die Dinosaurier? JOSUA: Eine ausgestorbene Spezies, die dir gar nicht bekannt ist, die aber doch gelebt hat. Wenn du nicht von ihr weißt, weißt du auch nicht, dass sie existiert hat. Dirk: Das ist jetzt gerade mein Problem, ich könnte keine Art nennen... JOSUA: So, es kann aber passieren, rein philosophisch gesehen, dass jetzt diese Tierart, von der du gar nichts wusstest, auf einmal nur dadurch existent wird, dass man sagen kann, es hat sie gegeben. Genauso kann es sein, dass wenn das Kollektiv zusammen geht, dass all das, was gewesen ist, hinein fließt, dass aber nicht mit hinein fließt, woher man die Erfahrungen hat. Man weiß nur noch, es ist, Aber woher weiß man nicht. Dirk: Das setzt voraus, dass man zwar Erfahrung einbringt, dass die Erinnerung aber auf der Strecke bleibt. JOSUA: Wenn ich alle Erfahrungen zusammen habe, und die Blasen wieder in einer vereint sind, ist die Materie, die für euch jetzt wichtig ist, in dem Moment unwichtig. In dem Moment, wo ich meine Seele abgebe, aus dem Bereich der Materie ganz entschwinde, verliert die Materie ihre Bedeutung, ihre Wichtigkeit. Jetzt ist sie wichtig für euch als Mensch, ihr lebt jetzt in der Materie. Auch für die Seele, für den Geist ist sie wichtig, denn sie ist der einzige Ort, wo ich lernen kann, wo ich mich mit anderen vereinen kann, wo ich Freundschaften schließen kann, wo ich Harmonie und Liebe zeigen kann. Dirk: Ist für dich die Materie schon ein bisschen ins Nebensächliche gerutscht? JOSUA: In keiner Weise, sonst wäre ich jetzt nicht hier. Birgit: (schmunzelt:) Dank uns, nicht? Dirk: Nein, ich meinte jetzt die Erinnerungen an viele deiner vergangenen Inkarnationen. Ich glaube, wir sprachen einmal darüber, dass dir Details gar nicht mehr so präsent sind, dass nur die Erkenntnisse aus diesen Inkarnationen noch vorhanden sind. JOSUA: Ja, das ist ein sehr gutes Beispiel, finde ich ganz toll. Es verblasst, diese Dinge verblassen. Es wird irgend wann einmal auch für mich der Fall sein, dass die Gedanken, dass ich Inkarnationen durchlebt habe, total verblassen. Dirk: Und damit geht, wie eben gesagt, die Materie aus dem Bewusstsein. Birgit: Vielleicht kommt ja ein Punkt, wenn das Kollektiv lange genug wieder komplett ist, dass sich die Frage auftut, wie wir eigentlich dazu gekommen sind. Und dann geht das Ganze von vorne los. JOSUA: Das ist auch meine Theorie, liebe Birgit. Es wird einen solchen Punkt geben. Wir lassen die Zeit bitte außen vor: Gut, das Kollektiv hat irgendwann alle Erkenntnisse verwertet, und ich weiß nicht, in welcher Form man in dem Moment dann Genuss daran hat. Ich denke, es wird dann so sein, um es einfach auszudrücken, dass das Kollektiv sagt: "So, ich bin! Was jetzt? Wie entwickle ich mich, kann ich mich weiter entwickeln?" Und es ist gut möglich, dass wieder eine Form einer Abspaltung stattfindet. Das muss nicht die Gleiche sein, es wird mit Sicherheit eine höherentwickelte. So wie der Mensch sich auf dem Planeten entwickelt, entwickelt sich ja dann auch das Kollektiv. Die Evolution wird weitergehen, und die nächste Spaltung oder wie immer man es auch nennen mag, wird auf einem Gebiet stattfinden, das mit dem Jetzigen nicht zu vergleichen ist. Das Niveau steigt - Niveau ist nicht richtig, aber die Art und Weise wird anders sein. Die Evolution geht weiter, wohin sie führt ist hypothetisch, das kann kein Mensch beantworten und auch nicht der einzelne Geist. Was (auf lange, also richtig lange Sicht) geschieht, kann auch ich mir nicht vorstellen, beim besten Willen nicht, will ich auch nicht. Nur, wenn wir alle eingekehrt sind in das gesamte Bewusstsein, kann man nicht einfach sagen, dass es das jetzt war, denn das würde doch dem Hauptgesetz des gesamten Kollektives widersprechen, dass es nämlich nichts Vergängliches gibt. Der Kreislauf würde nicht einfach beendet werden können, das geht doch gar nicht - eigentlich logisch, oder? Rolf: Aber es muss ganz offensichtlich viele Seelen bei euch drüben geben, die nicht mit dir einer Meinung sind. JOSUA: Es gibt Seelen, die sind nicht meiner Meinung. Vor allen Seelen aus den Bereichen, wo unsere Pastoren und Kirchenanhänger sind - wo ich ja nun auch eine Zeitlang war. Sie glauben wirklich, dass sie in dem Moment, wenn sie in das Gesamte zurückkehren, das ewige Leben bekommen, und dass es das dann war. Für mich ist das eine Borniertheit. Birgit: Ich denke, dass ist kein Fakt, denn der Motor für das geistige Leben ist doch wie ein Perpetuum Mobile, dass heißt, er zieht sich immer wieder allein auf und es geht immer weiter. JOSUA: Ja, aber es gibt trotzdem viele, die sagen, es gibt kein Weiterleben nach dem Tod. Und dann gibt es welche, die ein Weiterleben nach dem Tod akzeptieren, die aber sagen, dass beim Kollektiv Schluss sei. Dirk: Da würde dann sozusagen die Zeit und die Bewegung aufhören. JOSUA: Da gibt es nur das Kollektiv, obwohl es widerlegt ist: Eine Entwicklung muss stattfinden, auch für das Kollektiv. Und ich behaupte sogar, dass es vor dieser Abspaltung schon einmal so etwas gegeben hat. Und jetzt fragt mich bitte nicht, wo der Beginn ist. Ich weiß es nicht. Wo etwas beginnt ist so etwas von philosophisch und unendlich. Birgit: Ich denke wenn man einen Punkt des Beginns hätte, dann gäbe es auch einen Endpunkt. JOSUA: Richtig. Aber jetzt frage dich doch einmal von deiner Logik her: es muss doch irgend wann einmal begonnen haben, oder? Es muss irgendwann einmal die erste Abspaltung gegeben haben. Birgit: Ja, irgend wann muss es losgegangen sein, stimmt. Dirk: Vielleicht gab es ja nicht die erste Abspaltung sondern die erste Kollektivierung. Das heißt, es begann alles in einem individuellen Zustand. JOSUA: Aber es begann. Also wenn ich euch meine bescheidene Lichtbotentheorie unterbreiten dürfte, so sage ich, es hat einmal begonnen. Der Beginn lag darin, dass man sagte, es darf nie ein Ende geben. Dirk: Glaubst du, dass das ein Kollektiv oder ein Individuum sagte? JOSUA: Das kann nur ein Kollektiv sagen, denn nur ein Kollektiv kann diese Wirkung haben. Birgit: Jetzt kommt doch aber der Punkt mit der Energie: Energie ist nicht vernichtbar, sie ist nur wandelbar. Das heißt, durch irgendeinen Prozess ist die Energie in Erscheinung getreten, entwickelt und verändert sich immer weiter. Und dieser Prozess ist nicht umkehrbar. JOSUA: Umkehrbar? Definiere umkehrbar. Birgit: Ich kann diese Energie nicht wieder auf den Punkt zurückführen, aus dem sie hervorging, sondern ich kann sie nur verändern oder wandeln. JOSUA: Immer nur vorwärts, nicht? Birgit: Ja. Dirk: Wie die Zeit, die auch nur vorwärts fließt. JOSUA: Du sprichst hier ein Thema an, meine liebe Birgit, über das ich nachdenken muss. Vom rationellen Standpunkt her ist das richtig. Ist ein großes Thema, werde ich gleich drüben in unserer Gruppe besprechen, eine relative Philosophie: "Es gibt nicht den Punkt zurück zum Anfang..." Thomas: Das finde ich schön, wenn du auch einmal über Punkte stolperst und sagst, da habe ich auch einmal etwas zum Nachdenken. JOSUA: Ja entschuldige, ich bin nicht der liebe Gott, und diesen Mythos möchte ich mir auch nicht anmaßen. Ich möchte den Mythos nehmen, dass Geistwesen immer alles wissen müssen. Anderenfalls wären sie nicht positiv. Ich gebe zu, dass ich hier einen Aspekt aufgezeigt bekommen habe, der sich lohnt mit meinen Freunden - nicht JEREMIAS, wir beide können das besonders gut – zu thematisieren. Thomas: Du lässt uns dann ja wissen, was dabei heraus kommt. JOSUA: Ja, entschuldigt, ich bin schon im Gange, ihr habt mich erwischt, entschuldigt. Dirk: Beim Anfang, den es deiner Meinung nach im Kollektiv gab, kann man natürlich die Frage stellen, was vorher war. JOSUA: Das Kollektiv. Dirk: Bedeutet das, dass es in deiner Philosophie an diesem Anfang noch keine Zeit gab? JOSUA: Ich denke einmal, dass die Zeit und das Kollektiv zwei Dinge sind, die nicht ineinander sind. Ich halte das Kollektiv für zeitlos. Das Kollektiv ist nicht der Zeit unterworfen. Dirk: Meinst du die irdische oder die allgemeine Zeit? JOSUA: Die allgemeine Zeit. Dirk: Dann würde ich sagen: Doch, das Kollektiv ist der Zeit unterworfen. JOSUA: Nein, die Zeit begrenzt, das ist ein wichtiger Aspekt. Das Kollektiv ist nicht begrenzbar, sondern das Kollektiv hat, bedingt durch Erfahrungswerte, Zeit überhaupt erst entstehen lassen - nicht für sich, sondern für die Abgespaltenen. Dirk: Das macht Sinn, aber was keinen Sinn macht: Wenn das Kollektiv nicht im Stillstand sondern in Bewegung ist und wenn weiterhin das Kollektiv dadurch gefüttert wird, dass die, die zurückkommen, Erfahrungen mitbringen, dann finden Veränderungen statt. Und Veränderungen bedeuten... JOSUA: Veränderung ist Zeit. Dirk: Das ist meine Aussage, ja. JOSUA: Wenn das Kollektiv der Zeit unterworfen ist, wäre es verletzbar. Dirk: Was? JOSUA: Verletzbar! Und das Kollektiv ist nicht verletzbar. In dem Moment, wo etwas verletzbar ist, kann ich es auch verändern. Kann ich das Kollektiv verändern? Dirk: Wenn das Kollektiv nun nicht verletzbar und damit nicht veränderbar wäre, müssten die Erfahrungen, die ins Kollektiv zurückfließen, keine neuen Erfahrungen sein (Anm.: oder aber es fließen gar keine Erfahrungen zurück). Birgit: Verletzbar würde ich einmal weglassen. Ich würde nur veränderbar, erweiterbar sagen. JOSUA. Ich betrachte die Zeit als eine Art Werkzeug. Das Kollektiv benutzt die Zeit wie ein Werkzeug. So wie ihr einen Schraubenschlüssel benutzt, um eine Schraube festzudrehen und dieses Werkzeug aber aus der Hand, beiseite legt, wenn ihr es nicht mehr braucht. Das heißt für mich, philosophisch gesehen, ihr seid doch deswegen noch lange nicht diesem Schraubenschlüssel unterworfen. Birgit: Nein, aber ich bin dem Resultat ausgesetzt, dem, was passiert. JOSUA: Dem Resultat schon, aber deswegen unterliegt ihr doch nicht diesem Werkzeug, oder deswegen unterliegt doch nicht das Kollektiv der Zeit. Birgit: Wenn ich das Brett nicht festgeschraubt bekomme, fällt es mir auf den Kopf und dann habe ich eine neue Problematik. Ich bin dann wieder einem Prozess unterworfen, wo ich drauf reagieren, womit ich umgehen muss. JOSUA: Ja, dann brauchst du weiterhin den Schraubenschlüssel, bis dieses Problem beseitigt ist. Birgit: Genau. JOSUA: Hast du es beseitigt und das Brett ist fest, behältst du doch den Schraubenschlüssel nicht in der Hand oder drehst immer weiter, sondern du sagst: "So, ich lege dieses Werkzeug jetzt an die Seite, das ist erledigt." Dann lebst du, wie soll ich es sagen, dann lebst du in der Zeit oder in dem Moment. Hier ist die Frage, ob Stillstand nicht immer mit der Zeit zusammenhängen muss, oder? Dirk: Ich denke doch. JOSUA: Wir müssen da, nein, nein, ich denke, dass ich es anders ausführen muss, weil wir sonst aneinander vorbeireden. Ich meine damit, wenn ich eine Erfahrung habe, dann kann ich sie verarbeiten, was für euch verständlich ist. Während dieser Verarbeitung vergeht Zeit, und das ist das, was ich dem Kollektiv abspreche. Die Verarbeitung von Erfahrungen, wenn das Kollektiv wieder eins ist, benötigt nicht die Zeit. Birgit: Das Kollektiv sammelt nur, es macht nichts damit? JOSUA: Richtig, ja. Birgit: Wenn etwas arbeitet oder verarbeitet, wäre es einem Zeitprozess unterworfen. Dadurch, dass nicht verarbeitet sondern nur gehortet wird, ist es auch der Zeit nicht unterworfen? JOSUA: Ja, richtig, wenn wir jetzt in unseren Gedanken noch weiter gehen, dann müsste man schon sagen, dass die Zeit - wie soll ich es nennen, ich komme von dem Werkzeug nicht los... Dirk: Ich hätte vielleicht einen Lösungsansatz: Du sagtest, dass eine Verarbeitung, die Zeit benötigen würde, nicht stattfindet. Statt dessen geschieht eine Sammlung. In anderen Worten ist dies ein Zuwachs an Erfahrung, an Erkenntnissen. Damit gibt es wieder zwei Zustände: Nämlich einmal weniger Erfahrung und einmal mehr Erfahrung – zweiteres nach der Ansammlung. Dieser Zuwachs bedeutet Veränderung, bedeutet Zeit, was uns nicht weiterbringt, wenn wir nachvollziehen wollen, dass das Kollektiv zeitlos ist. Was meines Erachtens weiter führen könnte: Wenn die Erfahrung, die wir hier sammeln, für das Kollektiv nichts Neues sind, sondern Erfahrungen, die das Kollektiv bereits inne hat, dann könnte ich verstehen, dass es zeitlos im Kollektiv zugeht. Dann verstehe ich allerdings einen anderen Punkt nicht: Warum sich das Kollektiv nicht in einem Stillstand befindet? Birgit: Und warum es denn überhaupt die Abspaltung gibt? JOSUA: Um eben diesen Stillstand aufzuheben. Könnten wir damit leben, dass wir Zeit als Zuträger betrachten? Birgit: Stillstand kann es doch nur geben, wenn eine Bewegung da war, und Bewegung heißt wieder Zeit. JOSUA: Ja, wenn vorher die Bewegung da war. Das ist ja auch unbestritten. Das Kollektiv benutzt die Zeit, um eben die Bewegung zu haben. Die Rückführung zum Kollektiv findet ja nicht mit einem Mal statt, sondern es fließt ja beständig hinein. Die Frage ist, wird das, was jetzt in das Kollektiv fließt, schon im Zuge einer Zeit mit verarbeitet, oder wird es nur abgelegt. Mein Gedanke ging zu diesem Zufluss der Zeit, wo alle Informationen zusammen getragen werden, bis der letzte individuelle Geist in das Kollektiv eingegangen ist. Birgit: Aber allein das ist doch ein Prozess. JOSUA: Bis dahin ja. Was wir jetzt diskutieren, ist doch: Was ist, wenn alle Informationen im Kollektiv sind. Birgit: Also du meinst, bis zu diesem Punkt, bis die letzte Information eingegangen ist, ist auch das Kollektiv der Zeit unterworfen. Dirk: Genau. JOSUA: Ja, das meine ich damit. Und dann sind wir nämlich genau an dem Punkt, wo man zu einer höheren Philosophie kommt und sich fragt, wie wichtig die Zeit für das Kollektiv ist. Ist es wie für euch die Luft zum Atmen? Da haben wir etwas los getreten, wir kommen zu hoch, ich würde sagen, mir qualmt der Kopf. Ich kriege es von sämtlichen Seiten, sie (die anwesenden Geistwesen) geben überhaupt keine Ruhe, so dass ich mich kaum noch auf das, was eigentlich hier stattfinden sollte, auf unser philosophisches Gespräch, konzentrieren kann. Ich muss mich jetzt erst einmal zurückziehen und das ganze etwas nachklingen lassen. Bitte lasst uns dieses Thema auf alle Fälle weiterführen. Es schweift zwar von der Freundschaft etwas ab - obwohl der Grundinhalt ist wirklich die Freundschaft. Gut, damit GOTT ZUM GRUSS, DIE FRIEDE SEI MIT EUCH. Es erfolgte die Danksagung und die Verabschiedung seitens des Kreises. |