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Am heutigen Abend konnten wir wie gewohnt den Lichtboten JOSUA in unserer Mitte willkommen heißen. Er meldete sich mündlich durch das Medium Jürgen. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, DER FRIEDE SEI MIT EUCH. Birgit: Mir gut, ich mache einmal den Anfang. JOSUA: Dir gut. Dirk nicht gut? Dirk: Doch! JOSUA: Dann sag es doch. Dirk: Gut, mir geht es gut. JOSUA: Was gibt es neues an der norddeutschen Front? Dirk: Das würde ich auch gerne wissen. Ich hatte Freitag, also gestern vor einer Woche, den Input, dass bei mir jemand Fremdes, ein Geistwesen, sei. Dazu wollte ich euch einmal befragen. JOSUA: Bei dir in der Wohnung? Dirk: Ja. Es kippten zuerst einige CD`s um, und dann bekam ich gedanklich überspielt, dass jemand da sei. JOSUA: Es war nichts Schlimmes, ein kleiner Verirrter, nicht tragisch, das kann schon einmal vorkommen. Betty: War es eine neugierige Seele? JOSUA: Wie sagt man, sie hatte sich einfach verlaufen und war ein bisschen neugierig. Birgit: Darüber sprach ich auch mit L. heute, ob so etwas also in unseren Wohnungen passieren könnte. Worauf ich, vielleicht etwas vorlaut, gesagt habe: Nein, ich glaube nicht, unsere Wohnungen sind alle gut geschützt. JOSUA: Soweit geht der Schutz nicht. Vorhanden ist nur ein Schutz gegen negative Geistwesen. Dirk: Also gab es keinen negativen Hintergrund in der Form, dass der Dirk geärgert werden sollte? JOSUA: Nein, nein, das war nur ein kleiner Tollpatsch. Er hatte es gar nicht vor, interessierte sich aber für die Dinge, die da standen. Es gibt Momente, in denen sie in die Materie eingreifen können, so dass sich die Materie bewegt, je fester sie es wollen. Er wollte sich höchstwahrscheinlich eine CD ganz genau angucken, und dabei ist es passiert. Er wollte es ganz professionell machen, sie herausziehen, dann funktionierte es aber nicht mehr so wie bei euch und ein ganzer Satz fiel zu Boden. Rolf: War es denn wenigstens gute Musik, die er ausgesucht hat? Dirk: Weiß ich nicht. Ich habe die Scheiben wieder zurückgestellt, ohne genauer hinzusehen. Erschreckt habe ich mich allerdings schon für einen Moment. JOSUA: Er sich auch. Wenn ihr wüsstet, wie oft Geistwesen durch euer Leben wandern. Birgit: Thomas, du hattest doch auch so ein Erlebnis. Thomas: Ich habe jemanden gesehen, ohne es in dem Moment so einzuordnen. Ich saß in meinem Sessel, L. kam nach Hause und sagte, sie müsse noch lernen. Dann habe ich mich wieder anderen Dingen gewidmet und im Augenwinkel gesehen, dass L. an mir vorbei in mein Arbeitszimmer geht. Nach einiger Zeit habe ich gedacht, sie bleibt aber lange im Arbeitszimmer, drehte mich um und sah, dass da überhaupt niemand ist. Das Zimmer war leer und dunkel. JOSUA: Aha, da ist aber schon ein bisschen Ektoplasma mit im Spiel. Das kann passieren, wenn du entspannt oder wie sagt ihr, relaxt bist. Dirk: Ektoplasma benutzen also Geistwesen, um sichtbar zu werden? JOSUA: Ja, wenn sie mit eurem Ektoplasma in Kontakt kommen, werden sie
materiell sichtbar. Meistens wird das Ektoplasma ungewollt freigesetzt, sehr
wenige können es konzentriert abgeben – das sind dann schon gute Medien. Bei
euch und auch bei anderen Menschen, die sehr sensibel sind, geschieht es
unkontrolliert. Und wenn sich in dem Moment gerade ein Geistwesen durch diese
Wolke begibt, dann könnt ihr ihn wahrnehmen, zwar nicht klar und deutlich, aber
schemenhaft. Dirk: Bei der letzten Chakrenbehandlung von KASSANDRA habe ich Energien gesehen. Konnte ich das nur sehen, weil Ektoplasma im Raum war? JOSUA: Das ist der gleiche Zusammenhang. Birgit: Wenn wir alle ganz harmonisch und entspannt zusammen sitzen, müssten wir hier doch eine Menge sehen können? JOSUA: Nein, es kommt darauf an, ob sich dann in dem Moment Geistwesen in eurer Nähe aufhalten: Ihr könnt euch darauf verlassen, dass alle Seelen einen Bogen darum machen würden, wenn sie es mitkriegen, dass Ektoplasma freigegeben wird. Es sind Zufälle, wenn man als Geistwesen da hinein stolpert. Birgit: Ach, man will gar nicht gesehen werden? JOSUA: Du musst das so sehen: Die Geistwesen wissen teilweise gar nicht,
was Ektoplasma ist. Sie sehen nur etwas auf sich zukommen. Das wirkt für sie
bedrohlich, dem weichen sie natürlich aus. Wenn ein Geistwesen hingegen in der
Nähe eines Körpers vorbei huscht, und der Körper setzt in dem Moment Ektoplasma
frei, dann kann es unter Umständen nicht mehr ausweichen ‑ aber bewusst gehen
Geistwesen da nicht herein. Thomas: Wäre es bei meinem Beispiel möglich, dass ein anderer dieses Vorbeihuschen auch wahrgenommen hätte? JOSUA: Also in der Regel ist es so, dass die anwesenden Anderen auch etwas schemenhaftes wahrnehmen müssten, wenn es durch Ektoplasma passiert. Birgit: Also nicht nur der, der das Ektoplasma gebildet hat? JOSUA: Richtig. Dirk: Für solche Kundgebungen, wie sie jetzt z.B. stattfinden, wird ja von den Teilnehmern Lebensenergie abgezogen. Unterscheidet die sich von dem Ektoplasma? JOSUA: Ganz gewaltig, ja. Das hat nichts miteinander zu tun. Die Energien, die wir von euch abziehen, sind geistiger Natur. Wir brauchen sie, um den Kontakt zu halten. Wir machen uns ja nicht sichtbar bei euch, sondern wir haben den kommunikativen Kontakt. Dirk: Ektoplasma ist demnach keine geistige Energie. Was ist Ektoplasma für eine Energieart, woher kommt sie? JOSUA: Ein Plasma, eine Substanz, es ist etwas Feinstoffliches. Dieses Plasma ist für euer Auge so nicht sichtbar, es geht von der Seele aus und dient dem Zusammenhalt von Seele und Körper. Ein Stoff, der die Verbindung zwischen Seele und Körper hält. Die Seele braucht das Ektoplasma, so wie der Körper den Blutkreislauf braucht. Es ist der Klebstoff. Birgit: Wird das Ektoplasma dann in den Chakren gebildet? Weil die sind doch eigentlich das Bindeglied zwischen Körper und Seele. JOSUA: Ja, ja, es tritt aus den Chakren aus, das ist korrekt, ja. Marion: Und wenn das Ektoplasma bewusst freigesetzt wird, dann sieht es in etwa so aus, als ob wir bei Kälte nach draußen gehen und ausatmen. Dann ist ja diese Wolke zu beobachten, so ähnlich sieht Ektoplasma auch aus. Dirk: Genau, ich habe eine Fotografie von einer Materialisation gesehen, wo das Ektoplasma aus dem Mund des Mediums ausströmt – und nicht aus den Chakren. JOSUA: Hier ist es etwas anderes, die Abgabe bei Materialisationen erfolgt ja kontrolliert und nicht unbewusst. Es sind aber sehr wenige, die das steuern können. Birgit: Ist es bei den Leuten, die die Aura sehen können, das gleiche Phänomen? JOSUA: Nein, das ist wieder etwas anderes, das hat nichts mit Ektoplasma zu tun. Marion: Hier gibt es ja auch die Kirlianfotografie, um die Aura für nicht mediale Menschen sichtbar zu machen. Rolf: Ist das generell so bei allen Menschen oder nur speziell bei uns, dass Geistwesen durch unsere Leben wandern? JOSUA: Manche erleben es bewusst, manche nicht, das ist unterschiedlich.
Aber es ist normal, bei jedem. Es sind Geistwesen, die in dieser Umgebung
gefangen sind, sie denken sich gar nichts dabei. Birgit: Weil wir mehr strahlen? JOSUA: Ja, natürlich. Und diese Seele wundern sich dann vielleicht, wenn sie euch ansprechen und keine Antwort bekommen. Dann seid ihr ihrer Meinung nach sehr unhöflich... Birgit: Wie verhält es sich bei Träumen, ich durchlebe im Traum eine Situation und später dann im Alltag treffen bestimmte Traumelemente ein? JOSUA: Träume sind entweder Verarbeitungen von Erlebtem oder Wünsche des
Menschen oder aber Eindrücke und Emotionen, die die Seele von ihrer Wanderschaft
im Geistigen Reich mitbringt, die also als Fragmente im Unterbewusstsein
bleiben. Das Bewusstsein kann diese Eindrücke dann oft nicht verarbeiten.
Birgit: Was kann man praktisch tun? JOSUA: Man muss es seiner Seele verbieten, diese Emotionen mitzubringen, wenn man darunter leidet. Birgit: So wie ich das sehe, ist da für manche auch ein gewisser Reiz. JOSUA: Das ist die andere Sache, wenn man dabei keine Probleme hat. Nur die Probleme kommen immer erst später. Besonders schlimm ist es, wenn ich anfange, viel in die Dinge hinein zu interpretieren. Dadurch kann ich viele Schicksale beeinflussen, insbesondere das Eigene. Birgit: Man könnte es auch so auslegen, dass diese Träume eine Vorausschau beinhalten. JOSUA: Entschuldige bitte, wo liegt der Sinn. Nein, nein, das hat in der Regel mit Vorausschau überhaupt nichts zu tun. Wenn man etwas Wichtiges in eine Symbolik hinein interpretiert und meint, man wäre hellsichtig oder könnte die Zukunft voraussagen, so möge man sich nicht auf das Glatteis führen lassen. Birgit: Wieso Glatteis, wenn persönlich die Möglichkeit gegeben ist, dass man die Dinge erfährt, die dann etwas später auch tatsächlich eintreffen. JOSUA: Das ist ohne weiteres möglich, ja. Aber ob es richtig ist, ist eine andere Frage: Wir finden es nicht richtig, weil das menschliche Leben beeinflusst wird. Und irgendwann, da eine mediale Öffnung vorhanden ist, kommt irgendeiner und macht sich einen furchtbaren Scherz aus dieser Angelegenheit. Damit kann man dann ein Menschenleben oder ein Schicksal ganz schön durcheinander bringen. Rolf: Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist eigentlich der vorgesehene Weg so, dass während des Schlafes die Seele zwar Ausflüge macht, dass sie ihre Eindrücke aber nicht in das Bewusstsein des Körpers überträgt, wenn sie zurück kommt. JOSUA: Genau, dieser seelische Ausflug sollte eigentlich nur dazu dienen,
eine seelische Kraft zu schöpfen. Eine Energie, die sie hier auf Erden nicht
bekommen kann. Das Ganze, was sie davon dem Körper mitgeben kann, ist ihr
Wohlbefinden. Der Körper erwacht morgens und fühlt sich wohl. Das wäre der Sinn.
Wenn die Seele jetzt aber zum Beispiel im geistigen Reich
einen Freund getroffen hat, der vielleicht noch nicht lange wieder drüben ist,
oder sie hat tolle Gespräche geführt, so sind dies Dinge, die eine emotionale
Wirkung auf die Seele haben. Birgit: Macht dann das Bewusstsein daraus Bilder oder kommen die Symbole noch von der seelischen Aufladung? JOSUA: Das macht dann das Bewusstsein. Das Gehirn verarbeitet diese
elektrischen Impulse, so, wie diese elektrischen Impulse fließen, und es
entstehen die Bilder. Diese werden von bereits gespeicherten Eindrücken
überlagert, und es kommt häufig ein Wirrwarr dabei heraus, das man gar nicht
nachvollziehen kann. Rolf: Also das heißt jetzt vereinfacht ausgedrückt, dass das Gehirn süchtig nach diesen Impulsen werden kann. JOSUA: Ja, das Gehirn und der Mensch. Marion: Wie verhält es sich bei Ereignissen, wenn jemand einen Unfall hat und stirbt? Es gibt ja auch Menschen, die diese Situationen träumen bevor sie passieren. JOSUA: Es ist genauso. Die Seele ist einfach zu phlegmatisch. Marion: Wie kann diese Seele denn überhaupt diese Vorausschau haben? JOSUA: Ganz einfach: Es steht jemand an, der ein Unfall hat. Die Seele bekam ihre Vorausschau drüben, während sie mit einer anderen spricht nach dem Motto: „Ach, habe ich dir eigentlich schon erzählt, der und der kommt bald zurück“. So, und jetzt kennt sie denjenigen von der Seele her. Birgit: Aber dann ist es doch eine echte Vorausschau. JOSUA: Ja, ist es ja auch. Du darfst ja nicht vergessen, wenn ich es zum Beispiel will ‑ tue ich aber nicht, könnte ich dir sagen, an welchem Tag du stirbst, wann du also zurück kommst. Birgit: Das will ich ja gar nicht wissen. JOSUA: Das würde ich dir auch nicht sagen, selbst wenn du es wissen
wolltest, weil ich es nicht darf. Birgit: Ich habe z.B. ganz konkret davon geträumt, dass der Mann meiner Arbeitskollegin an einem Herzinfarkt stirbt. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass er jetzt an einem Herzinfarkt stirbt. JOSUA: Nein, aber wenn es passieren würde, hättest du ein Problem damit. Birgit: Ja. JOSUA: Siehst du. Birgit: Aber warum träume ich so etwas? JOSUA: Weil du eine Information in dieser Richtung bekommen hast. Thomas: Könnte es sein, dass das jemand ganz anderen betrifft, den sie vielleicht gar nicht kennt? JOSUA: Richtig. Birgit: Also es muss gar nicht meine Arbeitskollegin sein. JOSUA: Nein. Du hast lediglich jemanden aus deinem Umkreis genommen, wo es
vielleicht möglich sein könnte. Dies hat das Gehirn dazu sortiert. Rolf: Der Idealfall wäre also wirklich, nur die seelische Erholung zu übermitteln. Denn ganz offensichtlich ist es für den Körper ja in jedem Fall sehr unangenehm, wenn er spekuliert, wie die Eindrücke zusammenhängen. JOSUA. Genau, wobei das Gehirn nicht spekuliert, es verarbeitet einfach die Impulse, die da kommen. Auf diese Weise produziert das Gehirn aus den Energien die Bilder für das Bewusstsein. Rolf: Bilder aus einem begrenzten, irdischen Horizont. JOSUA: Ja. Birgit: Wobei ich denke, dass man manchmal auch dankbar sein kann, für so übersetzte Impulse: Wenn man z.B. in einer Erkenntnisphase ist und Träume einem den eigenen seelischen Zustand – auch mir als Körper ‑ bewusst machen, kann das sehr hilfreich und auch beruhigend sein. JOSUA: Das ist etwas anderes: Das sind dann Dinge, die dich selbst betreffen, das ist ja in Ordnung. Es geht hier nur um Impulse, bei denen das Gehirn andere Schicksale bekommt, aber keine genaue Definition davon hat, und dann irgendwelche Zuordnungen automatisch vollzieht. Marion: Meiner Kenntnis nach hattest du irgendwann einmal gesagt, dass du maximal drei Tage vorausschauen kannst und noch höhere Wesen bis zu vier Wochen. Jetzt hatten wir das Beispiel, dass eine Seele im voraus träumt, dass jemand stirbt, was ja Monate im voraus liegen kann. JOSUA: Wir haben die Traumerlebnisse mit Vorausschau (im irdischen, materiellen Sinne) bezeichnet, aber es ist eigentlich gar keine (im spirituellen Sinne), sondern eine Seele erhält eine Information zu einer Heimkehr, die festgelegt ist. Wenn ich jetzt zum Karmischen Rat gehe und frage, wann eine bestimmte Seele wieder da ist, dann kann der Karmische Rat sagen, das geht mich gar nichts an, oder er gibt mir die Information. Ich kann Ereignisse nur für eine gewisse Zeit vorausschauen, aber Informationen oder Begebenheiten, die unwiderruflich sind, kann ich mir schon einholen. Birgit: Thema: Freundschaft. Dirk: Dazu sollten wir ja alle Hausaufgaben machen. JOSUA: Mit der Freundschaft haben wir letztes mal aufgehört, genau. Dirk: Damit hören wir immer auf, damit beginnen wir auch immer wieder. JOSUA: Mit der Freundschaft? Dirk: Immer wieder neu. JOSUA: Wie anstrengend. Dirk: Wie erstrebenswert. Birgit: Ich denke, wir könnten ja noch einmal besprechen, wie schwierig es überhaupt zu sein scheint, Bindungen einzugehen. Diese Bereitschaft, jemanden an mich heranzulassen. Einerseits dieses Vermissen von Freundschaft und Verlässlichkeit, andererseits aber auch die Angst davor. JOSUA: Die Frage ist, wer braucht die Freundschaft? Ist es der Körper, oder
ist es die Seele? Man muss schon unterscheiden zwischen einer seelischen
Freundschaft und einer körperlichen Freundschaft, hier liegen gewaltige
Unterschiede: Marion: Manch einer ist ein Leben lang auf der Suche nach seinem Freund. JOSUA: Ja, und manche finden sich schon im Kindergarten, nicht. Birgit: Das Bestreben ist doch in der Regel so, dass eine Seele hier nicht alleine ihr Leben durchlaufen möchte, sich einen Freund, einen Partner sucht, um eben die Problematik, die das Leben so birgt, gemeinsam bewältigen zu können. JOSUA: Gut, das sind viele, es sind aber auch einige, die „nein“ dazu sagen. Du darfst jetzt nicht davon ausgehen, dass eine Seele, die mit einem Partner zusammenlebt, stets sagt, sie hätte einen guten Freund getroffen, einen Seelenfreund, sondern es gibt viele unter ihnen, die suchen. Birgit: Was wahre seelische Freundschaft ist, habe ich verstanden. Man findet
sie nicht oft. JOSUA: Das hat etwas mit den Erwartungen zu. Die Erwartungen von euch
Menschen sind unwahrscheinlich gestiegen, die Erwartung an den Anderen, die
Erwartung an sich selbst. Die Bereitschaft der Seele, eine Partnerschaft hier
auf Erden einzugehen, das heißt, eine seelische Freundschaft zu beginnen oder
eine alte weiterzuführen, ist für die Seele in der heutigen Zeit nicht einfach,
bedingt durch die Industrialisierung. Durch den Stress, den die inkarnierten
Seelen haben, denken sie gar nicht an die Verwirklichung dieser tiefen Werte.
Sie spüren nur, dass die Körper sich sympathisch finden - ein wahlloser Zugriff.
Später merken sie, dass ihre Seelen keinen Gleichklang haben, dass die
Individualität und der Egoismus des Einzelnen einfach zu ausgeprägt ist. Birgit: Aber was ist das für eine Entwicklung? Die Vorstellung, dass Menschen
immer weniger bereit sind, sich mit Anderen auseinander zu setzen, Kompromisse
einzugehen und Vertrauen aufzubauen. JOSUA: Dies ist auch nicht positiv ‑ hier spielt der Egoismus eine Rolle:
Das Berufsleben ist so stressend, dass man nicht mehr bereit ist, jetzt auch
noch von der privaten Seite her ‑ um es jetzt einmal kalt und nüchtern
auszudrücken ‑ zusätzlichen Stress zu bekommen. Deswegen beginnt die Suche nach
jemanden, mit dem man stresslos leben kann. Und den findet man nicht, weil jeder
die gleiche Situation hat. Birgit: Die jüngere Generation unterhält sich auch über dieses Problem, wobei
ein weiterer Aspekt hinzukommt, dass nämlich Ängste bestehen, etwas einzugehen
und vom anderen verletzt zu werden. Wenn man sich vorstellt, dass alle so
denken, dann kann es ja nie mit einer Freundschaft klappen. Irgendwann muss ich
auch mal bereit sein, ein Risiko einzugehen. Nur so kann ich erfahren, ob ich
mich getäuscht habe oder nicht. JOSUA: Ja, weil eure ganze Lebensart und -weise anders war. Birgit: Das meine ich ja, hier ist eine Entwicklung im Gange, die mir unheimlich ist. Wo soll das hinführen? JOSUA: Es ist die gleiche Entwicklung, die ich eben ansprach. Es ist genau
diese Entwicklung. Wo sie hinführt? Es geht so lange weiter, bis eine Generation
Seelen kommt und sagt: „So nicht mehr“. Marion: Ich würde gerne noch einmal auf den Stress zurückkommen: Du hast gesagt, dass viele aufgrund von Stress eine Beziehungen nicht eingehen. Könnten wir das dahin korrigieren, dass wir sagen, dass viele sich durch die äußeren Einflüsse nicht mehr auf eine Beziehung einlassen, weil ihnen das Innere, der Zugang zu der Emotionalität, verlorengegangen ist? Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass alles nur an den äußeren Faktoren liegt, denn das, denke ich einmal, könnte zu Missverständnissen führen. JOSUA: Nun gut, Stress ist ein weitläufiger Begriff, gemeint ist
(ursächlich) die wirtschaftliche Lage. Das heißt der Kampf um eurer Überleben,
um eure Existenz, um eure körperliche Existenz, die wichtig für ein Wohlbefinden
ist. In diesem Existenzkampf ist es nun sehr schwer, miteinander zu gehen, weil
du dich innerhalb des Kampfes – einerlei, ob du lernen musst oder ob du in der
Arbeitswelt bist ‑ seelisch geschlossen halten musst. Du darfst keine Emotionen
zeigen. Es heißt immer nur: „Bitte bleiben Sie sachlich, das hat ja nichts mit
Ihnen zu tun, es ist rein geschäftlich:“ Marion: Warum inkarnieren dann nicht solche Seelen, die etwas verändern oder es zumindest versuchen wollen? JOSUA: Weil andere Nationen Vorrang hatten, die Entwicklung muss doch
(global) weitergehen. Aber es passiert doch: Die Generation eurer Kinder ist
schon etwas anders, eben so die Jetzige, die jetzt zur Inkarnation ansteht. Birgit: Das ist doch aber ganz praktisch und nicht philosophisch. JOSUA: Die sogenannte Freundschaften werden sehr schnell als etwas eingestuft, was sie gar nicht sind. Die Philosophie liegt darin, dass erst einmal zu hinterfragen ist, was überhaupt eine Freundschaft ausmacht. Rolf: Ja, und der Begriff der Entwicklung muss doch auch irgendwo noch seinen Platz finden. Ich habe euer Gespräch jetzt so verstanden, dass man davon ausgeht, dass bereits etwas vorhanden ist, wenn man sich trifft. Ich muss doch aber auch die Möglichkeit haben, dass etwas nach dem Kennenlernen entsteht. JOSUA: Der Idealweg ist, wenn du jemanden kennen lernst, dass eure, wie sagt ihr so schön, Chemie stimmt. Das muss nicht immer nur Männlein und Weiblein sein, sondern bezieht sich auch auf gleichgeschlechtliche Freunde. Man merkt, wir sind aus dem gleichen Bereich. Dann ist der Anfang diese Freundschaft im Aufbau, das ist richtig. Sie ist dann emotional sehr stark und jede emotionale Stärke lässt sich in eine Entwicklung eingliedern. D.h. sie lässt meistens nach einer gewissen Zeit etwas nach, ist aber noch tief vorhanden und wird irgendwann nicht mehr so zum Ausdruck gebracht. Man kann das fast mit Balzverhalten bezeichnen, ihr wisst, was ich meine: Am Anfang offenbart man sich, um dem Anderen zu zeigen, „Du, ich mag dich“, man versucht, einige Schritte gemeinsam zu gehen, später findet natürlich eine Entwicklung statt und man öffnet sich immer etwas mehr. Birgit: Und dann sieht man entweder mehr Gemeinsamkeit oder mehr Trennendes. JOSUA: Genau, und dann beginnt die Phase, in der man lernt, miteinander umzugehen. Und dort offenbart sich eigentlich erst, ob... Rolf: ...es ein Freund oder kein Freund ist. Genau darauf wollte ich hinaus. JOSUA: Es gibt Freunde bis zu einem Punkt. Ich kann mit Freunden bis zu einem gewissen Punkt gehen und nicht weiter. Überschreite ich den Punkt, ist er kein Freund mehr und zieht sich zurück. Rolf: Genau, oder er tut mir so weh, dass ich erkenne, du bist es nicht. So, und bevor ich das mit mir machen lasse, mache ich weiter auf vorherigem Niveau, oder aber ich trenne mich. JOSUA: Entweder man trennt sich, oder man sagt gut, mit dir als Freund bis zu diesem Punkt, auf diesem Niveau. Birgit: Das wäre dann mehr eine Kameradschaft. JOSUA: Ja, und dann gibt es Freundschaften oder Freunde, deren Entwicklung
geht immer weiter. Wenn nun ein sehr hohes Niveau erreicht wird, wenn die
Grenzen sehr weit liegen, dann sind dies Seelenfreundschaften. Dirk: Du beklagtest anfangs, dass der Begriff Freundschaft zu schnell verwendet wird. Gerade das Beispiel von eben zeigt doch auf, dass es absolut relativ ist, je nachdem, was für zwei Menschen aufeinander treffen. JOSUA: Relativ, genau. Die Frage in dieser Relativität ist, jetzt kommen
wir nämlich genau da hin, wo ich hin will, was ich darunter verstehe, was für
mich ein Freund ist, wo lagere ich einen Freund an, wie empfinde ich, wenn ich
zu dir sage, du bist mein Freund? Dann kannst du sagen: „Toll, inwieweit bist du
mein Freund“? Dirk: Erstfreund. JOSUA: Erstfreund? Thomas: Bester Freund. JOSUA: Bester Freund? Und dann kommt der allerbeste Freund. Wenn du sagst, das ist mein Freund, das mein bester Freund und dieser hier mein allerbester Freund, wenn man diese Begriffe setzt, kann es passieren, dass du deinen Freund kränkst ‑ in dem du zu einen anderen sagst, du bist mein allerbester Freund. Dirk: Es geht genauso in die andere Richtung: Wir könnten ebenso gut sagen, wir beide, du und ich, sind jetzt mal gute Bekannte, Kameraden. JOSUA: So ist es, ja. Dirk: Und wenn ein Dritter, ein Außenstehender uns kennen lernen und erleben würde, wie gut wir uns verstehen, könnte das für ihn die größte Freundschaft sein, die er je gesehen hat. Für uns ist es vielleicht nur eine Selbstverständlichkeit, weil unser Maßstab sehr hoch ist, so hoch, dass wir beide sagen, unser Verhältnis gleicht einer Bekanntschaft. JOSUA: Und wir würden ihn enttäuschen,... Dirk: ...wenn wir ihm sagen würden, dass es halt nur eine Bekanntschaft ist, genau. JOSUA: Diese Beispiele sind Gefahren von Freundschaften, damit kann man den
anderen regelrecht niederschlagen. Sie entstehen dadurch, dass das Niveau
unterschiedlich festgelegt und erwartet wird. Birgit: Ich sehe eine Problematik darin, dass Freundschaften auf einem flachem
Niveau sich allgemein verselbstständigen, dass es zur Normalität wird, und man
verlernt, was wirklich Freundschaft bedeutet, wie bereichernd und befriedigend
sie sein kann. JOSUA: Das ist richtig und das ist auch deine Einstellung, deswegen kannst
du sie leben. Aber sie ist nicht die Einstellung eurer nachfolgenden Generation.
Sie machen sich keine Gedanken darüber. Du hörst es auch, wenn du diese
Generation einmal beobachtest: Da heißt es nicht, ich treffe mich mit Freunden,
sondern ich treffe mich mit Kumpels. Damit bekommt diese Beziehung, wie soll ich
sagen, einen Stempel aufgedrückt. Rolf: Kumpel bedeutet heute, dass er mir keinen Stress macht. Sollte er dennoch zu stressig werden, gebe ich ihn einfach an der nächsten Ecke ab. So sieht es doch aus. Die freundschaftliche Tiefe ist doch gar nicht machbar, sondern die Kumpels treffen sich pünktlich, finden eine gute Kneipe und haben zwei Stunden Spaß. Birgit:Wobei die Sehnsucht nach wirklicher Nähe und Verlässlichkeit vielleicht trotzdem da ist. JOSUA: So ist es, aber nicht mit dem Kumpel: Man sucht vielleicht beim
Kumpel und glaubt, dort einen Teil dessen zu bekommen, was man wirklich
erwartet. Es erfolgte die Danksagung und die Verabschiedung seitens des Kreises. |