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Liebe Leser, Zu den Aufgaben eines spirituellen Arbeitskreises gehört neben der Kontrolle der Geistwesen, worüber in der einschlägigen Literatur vieles zu lesen ist, auch immer eine Selbstkontrolle der Gefühlslagen, um so Rückschlüsse über den Verlauf einer Sitzung zu gewinnen, ggf. nachzusteuern und klärende Gespräche führen zu können. Über diesen Sachverhalt schweigt die Literatur gänzlich oder führt nur recht vage Hinweise unter dem Stichwort Harmonie an. Sternenlicht hat erkannt, dass die Harmonie unter den Kreismitgliedern insbesondere aber auch die zum Geistigen Reich nicht oberflächlich bestehen darf, sondern in einer gelebten Freundschaft auf einem hohen Vertrauensniveau fußen muss, um einen durchweg positiven Kontakt zu den höheren Sphären zu gewährleisten. Vertrauen heißt in diesem Sinne nicht Kritiklosigkeit. Beides ist wichtig und beides ist der Schlüssel zu der angesprochenen Selbstkontrolle. Wir praktizieren diese Form der Kontrolle bewußt, indem wir die durchgegebenen Inhalte analysieren und - so aufgetreten - Wechsel in den Gefühlslagen oder Stimmungen während der Sitzung spätestens beim nächsten Mal gezielt ansprechen und gemeinsam aufarbeiten. Fragwürdige Passagen verbleiben, wie auch die rein persönlichen Dinge, ausschließlich im internen Protokoll. D.h. die Ihnen bzw. Euch vorliegenden Protokolle von Sternenlicht sind immer frei von derartig beeinflußten Abschnitten, zumal diese, das muss dazu gesagt werden, bisher nur einige wenige Male bei uns aufgetreten sind. Und dennoch: Ein Beispiel hierzu möchten wir den spirituell interessierten Leser nicht vorenthalten und damit bekunden, wie wichtig die positive emotionale Einstellung in und zu einer Sitzung sowie zu allen Beteiligten ist. Mit diesem Hintergrundwissen liefern wir gleichzeitig einen weiteren Baustein, der es ein Stück weit mehr ermöglicht, bei den auf dem esoterischen Markt mittlerweile recht zahlreichen Durchgaben die Spreu vom Weizen zu trennen. Es meldete sich durch das Medium Jürgen der mit dem Kreis arbeitende Lichtbote JOSUA. Der Körper wurde ganz übernommen, die Durchgaben erfolgten mündlich. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, der Friede sei mit euch. (Es erfolgte die allgemeine Begrüßung im Kreis.) [...] Birgit: Wir hatten uns für heute noch vorgenommen, über die Kontrolle der Aussagen zu sprechen. Es hatte Probleme mit einigen vergangenen (nicht veröffentlichten) Inhalten gegeben, und es wäre schön, wenn wir diese beseitigen könnten. Hierbei sind wir im Vorfeld darauf gestoßen, dass der Zustand des Mediums mit entscheidend ist, in wieweit sich dieses öffnen und das Geistige zulassen kann. Meine Frage dazu: Wenn ein Medium sagt, dass es eigentlich nicht bereit ist, weil es zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist, es aber dennoch versucht, den Kontakt herzustellen, wäre es dann von geistiger Seite her möglich, dass das Geistwesen nicht durch den Körper tätig wird, um zu vermeiden, dass Aussagen nicht unklar oder undeutlich durchkommen? JOSUA: Nein, das geht nicht. Wenn ein Medium seinen Körper verlässt, muss der Platz besetzt werden, ohne Rücksicht auf irgendwelche Aussagen. Hierfür ist der Kreis da, um dieses zu erkennen. Ein Medium, und ich weiß ja, worum es hier bei euch geht, sollte, wenn es möglich ist, frei sein, um ein anderes Bewusstsein fließen lassen zu können. Ein Medium ist aber, wie soll ich sagen, auch nur ein Mensch. Ein Mensch, der dem Stress oder dem täglichen Leben ausgesetzt ist. Nicht jedes Medium ist in der Lage, alle Umwelteinflüsse, die geschehen sind, zu dem Zeitpunkt einfach abzulegen und zu sagen, jetzt bin ich nur noch als Medium da. Zwar nicht alle, aber doch einen großen Teil von Eindrücken und Einflüssen, die im menschlichen Gehirn vorhanden sind, können wir kompensieren. Das heißt, wir kompensieren sie in der Form, dass wir sie einfach mit heraus fließen lassen. Ein Medium, das jetzt schon viele Jahre arbeitet, beherrscht diese Freigabe, das Leeren des Bewusstseins natürlich anders als ein Medium, das gerade beginnt. Das Medium ist immer dann eine positive Grundlage für eine gute und einigermaßen klare Durchgabe, wenn es frei von emotionalen Einflüssen ist. Wenn sich das Medium aber über Dinge oder andere Menschen, die an der Sitzung teil haben, ärgert, ist es oftmals so, dass Äußerungen in Richtung der betroffenen Person fallen, die wir als Geistwesen so nicht machen würden. Hier lassen wir in dem Moment die Emotion des Mediums mit einfließen, damit es frei wird. Thomas: Das würde heißen, je länger die Sitzung dauert, um so freier müsste das Medium dann werden? JOSUA: Nein. Die Kraft des Mediums geht im Verlauf der Sitzung rapide zurück. Je schwächer es wird, um so mehr blockiert es vom Verstand her. Und da die Bindung der Geistwesen zum Körper ihrer Medien nie so stark ist wie die eigene Seele des Mediums, wird die Kontrolle schwieriger, je länger die Übernahme andauert. Birgit: Also liegt es zum einen an der Dauer der Sitzung und vor allem aber an den vorherrschenden Emotionen, von der die Klarheit eurer Aussagen abhängen? JOSUA: Ja. Wenn du jetzt mein Medium ansprichst, ist es so, dass Jürgen und ich schon sehr lange zusammen arbeiten, es sind mittlerweile 15 Jahre. Nach dieser Zeit sind für den Körper viele emotionale Einflüsse, was die Situationen betrifft, wo das Bewusstsein von Jürgen nicht präsent ist, nicht mehr wichtig. Dirk: Dafür interessiert Jürgen sich nicht? JOSUA: Nicht mehr. Er verlangt keine Aufsicht. Und selbst wenn ich euch jetzt das Blaue vom Himmel lügen würde, es wäre ihm egal. Dieses Stadium hat er mittlerweile erreicht. Ein neues Medium ist selbst viel zu neugierig auf die Durchgaben, um sein Bewusstsein so freigeben zu können, dass es nicht in die Aussagen der Geistwesen mit einfließt. Diese Form der Ausübung einer Kontrolle ist hinderlich, hier spielen auch Ängste eine Rolle, die bei jedem Medium vorhanden sind: Ob all das, was geschieht, auch gutgeht, ob es wieder zurückfindet, ob es den Körper wieder so übernehmen kann wie zuvor, ob es einen körperlichen Schaden nimmt, ob die Durchgaben richtig sind und so weiter. All diese Einflüsse kann man nicht ausschließen, da die Silberschnur ja während der Freigabe bestehen bleibt (und bestehen bleiben muss). Jedes Medium ist aber gerade auf dem Gebiet, auf dem es tätig ist, dressierbar. Man möge mir diesen Ausdruck verzeihen. Das heißt, wenn ein Medium meint, es könne alle möglichen Geistwesen in sich beherbergen und jede noch so unterschiedliche mediale Tätigkeit ausüben, dann ist das ein Irrtum. Das funktioniert nicht. Das Positive Geistige Reich benutzt ein Medium immer nur für eine Sache. Denn nur dann können wir gewährleisten, dass das, was wir wollen, im Laufe der Zeit immer besser wird. Birgit: Das habe ich verstanden. Aber ich habe noch nicht die Sache mit den Emotionen verstanden. Ich habe z.B. Disharmonien mit einem Kreismitglied, mit dem Medium. Ist es dann die Seele oder der Körper des Mediums? Mit welchen Emotionen hast du zu kämpfen? JOSUA: Es ist körperlich. Ich habe mit diesen körperlichen Emotionen zu kämpfen. Ich kämpfe also nicht mit dem Bewusstsein der Seele, hier habe ich kein Problem, da sind wir auf einer Ebene. Meistens beruhen diese Emotionen auf Missverständnissen oder auf ein Unverständnis oder auf unterschiedliche Meinungen. Rolf: Um dieses jetzt noch einmal nach meinem Verständnis zusammenzufassen: Umwelteinflüsse sind eurerseits gut kontrollierbar, während ihr mit emotionalen Zwischenfällen im Kreis schon eher eure Probleme haben könntet. JOSUA: Ja. Rolf: Und besonders dann, wenn das Gespräch auf die betroffenen Personen kommt. Könnte dieses sich sogar noch verstärken? JOSUA: Ja, sogar ganz gewaltig, weil es mit fließt. Ich kann deutlicher werden: Nehmen wir an, du gerätst mit meinem Medium vor einer Sitzung in einen stärkeren Disput. Mein Medium konnte dir die Worte nicht so entgegnen, wie er es gerne getan hätte. So bleibt im Bewusstsein, im Gedankengang einiges von dieser Situation hängen. Jetzt komme ich. Und du sagst z.B. während der Sitzung irgendein belangloses Wort, das den Disput, der vorher stattgefunden hat, berührt. In dem Moment würde ich - und dagegen könnte ich überhaupt nichts tun - all seinen Frust heraus lassen. Du erhieltest dann den Eindruck, ich würde dich zurechtweisen. Dieses ist aber gar nicht so. Es ist eigentlich Jürgen, der dich zurechtweist, der mich dafür benutzt - nicht absichtlich, sondern es muss in dem Moment heraus, weg, damit anschließend ich meine Gedanken frei bringen kann. Birgit: Du spürst doch, dass es in dem Moment nicht deine Emotion sondern die von Jürgen ist. Für uns ist es hingegen sehr schwer, dies zu erkennen. JOSUA: Das ist richtig. Birgit: Könntest du nicht dazu sagen, ob es nun deine oder die Emotion von Jürgen ist? Das würde es uns erleichtern. JOSUA: Du hast es zwar lustig angesprochen, aber hier ist genau der Punkt, der wesentlich ist: Wenn ihr so etwas im Kreis bemerkt, ist es eure Pflicht, dieses Thema wieder anzusprechen - wenn auch nicht den gleichen Abend, aber spätestens das nächste Mal. Warum? Wenn ihr damit wieder kommt, kann das Geistwesen, in dem Fall wäre ich dieses, klare Antworten geben, weil das Medium sich dann nicht mehr in dem Bewusstsein, in diesem Frust befindet. Thomas: Das funktioniert aber nur unter der Voraussetzung, dass man sich am Folgeabend nicht wieder so auseinandergesetzt hat. JOSUA: Passiert dieses mehrere Mal, würde nicht nur ich erscheinen, sondern es würde dann eine Energie verstärkt, die dem ein Ende bereitet. Das nennen wir dann das Erscheinen eines Kontrollgeistes. Dieser spricht in dem Moment die Dinge klar und deutlich an, dass dieses so nicht weiter geht, dass hier rote Fäden, so nennen wir es, gewebt werden, die die Sitzung und die Harmonie des Abends stören. Birgit: Was ist denn konkret gegen Ende der letzte Sitzung geschehen? Rolf und ich hatten mit den plötzlich entstandenen Emotionen massive Schwierigkeiten. Das war sehr belastend. JOSUA: Dieses war belastend, kam aber nicht von meiner Seite. Die emotionale Veränderung ist auch nicht von Jürgen ausgegangen. Sie konnte nicht von Jürgen kommen, weil sie innerhalb der Sitzung geschah. Birgit: Das heißt, sie kam von uns? JOSUA: Richtig, und ich habe reagiert. Ich reagiere, wenn Unmut oder Unwille auftritt. Lasse mich ein Beispiel bringen: Du stellst jetzt eine Frage, die für dich wichtig ist, ein anderer fragt sich, wie du jetzt so eine doofe Frage stellen kannst. In dem Moment entsteht ein Unmut. Da eine Séance sehr sensibel ist, auch wir Geistwesen sind sehr sensibel, empfangen wir diese Schwingung und leiten sie direkt weiter. Wir lassen diese Schwingungen nicht an uns heran, wir müssen sie abstoßen. Sie wird in dem Moment regelrecht zurück geleitet, sie prallt von uns ab, und zwar in einer ziemlich heftigen Form. Dieses Unwohlsein beruhte den Abend darauf, dass man innerhalb des Kreises nicht einverstanden war, dass zum Schluss noch Fragen von Außerhalb gestellt werden sollten, sondern man war der Auffassung, den Abend zu beschließen, ihn zu beenden. Birgit: Dieses hat mich so verunsichert, dass ich nur noch stammeln konnte. JOSUA: Wichtig für dich ist, dass du genau weißt, was in diesen Momenten geschieht: Während du noch verunsichert warst, bekam ich eine dementsprechende Emotion und damit war eine positive Beantwortung dieser Fragen nicht mehr möglich. Rolf: Meine Reaktion war dann ganz offensichtlich der Auslöser dafür. JOSUA: Ihr dürft dabei nicht vergessen, dass aus den Emotionen Schwingungen entstehen. Es ist genau das, was wir immer wieder sagen. Ich halte mich auf diesen Schwingungen auf, und ihr wisst alle ganz genau, aus welchem Bereich ich komme. Das heißt, ich kann grobe Schwingungen sehr schwer vertragen. Dafür kann ich nichts. Dieser Situation gingen Ängste voraus. Ängste sind negativ und sie verstärken dieses in dem Moment. Du hattest im Sinn, dass ich mich auch noch mit anderen Dingen beschäftige und somit war die Sache für dich erledigt: Du nahmst an, du hättest einen Freund verloren. Dies war von dir der spontane Gedanke, eine Idee, lasse es mich so sagen. Für das Negative war dies zu einem Zeitpunkt, wo ihr alle sehr offen seid, natürlich ein willkommener Anlass, zu verstärken. Ihr könnt nicht davon ausgehen, dass ihr durch den Energiering vollkommen gegen negative Einflüsse geschützt seid (- insbesondere nicht gegen solche, die von innen zugelassen werden). Hier muss man differenzieren, denn negative Einflüsse sind immer vorhanden. Bedingt schon durch euch, weil ihr sie in euch habt. So etwas kann man gar nicht verhindern. Dieser verstärkte Schwall der Negativität, der auf mich zu kam, durfte nun nicht an mich herankommen. Und ich werde mich hüten, mich in solchen Momenten gedanklich in das andere Bewusstsein einzuklinken. Dieses tue ich nicht, denn dann wäre ich voll und ganz dieser Angst, dieser negativen Schwingung ausgesetzt. Vor acht Jahren wäre dieses noch möglich gewesen, da hätte ich gesagt: "Nun bleibe mal ruhig, mein Freund." Heute geht das nicht mehr - nicht mehr in dem Bereich, in dem ich mich befinde. Es war also ein innerer roter Faden: Von sich selbst gegen sich gerichtet. Dieses Getroffen-Sein reflektierte natürlich und strahlte gegen mich. Ich konnte nichts dagegen tun, außer den roten Faden, das negative Energiebündel abzublocken. Ich konnte ihn nicht kompensieren, nicht wandeln, ich konnte ihn wirklich nur zurückweisen. In dem Moment kamen die Fragen von Birgit, verbunden mit Emotionen des Unmuts, und Birgit hatte den Eindruck, sie wäre persönlich gemeint. Birgit: Es kam zeitgleich und dieses hat mich sehr verunsichert. Aber jetzt ist es nachvollziehbar. JOSUA: Das ist der Unterschied, wenn man mit Wesen aus höheren Sphären spricht. Um überhaupt durch dieses Medium zu euch sprechen zu können, bedarf es einer sehr harmonischen Schwingung. Je harmonischer diese Schwingung ist, je schneller sie also schwingt, um so mehr kann ich euch von meinem Wesen geben - von dem, wie ich empfinde und von dem, was ich euch sagen will. Sind die vorhandenen Emotionen, warum auch immer, nicht harmonisch, dann wird es schwierig. Wenn ein oder zwei Personen dabei sind, die nicht hundertprozentig in Ordnung sind, kann man dies auffangen, das können wir kompensieren. Entsteht innerhalb einer Sitzung aber Unmut oder Disharmonie, weil eine Frage gestellt worden ist, die dem anderen nicht gefällt, erfolgt auf diese Unmut sofort eine automatische Abwehr, denn es strömt etwas Negatives auf das Geistwesen ein. Es gibt dann zwei Möglichkeiten: Entweder das Geistwesen verschwindet schlagartig ohne Rücksicht auf den Körper des Mediums, oder es blockt konsequent ab, so wie ich es tue. Negatives kann dadurch nicht an mich heran. Wenn ihr hingegen mit einer Seele kommunizieren würdet, die aus dem Sommerland kommt, die sich also in den Anfängen befindet, wo der Kontakt vielleicht über das mediale Schreiben oder das Glasschieben stattfindet, und es treten dann negative Schwingungen auf, so würde dieses Geistwesen anders darauf reagieren: Es stößt diese Schwingungen nicht ab, sondern es reagiert unmittelbar und wird in dem Moment genauso negativ wie das, was ihm entgegen kommt. Aus diesem Grund sagen wir, dass der Spiritismus eine gefährliche Sache ist. Bildet sich ein Kreis neu, und alle sind und bleiben harmonisch, so wird auch das Geistwesen harmonisch sein, und es wird dementsprechend weiter gehen. Es gibt aber nicht viele Kreise, die wirklich diesen Aufstieg haben, dass sich Geistwesen melden, die aus der fünften, sechsten oder siebten Sphäre sind. Je höher das Geistwesen, um so höher wird natürlich auch die Harmonie erwartet. Das heißt nicht, dass ihr deswegen edler seid. Wir wissen auch, dass diese Harmonie nicht immer unbedingt auf einem sehr hohen Niveau laufen kann - auch wenn die Sitzungen nur einmal im Monat stattfinden. Ich behaupte von mir, viele Disharmonien oder rote Fäden kompensieren zu können - sie entweder zu wandeln oder aber nur bis zu einem bestimmten Punkt zuzulassen. Kommen diese Dinge aber plötzlich durch irgendeine Äußerung, kommt eine Gegenreaktion, und ihr erhaltet im Grunde genommen diese Disharmonie zurück. Und ihr werdet mir zustimmen, dass dies nicht angenehm ist. So könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie es für mich ist. Entschuldigt bitte, aber meine Seele ist weitaus feinfühliger, als es eure sind. Thomas: Aus dem was du gesagt hast, muss ich ableiten, dass beim letzten Mal eigentlich gar keine Sitzung hätte stattfinden sollen, weil nämlich vor Beginn die ganze Sache so unharmonisch war, wie es zuvor noch nie da gewesen ist. JOSUA: Diese Disharmonie, die vorhanden war, hätte ich noch bis zu einem gewissen Grad abfangen können. Ihr hättet dieses nach der Sitzung folgendermaßen gespürt: "Das Thema war toll, aber wenn ich meine Stimmung nehme oder die Emotion, so kann ich nichts daraus ziehen". Ihr habt des öfteren solche Sitzungen erlebt: Das Thema war gut, aber ihr wart erledigt und konntet nur wenig positive Energie daraus ziehen. Ich beherrsche diese Kompensation mittlerweile bis zu einem gewissen Grad, lasse diese Dinge also nicht an mich heran kommen und spreche mit euch gleichzeitig ein Thema durch. Die schönsten Sitzungen sind aber die der Harmonie. Und dein Satz, mein lieber Thomas, den du einmal gesprochen hast, der da lautet: "Ihr müsstet euch doch freuen, mit JOSUA in Kontakt treten zu können", ist eine Aussage, die einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Die Freude beinhaltet all das, was normalerweise wichtig ist. Und ihr alle seid das Spiegelbild dessen, wie ich sein kann. Wollt ihr meine Energien, meine Harmonie erhalten, müsst ihr harmonisch sein. Das heißt, ich muss von euch etwas bekommen - eine Leitung, auf der ich meine Energien zu euch herüber spielen kann. Gebt ihr sie mir nicht, so kann ich es auch nicht tun, denn ich kann die Kluft, dieses Zwischenreich nicht überschreiten. Marion: Ich glaube, eine Schwierigkeit liegt auch im folgendem: Wir treffen uns alle vier Wochen zu einer regulären Themensitzung. Und wie du schon mehrmals sagtest, unterliegen wir Emotionen. Ich denke, wir haben auch dir gegenüber eine Verantwortung, und mein Gefühl war schon so, dass wir Dir die Disharmonien nicht zumuten sollten. Aber mittlerweile ist es ja eher so, dass wir sagen, dass wir eine Sitzung nicht einfach ausfallen lassen können, weil sie eh nur einmal im Monat stattfindet. JOSUA: Es ist etwas anderes, wenn ihr sagt, dass von eurem Gefühl her - über die Beurteilung euer Empfindung zur Harmonie innerhalb des Kreises, eine Sitzung nicht angebracht ist. Aber: Um sie nicht verfallen zu lassen, müsstet ihr die Schwingung wandeln, indem wir über die Disharmonien, die untereinander vorhanden sind, gemeinsam sprechen. Vielleicht erleben die Protokolleser in dem Moment eine kleine Niederlage, aber ich denke, nach so einem Gespräch wäre man sogar bereit, die ausgefallene Themensitzung eine Woche später nachzuholen. Erst wenn die Dinge bereinigt sind, kann eine Sitzung und somit auch ihr emotional aufgeladen werden. Man muss von einer gewissen Konstanz abgehen: Solange man mit Emotionen arbeitet, muss man sich in die bestehenden Emotionen hinein fügen und sie manchmal erst wandeln. Je länger ihr euch kennt, je länger ihr zusammen seid, um so schwieriger ist es, die Harmonie immer auf dem höchsten Grad laufen zu lassen. Natürlich möchtet ihr alle eine Sitzung haben, die euch Kraft gibt, nach der ihr sagen könnt, dass sie traumhaft war. Natürlich können wir dieses verstehen, aber es ist nicht immer möglich. Es spielen viele Faktoren hier eine Rolle - auch der, wie es dem Medium geht, ob es erschöpft ist, und das Geistwesen dem Medium viele Energien geben muss. Das bedeutet, dass das Geistwesen sich mehr darauf konzentriert muss, das Medium waagerecht zu halten. In solchen Fällen wird es eine rein sachliche Sitzung, eine reine Themensitzung ohne große Emotionen. Zur Kompensation habt ihr dann eure Happenings. Hier fließen ganz andere emotionale Energien. Dann sind nämlich all die seelischen Dinge vorrangig, die den Einzelnen betreffen. Nur: Wer sagt denn, dass man ein Happening nicht mit dem gesamten Kreis machen kann? Marion: Ich denke, das wäre in solchen Momenten wichtig. Betty: Das wäre sogar sehr schön. JOSUA: Nicht? Denn jeder hat doch irgendwo emotionale Dinge, die ihn belasten oder Situationen, wo er einfach nur etwas Energie ziehen möchte - selbst wenn keine Probleme vorhanden sind. In diesen Happenings wird einfach nur die Harmonie gelebt, und auch wir können da ganz anders sein. Thomas: Was können wir machen, um die Harmonie innerhalb des Kreises, die langsam wieder besser wird, noch weiter zu erhöhen? JOSUA: In dem man, wenn man Disharmonien spürt, sie sensibel anspricht, sie durch rechtzeitige Gespräche erst gar nicht erblühen läßt. Sensibel heißt aber auch, keine Probleme schaffen, wo noch keine sind. Merkt man, dass man diese Harmonie nicht wieder erreichen kann, sollte man uns um Rat bitten. Das heißt, dann sollte wirklich, bevor man weiter für die Protokolleser Themen bearbeitet, eine Sitzung für den Kreis gemacht werden, bei der wir all diese Dinge ansprechen und verändern können. Konkret zu deiner Frage, wie man es schafft, jedes Mal so einen hohen Standard an Harmonie mitzubringen, so antworte ich, dass dieses nur jeder für sich entscheiden und bewirken kann: wie er sich fühlt, wie er sich selbst empfindet, wie sehr er sich darauf freut, den Abend gemeinsam zu verbringen. Eine gute Vorbereitung ist es, wenn man vor einer Sitzung in einer ein- bis zweistündigen Meditation versucht, erst einmal all das los bzw. heraus zu lassen, was sich in einem befindet. Dann gibt es verschiedene Variationen, um eine Harmonie aufzubauen und sich bewusst zu machen, dass man sich darauf freut, alle zu sehen, dass man sich darauf freut, zusammen zu sein. Dieses ist aber individuell verschieden, man kann es nicht erzwingen. Ich denke aber, dass dieser Kreis in der Lage ist, sich bewusst zu machen, worum es geht, mich wohl als einen Freund zu sehen, darum bitte ich auch, aber trotzdem diese unüberbrückbare Distanz zu respektieren. Es geht nicht anders. Ich bin gegen Negativität empfindlich, ich muss mich schützen und all das, was ihr mir entgegen bringt, bekommt ihr doppelt und dreifach zurück. Dafür kann ich gar nichts. Ich möchte dies gar nicht, ich möchte euch gar nicht eure eigenen Disharmonien zurück schleudern - ganz im Gegenteil. Aber anders kann ich es nicht mehr machen. Wir machen gleich Schluss. Thomas: Lieber JOSUA, wir haben aber noch zwei Fragen. JOSUA: Jetzt aber nicht mehr, mein Lieber. Ich muss sie verschieben. Es tut mir leid. Es ist doch etwas spät geworden, es ist auch sehr warm. Dieser Körper transpiriert. Ich muss mich zurückziehen. Ich könnten sie jetzt nicht mehr so beantworten, wie sie es wert sind, beantwortet zu werden. Gut, ich ziehe jetzt seine Hausschuhe wieder an, damit er nicht barfuss dasteht, wenn er wiederkommt. Marion: Warte bitte. Du hast das Mikrophonkabel um den großen Zeh gewickelt. JOSUA: Ach, das bisschen Kabel. Damit GOTT ZUM GRUSS und bitte die Musik. Es erfolgte die Danksagung und die Verabschiedung seitens des Kreises. |