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Es meldete sich durch das Medium Jürgen der mit dem Kreis arbeitende Lichtbote JOSUA. Der Körper wurde ganz übernommen, die Durchgaben erfolgten mündlich. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, der Friede sei mit euch. (Es erfolgte die allgemeine Begrüßung im Kreis.) Birgit: Was hast du die Zeit über gemacht? JOSUA: Oh, ich war viel mit anderen Lichtboten zusammen, wir haben heimkehrende Seelen eine längere Zeit lang betreut. Birgit: Meinst du die Opfer von dem Flugzeugabsturz? JOSUA: Ja, die Situation hat sich um einiges beruhigt. Allerdings war es für mich gar nicht so einfach. Sie können mich ja nicht sehen, sondern lediglich hören. Nur in dem Moment, wo sie herüber kommen, für eine kurze Zeit, beim Empfang, sehen sie ein helles Licht. Wenn eine Seele zurückkommt wird sie von einem höheren Wesen in Empfang genommen. Es sind zwar die nahen Freunde, die nahen Verwandten auch anwesend, aber überwacht wird der Heimgang in dem Moment von einer höheren Energie. Das helle Licht, welches allerdings nicht in den Augen weh tut, sondern nur die anwesenden Freunde etwas verschwommen darstellt - man kann sie also nicht klar durch dieses Licht erkennen - ist ein höheres Geistwesen, das Geborgenheit ausstrahlt. Es ist eine Art Lockruf, denn das Zurückkommen war ja für sie nicht geplant. Dirk: Das heißt, das Licht, von dem beim Übergang in das Geistige Reich immer gesprochen wird, ist eigentlich nur die Wahrnehmung eines höheren Geistwesens, während die nahestehenden Geistseelen auch als solche gesehen und erkannt werden. JOSUA: Ja, so gibt es das Gesetz vor: Eine Lichtbotin zum Beispiel kommt nun einmal nicht so an diese Menschen heran. Sie kann wohl zu ihnen sprechen und ihnen Energien geben, damit sie erst einmal etwas ruhiger werden und sich zu Hause fühlen, aber anders ist eine Betreuung nicht möglich. Der Sinn des Ganzen liegt darin, dass die Opfer ihre Ängste, ihren Schock und das Misstrauen ablegen. Bedingt durch die höheren Energien wird das Misstrauen genommen, und die Freunde können sie dann weiter führen. Birgit: Dann sind die Freunde auch wieder da, wenn man aus dem Schlaf aufwacht? (Anmerkung: Jede Seele schläft nach ihrem Heimgang eine gewisse Zeit, im Durchschnitt ca. drei Tage, um sich zu regenerieren. Dieser Vorgang dient der Anpassung an die neue Umgebung und bildet gleichzeitig den ersten Schritt, das materielle Leben abzuschließen.) JOSUA: Richtig. Sie sind die ersten. Rolf: Das Ganze spielt sich doch erst ab, wenn sie den Weg durch den Tunnel gefunden haben? War es in diesem Fall so, weil es alles Kinder waren? JOSUA: Es ist egal, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt. In solch einem (Unglücks-) Fall werden sie durch den Tunnel gezogen, lasse es mich so sagen. Sie werden geleitet. Das Licht ist vorhanden. Sie sehen in dem Moment das Licht am Ende des Tunnels. Der Anziehung dieser Schwingung können sie sich nicht entziehen, denn sie ist im Grunde genommen reine Energie. Marion: Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kommt zuerst das Licht und dann der Tunnel? JOSUA: Nein, nein, der Tunnel ist zuerst da. Wir verkürzen ihn nur. Es ist etwas anders gelagert, als bei den Seelen, die ihr Leben normal beenden. Sie müssen zwar auch ihren Weg durch diesen Tunnel gehen, denn das ist eine wichtige Erfahrung, aber ihnen wird geholfen, weil diese Seelen durch die plötzliche Heimkehr verwirrt sind. Sie sind vollkommen geschockt durch so einen Unfall. Warum sollte man sie im Zwischenreich lassen? Sie haben doch nichts Böses getan. Dirk: Was ist dieser Tunnel physikalisch? Du erwähntest eben das Zwischenreich. Haben wir mit diesem Tunnel einen tatsächlichen geistigen Existenzbereich oder ist dies nur ein inneres Gefühl, eine Wahrnehmung der Seele, ähnlich wie mit dem hellen Licht? Kannst du dieses Phänomen ein bisschen genauer erklären? JOSUA: Ich muss mir genau überlegen, wie ich dir dieses erkläre: Du kannst den Tunnel als eine Art Dimension sehen, die du durchqueren musst, um in die geistigen Bereiche zu gelangen, in die du gehörst. Ihr kennt die drei Dimensionen. Dirk: Die drei Dimensionen, Breite, Höhe, Länge, die den materiellen Raum aufspannen, ja. JOSUA: Die vierte Dimension ist die Zeit. Und dann kommt die fünfte Dimension: Die Hyperdimension, die man durchwandern muss, um in das Sommerland hinein zu gelangen. Dirk: Hyperdimension? JOSUA: Ja, ich würde sie als Hyperdimension bezeichnen. Birgit: Und diese Dimension ist nur erreichbar, wenn man einen anderen energetischen Zustand inne hat? JOSUA: Richtig, du - als Energie – musst schneller sein als das Licht, um diese Dimension überbrücken zu können. Dirk: Unsere drei räumlichen Dimensionen werden durch die Einheit des Meters beschrieben. Die Einheit der vierten Dimension, der Zeit, ist die Sekunde. Welche Einheit gibt es nun für die Hyperdimension? JOSUA: Jetzt kommt der Physiker. Alles, was schneller ist als das Licht. Dirk: Dann wird die Hyperdimension durch eine Geschwindigkeit beschrieben? JOSUA: Ja. Dirk: Meter (bzw. Umdrehung bei einer Rotation) pro Sekunde, gut. JOSUA: Es ist schwierig, dieses jetzt physikalisch festzulegen, weil man das Prinzip so nicht wahrnimmt. Es ist kein bewusster Durchlauf sondern ein natürlicher. Wenn dir in dem Moment bewusst wäre, dass du eine andere Energieform bist, wäre es etwas anderes: Dann würde man diesen Raum, den man durchquert, begreifen. Dieser Hyperraum ist aber auch ein oder der Raum, in dem du gefangen bleiben kannst. Wir bezeichnen ihn als Zwischenreich. Im Zwischenreich hast du den Zugriff auf die nächst höhere Dimension (Sommerland) und gleichzeitig auf die tiefere Dimension (materieller Lebensbereich). Das heißt, du kannst wieder mit der Vierdimensionalität (Raum und Zeit der Erde) in Kontakt treten. Dirk: Nehmen wir einmal an, ich wäre in dem Hyperraum bzw. im Zwischenreich und würde mich in die nächst höhere Ebene begeben wollen. Was sind dort für Dimensionen existent? Gibt es hier wieder diese vier? Also drei für den Raum und eine für die Zeit? JOSUA: Sieben. Hier kannst du nicht mehr nach diesem Prinzip verfahren. Dirk: Kannst du etwas zu den sieben sagen? JOSUA: Du kennst sie: Es sind unsere Sphären. Dirk: Vielleicht ist mir jetzt mein irdisches Vorstellungsvermögen im Wege: Innerhalb einer Sphäre, so sagtest du, bauen sich die Geistwesen Häuser, und man kann ebenso wie auf Erden von A nach B gelangen. JOSUA: Ja, dies passiert aber nicht dreidimensional sondern "traumal". Es ist nur Vorstellung, bedingt dadurch, dass du selbst keine Masse mehr bist. Du musst von deinem Denken weggehen: Du bist in den Sphären keine Materie mehr, du bist Energie. Diese Energie ist allerdings eine intelligente Energie, die sich ein Haus vorstellen kann, ein Haus nach einem Ebenbild. Diese Energie ist nicht in der Lage, schöpferisch (im materiellen Sinne) zu sein, sondern sie nimmt das Bewusstsein von der Erde mit und hat so eine Vorstellung von den Dingen, wie sie sie auf Erden erlebt oder gesehen hat. Danach versucht sie sich unter positiven Aspekten ein Ebenbild zu schaffen. Ein Geistwesen im Sommerland würde sich zum Beispiel niemals einen alten Schuppen bauen sondern ein gemütliches Haus mit Garten und vielleicht einem See. Das Wohnen in diesem Gebilde kannst du dann aber nicht materiell betrachten, sondern es ist reine Fiktion. Diese Energie nun braucht Räume nicht. Dirk: Aber sie sind doch existent, oder? JOSUA: Die Energie ist existent - aber die Häuser nicht. Auf dieser Ebene ist alles fließend. Wenn du jetzt als Mensch die Möglichkeit hättest, in diese Dimension zu kommen, so würdest du nichts außer Licht sehen - vielleicht auch ein paar Blitze oder zwischendurch schemenhafte Gestalten aber keine klar erkennbaren. Birgit: Aber Seelen untereinander können sich erkennen? JOSUA: Dieses ist etwas ganz anderes. Dirk: Und ein Geistwesen kann das Haus eines anderen erkennen? JOSUA: Ja, aber nicht weil es sich, wie ihr es macht, in das Haus des anderen begibt, sondern weil sich die Energien beider Geistwesen überlappen. Es findet eine Überlagerung der Energien statt, wobei die Energie in dem Moment das Bewusstsein der Geistseele ist. Gehe ich also zum Beispiel auf eine Seele zu und nehme mit ihr Kontakt auf, so nehme ich auch ihre Umgebung wahr. Besucht diese Seele mich, so wird sie meine Umgebung wahrnehmen, und zwar die, die ich mir vorstelle. Um es dir noch begreiflicher zu machen: Diese Umgebung ist nicht in der Form existent wie zum Beispiel diese Räumlichkeiten hier, sondern wir leben unsere Träume. Wenn du von einem Haus träumst, so ist dieses Haus nicht wirklich existent, obwohl es wahrnehmbar ist, und du dich als Geistseele in ihm bewegen kannst. Dirk: Lass uns noch einmal die Überlagerung des Bewusstseins aufgreifen: Ich – als Geistwesen – komme in deine vorgestellte Umgebung und nehme meinetwegen ein Wohnzimmer mit einem Tisch und darauf eine Blumenvase wahr. Könnte ich diese Blumenvase von links nach rechts verrücken? JOSUA: Nein, das geht nur mit meinem Einverständnis. Du kannst wohl fragen, ob du diese Vase verschieben darfst, und wenn ich damit einverstanden bin, dann würde sich diese Vase, ohne dass du sie in die Hand nehmen musst, auf dem anderen Platz befinden. Dirk: Es ist ja nur ein Bild. Es geht darum... JOSUA: Ich weiß, dass es nur ein Beispiel ist. Dirk: ...wie man den Begriff "existent" definiert. Diese Frage stellt sich doch: Ist etwas existent, wenn mehr als Einer eine Vorstellung darüber hat, oder ist etwas erst existent, wenn die Energie so grob ist, dass wir sie als Materie bezeichnen können und uns somit innerhalb der vier bekannten Dimensionen befinden? Ich fasse die Existenzbereiche etwas weiter. JOSUA: Existent ist etwas, das sich bewegt, das denkt, wo ein Bewusstsein fließt. Dirk: Nach dieser Definition sind die Vorstellungen im geistigen Reich näher an einer Existenz als dieses Stückchen Sofa hier in der Materie, auf dem ich gerade sitze. JOSUA: Ja, das ist korrekt. Dirk: Ist diese Betrachtung nun die Grundlage einiger buddhistischer Glaubensrichtungen, bei denen die Erde bzw. die Materie nur als Illusion angesehen wird? Haben sie genau diesen Aspekt dabei im Auge? JOSUA: Es kommt immer darauf an, von welchem Standpunkt aus ich dies sehe: Ich kann jetzt sagen, dass die Erde Illusion ist, denn sie ist es für mich (als Geistwesen). Begebe ich mich hingegen in die Materie, wozu ich (als Geistwesen) allerdings eine bestimmte Existenz (nämlich den materiellen Körper eines Mediums) brauche, kann ich Materie real erkennen und erfassen, indem ich sie benutze. Das ist ja das Faszinierende für mich, während es für euch (als inkarnierte Menschen) etwas Alltägliches ist. Betrachte ich nun die geistigen Sphären, dann ist all das, was wir dort haben, existent. Von der irdischen Warte aus gesehen, ist das Geistige Reich allerdings eine Illusion. Jetzt kannst du wiederum sagen, dass alles, was wir im Geistigen Reich durch Illusionen, die wir selber schaffen, haben, für dich ein Traum oder ein Ziel ist, und dass du gerne dort wärst. Die Gegenantwort dazu ist, dass du all die Illusion, die du im Geistigen Reich hast, nur von der Materie her bekommen kannst. Ohne Materie hättest du diese Illusionen nicht und die Dimension, in der du dich befinden würdest, wäre nur Licht, nur fließende Energie, ohne Erkenntnisse. Ich weiß nicht, ob ihr das Prinzip erkennt, woran wir eigentlich lernen. Birgit: Spiegeln wir das Materielle später im Geistigen Reich wieder? JOSUA: Ganz genau, das ist es. Dieses spiegeln wir wieder. Bedingt dadurch, dass ich z.B. dieses Wohnzimmer begreifen, sehen und fassen kann, kann ich es mir, wenn mir danach ist, auch im Geistigen Reich erschaffen. Marion: Es dir sozusagen im Geistigen Reich nachbilden. JOSUA: Genau. Und wenn mir danach ist, nehme ich das nächste Mal dann wieder ein Haus mit all dem Drumherum. Immer so wie ich es gerade empfinde - oder wo ich meine Energien, mein Charisma gelassen habe. Ich bin variabel, der Vorteil ist, dass ich nicht nur auf die Illusionen angewiesen bin, die ich mir selbst geschaffen haben, sondern dass ich als Energie, oder wir als die Seelen, die mit der Materie in Verbindung stehen, ein ganz anderes Illusionsfeld durch diesen Kontakt bekommen. Versteht ihr? Es ist also nicht so, dass der eine ohne den anderen kann. Es ist eine Verbindung vorhanden, und um beides umsetzen zu können, bedarf es eines Zwischenraumes, eines Abstandes. Und dieser ist das Zwischenreich. Nicht jede Energie (Geistseele) ist bereit, eine Illusion mitzunehmen und eine andere zu lassen. Das Zwischenreich ist vor allen (die sogenannte Heimat) für Seelen, die nicht loslassen können, die nicht bereit sind, von der Materie zu lassen. Rolf: Ließe das den Rückschluss zu, dass eine Seele, die noch nie inkarniert ist, sich im Geistigen Reich nichts vorstellen kann, eben weil sie die Materie noch nicht kennen gelernt hat? JOSUA: Richtig. Rolf: Sie würde also nur Licht sehen? JOSUA: Nein. Wenn sie andere Seelen besucht und mit ihnen spricht - denn es ist ja nicht so, dass wir nicht miteinander kommunizieren, dann bekommt sie den Eindruck der Seele, die sie besucht, vorgesetzt. Nur, sie kann in dem Moment dieses nicht erwidern, weil sie keine Vorstellung hat. Das heißt wiederum, wenn die andere Seele sie besuchen würde, würden sie im Nichts, also ohne Umgebung stehen. Rolf: Wüßte diese Seele noch, dass sie sich überhaupt getroffen haben? JOSUA: Ja, selbstverständlich, nur die Vorstellung der Umgebung ist beschränkt. Diesen Zustand können Seelen nicht lange ertragen und dann melden sie sich freiwillig zu einer Inkarnation an, um so ihre Illusionen zu bekommen. Thomas: Das heißt, eine nichts-sehende Seele kann, auch wenn sie mit einer sehenden Seele kommuniziert, diese Vorstellungen nicht einfach übernehmen? JOSUA: Nein. Das ist das Manko dabei, das ist leider das Problem, das wir haben. Wir können nur von der Materie lernen. Als die Materie noch nicht existent war sondern nur wir, befanden wir uns in einem Stillstand. Wir waren zwar in Bewegung aber trotzdem gab es einen Stillstand, denn es gab außer uns nur nichts. Marion: Man konnte nichts hinzufügen. JOSUA: Ja, es gab gar nichts. Dirk: Das heißt, alles befand sich in diesem Zustand des Lichtes? JOSUA: Ja, und worüber willst du diskutieren, wenn du nichts hast? Worüber willst du philosophieren, wenn nichts vorhanden ist? Dirk: Über das Sein! Das war eben mein Gedankengang. Macht das Sein einer Seele oder eines Geistes wirklich nur sein Umfeld oder seine Illusionen aus oder sind diese Vorstellungen nur eine Randerscheinung? JOSUA: Seine Erfahrung! Dirk: Die Illusionen sind Ausdruck der Erfahrungen, und die Erfahrungen wären dann das, was eine Seele, was ein Geistwesen ausmacht? JOSUA: Was die Geistseele steigen lässt, sind die Erfahrungen. Erfahrungen - oder besser die Erkenntnisse - im Zusammenleben auf einer anderen Existenzebene. Die Illusionen, die sie von dieser anderen Existenzebene mitbringt, sind eigentlich nichts anderes als die Schubladen, in die sie ihre Erfahrungen hinein packt. Um es noch klarer und deutlicher auszudrücken: Situationen, die ihr auf Erden erlebt - seien es nun positive oder negative Erfahrungen, also alle Erfahrungen, in denen ihr etwas gelernt habt, werdet ihr auch hier wieder in einer Illusion durchleben. Birgit: Die geschieht dann vor dem Karmischen Rat. JOSUA: Nicht nur beim Karmischen Rat, sondern auch nachher innerhalb eurer Daseinsform in dieser anderen Dimension. Der Karmische Rat führt ja nur vor. Dort bekommst du im Schnelldurchlauf deine "Sünden" und deine guten Taten vorgeführt, aber dieses hat nichts mit der späteren Feinheit zu tun. Die zweite Wiederholung der wichtigsten Lebensstationen läuft dann zwar schneller als ein materielles Leben ab - sagen wir einmal, dass es ein paar Wochen dauert, bis man sein ganzes Leben noch einmal durchgearbeitet hat, aber dies reicht, um in der Feinheit die gemachten Erfahrungen zu sortieren. Hierbei baust du dein letztes Leben sozusagen noch einmal illusionär auf, allerdings nicht von dem Zeitpunkt deiner Geburt an, sondern von dem Zeitpunkt deines Begreifens, als du "falsch" und "richtig" unterscheiden konntest. Marion: Verarbeitet man dieses alleine für sich selber oder nehmen andere daran teil? JOSUA: Dieses ist ein Abschnitt, den du in der Regel für dich alleine durchmachst, weil es ja nichts anderes ist als die Erkenntnis für dich, eine Verarbeitung, ein an-die-Seite-legen. Es gibt natürlich schwierige Situationen, schwierige Entscheidungen, die ihr im Leben getroffen habt, die ihr nicht mehr ändern könnt, womit ihr leben müsst. Später im Geistigen Reich sagt ihr dann aber nicht, dass ihr damit leben müsst, sondern hier erlebt ihr diese Situationen noch einmal. In dem Moment könnt ihr natürlich mit euren Freunden darüber sprechen und fragen, wie sie z.B. entschieden hätten. Marion: Ich stelle mir dieses ähnlich wie auf einer Leinwand vor, wo die Situationen dann vorgespielt und an den entsprechenden Stellen angehalten werden können. JOSUA: Nein, so geht es nicht. Die geistigen Freunde nehmen dieses genauso wahr, wie du es wahr genommen hast. D.h. sie empfinden und erfühlen die Erfahrungen, ihr durchlebt sie gemeinsam. Birgit: Wie verhält es sich mit den Erkenntnissen der geistigen Freunden, wenn man gemeinsam diese Situationen hautnah durchlebt? JOSUA: Sie kommen dabei auf ihre eigenen Erkenntnisse. Allerdings bleiben diese nicht haften. Es ist ungefähr so, als wenn ihr eine Möglichkeit gedanklich durchspielt. Es können sich bei den beteiligten Seelen viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Erlebnis ergeben. Die Freunde sagen, dass sie diese und jene Erkenntnis aus der Erfahrung ziehen würden. Dann kann es sein, dass die Seele, welche um Rat gefragt hat, sagt, dass sie diese Situation noch einmal in der Materie durchleben will. Marion: Um dann das Richtige daraus zu lernen und anschließend noch einmal mit euch darüber zu sprechen? JOSUA: Ob es dann richtig ist, sei dahin gestellt. Es kann das nächste Mal auch eine ganz andere Erkenntnis dabei herauskommen. Birgit: Ist es möglich, dass eine Seele, die die Erfahrung einer Anderen im Geistigen Reich miterlebt hat, dann auch inkarniert, um die Situation hautnah in der Materie zu erleben? JOSUA: Nein, nicht unbedingt. Dies ist immer abhängig von den persönlichen Eindrücken, die von der Erde mitgebracht wurden. Die durchgespielten Lösungen oder Variationen zu dem Erlebnis übertragen sich nicht auf die Seele, die nach ihrer Meinung gefragt worden ist. Für sie sind diese fiktiv. Sie durchlebt sie zwar, aber die Ratschläge und Erkenntnisse sind für sie ohne jegliche Bindung. Wie soll ich es dir erklären? Ein Beispiel: Jemand kommt zu dir und fragt dich um Rat. Du gibst ihm einen, aber dieses heißt noch lange nicht, dass du dies auch so tun würdest. Du hast ihm lediglich einen Rat gegeben, den er befolgen kann oder auch nicht. Selbst wenn nun eine Situation gegeben wäre, dass jemand genau diese Erfahrung einmal machen will - was mit Sicherheit auch irgendwann einmal eintreffen wird, allerdings nicht zum gleichen Zeitpunkt, so wird er dieses in der Materie durchwandern, dann aber eine ganz andere Erfahrung beziehungsweise Erkenntnis machen. Die Situationen, die im Geistigen Reich unter den Seelen besprochen werden, bei denen Unklarheiten bestehen, werden natürlich alle Seele irgendwann einmal für sich klären. Nur, es ist nicht möglich, dass eine Seele gefragt wird, und diese dann sagt, dass man es noch einmal zusammen in der Materie durchleben wird. Man kann wohl zusammen inkarnieren und versuchen sich im Leben zu finden, aber man kann nicht sagen, dass man ein und dieselbe Situation durchleben will. In solch einem Fall wäre die Individualität nicht mehr existent. Birgit: Jede Seele muss also zu ihren eigenen Erkenntnissen kommen. Man kann seine Erfahrungen nicht an andere weitergeben, damit sie sich gewisse Situation ersparen können? JOSUA: Nein, das geht auf keinen Fall, weil jede Situation sehr viele verschiedene Nuancen beinhaltet und aufgrund der Individualität auch beinhalten muss. Die Möglichkeit, dass man exakt das Gleiche durchlebt, ist sehr gering und auch nicht Sinn der Sache. Jede Seele ist anders, und jede Existenz wird ja auf die Seele zugeschnitten. Auch wenn zwei Seelen die gleiche Situation durchleben, ist es doch nicht das selbe. Birgit: Dieses macht es ja auch so schwierig, einem Menschen einen Rat oder eine Hilfe zu geben. JOSUA: Ja. Es ist ein komplexes und teilweise sehr schwieriges Thema, oder Thomas? Thomas: So schwierig finde ich es nicht, mir dieses vorzustellen. JOSUA: Man muss sich nur einen Traum vergegenwärtigen. Gut, noch Fragen dazu, oder wollt ihr noch etwas anderes ansprechen? Rolf: Dirk ist hier ja so wissenschaftlich eingestiegen. JOSUA: Ja, dieses ist nun einmal sein Fachgebiet, aber mit Formeln kann ich dir nicht kommen. Dirk: Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es auch in eurer Dimension Interessengruppen gibt, die diese Thematik wissenschaftlich betrachten, oder irre ich mich hier? Hat es überhaupt einen Nährwert, formal an die Sache heranzugehen? Weswegen sagst du, dass du mir dieses nicht mit Formeln erklären könntest? Marion: Vielleicht weil es nicht messbar ist? JOSUA: Doch, es ist messbar, nur nicht für euch. Es gibt in der Materie kein Gerät, das dermaßen feine Energien sortieren könnte - empfangen schon, aber nicht sortieren. Ich kann es dir mit keiner Formel erklären, ich wüsste keine. Ich habe gerade darüber nachgedacht, wer von uns hier z.B. ein E-Quadrat machen könnte, aber es ist keiner da. Dirk: War dies jetzt nur ein Beispiel oder ist an dieser Stelle der Zusammenhang zu suchen? JOSUA: Gib keinen Wert darauf, wir sind nicht E-Quadrat. Dirk: Gibt es grundsätzlich für diesen Bereich keine Formeln oder ist der Kenntnissstand der Menschen hier ausschlaggebend? JOSUA: Sagen wir es so: Es hat nichts mit der Mathematik der Materie zu tun. Versuche die Geschwindigkeit als einen Maßstab zu sehen. Die Geschwindigkeit, die schneller als das Licht ist. Dirk: Gut, eine Gesetzmäßigkeit ist also vorhanden. JOSUA: Ja, und sie ist auch berechenbar, aber nicht mit irdischen Zahlen und Formeln, weil ihr diese einfach nicht habt. Rolf: Ich sehe im Moment auch nicht so ganz den Zusammenhang. JOSUA: Dirk hat nicht ganz unrecht: Er sagt, eine Existenz muss messbar sein und eine fließende Existenz erst recht. Sie wird auch irgendwann einmal beweisbar sein, aber mit den technischen Mitteln, die ihr bis jetzt habt, ist sie (die andere Dimension) höchstens erkennbar und nicht spalt- oder greifbar (im Sinne der Messtechnik). Gut Freunde, ich ziehe mich jetzt zurück. GOTT ZUM GRUSS, bitte die Musik. Es erfolgte die Danksagung und die Verabschiedung seitens des Kreises. |