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Es meldete sich der mit dem Kreis arbeitende Lichtbote JOSUA durch das Medium Jürgen. Der Körper wurde ganz übernommen, die Durchgaben erfolgten mündlich. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, der Friede sei mit euch. (Es erfolgte die allgemeine Begrüßung durch den Kreis.) Schön, euch alle wieder zu sehen. Dirk: Es kommt ja nun einiges an Post, leider auch Post, wo ich sagen muss, daß es teilweise sehr provozierend ist, was an unseren Kreis heran getragen wird. Ein Zitat: "Gebt doch zu, daß alles, was JOSUA sagt, aus euch selbst heraus kommt." JOSUA: Ja, selbstverständlich, er hat doch Recht, nicht. Dirk: Genau... JOSUA: Nein, hat er ja wirklich. Dirk: Da könnten wir jetzt drüber philosophieren, gewiß. Nur ich weiß, dass du, dass deine Worte so erst einmal nicht aus uns selbst kommen. So wie du hier den Körper von Jürgen benutzt, um dich zu äußern, ist es nicht aus mir selbst heraus. Es ist auch nicht Jürgen, sondern nur durch seinen Körpern und zwar definitiv von einer anderen Wesenheit. Da kann ich Brief und Siegel drauf geben. JOSUA: Das ist auch richtig. Nur: Wir würden ihn nie überzeugen. Also gebe ihm philosophisch recht, denn es kommt doch alles aus dem Kollektiv. Es sind die Antworten aus dem Kollektiv, zu dem wir alle gehören. Hat er denn gesagt, dass das, was ich sage, nicht ich bin? Nein, das weiß er ja gar nicht. Er sagt nur, was dort steht, kommt aus euch selbst. Oder hat er gesagt, es kommt vom Medium? Verstehst du, du mußt diese Feinheiten sehen: Es ist doch das Allgemeinwissen des Kollektives - nur spezifiziert und informativ. So und wenn er diese nicht braucht und der Meinung ist, dass es für ihn irrelevant ist, dann ist das doch in Ordnung. Möge er noch fünfmal inkarnieren, vielleicht glaubt er es dann. Du darfst nicht vergessen, ihr vertretet einen Glauben, ein Wissen, und fühlt euch natürlich durch jemanden, der euch so provozieren will, angegriffen. Das ist verständlich. Ihr habt euch dieser Welt geöffnet. Jeder hat den Zugang zu euch, und dieser Zugang erregt natürlich Aufmerksamkeit - bis hin zu unserem Freund in Indonesien. Aber nicht nur die Positiven nutzen den Zugang sondern auch die Negativen. Birgit: Ein gutes Stichwort: Was ist in Erfurt passiert, wart ihr dort im Einsatz? (Am 26.04.02 ermordet der 17-jährige Robert Steinhäuser im Erfurter Gymnasium 16 Menschen und richtet sich anschließend selbst. Er war kurz zuvor von der Schule verwiesen worden. Er war Sportschütze und hatte sich in seiner Freizeit hauptsächlich mit Gewalt verherrlichenden Computerspielen wie "Counterstrike" beschäftigt.) JOSUA: Wir weniger, aber andere Geistwesen aus den höheren Sphären waren da schon, wie sagt man so schön, sehr engagiert. Sie können zwar nicht direkt auf diese Seelen einwirken, aber sie können doch zumindest etwas Ruhe verbreiten, und diesen Wesen erst einmal ein Leitfaden sein, ein neues Ziel, so dass sie aus dieser Situation herauskommen. Situationen, in denen Seelen zu uns kommen, die also ziemlich, wie soll man sagen, wahllos, ziellos und verzweifelt herumlaufen. Birgit: Sind mittlerweile alle Seelen im Sommerland, oder gibt es noch welche, die nicht durchs Licht gegangen sind? JOSUA: Drei sind im Sommerland, der Rest schläft noch (Zeitpunkt: 04.05.02), für diese Seelen war es besonders heftig, weil überhaupt keine Bereitschaft bestand, zurückzukehren ins Geistige Reich. Eine Frau war dabei, die war Doktorin. Ihr ganzes Leben, ihr ganzes Sein lag in ihrer pädagogischen Tätigkeit, in der sie sehr aufging. Sie hatte mit allem gerechnet, nur nicht mit einer Rückkehr ins Geistige Reich. Hier mussten wir wirklich erst einmal die Seele beruhigen, sie konnte es überhaupt nicht fassen, sie ist also noch ruhig gestellt, sie schläft noch. Marion: Wie geht es der Seele von dem Jungen? Ich denke, dass er benutzt worden ist, und ich glaube nicht, dass er mit solch einem Vorsatz inkarniert ist. JOSUA: Ein Vorsatz, so ein Leid anzustiften, ist es nicht gewesen. Nein, er ist hier schon beeinflußt worden. Aber man darf nicht vergessen, dass er ziemlich labil war. Das heißt, die Festigkeit von der Seele mit dem Körper war einfach nicht vorhanden. Diese Labilität und das Nichterreichen seiner Ziele haben dazu geführt, dass es zu dieser Handlung kam. Es war keine Kurzschlusshandlung, das möchte ich dabei sagen, er flüchtete in eine Welt, wo er wirklich glaubte, sich mit dieser Tat rächen zu können, um hinterher als Held dazustehen. Er dachte, dass anschließend jeder jubeln und sagen würde, dass er das gut gemacht hätte, dass er es ihnen endlich einmal richtig gegeben hat. Für ihn ist es momentan sehr schwer, denn was geschehen ist, kann man nicht wegwischen. Man kann nicht einfach sagen, die arme Seele ist verführt oder von negativen Kräften benutzt worden. Diese Tat wurde erst dadurch möglich, dass diese Seele nicht in der Lage war, sich dem Leben anzupassen. Sie hatte sich den Weg ausgesucht, sie wusste vorher, dass es nicht einfach wird. Die ausgeübte Tat ist keine Alternative. Er muss dafür gerade stehen, sie, die Seele, muss dafür gerade stehen. Sie steht auch zur Zeit vor dem Karmischen Rat, und wird höchstwahrscheinlich diese Dinge noch ein paar Mal durchleben müssen. Übrigens hat er sich nicht erschossen, weil das so geplant war - ganz im Gegenteil: Es war in dem Moment die Angst. Als er sah, was er angerichtet hatte, als er es wirklich mitbekam, als er sich bewusst wurde, was er dort für ein Massaker auf grausamste Weise veranstaltet hatte, blieb ihm nur noch dieser Weg. Bedingt durch diesen Selbstmord, kommt er geistig immer wieder in diese Situation. Wie lange steht außerhalb meiner Kenntnis. Das ist Sache des Karmischen Rates und abhängig davon, wie schnell er hier lernt und bereit ist, diesen Weg neu zu gehen. Rolf: Gehen diese geistigen bzw. emotionalen Wiederholungen vor dem Karmischen Rat solange, bis er wirklich begriffen hat, was er da getan hat? JOSUA: Ja, es geht um die Sinnlosigkeit der Tat, sich darüber klar zu werden, was er getan hat, wie vielen Seelen er die Möglichkeit der Vollendung ihrer Ziele genommen hat. Rolf: Und das sieht er noch nicht ein? JOSUA: Zur Zeit dämmert es ihm, aber was er noch nicht einsieht ist, dass es sehr ungerecht war, was er getan hat. Noch fühlt er sich ungerecht behandelt, denn du darfst eins nicht vergessen: Bei einer Seele, die sich im Irdischen ungerecht behandelt fühlt und dann in das Geistige Reich zurückkommt, ist dieses Gefühl natürlich noch stärker als vorher vorhanden, denn sie ist ja nicht mehr durch den Körper behindert. Etwaige letzte Hemmungen durch den Körper, werden dann frei. Und diese Seele fühlte sich ja nun mehr als ungerecht behandelt. Rolf: Das bedeutet ja, dass die Seele selbst die treibende Kraft für diesen Wahnsinn war? JOSUA: Ja, selbstverständlich. Es war nicht der Körper. Die Seele sah nicht ein, dass der Lebensweg, den sie genommen hatte, nicht so verlief, wie sie es sich vorgestellt hatte. Die Schuld gab sie nicht sich selbst sondern den anderen. Alle anderen haben sich ihrem Lebensweg in den Weg gestellt - so muss ich sagen, ist es die Meinung dieser Seele. Birgit: Es ist ja zur Zeit auch eine breite politische Diskussion zu Erfurt im Gange, wie so etwas zukünftig verhindert werden kann. JOSUA: Ich habe das jetzt einmal intensiv mitverfolgt. All diese Diskussionen, all das, was jetzt kommt ist... Hört einer zu? Nein, es ist dummes politisches Geschwätz. Es ist eine Situation, bei der die Politik meint, sie müsse sich hier für irgendetwas rechtfertigen und einen Handlungsbedarf herbeisuchen. Diese Gewalttaten geschehen nicht, weil Menschen gewisse (Horror-) Filme sehen. Wenn Menschen solche Dinge, solche Filme nicht ansehen dürften, dann wären sie auch nicht lebensfähig. Jede Seele oder jeder Mensch sollte in der Lage sein, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Die Seelen nun, die das nicht können, werden nicht abzuhalten sein, diese Dinge zu begehen, egal welche Gesetze geschaffen werden. Es wird nur schlimmer, denn dort, wo ich ein Gesetz schaffe, um Kontrollen zu errichten, versucht sich der Mensch etwas illegal zu beschaffen, und die Übersicht geht gänzlich verloren. Birgit: Das kann ich so annehmen. Aber wenn ich mir die Schulgesetze einiger Bundesländer anschaue, speziell in Thüringen oder auch in Bayern, denke ich, dass die Politik auf dieser Ebene gefragt ist: Wenn nämlich ein Schüler, der zwölf Jahre ordnungsgemäß zur Schule geht, sein Pensum schafft und nur weil er die Prüfung zum Abitur nicht besteht, dann nicht einmal seinen Hauptschulabschluss hat, ist etwas mit dem Schulsystem nicht in Ordnung. In Nordrhein-Westfalen hätte er nach den zwölf Jahren sein Fachabitur gehabt, womit ihm jede Lehrstelle offen steht. Das wäre eine Perspektive. Thomas: Ja, aber in der politischen Diskussion geht es überhaupt nicht darum sondern nur darum, dass Filme, Videospiele usw. verboten werden. Rolf: Es ist doch ein Armutszeugnis für die Menschheit, wenn geregelt werden muss, was man sehen darf und was nicht. Das muss doch jeder für sich wissen. JOSUA: Es wird nicht in der Ursache gehandelt, sondern alle Menschen werden nur noch mehr bevormundet. Anderenfalls müsste sich die Politik ja selbst angreifen und zugeben, dass das ganze Schulsystem dermaßen bürokratisch, unwegsam und kleinkariert ist und dass deswegen so etwas überhaupt entstehen konnte. Wenn die Politiker dann mit solch albernen Dingen kommen und vorschreiben wollen, was man sehen darf und was nicht, oder wenn sie verbieten, diese Waffen jetzt zu kaufen, glauben sie dann wirklich, dass die Menschen keine Waffen mehr haben? So etwas hat der Amerikaner in der Vergangenheit mit dem Alkohol versucht. Und was geschah? Mord und Totschlag, unkontrolliert, überhaupt nicht mehr durchschaubar. Natürlich hätte man dem Jungen die Möglichkeit geben müssen, sein Abitur zu machen, denn er war ja nicht dumm oder faul oder sonst irgendetwas. Es gibt Menschen, die in solchen Prüfungssituationen nur eine Leere im Kopf habe. Hier wurde auf den Menschen psychologisch nicht eingegangen. Trotz alldem wusste er, dass er in dieses System hineingeht und trotz alldem darf er so nicht reagieren. Rolf: Eine Entschuldigung ist das nicht. JOSUA: Wie faul die ganze Sache ist, seht ihr daran, dass eure Politiker, angefangen beim Bundeskanzler, natürlich nur eines im Kopf haben: Wie rette ich die Stimmen für die nächste Wahl. Das ganze System ist ein rein politisches System. Solange der Faktor Macht die oberste Priorität bei den Politikern einnimmt, solange wird es auch nicht besser. So schön eine Demokratie ist, aber wenn es den Parteien nur darum geht, alles zu tun, um die Wahl wieder zu gewinnen, kann den Menschen nicht geholfen werden. Eigentlich ist es doch Ziel der Politik, die Sprecher und die Fürsorger der Bevölkerung zu sein. Aber sie sorgen sich hauptsächlich nur um sich selbst. Dort, wo sie Sorge und Bestürzung zeigen, sind sie nicht bestürzt darüber, dass etwas Schlimmes passiert ist, sondern wie viele Stimmen sie das kosten kann, weil es passiert ist. Und das sind die Dinge, die wir anklagen, das ist die Negativität dabei. Aber wie gesagt, das ist eine Situation oder eine Problematik, die wir im Geistigen Reich kennen, wo wir uns allerdings nicht einmischen können - vielleicht mal in kleineren Belangen, ja, aber mehr ist dort nicht drin, das ist euer Weg, eure Evolution, die Entwicklung der Menschheit, und ich habe euch gesagt, dass da noch einiges auf euch zukommt. Dirk: Vieles von dem, was du eben beschrieben hast, ist uns schon bewusst, dass es auf der Erde nämlich hauptsächlich um Macht und Geld geht und dass dadurch viel an Menschlichkeit abhanden kommt. Gleichwohl sind wir ja bewusst inkarniert. Was können denn nun Idealisten wie wir dagegen tun, dass wir ständig mit diesen politischen und wirtschaftlichen Dingen konfrontiert werden? Wie kann eine vernünftige Kompensation funktionieren? JOSUA: Der wichtigste Faktor dabei ist der Umgang mit den Menschen. Das heißt, den Menschen zu zeigen, dass es nicht nur auf diese Dinge ankommt, sondern die Menschlichkeit hervorheben. Wenn ich mit einem Menschen spreche, und er erklärt mir seine Probleme, sollte ich sie mir auch wirklich anhören und nicht denken, wie lange dauert es noch, ist es bald vorbei und dabei immer nur freundlich nicken. Hier muss wirklich ein Interesse gezeigt werden. Wenn ich mich mit einem Menschen beschäftige, muss diesem Menschen in dem Moment auch das Gefühl gegeben werden, dass ich es wirklich so meine. Eine Vertrauensbasis muss vermittelt werden. Das heißt, wenn ich sage, ich werde das und das versuchen, um dir zu helfen, muss ich es auch tun. Der Unterschied zur Politik ist folgender: Politiker hören dir zwar auch zu, wenn du auf so eine politische Veranstaltung gehst, gerade kurz vor der Wahl, aber trotzdem sie zuhören und dich freundlich anlächeln, passiert gar nichts. Das ganze politische Netz ist zu verzweigt. Selbst wenn jetzt einzelne Politiker wirklich glauben, etwas bewegen zu können, so werden sie schnell von der Maschinerie zertreten. Euer Ziel, das Ziel der Spiritualisten ist es eigentlich im kleinen Rahmen - aber in einem wichtigen Rahmen - anderen Menschen zuzuhören. Wenn ihr Kontakt mit ihnen habt, ihnen dann das Vertrauen zu geben, du ich höre dir wirklich zu und das, was ich dir sage, meine ich so. Und wenn ich sage, ich kann dir helfen, es dann auch zu tun, und wenn es nicht funktioniert auch dazu zu stehen, ihm auch das sagen zu können, anstatt ihn dann einfach im Regen stehen zu lassen. Frei nach dem Prinzip, was du jemandem Gutes tust, sollte der andere auch tun. Dirk: Demnach liegt das Wirkungsfeld eher im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. JOSUA: Wenn wir die Möglichkeit hätten, mit Politikern eine Séance in dieser Form abzuhalten, würde ich diesen Politikern das gleiche anheim stellen mit dem Bewusstsein, vielleicht ganz andere Dinge erreichen zu können, weil die Position dieser Menschen dementsprechend ist. Aber diese Menschen lassen uns ja erst gar nicht an sich heran. Birgit: Haben Politiker oder Menschen in so einer Position nicht einen ganz besonderen geistigen Schutz? JOSUA: Politiker? Birgit: Leute in Schlüsselpositionen, wie z.B. der Präsident der USA, unser Bundeskanzler oder der Papst. JOSUA: Nein, nein, sie haben keinen besonderen Schutz, ganz im Gegenteil. Ihre Positionen beinhalten rein materielle Aspekte. Sie ließen auch gar keinen Berater an sich heran. Wenn du jetzt z.B. den amerikanischen Präsidenten nimmst, glaube ja nicht, dass er auf seine Träume hören würde. Wenn der Präsident sagen würde, ich habe heute Nacht den und den Traum gehabt und so eine Ahnung bekommen, wir werden so und so handeln, dann hätte er mindestens dreißig "Psychiater" um sich, die ihm das sofort ausreden würden. Er hätte gar keine Chance, weil das ganze so verzweigt ist, dass eine einzelne Person überhaupt nichts mehr erreichen kann. Das ist so geschaffen worden. Man hat es ja auch in der Vergangenheit probiert, einer einzelnen Person das endgültige Wort in der Politik zu geben. Eine Besserung bei den Menschen ist dadurch auch nicht eingetreten. Kein Mensch ist eigentlich wirklich allein in der Lage, ein Volk so zu führen, dass es positiv ist. Rolf: Du meinst jetzt Diktaturen? JOSUA: Monarchien - oder auch Diktaturen. Es ist versucht worden, lief aber letztendlich nur auf eine Machtposition hinaus. Alle drehten, wenn ich das so sagen darf,... Rolf: ...drehten durch. JOSUA: Ja, denn auch so eine Position ist schwierig, ist nicht einfach zu erfassen. Birgit: Ich bin davon ausgegangen, dass man sich eine führende Position in der Politik schon im Geistigen Reich vor der Inkarnation vornimmt. Und da es klar ist, dass man so eine Aufgabe schlecht alleine regeln kann, bekommt man eine spezielle geistige Begleitung mit, um diese Position dann verantwortungsvoll zu bewältigen. JOSUA: Ich weiß, was du meinst, aber die Seelen, die sich diesen Weg aussuchen, gehen oftmals ihren Weg alleine und sagen, hier werde ich eine Veränderung schaffen können... Nehmen wir unseren Freund, den Schröder: Er hatte eigentlich einen ganz normalen Lebensweg und widmete sich dann der Politik, so wie er es auch geplant hatte, um dann eben - als einer aus dem Volke kommend - für das Volk etwas zu tun. Seine Ansätze waren ehrlich gemeint, nur was auch er übersah oder nicht geschafft hat, war das ganze Drumherum mitzuziehen, weil jeder sein eigenes Geplänkel vollzieht. Und da würde dir auch der Schutz aus dem Geistigen Reich nichts nützen. Wenn jeder Politiker so einen Schutz hätte, kannst du dir vorstellen, wie viele Interessengemeinschaften aufeinander prallen würden. Das geht nicht, da müssen wir uns raushalten. Was geschieht, ist, dass so ein Mensch oder so eine Seele nach ihrem Ableben fragt, ob sie wirklich das erreicht hat, was sie erreichen wollte. Die Verantwortung, für die sie geradestehen muss, ist hier natürlich weitaus größer als die einer normalen Seele. Das ist klar. Rolf: Das heißt, Entscheidungen eine politische Karriere zu verfolgen, fallen oft aus einer - ich will nicht sagen, Überheblichkeit - aber aus einer falschen Selbsteinschätzung heraus. JOSUA: Nein, auch dein nächster Lebensweg könnte die Form annehmen, dass du sagst, ich werde versuchen ein Volk zu führen - nicht allein zum spirituellen Wohlstand, sondern auch zum Wohlstand innerhalb der Materie. Denn der materielle Wohlstand ist eine Voraussetzung dafür, dass man spirituell gut leben kann. Ob es gelingt, ist eine andere Sache. Keine Seele ist so vermessen und sagt: "Also ich mach das jetzt mal gerade, gebt mir mal siebzig Jahre, ich kriege das da unten schon geregelt." Nein, sondern das sind Seelen, die haben sich ein Ziel gesetzt, und einige Seelen sind gewiss auch ganz, ganz elendig mit diesem Ziel umgegangen, das hat aber nichts mit Überschätzung zu tun. Du siehst es am Beispiel von Thomas. Thomas: Der Weg der Instanzen. JOSUA: Nicht wahr. Auch Thomas hat versucht etwas zu erreichen, und sein Ziel lag ihm klar vor Augen. Er hat alles daran gesetzt und vorbereitet, um dieses Ziel zu verwirklichen. Trotzdem gibt es Hindernisse zu umschiffen, die man vorher nicht sehen kann. Rolf: Gut. Du sagtest eben etwas vom Wohlstand als Voraussetzung... JOSUA: Es sollte ein materieller Wohlstand da sein, um sich auch spirituell wohl zu fühlen. Dieser materielle Wohlstand, dass möchte ich jetzt gleich korrigieren, - nicht dass ihr meint ihr bräuchtet alle viel Geld und sämtlichen Luxus - muss so verstanden werden, dass das Auskommen geregelt ist. Birgit: Für alle. JOSUA: Für alle, ja. Es darf nicht diese krassen Unterschiede geben. Nur so ist es möglich, dass man sich auch spirituell erweitert. Momentan gibt es (global gesehen) die Armut und die Reichen. Die Reichen haben keine Zeit, sich diesen Dingen zu widmen, weil sie nur im materiellen Stress stehen. Sie haben überhaupt keine Zeit irgendetwas anderes zu tun, als dieses Geld zu scheffeln. Besitzen sie sehr viel, haben sie zusätzlich Angst, dass es ihnen genommen wird. In der Armut hingegen geht es nur ums Überleben, auch hier fehlt die Zeit für das Spirituelle. Wenn ich also den ganzen Tag nur auf der Jagd nach dem Mammon oder nach der Grundernährung bin, kann ich mich spirituell nicht auch noch betätigen. Rolf: Wobei derjenige, der den Stress hat, etwas in den Magen zu bekommen, um nicht zu verhungern, kann ja nicht unbedingt etwas dazu. JOSUA: Nein, nur der Unterschied zwischen dem, der unwahrscheinlich viel hat, und dem, der gar nichts hat, dürfte eigentlich gar nicht existieren. Rolf: Da gab es diese Tage eine hochinteressante Statistik über das Gesamt-Welteinkommen: Demnach bräuchte keiner zu hungern, jeder hätte ein Dach über dem Kopf, jeder hätte es warm und jeder hätte im Jahr noch 500 Euro über. JOSUA: Wenn einzelne diese Gelder nicht auf der Seite hätten. Hier sind wir doch wieder bei dem alten Thema mit der Überschrift: Macht! Und das setzt sich fort - von der kleinsten bis zur höchsten Ebene, der Politik. Jeder kocht seine eigene Suppe, so gut er kann. Das ist das momentane Bestreben auf Erden. Jeder versucht, ein Stückchen von dem Kuchen zu bekommen, ist damit voll und ganz beschäftigt und vergisst dabei das wirkliche Ziel. Die wenigen, die vielleicht die Möglichkeit haben, das spirituelle Erwachen zu leben, und auf einmal ihre Ziele anders sehen, sind in der Minderheit... Dirk: ...und gehören nicht zu den Reichen, die an der Macht sind,... JOSUA: ...gehören aber auch nicht zu den ganz Armen... Dirk: ...oder scheitern, wie du es vorhin mit den ehrlichen Ideen von Schröder erwähntest, an dem Konstrukt des Systems, an dem Beamtentum. Da stellt sich die Frage, wie denn die Erde überhaupt in ein spirituelleres Leben übergehen kann? Wie soll das funktionieren? JOSUA: Nur über Generationswechsel. Das heißt, je mehr Seelen spirituell erwachen, zurückkommen und wieder inkarnieren, um so mehr wird dieses Wissen verankert. Und dann werden sie es auch anwenden. Es wird eine Verlagerung geben, versteht ihr? Nehmen wir jetzt an nehmen wir Euch, bleiben wir doch einmal bei Euch: Ihr seid jetzt vielleicht noch St. Pauli - nichts gegen diese Mannschaft - aber sie sind klein, sie müssen kämpfen, aber sie haben ihre Erfahrungen gemacht. Ihr habt im Vergleich das Spirituelle erfahren. Im nächsten Leben nun seid ihr Bayern München. Marion: Da haben wir aber einen mächtigen Aufstieg gemacht. Thomas: Erstmal Arminia Bielefeld. Die steigen morgen auch auf, denn passt das schon (Allgemeine Heiterkeit) Rolf: Wäre der Sprung nicht ein bisschen extrem für uns? JOSUA: Selbstverständlich, aber so funktioniert es langfristig. Ihr habt dieses Erwachen, ihr habt eure Erkenntnisse und die nehmt ihr mit. Eure spirituellen, hier auf Erden gemachten, Erkenntnisse nehmt ihr alle mit. Und ihr werdet, wenn ihr zurückkommt, sagen: "Gut, diese spirituellen Erkenntnisse haben mir geholfen, das Leben für mich mit meinen Mitmenschen erträglicher und sinnvoller zu gestalten. Aber meine Möglichkeiten waren begrenzt." Also versuche ich doch, im nächsten materiellen Leben eine andere Position zu erreichen, um das Ganze ausbreiten zu können: Vielleicht eine Inkarnation in einer anderen Interessengemeinschaft, die dann wiederum eine gewisse Schicht schon wieder mitziehen kann. Das heißt also, dieses spirituelle Erwachen kann nur geschehen von Generation zu Generation. Rolf: So gesehen, ist es verständlich, wenn du sagst oder betonst, dass ihr euch über jede Seele, die ihr erreicht, freut. Marion: Das war ja in diesem Film "Das Glücksprinzip" so genial. Der Junge hatte folgende Idee: Wenn ich drei Personen glücklich mache, dann machen diese drei Personen wiederum jeweils drei Personen glücklich. So ähnlich stelle ich mir das auch hier vor. Wenn wir unser Wissen oder unsere Erkenntnisse an eine Person weitergeben, dann gibt diese Person das vielleicht an eine andere Person weiter und so weiter. Thomas: Ein Schneeballsystem. JOSUA: Schneeball? Thomas: So nennt man das. Du nimmst einen kleinen Stein und bringst ihn am Berghang zum Rollen JOSUA: Er wird zu einer Lawine, ja, dies ist das Prinzip, eine Kettenreaktion. Deswegen sagte ich, wenn ihr irgendjemanden dieses spirituelle Erwachen bringt, dann habt ihr ihm geholfen. Nehmen wir eine Protokollleserin: Sie erzählt von unseren Protokollen, die sie liest. Der nächste sagt, ich will die auch haben. Und der Übernächste erreicht vielleicht zwei oder drei. Das ist dieses Schneeballsystem, bei dem die Menschen, die Seelen ein spirituelles Erwachen im Irdischen haben. Und das ist die Grundvoraussetzung. Eine Seele, die zurückkommt, während der Inkarnation nur im Materiellen gelebt hat, ihr ganzes Bestreben darauf legte, ein materiell gutes Leben zu führen, vielleicht auch für andere verantwortlich war, indem sie Arbeitsplätze schuf und damit anderen Leuten eine gesicherte Existenz verschaffte, hat ja auch etwas Positives getan. Aber was hier fehlt, ist in dem Moment der Sinn dessen. Wenn sie das auch noch mitnehmen würde, wäre es schon eine große Tat. Aber das bleibt meist außen vor. Entweder sind es absolute Atheisten oder strenge Katholiken und Kirchgänger. Ja, entschuldigt bitte, aber es ist so. Du wirst keinen finden, der in so einer Position an einer wirklichen Séance teilnimmt. Er könnte das auch gar nicht, selbst wenn er vom Bewusstsein her sagen würde: "Ich könnte ja mal." Ein Mensch, der in einer solchen Position ist, kann sehr schlecht zwischen seinem Realismus und dem, was er bei uns erleben würde, einen Zusammenhang sehen. Rolf: Er würde dieses Erlebnis oder diese Erfahrung also sehr schnell an die Seite schieben. JOSUA: Ja, oder er würde Beweise fordern. Und selbst wenn er Beweise bekäme, sie aber nicht in sein Weltbild hineinpassen, würde er sie ablehnen. Soviel Beweise könntest du ihm gar nicht geben - und selbst wenn, dann wäre es nicht so, dass er sagt, er verstehe, was wir meinen, sondern dann würde er Angst bekommen. Egal wie du es in dem Moment machst, es wäre sinnlos oder uneffektiv. Aber ihr, die ihr aus einem materiell gesicherten Leben kommt - nicht aus einem gehobenen sondern aus einem gesicherten, ihr habt die Möglichkeit, das nächste Mal auch im Materiellen einen Schritt höher zu gehen und zu sagen: "Gut, ich versuche es einmal etwas reicher. Wie sind meine Möglichkeiten dann, das Spirituelle weiterzugeben?" Und hier tritt dann das Schneeballsystem ein - außer ihr lasst euch dann wieder von dem Mammon einfangen. Rolf: Darauf wollte ich gerade hinaus, genauso gut kann es dann auch wieder konträr laufen. JOSUA: Ja, selbstverständlich, nehmen wir doch einmal ein ganz, ganz einfaches Beispiel, woran ihr erkennen könnt, wie es innerhalb dieser Welt aussieht: Was passiert, wenn ein ganz normaler Mensch, der sein Leben lang gearbeitet hat, auf einmal in dieser Lotterie 18 Millionen Geld gewinnt. (Allgemeine Heiterkeit) Was habt ihr jetzt? Euro, nicht? Thomas: Im Moment sind es gerade Euro, ja. JOSUA: Das wäre eine Versuchung - selbst für jeden von euch, das Spirituelle ganz nach hinten zu stellen, weil auf einmal die Realisierung der materiellen Wünsche ganz nah gerückt ist. Sich die Dinge leisten zu können, die man sich schon lange gewünscht hat - selbst der, der sagt, ich bin eigentlich wunschlos glücklich, wird in dem Moment, wenn er diese Summe auf seinem Konto verbucht, sagen: "Wieso, ich könnte doch, da wäre doch noch dieses oder jenes." An diesem Beispiel könnt ihr sehen, wie schwierig es ist, wie in diesem Moment die Gegenseite voll am Arbeiten ist. Sie brauchen euch keine Horrorbilder vorspielen, nein, sondern der Reichtum, die Macht ist genau der Punkt, um euch von der spirituellen Erkenntnis wieder wegzuziehen. Und ein Mensch, der diese spirituellen Erkenntnisse so noch nicht hatte, wohl von den Dingen gehört hat, bescheiden lebte, freundlich zu seinen Mitmenschen war, wird nach einem plötzlich erlangten Reichtum - und das ist schon oft passiert - voll umdrehen. Er würde eine Welt kennen lernen, die ihn auffrisst, die jede Form der Emotion, der Seele vergessen lässt. Er würde nur noch in Ängsten leben, dass man ihm das Geld wieder wegnimmt, dass irgendwelche Leute mit Bettelbriefen oder sonst etwas kommen. Und er würde alle Menschlichkeit vergessen. Diejenigen, die es trotzdem versuchen, sind oftmals dann diejenigen, die ganz schnell wieder dort sind, wo sie vorher waren - oder noch tiefer, weil sie nämlich auf Menschen hereingefallen sind, die wirklich nur das eine wollten. So arbeitet die Gegenseite. Dirk: Kann man sagen, dass diesbezüglich die materiellen Wünsche immer eine Möglichkeit darstellen, vom eigentlichen Vorhaben abzuweichen? JOSUA: Du musst hier unterscheiden, es müssen nicht immer materielle Wünsche sein. Ich kann jetzt wieder Thomas anführen, der ist mir heute ein sehr gutes Beispiel: Nehmen wir an, die Entwicklung mit seiner Musik wäre anders verlaufen, nur einen kleinen Schritt anders, vielleicht ein zufälliger Beobachter einer Plattenfirma. Wer weiß, wo Thomas heute wäre? Manchmal sind es die ganz kleinen Schritte, die ganz kleinen Momente, die das Leben einer einzelnen Seele verändern. Es sind dann Herausforderungen. Und die Seelen, die den Weg eigentlich anders wollten, die könnt ihr daran erkennen, dass sie dann in dem Sumpf - so nennt man das ja wohl - zugrunde gehen, oder die den ganzen Glimmer, den ganzen Rausch nicht mehr ertragen können. Es ist immer die Frage, inwieweit ich von meinem Weg gedrängt werde, inwieweit ich mein seelisches Ziel, meinen Weg zum Ziel halten kann. Birgit: Wenn man sich als Seele eigentlich etwas anderes vorgenommen hatte, wenn es jetzt vom Weg her verkehrt läuft, kann es dann dazu kommen, dass wie zum Beispiel bei S. körperlich mit Migräne reagiert wird? JOSUA: Hier ist es so, dass die Seele den Kampf in der beruflichen Beziehung aufgegeben hat und dass sich hauptsächlich der Körper behaupten muss. Das bedeutet viel Stress. Ihre Migräne resultiert rein aus dem Stress, aus der materiellen Situation heraus. Die Seele wäre einen anderen Weg gegangen. Sie kann aus diesem Fahrwasser, in dem sie jetzt mitgezogen wird, einfach nicht heraus. Birgit: Ich habe gedacht, dass Migräne oder zum Beispiel Magen-Darm-Probleme eine Rebellion der Seele ist, so dass der Körper durch eine Krankheit gezwungen wird, mal inne zu halten. JOSUA: Nein, so etwas macht die Seele nicht. Das würde anders aussehen. Die Seele vermittelt Ruhe. Diese Disharmonien entstehen, weil von dem Körper eine zu hohe Leistung erwartet wird, weil der Mensch ständig unter Druck steht. Rolf: Wie würde dementsprechend die andere Seite aussehen? JOSUA: Wenn dieser Weg von der Seele ausgeht, dass sie also bewußt einen reinen Karriereweg vollzieht, dann wäre sie als Mensch kälter. Betty: Und dann würde der Körper nicht leiden? JOSUA: Dann würde der Körper nicht leiden. Dann hätte sie viel mehr dieses Ellenbogenprinzip drauf. Dann würde sie sich keine Gedanken um ihre Mitmenschen, um ihre Familie, um ihre Umgebung machen. Das wäre ihr dann egal. Wenn die Seele sagt, ich gehe den Karriereweg, ich will viel Geld haben, dann geht der Mensch dadurch und stößt alles anderer zur Seite. Dirk: Wie macht sich eine Seele bemerkbar, wenn der Mensch in Richtung Karriere geht, und die Seele es sich aber ganz anderes vorgestellt hat? JOSUA: Also erst einmal der Körper alleine kann nicht ohne Zustimmung der Seele diesen Weg der Karriere gehen. Wenn die Seele überhaupt nicht will, dann kann das hier schon mal zum Aussteigen führen - entweder durch Selbstmord oder wie manche es machen, die gehen Zigaretten holen und kommen nicht wieder. Sie steigen aus der Gesellschaft von jetzt auf gleich aus. Grundsätzlich anders läuft es, wenn eine Seele zum Beispiel in eine reiche Familie inkarniert, vorher also schon weiß, dass ihr Weg hiervon geprägt wird, und dann dagegen angeht. Das sind dann diese berühmten schwarzen Schafe der reichen Leute, die man auch gerne als Aussteiger bezeichnet. Rolf: Würde man dieses Aussteigen denn als ein positives Ergebnis bezeichnen? JOSUA: Das kommt darauf an, inwieweit die Seele ihren Weg findet, ob sie nach dem Ausstieg wirklich in der Lage ist, das zu finden, was sie gesucht hat. Meist ist sie das nicht, weil sie aus diesem Umfeld, aus dem sie heraus will, gar nicht ausbrechen kann. Sie wird dann der Öffentlichkeit wieder zugeführt, oder die Gesellschaft macht es ihr unwahrscheinlich schwer, ein normales Leben zu führen. Sie wird immer wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Somit ist es schwer für die Seele, eine Korrektur oder etwas anderes vorzunehmen. Manche schaffen es, manche nicht. Gut. Dann kann ich mich jetzt wieder anderen Dingen widmen, ja? Ich wünsche euch noch eine gesegnete Zeit, geht in Harmonie und in Frieden, denkt über die Worte nach, die wir hier gesprochen haben - auch wenn es heute vielleicht nicht ganz so den Aha-Effekt hatte wie in den vergangenen Sitzungen. Aber ich denke, eine Resonanz wird es trotzdem geben. GOTT ZUM GRUSS, bitte die Musik. Die Kreismitglieder bedankten und verabschiedeten sich. |