zurück Sternenlicht Protokoll Nr. 36 vom 14.07.2001 Download als selbstentpackendes Word97 Dokument


Am heutigen Abend konnten wir wieder unseren geistigen Lehrer JOSUA in unserer Mitte willkommen heißen. Als Medium stand uns Jürgen zur Verfügung.

JOSUA: GOTT ZUM GRUSS, der Friede sei mit euch. Guten Abend miteinander. Das sieht aber nicht nach einer positiven Schwingung hier aus, Freunde, da muß ich ja richtig kämpfen.

Marion: Das kann ich mir gut vorstellen.

JOSUA: Nun, dann versuchen wir dieses mal so gut es geht, zu kompensieren.

Rolf: Auf Grund der Tatsache, daß wir alle körperlich so angespannt sind?

JOSUA: Gereizt. Sehr schnell aggressiv. Schauen wir einmal, was wir daraus machen können. Dirk, mein Freund.

Dirk: JOSUA, mein Freund. Es geht besser. Ich habe gewisse Dinge angefangen. Ein Ergebnis ist noch nicht vorhanden, aber ich bin eigentlich zuversichtlich. Ich wünsche mir, daß wir den einen oder anderen Sinn des Daseins heute noch besprechen können. Dies ist ein Thema, das nicht nur für uns sondern auch für die Leser interessant ist. Es ist mehr oder weniger eine zentrale Frage von jedem einzelnen.

JOSUA: Das ist schon richtig. Die Thematik ist wirklich sehr gut, da sie ja von mir ist. (Schmunzeln bei JOSUA.) Auf der anderen Seite müssen wir schauen, was der Abend uns bringt. Wir müssen schauen, wie wir es gestalten können. Gut, Birgit.

Birgit: Seit Wochen geht das Thema Genforschung durch die Medien, und wir würden gerne wissen, wie das Geistige Reich zu der sogenannten embryonalen Forschung steht. Wird dieses grundsätzlich abgelehnt, wo ist hier die Grenze?

JOSUA: Es ist die moralische Grenze: Sie ist immer am meisten gefährdet. Abgesehen von der gesamten Gentechnik, der Manipulation und der Erschaffung eines Körpers durch die Gentechnik ist die Beseelung einer der wichtigsten Faktoren.

Was die Gentechnik betrifft, so würden wir sagen, daß wir dem Fortschritt im Gesundheitswesen positiv gegenüber stehen. Der Mensch ist und kann ruhig in der Lage sein, Situation, Krankheiten, die durch Umwelteinflüsse oder durch genetische Defekte entstanden sind, auszumerzen, und die Gentechnik zum Wohle des Menschen einsetzen. Dies ist in Ordnung.

Sobald ein egoistischer Faktor mit ins Spiel kommt, das heißt, wenn jemand versucht, sich durch die Gentechnik zu klonen, um ein materielles Ebenbild zu erschaffen, müssen wir sagen, daß wir dagegen sind. Warum sind wir dagegen? Nicht weil hier ein Ebenbild eines Körpers geschaffen wird, sondern weil dieses Ebenbild des Körpers beseelt werden muß. Das Geistige Reich behält es sich mit Sicherheit vor, ob sie dieses tun oder nicht. Es ist bei uns noch in der Diskussion.

Der Faktor dabei - ein Denkfehler der Wissenschaft - ist nämlich, daß dieser geklonte Körper sich nicht so wie sein Ebenbild, sondern einen eigenen seelischen Charakter entwickelt. Das heißt, er wird mit Sicherheit gegensätzlich agieren und reagieren, und es könnte zu Kurzschlußhandlungen kommen. Ein ganz wichtiger Faktor ist, daß innerhalb der Gene auch die Seele mit einbezogen ist. Der Bau eines Körpers, lasse es mich so sagen, und die Funktionalität hängt auch von dem sozialen Stand ab, den die Seele dann einnehmen wird. Wenn ich Ebenbilder schaffe, kann dieses schon zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Dagegen sind wir. Das ist noch nicht ausgereift.

Birgit: Wie sieht es mit der Entnahme von embryonale Zellen aus?

JOSUA: Solange der Körper noch nicht lebensfähig und noch nicht beseelt ist, haben wir nichts dagegen, wenn es wirklich dazu dienen soll, den Menschen einen positiven Aspekt zu bringen. Das heißt, bei schweren Krankheiten eine Hilfe.

Birgit: Wobei der wirtschaftliche Mißbrauch immer ganz nah dabei steht.

JOSUA: Das ist genau die Situation. Deswegen sprach ich auch von der moralischen Grenze. Man wandert eigentlich auf einem sehr schmalen Grat. Die einen wollen die positiven Aspekte mit den Hintergedanken, Gene zum Wohl der Menschheit, gesundheitsfördernd, zu erforschen und zu verändern und andere haben mehr die Dollarzeichen in den Augen. Hier ist dann die Wirtschaftskriminalität nicht weit entfernt, und das Ganze bekommt einen negativen Bezug. Ergo, unterm Strich, heißt dieses, daß sich auch Luzifer hier noch mit Sicherheit einmischen wird. Wenn wir dieses einmal so bezeichnen wollen.

Marion: Du sprachst eben davon, daß ihr es euch letztendlich vorbehaltet, geklonte Körper zu beseelen.

JOSUA: Ja. Die Lebensfähigkeit dieser Körper ist dann sehr beschränkt.

Marion: Darauf wollte ich hinaus.

JOSUA: Es ist schon geschehen, daß es daneben gegangen ist.

Birgit: Es sind schon Menschen geklont worden?

JOSUA: Ja, selbstverständlich. Man hat es aber nicht an die Öffentlichkeit gebracht, weil es nicht funktionierte. Wir spielen hier noch nicht mit.

Birgit: Dann war der Körper noch nicht lebensfähig?

JOSUA: Nein. Der Körper funktionierte. Der Körper lag da, das Herz schlug, und die Organe arbeiteten, aber es kam kein Leben in diesen Körper. Er starb also nach kurzer Zeit wieder. Ohne Seele geht es nicht.

Marion: Wenn ich einmal in Betracht ziehe, daß die Menschen klonen, dann könnte ich mir vorstellen, daß dieses, global gesehen, einen riesengroßen Einfluß auf die Evolution hat.

JOSUA: Es gäbe einen furchtbaren Evolutionscrash, ja, weil in dem Moment die Entwicklung des Menschen gestoppt ist.

Der Mensch würde ja in dem Moment nur noch die Körper klonen, die...

Marion: Die Elite.

JOSUA: ...die Elite sind, genau. Die wenigen anderen, die dann noch übrig sind, werden von der Elite beherrscht. Dieses ginge vollkommen an der Evolution vorbei. Wenn wir einmal annehmen, so wie eure Wissenschaftler sich dies vorstellen, daß jeder gleich in seinen Handlungen und seinem Fühlen wäre, dann würde dieses nicht gut gehen. Das würde die Evolution, die Natur nicht mitmachen. Es gäbe eine furchtbare Katastrophe, weil diesen geklonten Menschen etwas fehlt. Der Mensch existiert nur (in einer Entwicklung) durch die zigfache Vielfältigkeit.

Marion: Also liegt im Prinzip der Zwiespalt darin, auf der einen Seite "Nein" zu sagen, um nicht in die Evolution einzugreifen, aber auf der anderen Seite wiederum in der Verantwortung, einem Körper die Möglichkeit zu existieren zu geben.

JOSUA: Da liegt unser Zwiespalt, wobei Vorgaben gegeben sind.

Viele Dinge sind eigentlich ein Resultat des Wahnsinns der Erkenntnisse, die man zur Zeit erlangt. Wie z.B. die Gedanken, daß der Mann, bedingt durch die Gentechnik, jetzt überflüssig ist, weil man ja mit den Zellen einer Frau neues Leben züchten kann.

Die positiven Fachkräfte sind zumindest der Meinung, daß man noch lange nicht die ganze DNS entschlüsselt hat – man wird sie auch nie ganz entschlüsseln. Es wird immer wieder Situationen geben, die dabei außer Kontrolle geraten.

Aber ich möchte noch einmal betonen: Wir sind nicht gegen die Genforschung, wenn sie zum Nutzen der Menschen eingesetzt wird - auch was die embryonale Forschung betrifft.

Birgit: Die Kirchen sagen, der Schutz des ungeborenen Lebens beginnt mit der Eizelle.

JOSUA: Nun, du weißt, daß unsere Ansichten nicht unbedingt die der Kirchen sind.

Birgit: Meine ja auch nicht, ich bringe dieses nur einmal so als Einwand.

JOSUA: Es ist vollkommen richtig. Die Kirche geht hier auf die Barrikaden, weil sie das Sperma und die Eizelle als ein Lebewesen betrachtet, als einen Menschen.

Birgit: Es ist doch im Grunde genommen nur Zellmasse.

JOSUA: Ja, natürlich.

Birgit: Für mich ist es erst in dem Moment ein Mensch, wenn nach der Befruchtung, bei der Geburt der Körper beseelt ist.

JOSUA: Genau. Man hat ja nicht vor, diese embryonale Züchtung in einen Mutterleib reifen zu lassen, um sie dann zu entnehmen, sondern sie soll in einer künstlichen Umgebung aufgezogen werden.

Das heißt, hier entsteht erst gar kein Leben. Die Wissenschaftler aber stellen sich dies zur Zeit anders vor. Was dann wirklich daraus wird, ist wiederum eine rein ethische Frage und müßte dementsprechend überwacht werden, weil der Mensch hier schnell die Grenze überschreitet.

Rolf: Den Menschen von Menschen überwachen lassen, das ist auch immer so eine Sache.

JOSUA: Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Das gehört zur Evolution. In dem Moment, wo es aus den Fugen gerät, werden wir schon dementsprechend eingreifen müssen.

Rolf: Man sagt ja nicht umsonst, jeder hat seinen Preis.

JOSUA: Nicht wahr? Jedes Ding hat seinen Preis.

Rolf: Du sagtest, ihr hättet nichts dagegen, wenn die Ergebnisse, die aus der gentechnischen Stammforschung kommen, positiv angewendet werden.

JOSUA: Hier ging es um das Klonen. Ein Gendefekt kann z.B. entstehen, wenn die Mutter durch irgendwelche Situationen während der Schwangerschaft seelisch beginnt abzubauen, Drogen nimmt, Alkohol usw. Hier können genetische Veränderungen beim Fötus entstehen. Das heißt, das soziale Umfeld war für die Seele eigentlich anders vorgesehen. Wenn dann durch die Gesundheitsforschung eine Besserung eingeleitet wird, so ist dieses in Ordnung. Etwas anderes ist es natürlich, wenn eine Seele sich ein soziales Umfeld aussucht, wo der Körper defekt ist.

Rolf: Darauf wollte ich hinaus.

JOSUA: Nur, die Seelen lernen ja auch mit der Evolution, die vorhanden ist. Jetzt frage ich dich, warum soll ich als Seele einen kranken Körper zur Bewußtseinserweiterung nehmen? Warum soll ich in einen Körper gehen, der sich nicht bewegen kann?

Marion: Entschuldige bitte, wenn ich dich unterbreche, aber genau darin liegt doch für manche Seelen der Lernprozeß.

JOSUA: Zur Zeit, weil die Möglichkeit noch vorhanden ist. Aber in dem Moment, wo hier eine Veränderung gegeben werden kann, ist doch dieser Passus eigentlich abgeschlossen.

Marion: Aber es ist doch nicht richtig, daß er abgeschlossen ist.

JOSUA: Was ist, wenn ich ein Ergebnis habe? Jetzt nicht als Einzelseele sondern als Gesamtheit. Wenn ich einen Faktor abgeschlossen habe, erkannt und erlernt habe, warum sollte ich ihn dann immer wieder durchleben (müssen), und ihr seid doch nun - bedingt durch euer Wissen, durch euer Erforschen, durch eure Evolution - in der Lage, diese Dinge zu beseitigen. Das heißt, es ist jetzt die Möglichkeit gegeben, dieses abzuschließen.

Birgit: Aber die Seelen, die einen defekten Körper, die dieses soziale Umfeld wählen, entscheiden sich doch im Geistigen Reich dazu. Das heißt, sie haben diese Erfahrung noch nicht gemacht.

JOSUA: Solange es defekte Körper gibt, solange wird es auch Seelen geben, die dies erleben wollen. Ist die Möglichkeit da, daß alle Körper in Ordnung sind oder geheilt werden können, wird keine Seele mehr diesen Weg wählen sondern einen neuen. Eine neue Epoche beginnt. Eine neue Epoche, ja, das ist richtig.

Rolf: Das heißt, sobald der Impuls aus der materiellen Welt kommen würde, daß jeder genetischer Fehler zu beheben ist, hätte sich auf der seelischen Seite die Entwicklung so fortgesetzt, daß keine defekten Körper mehr benötigt werden. Ist das richtig?

JOSUA: Das ist genau richtig.

Angenommen die Forschung betreibt dieses nur aus positiven Ansätzen, und es gäbe auch keine wirtschaftlichen Interessen: Wenn es wirklich nur diesen positiven Aspekt dahinter gäbe, so ist hier doch wieder, global gesehen, ein Evolutionssprung vorhanden. Man könnte Körper schaffen, die resistent gegen gewisse Anfälligkeiten sind. Das heißt, ihr kämt über die globale Situation hinaus in die Universale. Euer Gesichtsfeld, das Feld der Seelen, nicht nur euer sondern auch das unserige, würden sich erweitern. Der Planet würde aufsteigen.

Das Ganze hat nur folgenden Fakt, damit ihr mich richtig versteht: Ihr steht in dieser Genforschung am Anfang und in welche Richtung sich dieses entwickelt, das liegt wiederum an den Seelen, die jetzt hier auf Erden sind. Die Seelen, die jetzt forschen, entscheiden darüber, ob diese Forschung sich zum Positiven entwickelt oder ob daraus etwas Negatives wird.

Das heißt, wovor viele im Moment noch warnen, was sie der Genforschung ankreiden ist rechtens, weil das menschliche Interesse immer noch sehr unterschiedlich gelagert ist.

Marion: Aber die Seelen wissen nicht, daß sie darüber entscheiden?

JOSUA: Nein, noch nicht. Sie werden dieses irgendwann erkennen, hier spielen viele Seelen eine Rolle.

Marion: Wie sieht denn folgendes aus: Es gab Millionen von Seelen, die die Erfahrung in einem behinderten Körper durchwandert haben. Nehmen wir einmal den Fakt, daß es keine behinderten Körper mehr geben wird. Besteht dann die Möglichkeit, daß die gemachten Erfahrungen in das Bewußtsein der anderen Seelen einfließen?

JOSUA: Du kannst davon ausgehen, daß jede Seele diese Erfahrung gemacht hat. Es gibt keine Seele, die die Erfahrung eines unvollständigen Körpers nicht durchwandert hat. Die einen mehr, die anderen weniger.

Die Seelen, die es etwas genauer wissen wollten, haben es natürlich sehr intensiv durchleben müssen. Es muß ja nicht so sein, daß ein Körper jedes Mal so defekt ist, daß er nicht funktionsfähig ist. Erfahrung kann geschehen durch Kriegseinflüsse, dadurch daß Extremitäten abgetrennt werden usw. All dieses kann dazu führen, daß die Seele eine Erfahrung in einem defekten Körper macht. Oder sei es, daß durch einen gentechnischen Defekt zu einem späteren Zeitpunkt Krankheiten auftreten.

Wie zum Beispiel bei der Frau eures ehemaligen Bundeskanzlers. Diese Seele hat eine Erfahrung machen müssen, die sehr, sehr hart für sie war, und sie hat diese Erfahrung nicht vollenden können. Sie hat es nicht geschafft, die Krankheit für sich in den Griff zu bekommen. Sie hat daraus eine Erfahrung gezogen, und ich weiß nicht, ob sie jemals wieder einen Körper bevorzugen wird, der diese Merkmale aufweist. Warum auch? Die Erkenntnis für sie ist, daß ein solcher Körper für eine Seele einfach nicht so funktional wichtig war.

Rolf: Was jetzt heißen würde, daß sich die Seele von Hannelore Kohl von Anfang an vorgenommen hat, die Erfahrung eines defekten Körpers zu machen?

JOSUA: Richtig, hier stand dieses genetische Problem von vorneherein fest. Es war unveränderbar. Das heißt, hier konnte nicht von wissenschaftlicher oder menschlicher Seite eingegriffen werden. Es war abgeklärt, daß dieses durchlebt werden sollte und dieses wußte sie.

Rolf: Da gab es doch Spekulation in der Öffentlichkeit, daß der Auslöser für diese Krankheit Unfähigkeit eines Arztes gewesen ist.

JOSUA: Resultiert aber daraus, daß in den Genen ein Defekt war, so daß Antibiotika nicht abgebaut werden konnte.

Marion: Hannelore Kohl setzte sich auf der einen Seite sehr für die Menschen ein, hat aber andererseits diesen Suizid begangen. Wird der Selbstmord in diesem Fall anders bewertet?

JOSUA: Dieses ist abhängig von der Seele selbst, wie stark sie ist. Zur Zeit ist sie in der Situation, in der alle Suizidseelen sich befinden. Die Dauer dieses Aufenthaltes oder dieser Begrenzung ist bei ihr aber weitaus kürzer, weil ihre Seele hier einen ganz anderen Intellekt hat. Sie hat den Schritt aus der Verzweifelung heraus getan.

Marion: Verständlich.

JOSUA: Das ist relativ. Es gibt viele Menschen, die diese Krankheit haben und trotzdem mit dem Leben zurechtkommen. Das heißt, sie hat ihre Aufgabe nicht beendet. Der Unterschied liegt bei ihr darin, daß sie nicht an der Krankheit gescheitert ist, sondern sie hat es nur nicht beendet. Sie hat viele Pluspunkte vorher gesammelt. Vor allen Dingen dadurch, daß sie dieses eigentlich mehr im Stillen getan hat - ohne Publizität.

Dirk: Du sprachst davon, daß es viele Möglichkeiten gibt, in einem defekten Körper zu lernen - durch Kriege, durch genetische Defekte usw. Wo liegt in diesem speziellen Dasein der Sinn für die Seele? Warum will sie diese Erfahrung? Was müßte sie aus einer Inkarnation in einem defekten Körper idealerweise an Erfahrung mitnehmen?

JOSUA: Innerhalb eines defekten Körpers, der in der materiellen Welt nicht voll einsetzbar ist, ist natürlich die Möglichkeit einer spirituellen Erfahrung, einer Erweiterung weitaus größer. Viele Seelen in einem Körper mit einem Manko besinnen sich im dem Moment wirklich auf die geistigen Fähigkeiten, die ihnen verblieben sind, um so den Sinn und das Dasein anders zu begreifen.

Es ist aber ein gewaltiger Irrtum, man sagt dieses oftmals um den Menschen Mut zu machen, daß gleichzeitig ein Aufstieg im geistigen Reich damit verbunden ist, wenn man in einem defekten Körper gelebt hat. Viele sagen, wer so etwas mitgemacht hat, der verdient eine höhere Sphäre. Das hat damit aber überhaupt nichts zu tun.

Es ist eine Art der Selbsterkenntnis. Man darf auch nicht vergessen, daß viele Seelen, die in so einem Körper leben, eine ganz andere Philosophie haben, ein ganz anderes Denken. Auch diejenigen, die außerhalb des Geschehens leben, werden damit konfrontiert und somit aufgefordert, aktiv zu sein.

Dirk: Also gibt es einen doppelten Sinn. Einmal für die Seele als solche und...

JOSUA: ...für die anderen, genau. Nicht nur den Körper sondern auch die Seele, den Charakter sehen.

Folgendes Beispiel möchte ich dazu noch sagen, damit ihr nicht immer meint, es wäre immer alles bis ins kleinste Detail geplant. Die Natur ist eine faszinierende und hochstehende Sache. Aber selbst in der Natur gibt es Situationen, in denen nicht alles so läuft, wie es laufen sollte, richtig?

Es entsteht also hier etwas, was nicht in Ordnung ist. Der Mensch oder die Seelen haben die Möglichkeit innerhalb der Materie, diese kleinen Mankos auszugleichen. Es ist die Aufgabe, sich der Materie zu verantworten, eine Verantwortung gegenüber der Materie zu übernehmen - nicht nur gegenüber den Körpern, damit sie gesund leben oder gesund sind, sondern auch alles, was um die Körper herum geschieht.

Viele genetische Defekte entstehen ja erst durch eure Umwelteinflüsse. Das heißt, was der Mensch vorher zerstört hat, schlägt sich irgendwo auf ihn nieder. Es ist alles ein Kreislauf. Es gibt hier kein Ende. Wenn der Mensch durch die Gentechnologie gelernt hat, den Körper resistent zu machen, so muß er auch gleichzeitig die Umwelt mit in diese Dinge einbeziehen. Das heißt sich der Verantwortung dessen bewußt werden.

Rolf: Es sollte eigentlich beides parallel laufen. Auf der einen Seite die Medizin, die Technik nutzen, um die Körper resistent zu machen, und andererseits verantwortungsvoll mit der Natur, mit der Materie umgehen, damit die Ursachen der Defekte, Krankheiten usw. abgebaut werden..

JOSUA: Genau. Anders würde es nicht gut gehen. Hier ist wirklich die Seele gefragt, die Dinge zu beherrschen und dazu gehört auch der Körper. Es dauert. Es geschieht nicht von Jetzt auf Gleich, sondern es ist eine Evolutionsangelegenheit die Dinge zu beherrschen. Wenn der Körper dann gesund ist, sollte man sich wiederum mit diesem gesunden Körper, in dem ein gesunder Geist stecken kann, dementsprechend spirituell weiter entwickeln und nicht mehr global sondern universal denken.

Birgit: Also können wir im Grunde genommen einen Grundstein für die nächste Entwicklungsstufe legen?

JOSUA: Ja, aber es wird dieser Menschheit noch nicht gelingen, weil sie erst einmal die negativen Hürden nehmen muß. Einige werden natürlich mit dem Gedanken spielen, etwas zu schaffen, was man auch militärisch einsetzen kann. Man hat ja sofort den militärischen Gedanken mit im Hinterstübchen...

Rolf: Solange Präsidenten wie George Bush an der Macht sind, kann aus dem Ganzen sowieso nichts werden. Das Klima scheint ihn überhaupt nicht zu interessieren.

JOSUA: Das ist ein Faktor, der jetzt hemmt. Und solange dieses sich nicht auf einer verantwortungsvolleren Ebene befindet, wird das Ganze auch noch mysteriös bleiben. Und solange werden auch wir von unserer Geistigen Seite aus dagegen sein.

Der Mensch muß erst in der Lage sein, die Negativität dieser gewaltigen Evolution zu beherrschen, bevor er den Sprung in eine nächste Stufe macht. Ihr hattet bisher, im letzten Jahrhundert, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, ihr könnt euch noch knapp daran erinnern, die Technologie, die einen großen Sprung gemacht hat. Jetzt ist der Mensch nicht mehr auf die Entwicklung der Technologie angewiesen, sondern er ist im medizinischen Bereich, im genetischen Bereich tätig. Er beginnt dieses Jahrhundert jetzt genetisch zu begreifen und zu beherrschen - oder er unterliegt der Veränderung, der negativen Wandelung, und es wird nicht gut gehen. Das ist also noch offen, das wird dieses Jahrhundert bringen. Hiermit habt ihr nichts mehr zu tun. Ihr werdet euch vorher verabschieden und überlaßt euren Nachfolgern dann die Situation.

Rolf: Wobei in diesem Zusammenhang "beherrschen" mit einem positiven Ansatz zu sehen ist.

JOSUA: Beherrschen ist für mich immer der positive Aspekt. Das andere ist nicht beherrschen sondern benutzen. Ich kann Dinge nur für einen gewissen Zeitraum benutzen, dann schlägt es auf mich zurück, oder es geht kaputt. Der Mensch muß begreifen, daß er manche Dinge nur für kurze Zeit gewinnbringend benutzen kann. Wenn er etwas beherrschen will, ist es positiv und dient der Allgemeinheit, der Materie insgesamt und der geistigen Welt zur spirituellen Entwicklung.

Rolf: Könnte man unter Strich unseren Wissenschaftler, oder den Seelen, so wie du es sagtest, die sich damit auseinander setzen, als gut gemeintes Manifest mit auf dem Weg geben, daß sie sich nicht verirren und die Umwelt mit einbeziehen sollten?

JOSUA: Das ist der Aspekt. Wobei hier, entschuldigt, wenn ich dieses sage, die Wissenschaft oder die Forscher selbst die Harmlosesten sind. Sie denken in dem Moment wirklich nur an das, was sie dort entdecken. Die Macher sind die Industrie, ihr Management und die Politik. Wenn sie nicht aufpassen, dann geht das Ganze nach hinten los.

Die Forscher, die die Dinge entdeckt haben, sind eigentlich Seelen, denen immer Dank gebührt. Sie sind selten schuld daran, wenn die Erkenntnisse negativ genutzt werden wie z.B. bei der Atomenergie. Derjenige, der dieses erfunden hat, hatte nicht vor, damit Menschen zu töten, sondern es war eine andere Interessengruppe, die dann eingegriffen hat und nicht gerade harmlos in ihrer Art und Weise war, um diese Dinge dann an sich zu reißen. Aber ihr wißt es alle selbst, wie dies auf eurer Erde aussieht, und wir werden sehen, wer die Oberhand bekommt. In ferner Zukunft wird es so sein, daß das Positive gewinnt, aber wie lange es dauert, welcher Leidensweg bis dahin noch für einzelne, irdische Seelen durchwandert werden muß, das ist eine andere Frage.

Dirk: Wobei sich hier wieder die Frage nach dem Sinn des materiellen Dasein stellt: Bei den Wissenschaftlern in ihrer Absicht, die Genforschung positiv einzusetzen, sehe ich einen Ansatz, den man auch spirituell erfassen kann. Du sprachst aber davon, daß die Menschen, die an der Macht sind, entscheidend sind. Und so wie sie zur Zeit agieren, ist es nicht unbedingt positiv. Haben nun diese Seelen für sich auch einen Sinn oder müßte man sagen, sie haben den Sinn einfach noch nicht erkannt?

JOSUA: Der Sinn für sie wird die Erkenntnis sein. Der Sinn ihres Dasein ist in dem Moment nichts anderes als materielles Denken. Das heißt, sie haben jegliche Art der Spiritualität vergessen. Sie sind noch nicht in der Lage, die Positivität in der Allgemeinheit zu sehen, sondern sie sehen sie nur innerhalb ihres eigenen Bereiches. Das ist eine evolutionäre Lernphase. Eine andere Art, eine höhere Art als sie es vielleicht in der Vergangenheit war. Die Verantwortung im Lernen wird immer schwieriger, je weiter die Seele ist. Und die Verantwortung wird auch immer größer, denn sie betrifft jetzt nicht nur einen kleinen, geringen Kreis, sondern hier sind viele Seelen betroffen. Mit dieser Verantwortung und Erkenntnis dann richtig umzugehen, ist nicht einfach. Aber der Sinn des Lebens liegt einzig und alleine darin, den Weg zurück ins Kollektiv zu finden. Das ist der Hauptsinn. Welchen Weg man dann dabei geht, welchen Sinn man darin dann findet, das ist etwas anderes.

Dirk: Kann man so auch den manchmal sehr hohen Preis rechtfertigen, den die Erde auf Grund der materiellen Orientierung ausstehen muß und sagen, daß die Erde als solches nicht so wichtig ist, sondern als Mittel zum Zweck, zum Erreichen der höheren Sphäre dient?

JOSUA: So kannst du dieses ohne weiteres sehen. Es hört sich zwar etwas brutal an, aber die Materie oder die Erde als Materie hat wirklich die Funktion für die Seelen, für den Geist die Möglichkeit zu geben, sich zu manifestieren – und zwar auf einer Grundlage, die der Geist in dem Moment erfassen kann.

Dirk: Bist du beim kollektiven Geist oder beim individuellen?

JOSUA: Beim individuellen Geist. Wenn du jetzt den Erdball nimmst, dann kannst du ihn als kollektiven, als kleinen kollektiven Geist nehmen, der aber in sich individuell unterschiedlich ist. Aber es geht in der Hauptsache erst einmal um die Kollektivität, die etwas lernen will. Auf dem einen Gebiet ist dieses gut und in dem anderen, wo es lernfähiger sein könnte, nicht so gut. Fakt ist dabei, daß die Seelen die Materie brauchen, um den Weg zum Kollektiv schneller überbrücken zu können, denn nirgendwo anders kann der Geist so schnell lernen wie in der Materie.

Dirk: Warum kann man nicht langsam in den Sphären, in der Harmonie lernen? Ich sitze nun hier und habe diesen "schnellen" Weg gewählt. Gibt es irgendwo einen Faktor Zeit, der uns drängt, der uns zum schnellen Lernen auffordert?

JOSUA: Nein, es ist nicht der Faktor Zeit, der dich drängt, sondern es ist die Situation als solche und die Möglichkeit selbst zu lernen. Wenn du innerhalb der Positivität lebst, fehlt dir das Gegenargument, das Gegenstück. Was lernst du?

Dirk: Wenig...

JOSUA: Moment, du mußt lernen, daß es etwas Schlechtes gibt, sonst würdest du wohl nach langer Zeit wieder ins Kollektiv eingehen, auch ohne Materie, aber du würdest dich sofort wieder abspalten, weil dir etwas fehlt: Nämlich der Gegenpol.

Dirk: Das Wissen, daß es diesen Gegenpol gibt?

JOSUA: Richtig.

Birgit: Anderseits gibt es doch im positiven Geistigen Reich die Möglichkeit sich auszutauschen, Erfahrungen anderer zu übernehmen?

JOSUA: Aber nur im Positiven. Wenn ich keinen Gegensatz habe, keine Negativität habe, kann ich mich nicht austauschen, sondern ich kann nur das, was ich getan habe, mitteilen, und der andere kann dieses dann bestätigen. (Die Trennung des Geistigen Reiches in unterschiedliche Sphären. Siehe hierzu auch Protokoll Nr. 25 und Nr. 26 sowie die dortige Abbildung "Wege der Seelen") Du kannst nicht sagen, daß das, was ich getan habe, nicht richtig ist.

Man hat nicht die Vergleichsmöglichkeiten. Du kannst nicht vergleichen, ob der Weg, den du gegangen bist, dich dem Kollektiv näher bringt. Woran willst du dieses erkennen?

Man hat die Materie geschaffen, in der alle Seelen in dem Moment einen Gleichstand haben, nämlich: Zu handeln, nicht nur zu denken, sondern wirklich zu handeln.

Innerhalb der Materie aber auch im Geistigen habe ich die Möglichkeit, die Seele verkümmern zu lassen, sie an die Seite zu schieben, indem ich mich nur dem Materiellen zuwende oder mich auf etwas Bestimmtes fixiere. Zum Beispiel wenn mein Bestreben nur das Imperium, nur die Macht ist. Es gibt reichlich Seelen mit dieser Absicht. Es gibt die großen Imperien, und es gibt kleine innerhalb einer Familie, in dem sich dies irgendwo widerspiegelt.

Menschen, die nur auf die Materie fixiert sind, haben genau die gleiche Situation, wie die Seelen, die sich im Geistigen Reich befinden und keine negativen Erfahrungen machen. Es ist einseitig. Für diese Machtmenschen ist - genau wie für die Seelen im Geistigen Reich - alles nur positiv. Sie sehen es von ihrem Standpunkt aus nur positiv. Sie würden nie sagen, daß etwas, was sie getan haben, nicht richtig war, oder daß sie den Lebensraum ihrer Mitmenschen eingeschränkt oder sie vertrieben haben. Sie sind nie auf die Idee gekommen, daß sie etwas Falsches gemacht haben, sondern sie haben aus einem Antrieb heraus gehandelt, und sie hatten in diesem überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten mehr.

Sie werden diesen Weg natürlich wieder gehen - nur unter einem anderen Aspekt. Vielleicht anders zu lernen, duldsamer zu sein, diese Imperien nicht nur für sich zu schaffen, sondern auch für die vielen Menschen drum herum.

Abgesehen einmal von der Zeitdauer: Es ist wichtig, daß die Seelen und das ist der Sinn des Ganzen, hier etwas erlernen können. Erlernen aus dem Positiven und wie es ist, wenn Negativität mit Positivem zusammen kommt. Dann kann ich erst entscheiden, was gut und was nicht gut ist.

Ich habe beides, bedingt durch das spirituelle Wissen und bedingt dadurch, daß meine Seele die Möglichkeit hat, zu leben, diese materiellen Dinge mit einfließen zu lassen und diese Gegensätze suchen kann.

Rolf: Der erste Lernschritt würde praktisch darin bestehen, zu erkennen, daß es noch etwas anderes gibt als das Positive?

JOSUA: Nicht nur erkennen, daß es etwas anderes außer dem Positiven gibt, sondern man würde erst einmal erkennen, daß der Weg zurück zum Kollektiv positiv ist und der Weg vom Kollektiv weg negativ.

Der Erste legt dieses, den Weg ja fest. Wenn ich es vorher nicht gekannt habe, dann weiß ich es ja auch nicht. - Ich sehe schon, hier gibt es Probleme.

Passt auf: Jede Seele, die bereit zur Inkarnation steht, hat - ihr Menschen nennt es auch - Urinstinkte in sich. Ihr wißt sofort, wenn der Körper geboren ist, daß er Hunger hat, daß er bei der Mutter an die Brust und saugen muß. Hier gibt es gar keine Probleme. Und so ist es auch für diese Seele: Die Seele weiß, daß sie durch gewisse Verhaltensmaßnahmen zurück ins Kollektiv will. An diesen Dingen, banal gesagt, nuckelt sie. Daran nuckelt sie eine ganze Zeit lang. Irgendwann merkt sie, um weiter wachsen zu können, daß sie auch andere Nahrung braucht. Das heißt, sie braucht festere Dinge, greifbare. Einen Löffel mit einem Brei darauf. Dieser Löffel und der Brei ist in dem Moment der Gegensatz. Nun man kann in dem Moment ins Detail gehen und fragen, was ist der Gegensatz? Das ist all das, was die Humanität, die Gemeinsamkeit und das Miteinander verhindert.

Handele ich also als Seele in einem Körper hier auf Erden gegen meine Mitmenschen, gegen die Humanität und gegen das Miteinander, so verhindere ich in dem Moment den gemeinsamen Weg ins Kollektiv. Der Glaube, daß ich durch Rücksichtslosigkeit und Ellenbogen den Weg zum Kollektiv schneller schaffe, ist zum Beispiel auch eine Erkenntnis, die jede Seele machen muß, um festzustellen, daß dieses nicht so ist. Anhand der Unterschiede, die so auf ihn zukommen, lernt er.

Der nächste Fakt, der hier auch wichtig ist, den ihr einwerfen könntet, wäre der, woher er dieses überhaupt erkennt. Woher weiß er denn, daß es anders sein muß? Hier spielt wieder der Faktor der Verlockung eine Rolle. Das heißt, die Seele wird Reizen ausgesetzt. Reize, denen sie wieder verfallen kann, wie z.B. der Schönheit der Natur.

Marion: Ich würde dieses nicht unbedingt als Verlockung sehen, sondern eher so, daß man warm und kalt kennen gelernt hat und jetzt gerne lauwarm kennen lernen möchte.

JOSUA: Ist auch ein sehr schönes Beispiel.

Marion: Das gefällt mir etwas besser als das mit der Verlockung.

JOSUA: Mit der Verlockung ist hier gemeint, daß erst einmal ein Reiz ausgeübt werden muß. Ich kann auch als Seele auf die Erde kommen, und es interessiert mich alles gar nicht. Ich gehe diesen Dinge einfach aus dem Weg. Damit dieses aber nicht geschieht, gibt es Impulse von der Materie, die die Seele anzieht, auf die sie reagiert und durch die sie zur Aktion animiert wird. Aus diesen Aktionen heraus lernt sie, ob das Ganze für sie egoistisch ist oder ob sie für andere Seelen etwas erreichen will usw. Das geht bis ins kleinste Detail hinein.

Marion: Es gibt Seelen, die ja einfach nur ihr Leben leben, ohne darüber nachzudenken. Dann gibt es wiederum Seelen, die anfangen, sich der sogenannten Esoterik zu widmen. Woher kommt so etwas?

JOSUA: Das ist auch ein Impuls, ein Reiz in dem Moment. Irgendwann ist bei der Seele, die, wie du es eben so schön sagtest, nur so dahin gelebt hat, ein Punkt erreicht, an dem sie sagt, jetzt reicht es.

Natürlich kann man sich dieses ständig sagen, es kommt aber darauf an, daß der Zeitpunkt der richtige ist. Es kann also eine ganze Weile dauern, nur irgendwann geschieht es. Und dann wendet sie sich dieser Esoterik zu und sagt sich: "Moment mal, daß ich hier bin, kann nicht nur damit zusammen hängen, hier zu arbeiten, zu essen, zu schlafen, sondern da muß noch mehr sein. Warum tue ich dies alles überhaupt?" So wird jede Seele einmal diesen Reiz bekommen, empfinden und aktiv werden.

Birgit: Was verursacht diesen Reiz, weil dieser ja sehr individuell sein kann?

JOSUA: Ausgelöst wird er, weil es im Geistigen Reich festgelegt wurde, diesen Reiz einmal zu erhalten, durch anderen Seelen, die um mich herum sind, wird der Reiz dann in mir geweckt.

Birgit: Was aber wiederum einen Reifeprozeß voraussetzt?

JOSUA: Ja und auch voraussetzt, daß du z.B. auf jemanden zugehst, den du kennst, und ihn darauf ansprichst, ob er glaubt, daß das, was er hier tut, alles ist. Jetzt ist es möglich, daß du genau in dem Moment diese "Reizstelle" erwischt hast, so als ob du ihn an der richtigen Stelle gekitzelt hättest. Es kann aber auch sein, daß er dir sagt, daß er Wichtigeres zu tun hat. Dann war es noch nicht soweit, es war noch nicht der richtige Reizpunkt. Es wird dann vielleicht eine andere Äußerung oder Handlung sein.

Marion: Woran kann es liegen, daß es Menschen gibt, die zwar wissen, daß sie etwas verändern müssen, die sich aber nach vielen Seiten hin orientieren und nicht in der Lage sind, die unterschiedlichen Gedankenreize, die vorhanden sind, abzublocken und statt einfach nur zu handeln, sich in ihrem Denken im Kreis drehen.

JOSUA: Sie haben den Reiz für sich einmal kurz angerissen, aber ihn dann wieder verloren, weil sie zu vielen Eindrücken unterliegen. Dieses sind meistens Seelen, die alles wollen. Sie haben einen kurzen Reiz bekommen und müssen immer mehr haben. Sie suchen und suchen und suchen und finden dann eigentlich nicht mehr das, was sie suchten.

Birgit: Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

JOSUA: Es gibt Seelen, die sagen, daß sie noch nicht das Richtige für sich gefunden haben, und dann immer noch auf diesen Reiz warten.

Marion: Was kann man solchen Menschen sagen?

JOSUA: Daß sie suchen sollen. Man kann ihnen wohl Hinweise geben, daß sie es mal in der und der Richtung versuchen sollen, aber du kannst ihnen nicht sagen, was jetzt genau für sie in Frage kommt, weil du dieses als Seele gar nicht entscheiden kannst.

Marion: Also sollen sie ruhig experimentieren?

JOSUA: Selbstverständlich. Auch wenn ich z.B. zu meiner Freundin I. sage, sie sollte jetzt einmal anfangen zu sortieren, weil man oftmals auf der Suche nach diesem Reiz die Sache eigentlich schon ziemlich überreizt hat. I. hat ihren Punkt gefunden, ihr Hauptziel, ihren Hauptreiz. Sie streut diesen immer wieder, merkt aber langsam und sicher, daß sie sich auf einen Reiz konzentrieren und diesen erst einmal ausleben sollte. Man kann dieses nicht innerhalb einer Inkarnation erledigen. Jede Inkarnation hat vielleicht nur einen Reiz, um es einmal so auszudrücken, den man sucht und findet.

Dirk: Aber die Aktion, also das, was ich auf Grund des Reizes tue, ist doch wiederum übergeordnet für alle Menschen, die in Richtung Kollektiv wollen, gleich, oder mache ich hier einen Denkfehler? Ich werde durch irgendetwas animiert, bekomme diesen Reiz und mache mich auf den Weg zurück zum Kollektiv und muß dann humanitär handeln...

JOSUA: Dieses sind die Grundvoraussetzung, ja.

Dirk: Das anschließende Miteinander erfolgt dann auf diesen Reiz?

JOSUA: Ja, wobei nach dem jetzigen Stand der Evolution erst einmal der Reiz der Selbsterkennung vorrangig ist - nicht die Selbsterkennung des Menschen sondern die der Seele. Und dieser Reiz ist im Moment sehr groß auf diesem Planeten.

Marion: Unter der Begrifflichkeit "Esoterik".

JOSUA: Nicht Esoterik: Dieses ist schon wieder ein Markt geworden, bei dem auch die Gegenseite ihre Hand mit im Spiel hat. Ich möchte eher sagen der Reiz zur Frage nach dem Sinn des Daseins. Das heißt, man stellt sich selbst in Frage. All das, was ich hier tue, ist das die Endgültigkeit? Und bedingt durch diesen Reiz, stoßen viele Menschen auf euch oder auf andere Gruppen, die sich hiermit beschäftigen. Jeder hat seine eigenen Gedanken und seine eigene Spiritualität und jeder, der diesen Reiz empfangen hat, wird sich erst einmal einer dieser Gruppen anschließen, um mehr zu erfahren, um diesen Reiz mehr ausleben zu können und um seinen Horizont zu erweitern.

Birgit: Ich habe zum Abschluß noch eine kurze Leserfrage und zwar, ob JESUS verheiratet war.

JOSUA: Mit Maria Magdalena? Ja.

Birgit: Sind sie wirklich den Bund der Ehe eingegangen.

JOSUA: Den Bund der Ehe sind sie eingegangen, so wie es damals spirituell möglich war.

Rolf: Also war es eine spirituelle Verbindung?

JOSUA: Eine Verbindung, die weitaus tiefer war, als von der Kirche möglich gewesen wäre oder wie die damalige Religionsgemeinschaft dieses hätte geben können.

Birgit: Aber waren sie offiziell als Mann und Frau anerkannt?

JOSUA: Ist das wichtig? Für die Fragestellerin schon! Nein, die Kirche ist also hier anderer Meinung und hat diese Dinge nicht anerkannt. Weil es das Bild ihres Idols geschmälert hätte, obwohl ich hier keine Schädigung erkennen kann. So, Rolf noch eine Frage?

Rolf: Nein, das würde zu weit führen. Ich kann meine Frage auch zu Beginn der nächsten Sitzung stellen.

JOSUA: Dann bitte merke sie dir. Mache dir eine Notiz. Hast du noch eine Frage, Betty?

Betty: Nein.

JOSUA: Und du?

Marion: Ja, aber das können wir ein anderes Mal machen.

JOSUA: Mir geht es jetzt auch mehr um die persönlichen Fragen. Nicht mehr zum Thema, das wollte ich jetzt beenden. Du, Dirk?

Dirk: Ich wüßte nichts.

JOSUA: Ich habe an euch auch keine Fragen. Aber eine Bitte: Bitte seid einig und stark in eurer Gemeinsamkeit.

Dirk: Dann habe ich doch noch eine Frage.

JOSUA: Zu spät! Ja?

Dirk: Wir hatten die Situation, daß u.a. die Sternen- und Mondkonstellation nicht so günstig waren. Dieses sind Dinge, wo wir mit Einflüssen zu rechnen haben und die wir von dieser Seite nur schwer einschätzen können.

JOSUA: Sehr schwer, ja.

Dirk: Würdest du in solchen Fällen sofort sagen, daß es heute nicht geht und die Sitzung abbrechen?

JOSUA: Wenn sie zu schwierig wird, so habe ich es mir vorgenommen, werde ich wirklich abbrechen. Heute waren wir noch an der Grenze.

Dirk: Das heißt, wir können hier wirklich auf dich vertrauen, daß du uns gegebenenfalls Bescheid gibst?

JOSUA: Sagen wir es so: Wenn ich mich außerstande fühle, und wir die roten Fäden innerhalb des Kreises nicht mehr überlagern oder vernichten können, dann melde ich mich und breche ab. Ich kann und darf auch nicht die Sitzung dann um jeden Preis durchführen. Das würde mir selber schaden und nicht nur mir, sondern auch all der Gefolgschaft, die mit mir gekommen ist. Hier stehe ich also in der Verantwortung den anderen Geistwesen gegenüber, so daß ich dann vor mir aus beende. Solange ich aber noch einen Funken Hoffnung sehe, den Abend zu retten, werde ich dies nutzen, wie ich es am heutigen Abend getan habe. Deswegen nur noch einmal meine Bitte an euch: All die Differenzen, die eigentlich keine sind, sondern nur herbei geführt wurden, doch sein zu lassen. Das Vertrauen ineinander und zueinander als Kreis sollte undurchdringbar sein. Denn jeder kleinste Funken des Mißtrauens trägt dazu bei, dem Negativen eine kleine Tür zu öffnen.

Wenn es schwerwiegende Probleme sind, so werden wir mit Sicherheit eine Lösung finden. Aber Probleme, die eigentlich keine sein sollten, sollte man nicht zulassen, die Toleranzgrenze eines jeden sollte hier hinterfragt werden, und man sollte überlegen, ob sie auch wirklich groß genug ist. Gut, das so als Abschlußwort von mir zu der Situation im Allgemeinen. Ich wünsche euch noch einen harmonischen Abend. Geht in Harmonie und in Liebe. Zeigt den Menschen, daß ihr Spiritualisten seid. Habt Verständnis für viele Handlungen, die euch vielleicht nicht so erfreuen, und denkt daran, daß jeder eine eigene Emotion hat. GOTT ZUM GRUSS. Bitte die Musik.

Nach diesen Worten sprachen wir JOSUA und seinen Helfern und Freunden unseren Dank aus.

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