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Nach einleitenden Worten und passender Musik stellte das Medium Jürgen den Kontakt zur geistigen Welt her. Es meldete sich der Lichtbote JOSUA. Wir nutzten den heutigen Abend auch, um verschiedene Leseranfragen zu beantworten, die auszugsweise mit veröffentlicht werden. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS und sein Segen sei mit euch. (Es erfolgte die persönliche Begrüßung) Birgit: Ich habe hier noch reichlich Fragen von Protokollesern. JOSUA: Ist es sehr viel? Birgit: Ja, zum einen ist da die Frage von K.. JOSUA: Sie möchte gerne wissen, wie es der Mutter geht und ob sie eine Botschaft für die beiden Söhne hat? Birgit: Ja, genau. Willst du darauf jetzt antworten? JOSUA: Das kann ich gerne machen: Die Dame ist gefunden, besser gesagt, die Seele. Sie hat ihr irdisches Leben soweit abgelegt. Sie weiß, daß ihre Tochter sie liebt und auch geliebt hat. Wenngleich auf eine Art und Weise, die vielleicht nicht immer so ganz offensichtlich gewesen ist. Aber jetzt als Seele erkennt sie dieses, und es besteht hier auch kein Groll oder sonst etwas. Was die Botschaft an die beiden Jungen betrifft, so läßt sie sagen, sie mögen bitte ihren Weg weiter gehen, ihr Leben fest in die Hand nehmen und ihren Weg, also den Weg der Mutter, akzeptieren in der Form, daß sie nicht mehr da ist. Die Jungen sind groß genug, um alleine ihren Weg gehen zu können. Es ist ja keine Trennung für ewig. Sie werden sich zur gegebenen Zeit wiedersehen. Regelrechte Lebenshilfen möchte sie den Beiden nicht geben, da sie sich auf ihrem vorgenommenen Weg befinden. Sie bittet hier nur etwas um Loslösung. Birgit: Dann ist noch der Fall mit den Stigmata und der Besessenheit offen. Ich habe versucht den brasilianischen Kreis aus Berlin zu kontaktieren, bin dort aber nicht weitergekommen. Daraufhin habe ich noch zwei weitere Adressen ermitteln können. Ich weiß nicht, ob hier vielleicht eine in Betracht kommt. Was sollen wir R. schreiben? JOSUA: Das Problem ist, daß sie wohl um Hilfe ruft, daß sie aber, sobald sie der Meinung ist, daß diese außerhalb ihres spirituellen Denkens ist, die Hilfe nicht annimmt. Sie soll doch bitte beide Adressen kontaktieren und dann für sich die nehmen, die ihr am meisten zusagt. Beide sind positiv. Regelrechte Hinweise oder andere Dinge beachtet sie nicht, nimmt sie nicht wahr. Es wird schwierig, sie von diesem Bann zu lösen, weil sie diesen Bann eigentlich gar nicht gelöst haben will. Birgit: Soll ich dieses so schreiben oder ihr erst einmal nur die Adressen geben? JOSUA: Schreibst du ihr die Dinge so, wie ich sie zum Schluß gesagt habe, dann wirst du sie sehr deprimieren. Sie wird dementsprechend negativ reagieren. Ich überlasse dir die Entscheidung. Ich stehe zu den gesagten Dingen. Ich weiß, daß das alles für sie nicht einfach ist, und ich weiß, daß sie unter diesen Dingen leidet, aber ich kann nur jemandem helfen, der diese Hilfe auch zuläßt. Hier ist ihre Bereitschaft sehr gering. Sie muß selbst anfangen, das ist das Einzige, was ihr wirklich hilft. Dafür braucht sie keine Mantras, sondern sie muß dagegen ankämpfen und sagen: "Nein, ich will nicht." Mantras oder Gebete alleine helfen gar nichts. Der berühmte Satz, helfe dir selbst, dann hilft dir Gott, hat hier eine sehr wichtige Bedeutung, denn sie muß die Entscheidung für sich treffen, es aus der Situation heraus zu wollen. Die negative Seele kann sich nur solange bei ihr halten, wie sie es zuläßt. Es wird für sie schwer verständlich sein, auch schwer zu verdauen, aber es ist eine Tatsache. Sie soll sich ruhig selbst darum kümmern, dann hat sie eine Beschäftigung. Birgit: Dann hatten wir noch einen Brief von E. Wir haben die Einzelheiten hier auslegt. Irgendwann hatte er einmal ein Erlebnis, er hatte Haschisch konsumiert und ist dabei in einen schlafähnlichen Zustand geraten. Ein Freund erzählte ihm hinterher, daß er dabei aufgestanden ist und etwas hätte aus ihm heraus gesprochen. JOSUA: Das kann schon durch das Rauschgift entstehen, daß sich hier die Psyche verändert. Sagen wir es so, es war sein negativer Teil, der hier Zugriff hatte. Es war kein fremdes Geistwesen, sondern der negative Part seines spirituellen Geistes, der aggressive Teil. Nicht die Seele jetzt als negativ sehen, nein. Es ist vergleichbar mit dem positiven Moment, wenn ihr eure Emotionen laufen laßt, und ihr einen Teil von euren Seelen offenbart. Wenn aber hier negative Mittel mit hinzu genommen werden, wie Rauschgift, wird genau das Gegenteil geweckt. Da liegt der Unterschied. Seine Seele hat hier mehr als Protest gegen dieses Rauschmittel eingelegt. Es gibt Seelen, die sehr aggressiv reagieren, weil sie wissen, daß dieses Rauschgift auch sie befällt. Die Seelen von Drogenabhängigen sind in Mitleidenschaft gezogen und brauchen Jahre, bis sie von diesem Entzug geheilt sind. Dieses hatte seine Seele hier laut und demonstrativ kundgetan. Das war der negative Part von der Seele, die Aggressivität. Sie war nicht so negativ, daß sie anderen Menschen etwas Böses antat, sondern sie demonstrierte ihre Meinung zur Einnahme dieser Droge. Birgit: Dann habe ich noch die Frage, was eine Seelenfamilie ist. Die Frage ist entstanden beim Lesen eines Auszuges aus einem Protokoll vom ELIAS-Kreis: Das Geistwesen ATHOS spricht von der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kreisen und warum diese oftmals scheitert. Er führt unterschiedliche Gründe hierzu an. U.a. sagte er auch, wenn weitere Arbeitskreise aus der gleichen Seelenfamilie auf der Erde tätig wären, so würde er dieses seinem Kreis mitteilen. Wir waren uns diesbezüglich nicht sicher, ob wir nicht auch aus der gleichen Seelenfamilie kommen. Jürgen meinte, daß du schon mit ELIAS zusammen gearbeitet hast, so daß ihr vielleicht aus einer Seelenfamilie kommen könntet. Es hat wohl in der Vergangenheit Überschneidungen bei den Themen gegeben: Zuerst wurden sie in dem Kreis von ELIAS angesprochen und kurze Zeit später in deinem damaligen Kreis. Wir würde deswegen gerne wissen, was ATHOS hier gemeint hat, was die Bedeutung der Seelenfamilie im geistigen Sinne ist. JOSUA: Seelenfamilie ist eigentlich ein Interessenbereich: Eine Gruppe von Seelen, die die gleichen Ansichten, Meinungen besitzt. Ich sprach schon einmal von der Seelenverwandtschaft. Die verwandten Seelen kommen aus einer Glocke, so nenne ich es, aus einer Energie, in der das Interesse gleich ist und wo sich die Charaktere besonders in den Ansichten ähnlich sind. Was ATHOS hier meinte, ist die Zusammenführung der bestehenden Kreise. Die Schwierigkeiten liegen nicht nur allein in geistiger Hinsicht sondern auch im Materiellen. Dies wären Dinge, wie Neid oder Intoleranz am Wort der anderen Geistwesen oder aber Zweifel an ihnen. Hinzu kommt, und das ist ein wichtiger Aspekt, meine Auslegung, was z.B. die Begriffe Gott, Christus usw. anbelangt, wo unsere Meinungen auseinandergehen. Dieses unterscheidet mich jetzt z.B. von ATHOS. Das heißt, wir beide hätten keine Seelenverwandtschaft. Ich gehöre zu einer anderen Gruppe. Wir sind eine Gruppe, zu der auch ihr gehört. Eine Interessengruppe, so möchte ich es einmal nennen. Wir sind eine Gemeinschaft gleicher Interessen. Wir haben uns in unseren Ansichten weitgehend von dem Wortschatz, GOTT, CHRISTUS, SANTINER usw., distanziert, und haben einen anderen philosophischen Weg eingeschlagen. Was ATHOS gesagt hat, ist nicht negativ gemeint. Er sagte, er würde seinen Kreis darüber informieren, wenn aus seiner Interessengruppe ein anderer Kreis existiert. Das ist nicht der Fall. Auch von uns gibt es keinen anderen Kreis. Auch der Kreis, der in Bochum entstehen wird, hat nichts mit unserer Gemeinsamkeit zu tun, sondern er wird ein anderer sein. Es ist selten, daß innerhalb einer Seelenverwandtschaft, eines Seeleninteresses zwei Kreise existieren. Was soll dieses? Wozu sollte dieses gut sein? Fakt, Lernziel ist, Kreise mit den unterschiedlichsten Seelenverwandtschaften zusammenzuführen und hier die Interessen und Aussagen unter einen Hut zu bekommen. ATHOS wollte damit auf gar keinen Fall sagen, daß sie jetzt der Kreis der Kreise sind, sondern er sagte nur, daß das, was sie tun, so wie sie es tun, nicht noch einmal existiert. Jeder Kreis arbeitet anders, und jedes Geistwesen stellt sich auf die Ansichten, Meinungen, Interessen seiner Gruppe ein. Als Beispiel wäre es z.B. vermessen, hier in diesem Kreis über SANTINER oder Außerirdische zu sprechen. Daran habt ihr gar kein Interesse, deswegen tue ich es nicht. Birgit: Das verlangt natürlich viel Toleranz. JOSUA: Worum geht es denn im Spirituellen? Birgit: Ich finde es sehr schade. Ich hatte ja den Kontakt mit dem Berliner Kreis, und ich konnte merken, daß sie mir gegenüber distanziert gewesen ist. Ich finde es schade, daß nicht die Offenheit da war, erst einmal zuzuhören. JOSUA: Ich weiß, daß ich vielleicht mit den Worten, die ich jetzt sprechen werde, wenn andere Kreise sie lesen, auf Unverständnis und Widerspruch stoße, aber ich sage sie trotzdem: Im dem Moment, wenn Kreise ein Verhalten wie die Kirchen an den Tag legen, wo alles personifiziert oder an Personen festgemacht wird, wie z.B. "im Namen von Christus" oder "im Namen von Maria", dann sind diese Kreise nichts anderes als Kirchengemeinschaften, die sich von den Aussagen anderer Kreise, die diese Dinge nicht so offen ansprechen oder diesen Dingen nicht so kirchlich gegenüber stehen, sofort distanzieren. Wenn du Protokolle von anderen Kreisen liest, so wirst du oft feststellen, daß sie hier sehr viel mit dem "lieben Gott" spielen. Sie haben eine feste Richtlinie, in die sie sich nicht hineinreden lassen. Sie sind nicht bereit andere Seelengemeinschaften in sich hineinzulassen. Birgit: Genau das ist das Problem. Ich denke, das Benennen der Dinge sollte jedem selbst überlassen sein. Wie damit umgegangen wird, muß das Kriterium sein. JOSUA: Deswegen versuchen wir ja von hier aus, auch einen Kreis zu gründen, um einen Weg aufzuzeigen oder wieder einen Weg zu beginnen, den bereits früher der Kreis von ELIAS erfolgreich bis zu einem gewissen Zeitpunkt gegangen ist. Birgit: Es hatte den Anschein, daß ELIAS und du euch thematisch abgesprochen habt. JOSUA: Nein, damals waren es meine Anfänge, und ELIAS war mein Lehrer, der mich dann auf die Lehrertätigkeit, die dann in einem Kreis beginnen sollte, unterstützt und mir geholfen hat. Mein erster Kreis war in Steinfurt bei Axel. Das waren die Anfänge, bevor ich dann zu Jürgen zu dem Bielefelder Kreis gekommen bin. Das heißt zu meiner Gruppe. In dieser Zeit, um das Ganze aufzubauen, weil der Bielefelder Kreis damals unter der Obhut von ELIAS stand, hatte ich mich mit ELIAS angefreundet und viele Themen, die er bearbeitet hat und die mich persönlich, philosophisch interessierten, habe ich dann mit in den Kreis hineingetragen. Birgit: Und deswegen dachten wir, daß wir alle aus einer Seelenfamilie gekommen sind. JOSUA: Ja, das war aber nicht eine Familie, sondern es waren die ersten Ansätze einer harmonischen Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Kreise. Wir hatten den Anfang geschafft, aber es ist gescheitert. Dirk: Als wir eben von ATHOS gesprochen haben, schien es mir so, als wenn dir dieses Geistwesen bekannt ist. Seid ihr denn trotz der Unterschiede harmonisch z.B. in der weißen Bruderschaft zusammen? JOSUA: Wir sind immer harmonisch. Wenn wir uns treffen, so sprechen wir auch harmonisch miteinander und haben nicht diese Differenzen, die hier in irdischen Kreisen vorhanden sind. Aber trotzdem sind unsere Ansichten, unsere Philosophien unterschiedlich, denn vergeßt eins nicht: Wir Geistwesen lernen durch euch, das ist der Deal, wie man so schön sagt. Eure Entwicklung ist auch unsere Entwicklung. Dafür sind wir oben geblieben. Diese Entwicklung ist natürlich unterschiedlich, geprägt durch euch, geprägt durch meine eigenen Erkenntnisse. Sternenlicht ist ein Kreis, der den Dingen offen gegenübersteht, der eine Offenheit und eine Philosophie ohne Richtlinien, Gebote und Verbote zuläßt. Andere Kreise haben andere Ansichten, die sie aber nicht von den Geistwesen haben, sondern die in dem Moment von dem Kreis, durch die Entwicklung des Kreises aufoktroyiert werden. Wenn dieser Kreis sehr engstirnig ist und in dieser Engstirnigkeit nur danach schaut, ob ihm auch kein anderer etwas will oder ob es vielleicht jemand wagt, an den gemachten Aussagen Kritik zu üben, dann gehen sie sofort bei dem Hinweis, "versucht es doch einmal philosophisch", in die Verteidigungsposition und sind der Meinung, sie müßten etwas verteidigen. Ich nenne dieses anders. Ich weiß, daß die Entwicklung noch nicht soweit ist. Sie brauchen länger, und sie gehen einen anderen Weg. Aber solange dieser Weg im Positiven verläuft, besteht die Hoffnung, daß vielleicht doch irgendwann einmal nicht nur gleiche Ströme fließen, sondern ein Zusammenfluß dieser vielen Flüsse stattfindet. Birgit: Ich denke, man könnte soviel voneinander lernen. JOSUA: Unser Reden. Rolf: Wäre es nicht die Krönung, wenn alle Spiritualisten und Menschen, die in einem Kreis arbeiten, sich soweit schätzen und tolerieren würden? Außerdem würde es vielen Skeptikern oder Menschen, die diesen Dingen eher ablehnend gegenüber stehen, das Gegenteil zeigen. JOSUA: Das wäre die "Revolution", mein Traum, der von Jürgen und der des alten Kreises. Unsere Traum war es, alle Kreise einmal zusammenzuführen, und eine gemeinschaftliche Sitzung mit allen Geistwesen, welche in diesen Kreisen arbeiteten, in einem großen Zelt durchzuführen. Wir mußten lernen, daß dieses wohl nur eine Utopie war. Die Welt ist noch nicht soweit. Geht doch nur einmal von der reinen mathematischen Berechnung aus: Nehmen wir einen Kreis, der zu mindestens aus sechs Personen besteht und übertragen dieses auf alle Kreise. Weißt du, wie viele Menschen das wären? Wüßtet ihr, was für eine Schwingung in dem Moment über diesem Ort entstehen würde? Marion: In Brasilien ist es doch bereits so. JOSUA: Da sind es keine Kreise sondern Einzelmedien. Dies ist ein gewaltiger Unterschied. Dirk: Wie viele Kreise gibt es, die jetzt mit ähnlichem Interessensgebiet z.B. in Deutschland tätig sind? JOSUA: Hier sind es nicht mehr allzu viele. Gut, es mögen jetzt vielleicht zehn sein. Viele stehen noch in den Anfängen, und viele kämpfen mit dem Abkippen zur anderen Seite. Wir sind keine Massenware. Es ist nicht so, daß du sagen kannst, jedes Dörfchen hat seinen eigenen spirituellen Kreis. Das wäre schön, aber davon sind wir noch weit entfernt. Dirk, bitte unterscheide zwischen negativ und böse. Dirk: Ich glaube, das war ein ganz heißer Tip, danke (s.u.). JOSUA: So, jetzt kannst du weitermachen. Birgit: Meine Frage ist aber ganz anders... JOSUA: Ich wollte es ja auch nur schon einmal sagen. Dann kann er darüber nachdenken und grübeln. Birgit: Du sprachst beim letzten Mal davon, daß Jürgen V. der Vorreiter und der erste gewesen ist, der inkarnierte. Heißt das, daß er zu unserer Gruppe dazu gehört und daß er einer in der Kette ist, die sich entschlossen haben, diesen Kreis zu bilden? JOSUA: Ja. Er war derjenige, welcher zuerst inkarnierte, um im entsprechenden Alter den Grundkreis zu bilden, die Grundvoraussetzung für unsere Zusammenkunft. Hier ist der Anfang zu suchen. Hierzu gehört nicht nur er, alle Kreismitglieder aus dem älteren Kreis haben ihren Teil dazu beigetragen, daß die Entwicklung dahin ging, um das entstehen zu lassen, wie es heute ist. Birgit: War es denn klar, daß es nicht die Besetzung bleibt? JOSUA: Es war von der Erfahrung her vorauszusehen, man braucht kein Hellseher sein, die Möglichkeit eines Zerbrechens ist immer gegeben. Wir wußten ja, daß einer aus diesem Kreis ausscheidet, bedingt durch seinen Tod. Es war die Frage, wieweit der Kreis mit der Situation umgehen konnte. Das hat der Kreis nicht geschafft. Aufgrund dieser Tatsache hat sich dann nach einer gewissen Ruhephase die Möglichkeit ergeben, diese Dinge in einem neuen Rahmen aufzubauen. So kann ich mit euch das vollenden, was wir uns vorgenommen hatten. Birgit: Das hört sich für mich so an, als ob noch mehr inkarniert sind, die dann nach uns kommen. Also noch so eine Art Sicherungsseil für dich, wenn wir es auch nicht schaffen sollten. JOSUA: Nein. Es ist eigentlich vollendet in dem Moment, wenn Jürgen als Medium aufhören wird. Ich darf euch nicht sagen, wann dieses geschehen wird. Birgit: Wir hoffen doch, daß es noch lange andauern wird. JOSUA: Es wird in diesem Kreis mit mir beendet. Es ist wohl geplant, daß ihr Nachfolger haben werdet, aber dann nicht mit mir. Wir beenden unsere Arbeit gemeinsam. Wir haben dann unser Werk, von Anbeginn mit dem ersten Kreis bis jetzt in dieser Form, vollbracht. Wir haben dann vieles erreicht: Wir haben viele Erkenntnisse gezogen, und ich denke auch, ihr werdet einiges in eurem Erdenleben gelernt haben. Auch ihr habt vieles dazu beigetragen, daß wir jetzt hier stehen, und ich hoffe, daß wir den restlichen Weg auch noch gemeinsam gehen können. Rolf: In dem Augenblick, wenn Jürgen sagt, er kann körperlich nicht mehr als Medium arbeiten ist der Aufgaben bezogene Teil erledigt oder jede Form des Kontaktes zu euch? JOSUA: Das kommt immer darauf an, wie der Zustand des Mediums ist. Du darfst nicht vergessen, daß jede Kontaktaufnahme dem Medium Kräfte kostet. Wir versuchen ihm zwar immer wieder einiges zu geben, aber wenn der Körper fertig ist, dann ist er fertig. Wir werden dann das Risiko nicht mehr eingehen. Marion: Man sagt ja auch, daß ab einem gewissen Alter keine medialen Tätigkeiten mehr gemacht werden sollen. JOSUA: Wir werden dann Jürgen schließen. Rolf: Wo ist dieses Alter definiert? Marion: Man sagt so ungefähr bis 60 Jahre. JOSUA: Das liegt an der körperliche Verfassung. Es gibt Medien, die sich in diesem Alter noch sehr gut fühlen und länger machen können. Wir wollen dieses jetzt auch nicht an den Jahren festhalten, sondern es hängt von dem Zustand des Körpers und der Seele des Mediums ab. Und glaube mir, es kommt dann auch der Zeitpunkt, da wirst du gesättigt sein. Jetzt ist für euch der Gedanke daran schwer vorzustellen, aber glaubt es mir, die Sättigung kommt. Birgit: Ich war neulich auf einer Beerdigung von einer Frau. Sie hatte Leukämie und ein sehr schweres letztes Jahr. Es war sehr schlimm, schmerzhaft, und sie konnte an ihrem häuslichen Leben gar nicht mehr so richtig teilnehmen. Eine Frau, die sehr für ihre Familie da gewesen ist und sich auch um andere Menschen gekümmert hat. Sie hat an Gott geglaubt und war auch in der Gemeinde tätig. In ihrem letzten Jahr, hat sie sich selber immer wieder die Frage gestellt, warum sie so leiden müsse, was sie verbrochen habe. Das ist eine Frage, die immer wieder auftaucht. Gerade wenn jemand eine schwere Krankheit durchleben muß und so ins Nachdenken kommt. JOSUA: Es gibt da ein schönes Wort: Selbstkasteiung. Zu meiner irdischen Zeit wurde dies oft praktiziert. Kennt ihr den Begriff? Marion: Züchtigung des Fleisches, die Priester z.B. haben sich selbst geschlagen. JOSUA: Genau, man hat sich für etwas bestraft, von dem man meinte, es wäre eine Sünde gewesen. Es gibt viele Seelen, die aus diesem Gedanken heraus ihre Erfahrung nicht so verarbeitet haben, daß sie es positiv betrachten können. Sie sind dann der Meinung, in ihrem letzten irdischen Leben nicht genug Erfahrung gesammelt zu haben oder nicht den Weg gegangen zu sein, den sie sich vorher vorgenommen haben. Im Irdischen nennt ihr sie Masochisten, die sich dann in ihrem nächsten Leben eine Strafe auferlegen, damit sie es lernen. Rolf: Die Seele erlegt sich eine Strafe auf? JOSUA: Ja, dieses sagt sich die Seele. Sie inkarniert und erfährt dann wirkliche Leiden. Innerhalb des materiellen Lebens erinnert sie sich aber nicht mehr und fragt sich, was sie eigentlich verbrochen hat, daß sie dieses Leiden durchleben muß. Es ist eigentlich die Frage des Körpers an die Seele, was er ihr eigentlich angetan hat. Es hat nichts mit dem "lieben Gott" zu tun oder mit dem Kollektiv, denn das ist eine eigene Entscheidung. Die Seele wird diesen Weg bestimmt nicht noch einmal wählen, diese Erfahrung hat sie gemacht. Es hat ihr nichts genützt. Der Weg, den sie gegangen ist, die Hilfe für andere Menschen, ist in Ordnung. Diesen Weg hat sie wieder aufgegriffen. Aber irgendwann im Leben davor, hat sie ihrer Meinung nach einen schwerwiegenden Fehler begangen, bei dem sie ihre Straße verlassen hat. Dirk: Ihrer Meinung nach? JOSUA: Ja, nur ihrer Meinung nach. Von diesem Zeitpunkt an, wird sie für das nächste Leben sagen, beginnt ihre Leidenszeit, damit sie es endlich lernt und nicht immer wieder vom Weg abweicht. Natürlich geschieht die Leidenszeit, denn die Seele wollte es ja. Nur: Das weiß dann der Körper nicht! Die Seele wird nach ihrem Leidensweg, nach ihrem selbst auferlegten Kasteiungsweg die Erkenntnis haben, daß diese Bestrafung nichts bringt. Sie wird dieses dann künftig sein lassen. Sie lernt nicht durch die Selbstkasteiung, daß sie ihren Weg nicht mehr verlassen wird. Aber solche Seelen gibt es und für euch Menschen stellt sich dann oftmals die Frage: "Was passiert hier eigentlich? Was hat er getan, damit ihm solche Dinge widerfahren?" Meistens sind diese extremen Dinge sehr gewaltig. Es ist nicht schleichend, sondern es geschieht dann sehr oft in heftigster Weise. So ist dieses zu sehen. Es hat nichts mit dem "lieben Gott" zu tun. Es hat nichts damit zu tun, daß sie irgend etwas verbrochen hat, sondern es ist eine eigene disziplinarische Erziehungsmaßnahme sich selbst gegenüber, so würde man es heute sagen. Birgit: Was würdest du einem Menschen sagen, der nicht im spirituellen Glauben lebt? JOSUA: Welcher so etwas erlebt? Birgit: Ja. Was hätte ich z.B. dieser Frau sagen können, wenn sie noch leben würde? JOSUA: Das, was ich dir gesagt habe. Dann würde sie aber sagen, daß sie das nicht versteht, daß sie das nicht annehmen kann. Dieses kannst du ihr auch nicht erklären. Das einzige, was sie verstehen würde, wäre: Weil der liebe Gott es so bestimmt hat. Dieses könnte sie annehmen, aber das wäre gelogen und das sollst du nicht tun. Wenn man von dir eine Antwort erwartet, dann gebe sie. Es wird viele geben, die in diesem Moment erwachen, bei denen die Seele aufschreit und sagt: "Hoppla, daran ist etwas." So kann sich vielleicht durch diese Erkenntnis etwas verändern. Rolf: Du sprachst eben davon, daß sich eine Seele selber bestrafen kann? JOSUA: Ja. Nur wenn die Seele auf Erden ist, sagt sie nicht mehr, daß sie sich selbst bestraft, sondern daß der liebe Gott schuld ist. Das heißt, das Kollektiv ist schuld, daß er dieses jetzt erleiden muß. Das ist dann die Redensart. Resultierend teilweise aus der Unwissenheit, des nicht-spirituellen Wissens und oftmals auch aus Selbstmitleid. Rolf: Gut, ich kann dieses im Moment nur tolerieren, weil mir spontan die Vorstellung fehlt, daß eine Seele sich selber bestrafen will. JOSUA: Charaktereigenschaft, mein Lieber. Marion: Es gibt auch umgekehrt die Fälle, wo Menschen gegen Krankheiten angekämpft haben, und die Ärzte dann von einem Wunder sprechen. Dieses liest und hört man immer wieder. JOSUA: Hier wird es dann als eine Sache betrachtet, welche man durchlebt und sagt: "Egal, wie sie endet, ich durchlebe sie. Ich werde meine Ergebnisse daraus erzielen können". Das können Spiritualisten gut. Für Nichtspiritualisten wird es schwieriger. Sie suchen dann nicht die Schuld bei sich, sondern immer bei anderen. Es kommt immer auf den Menschen an. Es hat nichts damit zu tun, daß sie nicht lieb und nett zu anderen gewesen sind. Aber wenn du überlegst, wie du anfangs die Frage hier gestellt hast, dann war ein Satz dabei, der eigentlich alles aussagte: Und sie glaubte auch an den lieben Gott. Von wem ist denn das ganze Kirchendenken? Ich glaube nicht, daß der liebe Gott, das Kollektiv, irgendwo Interesse in dieser Größenordnung daran hat. Man muß sich das Kollektiv einmal vorstellen! Einer einzelnen Seele dieses jetzt durchwandern zu lassen... das ist dem Kollektiv, einfach ausgedrückt, ganz egal. Das ist die Entscheidung der einzelnen Seele. Man kann die Dinge nicht an ein imaginäres Wesen abschieben und "Ihm" die Schuld geben. Nein, das sind alles Dinge, welche aus einer Unwissenheit heraus geschehen. Dirk: Apropos Kollektiv: Wir sprachen davon, daß sich das Kollektiv gespalten hat. Ein Teil, der positive Teil, ist kollektiv geblieben, während der andere sich abgespalten hat. Wenn wir diesen Teil, der sich nicht mehr im positiven Kollektiv befindet, als negativ bezeichnen und deinen Tip von vorhin berücksichtigen, gibt es dann Negative, die nicht böse sind? JOSUA: Selbstverständlich. Wenn ich von diesen Gegensätzen spreche, dann meine ich nicht die Bösartigkeit. Es gibt das positive Geistige Reich, und es gibt das negative Geistige Reich. Das positive Geistige Reich ist gegliedert in mehreren Stufen, Sphären. So ist es auch im Negativen. Nicht alle im negativen Bereich, haben den Höchststand, die Boshaftigkeit, sondern "positiv" und "negativ" ist auch als Gegensatz gemeint. Du mußt immer einen Gegensatz haben, um lernen zu können. Auch Geistwesen, so wie ich, aus der sechsten oder siebten Sphäre haben Gegensätze. Dirk: Innerhalb einer Sphäre? JOSUA: Ja, die Gegensätze in den Ansichten, in der Individualität, die noch vorhanden ist, die sich ja erst auflöst, wenn sie in die Vergeistigung eingehen. Dirk: Könnte man jetzt ohne eine Bewertung von böse oder nicht böse sagen, daß das Positive die Gemeinschaft und das Negative die Individualität beinhaltet? JOSUA: Ja, das kannst du so stehenlassen, wenn du hier den reinen Gegensatz siehst. Ich möchte das Wort "Negativität" gegen das Wort "Gegensatz" austauschen ohne jegliche Gedanken von Boshaftigkeit. Dirk: Der Gegensatz vom Kollektiv... JOSUA: ...ist das Individuelle. Das positive Kollektiv ist das Gesamte. So, und das Ziel, worauf du hinaus willst, ist die Individualität in der Gemeinschaft. Dirk: Soweit ist das verstanden. Es schließt sich aber vorher noch eine zweite Frage an: Kann der Gegensatz, also das Individuelle, böse sein oder muß es sogar immer böse sein, um als Individuum überhaupt zu bestehen, also böse jetzt im Sinne von "gegen andere agieren"? JOSUA: Er muß überhaupt nicht böse sein. Ich versuche die ganze Zeit schon ein kleines Beispiel zu finden. Hast du ein Beispiel? Rolf: Nein, wenn man sich von dieser Bedeutung etwas lösen will, könnte man nicht eine Abstufung machen? Das man z.B. sagt, daß die Bösartigkeit erst ab einer gewissen negativen Sphäre beginnt? JOSUA: Gut, das ist jetzt ein mathematischer Ansatz. Mir fällt ein kleines Beispiel ein. Birgit: Ich hätte sonst schwarz, weiß und grau als Beispiel angeführt. JOSUA: Das sind die Abstufungen, das ist gar nicht schlecht, wenn man schwarz und weiß als Gegensatz nimmt, ist es ein krasser Unterschied. Dazwischen liegen aber noch viele graue Stufen, die sich anpassen. Nehmen wir aber einmal ein allgemeines Beispiel, eure Konten auf den Banken: Hier habt ihr die positive und die negative Seite. Das heißt die Ausgaben und die Einnahmen. Solange dieses einigermaßen im Gleichgewicht bleibt, empfindet ihr die Ausgaben nicht als negativ. Sie verändern sich erst in dem Moment, wo die positive Seite, die Einnahmen, ausbleiben und nur noch die Ausgaben, die negative Seite vorhanden ist, weil die Gegensätze verschwinden. Solange sich dieses alles in einem ungefähren Gleichgewicht befindet, kann man hier nicht von Böse sprechen. Böse wird es erst, wenn eine Seite fehlt. Sei es, daß das Positive fehlt, dann bleiben nur noch die Ausgaben, und ihr habt ganz schön Streß. Sei es aber auch umgekehrt, daß nur noch Einnahmen vorhanden sind. Ohne Ausgaben scheint es zwar positiv, aber es fehlt euch auch hier der Gegensatz. Ihr möchtet euch ab und zu einmal etwas leisten, könnt es aber ohne Ausgaben nicht. Das heißt, ihr seid also immer gezwungen mit dem Gegensatz zu leben und in ihm zu handeln. Nur, wie ihr mit diesen Dingen umgeht, wie ihr diese Dinge im Gleichgewicht haltet, ist doch die Frage. Die Negativität, von der wir sprechen, wird doch erst in dem Moment bösartig oder böse, wenn die Seele, der Mensch sie dazu macht. Dirk: Ich hätte jetzt gesagt, wenn andere geschädigt werden. JOSUA: Ja. Dann empfindet die Seite, wo nur das Guthaben ist, natürlich die Tätigkeit des Negativen, der Ausgaben, als böse. Das Beispiel ist zu kompliziert. Es gefällt mir nicht. Ich denke mir ein anderes aus und werde euch damit noch einmal konfrontieren. Aber so ungefähr verhält es sich schon. Nicht immer denken, daß negativ gleichzusetzen ist mit böse. Böse ist etwas anderes. Dirk: Können Geistwesen aus dem positiven Bereich böse sein? JOSUA: Böse werden. Böse sein, nein. Das wäre gleichzusetzen mit einem Seitenwechsel zu der Negativität. Dirk: Das Böse macht nur Sinn, so wie Rolf dieses sagte, in den negativen Bereichen. Das ist ein Fakt? JOSUA: Ja. Die Sphären sind vorhanden, und es ist das Gegenteil. Die kleinste Negativität oder die geringste boshafte Negativität liegt eigentlich an der Grenze 1, wobei die höchste, spirituell gesehen in der negativen Zahl 7 liegt. Das heißt, die Stufe 1 des Positiven ist noch ziemlich nahe an der Position 1 des Negativen. Dirk: Und damit auch näher an der Boshaftigkeit? JOSUA: Ja, das kannst du gut erkennen, wenn du das Zwischenreich nimmst. Hier gibt es Geistwesen, welche den Menschen wohl gesonnen sind, so sagt man, und dann gibt es Geistwesen, die böse sind, die den Menschen, vor allen Dingen der Seele wirklich Schaden zufügen wollen. Birgit: Ganz vorsätzlich. JOSUA: Vorsätzliche Boshaftigkeit. Das ist böse und hat nichts mit negativ als reinen Gegensatz zu tun. Man hat dieses nie so unterschieden. Man sagt einfach, du bist negativ und setzt dieses negativ sein gleich mit dem Wort böse. Obwohl man vielleicht meint, daß er nicht böse sondern nur anders ist. Das heißt, solange man diese Dinge in gewisse Klischees packt, wird man Schwierigkeiten haben die Gegensätze als positiv und negativ zu sehen. Man kann sie nur philosophisch verfeinern. Deswegen gab ich dir den Hinweis, du sollst die Negativität nicht als Böse betrachten. Dirk: Das war ein guter Hinweis. Würdest du mir zustimmen, daß unter diesen Gesichtspunkten, eine Entwicklung zwischen Part und Gegenpart ohne Boshaftigkeit möglich ist? JOSUA: Ja, selbstverständlich. Das ist das Ziel. Das heißt ja noch lange nicht, wenn z.B. die Boshaftigkeit auf dieser Erde nicht mehr vorhanden wäre, daß deswegen keine Entwicklung mehr stattfinden würde. Dirk: Da fallen mir viele, viele Steine von der Galle. JOSUA: Nicht wahr? Die Gegensätze kannst du auch in der Harmonie finden. Es ist doch nur die Frage, wie ich mit den Gegensätzen umgehe. Ich kann sie tolerant behandeln, ich kann sie akzeptieren, ich kann den Gegensatz stehen lassen, auch wenn ich in dem Moment vielleicht nicht ganz einverstanden bin. Ich kann aber auch jeden Gegensatz massiv angreifen, in dem ich böse werde und versuche den anderen zu unterdrücken. Egal ob es in materieller oder geistiger Form ist. Ihr seht es doch auf den Straßen: Ein falsches Wort genügt manchmal, und man bekommt einen Faustschlag ins Gesicht. Wie viele Menschen gibt es, die alleine nur wegen ihrem Aussehen körperliche Schäden erleiden mußten. Das ist böse. Wir haben z.B. gegensätzliche Ansichten, wir können diskutieren. Aber deswegen werden wir nicht böse, sondern wir versuchen dann diese gegensätzlichen Ansichten auf einen Nenner zu bringen. Dirk: Die Begriffe Gegensatz, Negativität und Abspaltung sind sicherlich auch geprägt durch die Geschichten der christlichen Mystik: Wir sprechen vom Sündenfall, vom Fall der Engel. Von dir haben wir im Grunde genommen das erste Mal einen neuen Ansatz gehört und nachvollziehen können, daß die Abspaltung vom Kollektiv nicht böse an sich war, sondern nur als Gegensatz zu sehen ist. JOSUA: Das Böse ist erst später aus dem Gegensatz entstanden. Nämlich aus dem "mit der Entscheidung nicht einverstanden sein". Darauf wurde boshaft und aggressiv reagiert. Dirk: Kannst du das noch einmal sagen? JOSUA: Nun, nehmen wir doch hier einmal ein ganz simples Beispiel. Die Aggressivität und die Boshaftigkeit von Luzifer ist doch eigentlich nichts anderes als der vorhandene Neid, nicht so zu sein wie die positive Seite und auch nicht mehr in ihr zu sein. Vielleicht hatte er bei dieser Abspaltung, die wichtig war, sich alles nur anders vorgestellt. Ist es bei den vielen anderen Seelen, die boshaft sind, nicht so, daß sie nur verzweifelt sind, weil sie sich nicht mehr im Kollektiv befinden und diesen Weg jetzt gehen müssen. Sie werden dann in ihrer Hilflosigkeit bösartig, so daß Charaktere, wie Egoismus usw. gebildet werden, solange bis die Erkenntnis kommt, daß sie mit ihrer Aggressivität und Boshaftigkeit nicht weiterkommen. Aber bis es soweit ist, fügen sie vielen anderen Schaden zu. Wenn sie dann erkennen, daß diese Art nicht der richtige Weg zurück ist, weil sie ja zurück wollen, dann haben sie die Entwicklung, dann wird das nächste Mal, je mehr Erkenntnisse sie daraus ziehen, ihre Boshaftigkeit weniger. Dirk: Und diese Erkenntnis hat der Fürst der Finsternis noch nicht gemacht, weil er weiterhin böse ist und in dieser Boshaftigkeit agiert? JOSUA: Er bleibt in der Boshaftigkeit, weil er nicht eher daraus kann, bis die letzte Seele gegangen ist. Das macht ihn sehr boshaft. Dirk: Warum kann er da nicht eher heraus? JOSUA: Er ist der Verantwortliche. Er ist der Erzengel. Dirk: Dann müßte man dieses philosophisch betrachten: Würde ich an seiner Stelle sein, dann würde ich doch alles dafür tun, damit auch die letzte Seele dort heraus geht, so daß auch ich wieder zurück kann. JOSUA: Das kann er aber nicht, weil die Individualität der Seele unantastbar ist. Du sprachst doch selbst davon. Jede einzelne Seele muß dieses doch für sich erkennen. Dirk: So wie ich dieses verstanden habe, würde Luzifer nicht gerade in dem Sinne handeln, daß er den einzelnen Seelen ihre Individualität zugesteht sondern im Gegenteil, daß er sich auch seine Hierarchie und Machtstrukturen aufbaut. JOSUA: Den Gegensatz. Selbstverständlich. Er will den Gegensatz. Dirk: Dann stellt sich die Frage, ob er gar nicht zurück will. JOSUA: Er möchte schon zurück, natürlich will er dieses, aber er kann es nicht. Also versucht er hier eine andere Position einzunehmen und mit dem, was er hat, aufzubauen. Er versucht immer wieder dieses Gleichgewicht auseinander zu bringen. Es kann ja auch sein, daß er sagt, daß er nicht zurück kann, aus den und den Gründen. Also versucht er die andere Seite zu sich zu ziehen, versucht mit allen Mitteln, Seelen, die den Sprung von der Boshaftigkeit zur Negativität und Positivität haben, wieder zurück zu bekommen, um seine Hierarchie aufrecht zu erhalten. Rolf: Das bedeutet doch aber, wenn er sein Ziel erreichen würde, daß er wieder ein Kollektiv hätte, so wie er es vorher gekannt hat. JOSUA: Nein. Das positive Kollektiv ist nicht individuell ausgerichtet. Es gibt innerhalb des Kollektives kein Geistwesen, das über dem anderen steht. Dies wäre aber bei ihm der Fall. FS: Laßt es zu. Rolf: Er hätte praktisch ein ihm unterworfenes Kollektiv. JOSUA: Ganz leger gesagt: "Ich bin der Boß. Ich bestimme." Geht er wieder zurück in das positive Kollektiv, weiß er, daß er in der Masse verschwindet, weil er das Individuelle durch die Einheit verliert. Das will er aber noch nicht. Diesen Gedanken bekommt er auch nicht, bis er sieht, daß sein Bereich immer... Rolf: ...dünner wird. JOSUA: Ja. Ein gutes Wort, danke. Es gibt Zeiten, in denen das Negative überwiegt und es gibt Zeiten, in denen das Positive überwiegt. Ihr kennt es, es ist die ewige Harmagedonschlacht, die stattfindet. Es ist ein Gezerre an diesen Grenzen. Solange Luzifer in seinen jetzigen Ansichten genügend Seelen hat, kämpft er um die Oberhand, um die Macht. Jeder Planet, jede Seele, die er verliert, tut ihm weh und macht ihn bösartig. Es ist ein Faktor, der schwer zu verstehen ist. JESUS war nicht Gott, welcher inkarnierte, sondern er war ein hohes Geistwesen, das versucht hat, hier auf Erden etwas zu erreichen. Und zwar: Etwas Positives, Seelen mitzuziehen in das positive Geistige Reich. Es hat genug negative Seelen gegeben, höhere negative Seelen, die dieses auf ihre, auf die andere Art gemacht haben. Nehmen wir Hitler, hier spricht nur keiner von einer hohen Seele. Es war eine hohe Seele aus dem negativen, boshaften Reich. Man spricht in den Kirchen wohl von JESUS und der göttlichen Seele, vergißt aber die negativen Seelen dabei, die dann als Gegensatz gekommen sind. Luzifer läßt sich doch nicht so ohne weiteres seine Mitstreiter nehmen. Hier müssen wir das Ganze nicht global sehen, sondern universell. Hier geht es nicht nur um einen kleinen Planeten: Das Universum ist riesengroß. Dirk: Tobt denn überall im Universum diese Schlacht? JOSUA: Ja, bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger. Einige Planeten sind positiv und haben einen Schwingungsbereich erreicht, wo nur noch das Negative als Gegensatz ohne jegliche Boshaftigkeit vorhanden ist. Die Entwicklung ist da. Ein wichtiger Aspekt - das ist jetzt nicht philosophisch - wäre vielleicht noch, daß die Entwicklung ohne Boshaftigkeit langsamer verläuft. Das heißt, die Entwicklung auf der Erde geht bis zu einem gewissen Punkt erst einmal schneller. Ab dem Moment, an dem die Erde eine höhere Sphäre erreicht, wird sich dies verlangsamen. Dann wird die Zeit auch nicht mehr die Relevanz besitzen, wie es jetzt noch der Fall ist. Aber das ist ein Thema, das wir ein anderes Mal besprechen. Dirk: Dann vertagen wir dieses. JOSUA: Bitte. Ich wünsche euch eine angenehme Zeit. Geht in Harmonie und in Frieden. Denkt daran, daß keiner dem anderen etwas böses möchte. GOTT ZUM GRUSS und sein Segen sei mit euch. Bitte die Musik. Wir sprachen unseren Dank aus und verabschiedeten uns bis zum nächsten Mal |