|
Nach einleitender Musik meldetet sich der Lichtbote JOSUA. Als Medium stand ihm Jürgen zur Verfügung. Die Durchgaben erfolgten mündlich. JOSUA: GOTT ZUM GRUSS UND DER FRIEDE SEI MIT EUCH. (Es erfolgte die persönliche Begrüßung) So, Freunde, jetzt bin ich bereit für all das, was da kommen möge. Dirk: Wir hatten eine Leseranfrage von R. ausgelegt. Sie hatte vor 12 Jahren ein Erlebnis, daß bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Sie spürte, wie glühende Lava und ein Strom von Elektrizität durch ihren Körper fuhren und hatte anschließend regelrechte Verbrennungen an ihrem Körper. Wir sprachen schon einmal über Stigmata und Zeichen, welche am Körper erscheinen. R. ist im spirituellen Bereich tätig, grobe Richtung Schamanismus, Hinduismus, Buddhismus. Sie war auch schon bei mehreren Stellen, um Hilfe zu erhalten. JOSUA: Wir haben es uns vor Ort schon einmal angesehen, haben auch sie beobachtet. Hier kann man von einer Manifestation der spiritistischen Art sprechen. Sie ist sehr gefangen innerhalb eines, wie soll ich sagen, Wesens, welches sie mit aller Gewalt übernehmen will, um sich zu offenbaren. Ihr ständiger Kampf gegen dieses Wesen erfordert viel spirituelle Kraft und hinterläßt natürlich Spuren. Es geht in das Körperliche mit hinein. Die Wege, die sie in ihrer Verzweiflung gesucht hat, sind verständlich. Daß sie sogar bis zur Kirche ging, um dort Exorzismus zu erhalten, daß sie schamanisch und auch im Buddhistischen tätig war, ist verständlich. Aber dieses Wesen sitzt dermaßen fest an ihr, daß es schwer ist, sie hier zu befreien. Ein längerer Prozeß, den dieses Wesen nicht einfachen hinnehmen würde. Dirk: Wir verhält es sich mit sogenannten Stigmata. Man hört in diesem Zusammenhang häufig von den Wundmalen Jesu, von blutigen Tränen usw.. Aus dem Gefühl heraus würde ich sagen, daß diese Dinge nicht unbedingt positiv sind, trotzdem viele sagen, es handele sich hierbei um positive Erscheinungen. JOSUA: Ein Geistwesen, welches sich in dieser Art offenbart, ist nicht positiv. Ein Geistwesen aus dem positiven Geistigen Reich hinterläßt keine Spuren am Körper. Es verletzt nicht. Kein positives Geistwesen hat daran Interesse, das Haus einer anderen Seele zu mißbrauchen. Dirk: Auch nicht um Zeichen, Male zu setzen? JOSUA: Zeichen setzt man anders. Mit solchen Zeichen verbreitet man Angst, aber keine positiven Aspekte. Jedes Geistwesen, welches sich aus dem positiven Geistigen Reich kundtun möchte, benutzt ein Medium und spricht. Aber es benutzt nicht den Körper, um Male oder Stigmata in Form von Lebensblut darzulegen. Schaut, warum läßt man z.B. bei diesen Menschen nicht die Aura erstrahlen, so daß es jeder sehen kann, wie er strahlt? Dieses tut keinem weh. Nein, hier versuchen die Geistwesen wirklich Effekte zu setzen. Am schlimmsten sind die Stigmata, welche man Jesus vor vielen, vielen Jahren angetan hat. Glaubt ihr, JESUS hätte es nötig, sich auf diese Art und Weise zu offenbaren? Doch wohl eher nicht, denn sonst wäre er nicht anders als sein Bruder auf der gegenüber liegenden Seite. Dirk: Gibt es noch direkte Offenbarungen von Jesus oder geschieht dieses über die Hierarchie? Man hört oft, daß der Sohn Gottes sich persönlich in irgendwelchen Kreisen meldet. JOSUA: Kein Medium könnte JESUS CHRISTUS in sich ertragen! Die Schwingung ist zu hoch. Außerdem ist die Gefahr, daß JESUS CHRISTUS, einer unserer höchsten spirituellen Führer, sich in einen Körper begibt zu groß. Wer sollte ihn schützen? Könntest du dir die Angriffe der negativen Mächte vorstellen? Nein, hier müssen schon die Hierarchie und die Gesetze eingehalten werden. Den Gesetzen hat sich jeder zu unterwerfen, auch JESUS. Das heißt, kommt er herunter, begibt er sich auch in Gefahr. Dirk: Wie sieht dieses mit den Erzengeln aus? JOSUA: Diese Wesenheiten sind, wie soll man es in der einfachen Sprache ausdrücken, die Präsidenten eines Planeten. Lasse es mich so sagen: Sie sind die Wächter. Sie sind die Grenze zwischen Geist, Materie und Kollektiv. Ein Erzengel kann hier nicht auf Erden erscheinen. Das geht nicht. Dirk: Auch nicht durch ein Medium? JOSUA: Auch nicht durch ein Medium. Nach Lichtbote ist Schluß. Ein Lichtträger z.B. wird nie den Körper ganz übernehmen, weil diese Schwingung für das Medium nicht zu ertragen wäre. Wenn sich z.B. hier im Kreis ein Lichtträger melden würde, so würde dies inspirativ über mich erfolgen. Ich würde dann mein Bewußtsein zurücknehmen, so daß er über mich spricht. Er würde aber niemals den Körper von Jürgen betreten. Dirk: Wären die Erzengel in der Hierarchie dann Lichtträger. JOSUA: Noch eine Stufe darüber. Sie sind ohne Seele. Sie sind Geist. Von euch Menschen dargestellt, als wunderbare Geschöpfe mit "wahnsinnigen" Flügeln. Aber so ist es nicht, ihnen fehlen im Geistigen Reich die Federn. So viele Hühner gäbe es gar nicht. In dem Moment, wo sie ihre Seele aufgeben, ist der Kontakt zu euch Menschen nicht mehr möglich und auch nicht mehr gewollt. Marion: Ich meine mich auch daran zu erinnern, daß du einmal gesagt hast, daß für jeden Planeten, für jedes Kollektiv ein Erzengel zur Verfügung steht. Für diesen Planeten ist es, so glaube ich, GABRIEL. JOSUA: Nicht er alleine. Er hat natürlich seine Helfer, die ihm zur Seite stehen. Jeder Planet oder jedes kleine Kollektiv, wie wir es nannten, hat seine Betreuer, denn die Entwicklung, die Evolution muß beobachtet werden. Dirk: In England erschien kurz nach dem zweiten Weltkrieg ein Buch mit Durchgaben der Erzengel. Der Titel heißt "Die Winde der Wahrheit". Zu lesen ist u.a. über unterschiedliche Energiestrahlen, deren Zweck und die Zuständigkeit der Erzengel. Dieses Buch unterscheidet sich insofern von anderen Durchgaben der "sogenannten" Erzengel, daß dort mehr Wissen preisgegeben wird. Kennst du dieses Werk? JOSUA: Nein. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß dieses die Erzengel direkt durchgegeben haben. Es ist möglich, daß hier Lichtträger über Lichtboten Weisheiten durchgegeben haben. Dirk: Hätten sich diese Lichtboten dann für die Erzengel ausgeben? JOSUA: Das wäre nicht positiv. Sie müßten sagen, ich spreche für Erzengel GABRIEL oder für JESUS CHRISTUS oder es sind ihre Gedanken. Dieses würden wir auch noch gelten lassen. Aber Botschaften der Erzengeln, über Lichtträger und Lichtboten geschehen selten. Marion: Welcher Hintergrund müßte hierfür vorhanden sein? JOSUA: Es müßten radikale Veränderungen innerhalb des Gefüges, innerhalb der Erdaura vonstatten gehen, sei es nun in positiver oder negativer Hinsicht. Seht, Erzengel sind für diesen Planeten zuständig, und sie sehen natürlich, wenn dieser Planet krankt oder umgekehrt, wenn es ihm gutgeht. Wenn diese Veränderung ein gewisses Stadium erreicht, sind sie schon bereit, Worte oder Hinweise preiszugeben. Marion: Wenn wir einmal davon ausgehen, daß es ja viele Medien gibt, die sagen, daß sie Durchgaben eines Erzengels erhalten, dann ist doch andererseits die Gefahr groß, daß den wirklichen Durchgaben, wenn sich die Erzengel also tatsächlich melden würden, kein Glaube mehr geschenkt wird. JOSUA: Das ist richtig. Man nimmt aber gar nicht so gerne die Erzengel sondern lieber die Mutter Gottes oder JESUS persönlich. Hier liegen doch die hauptsächlichen Aspekte in der Erregung von Aufmerksamkeit für das Gesagte. Marion: Ziehen die Erzengel diese Möglichkeit überhaupt in Betracht? JOSUA: Natürlich haben sie die Möglichkeit sich kundzutun. Aber ich sagte ja, diese Möglichkeit ist relativ selten. Sie melden sich nicht wegen jeder Sache, sondern hier muß schon wirklich eine ernsthafte, globale Veränderung anstehen. So wie z.B. JESUS vor 2000 Jahren viele Dinge kundgegeben hat. Das war aber vor 2000 Jahren und seitdem ist es nicht wieder vorgekommen. Es gibt viele Nachahmer, die gerne auf seinem Namen reiten. Wie nennt ihr dieses? Trittbrettfahrer? JESUS, eine sehr hochstehende Seele, ist z.B. direkt inkarniert, um als hochstehendes Medium tätig sein zu können. Kein anderer Mensch hätte dieses gekonnt, hätte wirklich sich mit den Worten eines Erzengels kundtun können. Dirk: Was heißt jetzt "direkt" inkarniert? Gibt es auch indirekt? JOSUA: Eine indirekte Erscheinung von Jesus? Nein! Er ist direkt auf diese Erde gekommen, um als ein Medium tätig zu sein, welches die Schwingungen eines Erzengels ertragen kann. Dirk: Das Mißverständnis lag wohl im dem Wort "direkt". Ich hatte es so verstanden, daß es noch einen anderen Weg gibt, um zu inkarnieren. FS: Gleich. JOSUA: Nein, nein. Er war der einzige, der einen Erzengel von der Schwingung als Mensch ertragen konnte, und er war dann in der Lage, diese Worte dann auch im Wortlaut weiterzugeben. Als Mensch hätte er diese Gedanken, dieses Wissen in seinem Gedächtnis gar nicht haben können, schon gar nicht zu der damaligen Zeit. Er gehörte ja evolutionsmäßig zu der damaligen Menschheit. Ihr müßt auch hier die Logik und die Gesetze beachten. Der Mensch war noch nicht so weit, und JESUS als Mensch war kein Übermensch, kein Mutant, wie ihr dieses nennt, mit einem übergroßem Gehirn, das das Wissen alleine besaß. JESUS bekam dieses Wissen. Er war ein großes Medium. Er konnte Schwingungen ertragen, die ein anderer Mensch nicht hätte ertragen können. Dirk: War er sich selbst dessen bewußt? JOSUA: Ja, ungefähr ab dem 8. Lebensjahr war er sich dessen bewußt. Er hatte das seelische Wissen, und er wußte auch, was er tat, warum er gekommen war. Bei ihm ging es nicht mehr um das Lernen, sondern er war wirklich, wie es in eurer Bibel steht, das Sprachrohr Gottes oder das der Erzengel. Er brachte das kollektive Wissen direkt, dies ging nur über ihn. Und seitdem ist noch kein so hohes Geistwesen wieder auf diesem Planeten inkarniert, durch den die Erzengel, die Mutter Gottes oder wer auch immer, sprechen könnten. Es wird irgendwann geschehen, wenn wieder eine Umstellung wichtig ist. Wißt ihr überhaupt warum Jesus gekommen ist? Global war die damaligen Zeit nicht dramatisch. Die Evolution, die Entwicklung des Menschen war normal auf diesem Planeten. Birgit: War es nicht so, daß wir durch ihn die Betreuung von geistiger Seite erhalten haben? JOSUA: Das war genau das Ziel. Die Seelen sollten in der Materie nicht mehr alleine wandeln, damit die Kriege und das Töten zurück geht. Natürlich war als Mensch den damaligen Gesetzen unterworfen. Dirk: Den materiellen oder weltlichen Gesetzen? JOSUA: Den Weltlichen. Ihm war schon bewußt, daß er getötet werden sollte. Dieses wußte er von vorne herein. Es war eine rein mathematische Berechnung, daß er dabei auf der Strecke bleibt. Aber sie konnten nur seinen Körper töten, nicht seinen Geist, nicht seine Seele und vor allem nicht die Überlieferung, die Botschaft. Es sind viele Menschen in der damaligen Zeit gestorben, deren Werk nach zehn Jahren vergessen war. Er ist derjenige, dessen Überlieferung im Bewußtsein der Menschen geblieben ist. Er war keine große Berühmtheit, Diktator oder sonst irgend etwas, von denen man in den Geschichtsbüchern hätte nachlesen können, sondern er war ein einfacher Zimmermann. Trotzdem mußte das, was er getan und was er den Menschen bringen wollte, für die nächsten zig Jahre Bestand haben. Dirk: Ist das, was er erreichen wollte, der geplanten Vorstellung nahe gekommen? Ist mehr erreicht worden, weniger? JOSUA: Es ist im vollsten Umfang aufgegangen. Die Betreuung der Seelen durch den Schutzpatron, den Geistlehrer ist in dem Moment im vollen Umfang geöffnet worden. Er hatte den Anfang gemacht, er ist betreut und beschützt worden während seines irdischen Lebens, er ist diesen Weg nicht alleine gegangen. Auch im Tode war er betreut von vielen Geistseelen. Rolf: Dann hat durch und seit JESUS erst die seelischen Betreuung durch Geistlehrer und Schutzpatrone angefangen? JOSUA: Ja, davor waren die inkarnierten Seelen allein. Jeder Planet beginnt erst einmal auf diese Art und Weise. Die Betreuung wurde dann für die weitere Evolution wichtig. Den Seelen sollte die Möglichkeit, das Bewußtsein, gegeben werden, daß sie weiter leben. Davor war sie endlos gefangen im Körper ohne jegliches Wissen. Rolf: Also gehört diese Maßnahme mit in den Rahmen der speziellen Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung? JOSUA: Lasse es mich so sagen: Jeder bewohnte Planet hat seinen "Jesus" zu seiner Zeit. Dirk: ...nachdem dann jede inkarnierte Seele einen geistigen Begleiter erhält. JOSUA: Genau, und zwar zu einem Zeitsprung, an dem die Seelen die Reife dazu haben. Nicht jeder Planet reagiert so auf ihren "Jesus", wie es dieser Planet tat. Dieses ist unterschiedlich. Dirk: An welche Reaktionen denkst du? JOSUA: Ich kann dir dieses nicht sagen. Ich habe es nicht miterlebt. Ich weiß nur von der Überlieferung her, daß die Reaktionen nicht immer auf diese Art enden müssen. Es kommt darauf an, wie die Evolution des jeweiligen Planeten gewesen ist. Birgit: Das heißt, wenn Jesus jetzt inkarnieren würde... JOSUA: ...dann würdet ihr ihn nicht mehr an ein Kreuz nageln. Birgit: Ja, das meine ich. Es würde eine andere Entwicklung nehmen. JOSUA: Dieses Mal ginge er ins Irrenhaus. Aber eine Inkarnation wäre nicht nötig, was sollte er euch bringen? Was die Menschen jetzt brauchen, können wir euch geben. Und viele hören trotzdem nicht darauf, nicht? Ein JESUS würde auch hier dran nichts verändern. Solange der Grad der Beweisführung nicht hundertprozentig ist, wird der Mensch immer zweifeln. Dieses ist sein Naturell. Es ist wichtig. Wir können hier einmal philosophieren, Freunde, nehmen wir einmal an, jeder Körper wüßte, daß etwas in ihm ist, was weiter lebt, obwohl er selbst vergehen muß. Könnt ihr euch vorstellen, wie viele Kurzschlußhandlungen es bei all den Seelen, die zu labil sind, die ihren Körper nicht unter Kontrolle bekommen, geben würde? Euer gesamter Lebenserhaltungtrieb würde euch gar nichts nützen. Die Seelen, die z.B. ihren gewählten Weg nicht so gehen können, wie sie sich dieses vorgestellt haben, die Abweichungen haben, würden einfach sagen, daß sie noch einmal von vorne beginnen, und von der Brücke springen. Das ist nicht der Weg. Deswegen werden immer in euch Ungewißheiten bleiben. Ihr könnt sagen, daß ihr wirklich an das Weiterleben nach dem Tod glaubt, das ist auch richtig so, aber ganz genau wissen tut ihr es immer noch nicht. So viele Beweise könnten wir euch gar nicht geben. Dirk: Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, ist es gar nicht gewollt, hundertprozentig zu beweisen, daß ihr absolut real seid? JOSUA: Von uns ist gewollt, daß ihr den Worten lauscht, daß die Hoffnung in euch geweckt ist, daß das, was ihr auf diesem Planeten erlangt, die Zeit, die ihr hier wandelt, nicht umsonst ist. Wir geben euch die Logik, daß nichts innerhalb der Schöpfung umsonst oder als eine Einbahnstraße, als Einweg zu sehen ist. Es wird alles recycled. Nichts wird weggeworfen und ist dann nicht mehr da. Es gibt keine Vernichtung. Dieses wollen wir in euch als Hoffnung setzen. Wir möchten euch mitgeben, warum ihr hier seid, warum dieses so ist, was du hier tust, und wofür du dieses tust, den Sinn des Lebens zu verstehen sowie das Vertrauen auf uns. Dirk: Muß jeder für sich selbst den Sinn des Lebens ergründen oder könntest du eine Antwort geben, wenn ich dich nach dem Sinn des Lebens fragen würde. JOSUA: Wir können darüber philosophieren, aber der Sinn des Lebens ist individuell. Dein Sinn ist es, irgendwann einmal wieder in das Kollektiv einzugehen. Der Sinn eines anderen Menschen ist vielleicht erst einmal, zu wissen, daß das, was er erlernt hat, irgendwo noch benötigt wird, oder daß er gerade deswegen nicht die Bereitschaft zum Lernen verliert. Es ist eine Entwicklungssache. Rolf: Die Bereitschaft zum Lernen bezieht sich aber auf das seelische Lernen? JOSUA: Nicht nur: Der Mensch, der von der Seele nichts weiß, denkt nicht an die Seele, sondern er denkt nur das, was er denkt und fragt sich, ob alles umsonst ist, was er jetzt tut, was er aufbaut, wie er lebt. Er könnte es ja auch einfacher haben, nicht? Rolf: Inwiefern? JOSUA: Indem er sich mit Gewalt nimmt, was er sonst in mühevoller Kleinarbeit aufbaut. Es gibt genug Menschen, die so denken und dann entsprechend handeln. Sie sagen, "wenn ich tot bin, dann bin ich tot. Also laßt mich jetzt leben". Wißt ihr wieviel so noch herum wandeln und so denken? Die Menschen, die an andere Menschen denken und sie betreuen, die für sich und ihren Familien ein Heim gründen, ein Zuhause, die füreinander da sind, denken nicht daran, so glaube ich, daß alles für die Katz' ist, wenn sie gestorben sind. Das einzige, was sie vielleicht erschreckt, ist der ewige Schlaf oder das Sitzen zur Rechten Gottes. Rolf: Die Kehrseite der Medaille wäre dann aber doch die Veranlagung und das Bestreben der Menschen, ein Teil von sich zu hinterlassen, um dieses dann dogmatisch auf ihre Kinder zu übertragen. JOSUA: Dieses sind wiederum Menschen, die wohl in der Hoffnung leben, daß es ein Weiterleben gibt, aber das Weiterleben innerhalb ihrer Gene sehen. Sie sagen: "Was ich aufgebaut habe, hinterlasse ich oder lebt in meinen Kindern weiter." Rolf: Das wäre ein rein materieller Aspekt, nicht seelisch, spirituell. Der genetische Körper wird doch erst durch die Beseelung zum Individuum. Und dann ist der Weg doch weiter abhängig davon, was diese individuelle Seele sich vorgenommen hat. Also eher unabhängig vom Erzeuger. Birgit: Der Mensch wird ja auch von dem Umfeld geprägt. JOSUA: Nicht nur von dem Umfeld, sondern vor allem von den Eltern. Und die Eltern, die natürlich nicht an eine selbständige Seele glauben, prägen diese Kindseele. Dann ist die Frage, wieweit sich diese Seele prägen und sich von ihrem Weg abbringen läßt. Viele Seelen nehmen diesen Weg auf sich und sagen, sie werden diesen ganzen Einflüssen widerstehen und ihren eigenen Weg gehen. Manche schaffen es und manche nicht. Seelen, die in dieser Auseinandersetzung unterliegen, werden dann so, wie die Menschen, die den Körper geschaffen haben, es haben wollen. Damit ist natürlich der seelische Lebensweg erst einmal erledigt. Sie haben dann die Erfahrung gemacht, daß es nicht so einfach ist, den Dingen standzuhalten und die eigene Individualität leben zu lassen. Birgit: Stellt sich diese Aufgabe im Grunde genommen nicht für jeden? Muß nicht jede Seele dieses erst einmal lernen? JOSUA: Ja, und die Seelen, die diesen Kampf bestehen, werden dann natürlich ihren Kindern die Möglichkeit der freien Entfaltung geben. Das heißt, sie werden ihren Lebensweg begleiten, aber ihn nicht beeinflussen. Birgit: Tritt dieses Ringen zeitgleich mit der Pubertät ein? JOSUA: Das fängt schon früher an. In der Pubertät wird es schwierig, weil der Körper dann beginnt, seine Rechte anzumelden, und die Seele natürlich auch versucht, ihren Weg zu gehen. Es entsteht ein inneres Chaos. Hier ist dann die Seele mehr mit dem Körper als mit allem anderen beschäftigt. Der Körper will z.B. links und die Seele rechts oder umgekehrt. Dieses ist dann ein Hin und Her. Birgit: Dieses wäre dann eher ein Kampf zwischen Körper und Seele. JOSUA: Erst einmal muß die Seele gegen die Aspekte der Eltern kämpfen. Dann folgt das körperliche Chaos. Wenn die Eltern von den spirituellen Dingen wissen, können sie es natürlich (gemeinsam) in Frieden angehen, ansonsten muß erst einmal der Kampf gegen die Eltern und hinterher gegen den Körper bestanden werden. Danach ist dann der Weg geprägt, und ihr könnt erkennen, wer von beiden, die Seele oder der Körper, gewonnen hat. Dirk: Wir sprachen in der letzten Sitzung von der Schöpfung, dem Schöpfer, und du erwähntest, daß wir nicht geschöpft worden sind. Dieses stieß bei mir und auch bei einigen Lesern auf viele Fragezeichen. JOSUA: Wie viele? Dirk: Mindestens sieben! Hier wäre es nett, wenn du etwas mehr dazu sagen würdest. Für mich hat die Individualität irgendwo einen Beginn, eine Schöpfung. Und wenn dieses der Zeitpunkt der Abspaltung vom Kollektiv ist, dann können wir vielleicht so in Worten zueinander finden. Oder hattest du hier ganz andere Dinge im Sinn? Es kam z.B. die Frage, ob "Schöpfer" etwa nur als ein poetischer Ausdruck verwendet wird. Darum jetzt die Frage: Warum sind wir nicht erschöpft worden? JOSUA: Am Anfang war der Geist. Der Geist ist ein Bestandteil des Ewigen. Der Geist ist nicht geschaffen worden, weil er das Absolute ist. Aber der Geist wollte Erfahrung. Er wollte Neues und so begann der Geist sich zu teilen. Aber auch als geteilter Geist gab es für ihn keine Möglichkeit zur Neuerkenntnis. So begann der Weg zurück zur Einheit. Bei diesem Weg in die Einheit zurück hat man sich eine Aufgabe gesetzt. Sie wurde gegeben, um wieder mit dem Geist Eins zu sein. D.h. der Geist begann die Materie zu schöpfen. Die Materie entspringt dem Geist. Der Geist konnte wandeln in dieser Materie. Er konnte sie greifen und begreifen. Der Geist lernte sich immer mehr zu spalten in immer mehr individuellen Geist. So war es, daß der eine Geist noch kompakt als Kollektiv war, in dem all die individuellen Geiste geblieben sind. Auf der anderen Seite waren die Geister, welche die Individualität suchten. Um diese zu offenbaren, zu durchwandern, schufen sie die Materie. Ihr würdet heute sagen, die Materie, die Planeten mit all den Dingen, ist nichts anderes als eine negative Schöpfung. Marion: Nicht unbedingt. JOSUA: Es ist aber so. Der positive Geist, das positive Kollektiv schuf die Planeten, auf denen der negative Geist sich entfalten konnte. Eine Sache, welche nicht von Jetzt auf Gleich ging, sondern gut, bis ins kleinste Detail durchdacht war. Nicht immer fehlerfrei. Weil der Geist, das Kollektiv, das Wissen hatte, daß alles, was geschaffen oder geschöpft wird, nicht perfekt sein kann, bauten sie eine Sicherung ein. Diese Sicherung nennt sich Evolution oder Weiterentwicklung. Das Negative, das damals anders zu sehen war, als ihr es heute versteht, bekam die Möglichkeit eine Leiter (der Entwicklung) zu benutzen, die zurück in das positive Kollektiv über die (Sprossen der) Erfahrung führt. Das heißt, alle individuellen Seelen, die zurück in das positive Kollektiv gehen, bringen Erfahrung, Wissen mit. Soviel zur Schöpfung. Der Geist kann nicht geschöpft oder erschaffen werden. Der Geist ist. Nach dem Geist gibt es Nichts. Dirk: Mich beschäftigt der Aspekt der Abspaltung, um neue Erfahrung zu sammeln. Heißt das jetzt, daß sich das positive Kollektiv, das sich also nicht in bewußte Individuen gespalten hat, sich nicht weiterentwickeln kann, daß dort im Kollektiv keine Evolution möglich ist? JOSUA: Da ist keine Evolution möglich. Dort ist das Gesamtwissen. Während das Gespaltene die Erfahrung sammelt und somit das positive Kollektiv mit Wissen "füttert". Dirk: Das Gesamtwissen ist im Positiven Kollektiv minus der Erfahrung, die die Abgespaltenen erst einmal sammeln? JOSUA: Richtig. Es begann sozusagen mit Plus und Minus. Die Energie spaltete sich. Dirk: ...immer weiter bis zu dem Punkt, an dem wir uns jetzt befinden und uns als Individuen bewußt sind. JOSUA: Richtig. Du sprichst ja von einem Anfang, es muß ja einen Anfang und ein Ende geben. Selbst in dem Moment, wenn alles, was auf der Minusseite, also auf der Negativseite steht, zurückkehrt in das Positive, so würde es wieder eine andere Art der Evolution für das gesamte Kollektiv geben. Es würde wieder eine Abspaltung geben, weil ein Teil neue Erfahrungen sammelt, womit es den anderen Teil "füttern" kann, banal gesagt. Marion: Dann könnte man ja die banale Frage stellen, ob die Abspaltung aus einer Langeweile heraus geschah? JOSUA: Keine Langeweile, sondern aus dem Bedürfnis der Evolution heraus, aus einem Gesetz heraus. Birgit: Sich immer weiter zu entwickeln? JOSUA: Ja, auch ihr bleibt nicht einfach bei einem gewissen Stand von z.B. zehn Jahren stehen. Auch ihr entwickelt euch, und der kollektive Geist braucht auch die Entwicklung. Es ist eine andere Entwicklung als ihr sie euch vorstellen könnt. Sie liegt auf einer Ebene, die für euch unvorstellbar ist. Dirk: Wenn wir dieses ganz abstrakt formulieren, dann ist die Entwicklung genau wie der Geist selbst ewig, hatte von Anfang an Bestand und es wird sie immer geben? JOSUA: Richtig, denn in dem Moment, wo es die Entwicklung nicht mehr gibt, ist ein Stillstand vorhanden. Wenn ein Stillstand da ist, dann kann der Geist sich nicht mehr bewegen. Der Geist ist aber in der Bewegung, denn nur wenn er in der Bewegung ist, empfindet er. Dirk: Wieso empfindet man nur, wenn man in Bewegung ist? Die Brücke konnte ich eben nicht schlagen. JOSUA: Gut, gehen wir hier zu meinem Lieblingsthema Zeit. In dem Moment wo alles still steht und keine Bewegung da ist, dann gibt es keine Evolution. Zeit ist nichts anderes als Bewegung, ob du denkst, handelst, ob sich Planeten, Ionen oder Atome bewegen, es ist alles eine Bewegung, eine Zeit. Dirk: Kann man nur Veränderung erfühlen? Ist es nicht möglich einen Ist-Zustand aufzuspüren, zu erfühlen? JOSUA: Nur in der Bewegung, nur wenn die Energie fließt. Dirk: Das heißt, für Bewußtseinsprozesse braucht man Veränderung? Es muß fließen. JOSUA: Ja. Erkenntnisse! Was dem Geist fehlte, war das Fassen der Materie. Er hatte die Vorstellung, wie alles sein sollte, aber er konnte sie nicht definieren. Paßt auf, ein einfaches Beispiel: Du siehst einen Berg, Birgit war doch jetzt in einer wunderschönen Gegend, in Schottland. Du schaust dir diesen Berg auf einem Bild an, aber du kannst ihn nicht anfassen. Es besteht doch das Bedürfnis, auf diesen Berg zu wandern, ihn zu spüren, ihn anzufassen. Wie fühlt sich dieses an? Wie ist die Erde, auf der ich gehe? Ist sie hart, ist sie weich, wie ist der Stein? Diese Empfindung fehlt dem Geist. Ich kann, was ihr euch manchmal wünscht, die romantische Vorstellung, immer haben, aber ich habe nicht das Anfassen. Dieses habt ihr. Die Seelen, welche inkarniert sind, haben die Möglichkeit zu erfühlen. Das Gefühl, wenn sie etwas anfassen, wie ich jetzt z.B. diesen Stuhl: Wie er sich anfühlt, nehme ich mit. Wenn mich jetzt jemand fragt, wie dieser nette Stuhl war, auf dem ich gesessen habe, dann kann ich sagen, daß es Korb war, und Korb fühlt sich wunderbar an. Haut fühlt sich anders an. Das sind die Erfahrungen, die der Geist braucht. Das Wissen, wie es ist. Rolf: Du hattest irgendwann einmal gesagt, daß der Geist vollkommen ist. JOSUA: Ja, und dazu stehe ich auch. Er ist für euch vollkommen. Rolf: Jetzt fangen wir aber das Relativieren an. JOSUA: Das Philosophieren! Rolf: Das heißt aber doch, daß für den Geist selbst das Bewußtsein der Vollkommenheit nicht besteht. JOSUA: Nein, das wäre negativ. Paß auf: Wenn ein Kollektiv in dieser Form z.B. wüßte, daß es allwissend wäre, dann würde es jegliche Lust verlieren, dieses Wissen zu erweitern. Solange du aber sagst, daß es Dinge gibt, die du erfahren, wissen möchtest und mußt, so bewegst du dich. Wenn dir das, was du gesagt hast, wirklich bewußt wäre, dann gäbe es einen Stillstand, denn was sollte dann noch erweitert werden? Wenn ich oder du z.B. sagst, ich bin allwissend, es gibt nichts mehr, was mich interessiert, es gibt nichts mehr, was mir in irgendeiner Weise Erfahrungen bringen würde, dann würdest du vor dich hinsiechen ohne jegliche Bewegung. Und das ist das, was der Geist, das Kollektiv eben nicht hat. Das Kollektiv mit seinen gesamten Individuen, die vorhanden sind, will wissen. Sie wollen Erfahrung machen. Ein ständiges Schaffen und Verändern. Natürlich auf einem Intellekt, welcher dem Euren um das Milliardenfache überlegen ist. Das ist klar, denn ihr seid ja nur in diesem Wissen, wenn ihr im Kollektiv seid. Als Individuen seid ihr nichts als die Fühler, die das Kollektiv ausgestreckt hat, um zu ertasten und das Wissen in sich aufzusaugen. Dafür müssen natürlich auch dementsprechende Maßnahmen getroffen werden. Es muß etwas geschaffen werden. Wenn ihr euch bequem setzen wollt, dann schafft ihr euch Stühle. Wenn ihr auch noch bequem essen wollt, dann schafft ihr euch den dementsprechenden Tisch dazu. Wenn ihr zu bequem seid zu laufen, dann schafft ihr euch diese Autos und so weiter und so weiter. Ihr könnt das gesamte Kollektiv mit dem gesamten Wissen, welches es sich aneignet, in euch finden, denn auch ihr wollt Wissen und Erfahrungen sammeln. Ein kleines Beispiel: Zu der Zeit als ihr euren Führerschein gemacht habt, wolltet ihr wissen, wie es mit dem Auto fahren ist. Es war doch der Drang danach in euch. Ihr habt ja nicht gesagt, daß ihr den Führerschein macht, weil ihr dieses müßt. Oder z.B. die Erfahrung zu verreisen. Das erstemal in einem Flugzeug zu sitzen... Es gibt viele Beispiele für jeden Einzelnen, daß er Dinge macht, weil er sie machen will, weil er sich sagt, daß er diese Erfahrung mitnehmen muß. Seien es nun Dinge, die der Seele oder die dem Körper Spaß machen. Dieses Ganze kann man nun umsetzen und auf das Kollektiv beziehen, natürlich höher, denn das Kollektiv interessiert sich nicht, ob es gut in ein Flugzeug paßt. Hier ist es nicht global oder universal zu sehen, sondern hier sind Universen, der Kosmos als Gesamtes maßgeblich. Aber auch die kleinste Flugbahn eines Atoms wird registriert, was geschieht, wie entwickelt sich das. Wie entwickelt sich die Energien, welche ich in der Materie freigebe. Wie schafft sie die Materie? Es ist eine ständige Bewegung. Nirgendwo wirst du einen Stillstand sehen, alles ist in Bewegung. Solange dieses so ist, wird es keinen Stillstand geben. Es hat nichts mit der "ewigen Ruhe" zu tun und auch nichts mit "neben Gott sitzen" oder "ewig zu schlafen". Es ist genau das Gegenteil. Was die Kirchen sich ausgedacht haben, wäre das Ende für alle. Philosophisch gesehen, könnte man jetzt fragen, was ist, wenn aber einmal dieser Stillstand eintritt, und der Geist aufhört, sich zu bewegen, wenn er aufhört zu suchen, wenn er, wie du es eben sagtest, sich bewußt ist, allwissend zu sein? Stirbt er dann? Nein, er stirbt nicht. Der Geist ist! Aber er "ist" dann auch nur, und keinem wäre bewußt, daß er ist. Ein Gedanke, den man sich gar nicht vorstellen kann. Dirk: Einzelne Seelen erfahren ja Schmerzen und untereinander Schicksale, von denen wir sagen, daß hier ein negativer Einfluß zu verzeichnen ist oder wie auch immer man dieses nennen mag. Ist nun diese Form des gesamten negativen Bereiches aus der philosophisch Sicht vielleicht gar nicht negativ? JOSUA: Aus der philosophischen Betrachtung ist das nicht negativ, sondern es ist der wichtige Aspekt, um überhaupt Erfahrungen zu machen. Das kannst du nur, wenn es zwei Seiten gibt. Marion: Es muß das Gegenstück vorhanden sein. JOSUA: Ja. Ihr empfindet es negativ, das ist richtig. Es muß auch so sein, daß diese Empfindung für euch negativ ist. Wie wollt ihr sonst einen Vergleich ziehen können. Würde es diesen negativen oder diesen Minuseinfluß nicht geben, würdet ihr nie ein Puzzleteil, eine Erkenntnis finden. Woran wollt ihr es sonst erkennen? Ihr seht, es geht gar nicht anders: Um Erkenntnisse zu erlangen, mußte sich das Kollektiv teilen. Euch Menschen, euch Seelen hier auf Erden wird gesagt, es war negativ, es war Luzifer. Rein wissenschaftlich gesehen, ist es nichts anderes als der Gegenpart, um Erkenntnisse zu ziehen. Was ist richtig und was ist falsch. Glaubt mir, es ist wirklich nicht immer einfach, für euch zu erkennen, was gut und was nicht gut ist. Der Mensch hat sich selbst Gesetze gegeben, um es einigermaßen unterscheiden zu können. In diesen Gesetzen muß er sich bewegen. Er ist eigentlich schon wieder gehandikapt, aber sie sind wichtig für die Gemeinschaft. Wir möchten die Gesetze nicht in Frage stellen. Das Negative wirkt auf euch, beeinflußt gegensätzlich zu dem Plus. Ihr könnt beide Seiten vergleichend eure Erkenntnisse ziehen. Das, was in den Seelen oder in eurem individuellen Geist fest verankert ist, ist das Wissen um den Weg zurück ins Kollektiv und daß dieser Weg dorthin lang ist. Das ist Fakt. Es sind viele Erkenntnisse nötig, die das Kollektiv von euch beansprucht. Dirk: In dem von dir beschriebenen Weg ist doch so eine Art Richtungspfeil, der uns mitgegeben worden ist. Nämlich: ins Kollektiv zurück, und wir verknüpfen ja auch mit diesem Richtungspfeil moralische, ethische und humanitäre Werte, Gemeinschaftsinn, soziales Verhalten und so weiter. JOSUA: Richtig. Dirk: Diese Begriffe, diese Werte passen doch aber eigentlich nicht zu dem philosophischen Aspekt "Part und Gegenpart". FS: Nein Dirk: Ich habe eine Richtung in der Moral. An diesem Punkt habe ich jetzt Probleme mich philosophisch auf einen Standpunkt zu stellen, daß das Negative, also der Gegenpart notwendig, entwicklungsfördernd und nützlich ist. JOSUA: Wie willst du sonst wissen, daß diese Moral, die du hast, auch wirklich die Moral ist, die du benötigst? Du hast die Richtung in dir. Du brauchst aber, um diese Richtung beibehalten zu können, einen Gegensatz. Dirk: Aber dann müßte ich doch auch sagen, dieser Gegensatz ist wichtig und notwendig. Jetzt kommt der nächste Schritt: In meinen Anschauungen ist das Negative plötzlich genauso gut. Es ist gut, daß es da etwas Negatives, den Gegensatz gibt. JOSUA: Ist gut und wichtig für euch. Das heißt aber nicht, daß ihr euch in diese Gegenseite hineinfallen lassen sollt, denn das widerspricht ja in dem Moment deiner Veranlagung, den Weg ins Kollektiv zu gehen. Es würde dich wieder zurück auf die andere Seite werfen. Das Ziel ist klar: Von der Minusseite wieder in die Plusseite zu gehen. Nimm ein Beispiel: Du gehst von hier aus, einen Weg nach Hannover zu deiner Wohnung. Das weißt du, das wolltest du tun und da wolltest du hin. Du kannst jetzt diesen Weg direkt nehmen. Du fährst auf der Autobahn, und du siehst viele Autos, die auf dich zukommen, die Gefahr für dich bringen. Sie veranlassen dich, gewisse Spielregeln einzuhalten, damit nichts passieren kann. Es gibt aber Situationen, wo etwas passiert und wo dein Weg zu dir nach Hause, nach Hannover, z.B. durch einen Unfall verzögert wird. Das wären dann für dich Erfahrungen, das nächste Mal noch mehr aufzupassen auf diesem Weg. Die ethischen Begriffe, welche du hier anführst, wie Moral, Humanität, soziales Verhalten, sind die Richtlinien, welche in jeder Seele verankert sind. Das sind die geistigen Muttergene: Laßt uns auf diesem Weg bleiben. Das ist dann z.B. die Autobahn nach Hannover. An diese Richtlinie mußt du dich halten. Es streben viele in Richtung Hannover. Dirk: Und einige fahren auch wieder zurück... JOSUA: Ja, manche fahren auch wieder zurück oder bleiben mitten auf dem Weg stehen, weil irgend etwas defekt ist, oder weil sie einen Unfall hatten. Aber der Weg ist trotzdem immer wieder nach Hause. Manche verfahren sich auch, weil es Umleitungen gibt. Marion: Du meinst doch hier keine bestimmten Personen. JOSUA: Ich meine nicht eure "Kreisfahrerei". Dirk: Diese geistigen Muttergene, die jetzt in uns verankert sind, hatten diese einen entgegengesetzten Wert, als wir uns bei der Abspaltung befanden? Du sprachst ja davon, daß wir zu dem Part gehört haben, der sich abgespalten hat. FS: Ja, Part JOSUA: Dieses wurde in dem Moment mit geschaffen. Dirk: Die entgegengesetzten Werte, damit ich mich abspalte? JOSUA: Es wurden diese Muttergene geschaffen. Moral, soziales Verhalten usw. Dirk: Das verstehe ich nicht. Um mich abzuspalten, brauche ich doch gerade keine Moral, kein soziales Verhalten, Gemeinheit, Egoismus usw., damit ich überhaupt die entgegengesetzte Richtung, weg von der Heimat, weg vom Kollektiv fahren kann. JOSUA: Ja, was du sagst ist richtig. Ich hatte es falsch verstanden. Du sprachst jetzt von der Abspaltung: Hier wurden diese Antigene geschaffen, um sich überhaupt trennen zu können. Deswegen sagen wir ja auch Plus und Minus. Was man jetzt wieder in Frage stellen kann: War diese Abspaltung etwas Negatives oder war sie eine gewollte Sache? Ich behaupte, sie war gewollt. Sie ist nicht negativ in eurem verstandenen Sinne. Birgit: Nein, sonst hätte ja keine Entwicklung stattfinden können. JOSUA: Richtig, also von dem gesamten Kollektiv geplant gewesen. Die eine Hälfte ging und die andere blieb dort. Die Entwicklung ist das Zusammenkommen bis es wieder Eins ist. Dann trennt man sich wieder, und es wird etwas anderes geschaffen. Birgit: In dem Buch "Der kleine Prinz" heißt es, ich muß die Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge sehen will. Ich denke, das ist der Weg. JOSUA: Es ist der Weg. Dirk: Die Antigene, welche bei der Abspaltung nötig waren, und die positiven Gene, die jetzt notwendig sind, um wieder zurückzufinden, müssen ja beide in mir sein. Was bewirkt denn jetzt die Umkehr? Einmal hatten die negativen Gene die Vorherrschaft und jetzt, so möchte ich es behaupten, haben die positiven Gene die Überhand. Was ist ausschlaggebend für diese Umschaltung, für diesen Umkehreffekt? JOSUA: Ausschlaggebend ist hierfür wiederum ein geistiges Gen, welches das "Eins werden", die Zusammenführung beinhaltet. Heimweh, ganz einfach und banal ausgedrückt: Heimweh! Dieses wurde mitgegeben. Wenn dieses Teil nicht mitgegeben worden wäre, hätte es nur zwei Kollektive gegeben ohne jegliche Entwicklung. Aber so bestand ein Bestreben nach dem "Zurück" und somit war eine Entwicklung, eine Evolution da. Verstehst du? Es wurde also bei dieser Spaltung... - ich rede davon, als wenn ich es wüßte. Es ist ja auch von mir nur hypothetisch. Woher sollte ich es wissen, aber ich stelle es mir so vor - bei dieser Spaltung wurde dieses Gen mitgegeben. Dirk: Und irgendwann hat es sich bemerkbar gemacht, asoziales Verhalten übertrumpft usw. und dann ging es in die andere Richtung, zurück zum Kollektiv. JOSUA: Genau. Ihr müßt das Negative als etwas Unrechtmäßiges betrachten, als etwas, was euch von eurem Weg nach Hause abhalten will und wo der Einsatz, die Mittel, die Moral wichtige Aspekte sind. Rolf: Man müßte eigentlich auch mit deinem philosophischen Empfinden, in deinem Sinne, sagen, daß man zurück ins Kollektiv möchte, um ... JOSUA: Ja. Rolf: Damit nimmt man die Endgültigkeit heraus, sonst könnte man meinen, wenn man angekommen ist, sei alles erledigt. JOSUA: Ein sehr guter Ansatz. Vielleicht sind es das nächste Mal diejenigen, die jetzt im positiven Kollektiv geblieben sind, die sich dann abspalten und dieses "zurück zum Kollektiv" haben werden. Und ihr, die ihr jetzt diesen Weg zurück zum Kollektiv geht, bleibt vielleicht als Ruhepol drüben. Dirk: Ich habe noch eine Begriffsklärung vorliegen: Ist das Zwischenreich gleichzusetzen mit dem Nebelland? Sind dies gleichbedeutende Bezeichnungen für die erste und zweite Sphäre? JOSUA: Ja, ich würde dieses so sagen. Das Zwischenreich ist nichts anderes als der Übergang vom materiellen Tod zurück ins geistige Reich. Hier bewegen sich die Seelen, welche die Materie festhalten. So, Freunde ich wünsche euch noch einen schönen Abend. Geht in Harmonie und in Frieden. Denkt über die Worte nach. Die heutigen Worte bitte philosophisch betrachten und nicht auf die Goldwaage legen. Ich habe nicht das Allwissen über das Kollektiv, sondern es sind meine Gedanken. Ich möchte doch noch einmal darauf hingewiesen haben. Nicht, daß meine Worte auf einmal göttliche Gesetze annehmen. Das möchte ich nicht. Damit, GOTT ZUM GRUSS. Bitte meine Musik. Wir wünschten unseren Freunden eine schöne Zeit und sprachen unseren Dank aus. |