zurück Sternenlicht Protokoll Nr. 24 vom 08.04.2000 Download als selbstentpackendes Word97 Dokument


Der heutige Abend wurde ausschließlich von dem Lichtboten JOSUA geleitet. Als Medium stand ihm Jürgen zur Verfügung. Die Durchgaben erfolgten mündlich.

JOSUA: GOTT ZUM GRUSS und sein Segen sei mit euch. Wo ist unser Strand?

(Jürgen, Marion, Rolf und Betty waren gemeinsam im Urlaub)

Marion: Den haben wir dort gelassen, weil er nicht in den Koffer hinein gepaßt hat...

JOSUA: Ich denke, du kannst die Musik jetzt langsam ausmachen. Dirk, du siehst so bleich aus.

Dirk: Mir fehlt ein bißchen Sonne und vor allem die Haare im Gesicht.

JOSUA: Du solltest es vielleicht einmal mit der Dominikanischen Republik versuchen. Es war sehr angenehm dort.

Dirk: Das glaube ich gern.

Rolf: Zu angenehm.

JOSUA: Das ist relativ. Dazu kommen wir gleich noch. Sonst alles im grünen Bereich bei dir?

Dirk: Ich mußte mir in den letzten Tagen des öfteren in Erinnerung rufen, was eigentlich ein grüner Bereich ist. Aber jetzt, wo ich hier im Kreis sitze, ist dieser Bereich schon wieder grün geworden.

JOSUA: Du hast uns vermißt, nicht wahr?

Dirk: Ja.

JOSUA: Ich weiß. Nun, mein "schwarzes Mädchen", wie geht es dir?

Marion: Ich bin nur äußerlich (T-Shirt) schwarz, nicht innerlich.

JOSUA: Ich weiß, sonst hätte ich es nicht angesprochen.

Marion: Mir geht es eigentlich ganz gut. Mir hat die eine Woche zu Hause sehr gut getan, denn dadurch hat man eine ganz andere Möglichkeit sich wieder auf die Arbeit einzustellen.

JOSUA: Guten Abend, Birgit. Wie geht es dir?

Birgit: Guten Abend, gut.

JOSUA: Nur "gut" oder gut?

Birgit: Gut!

JOSUA: Beide Seiten gut. Der Kopf und die Seele, alles stabil?

Birgit: Ja, ich freue mich schon auf den Urlaub. Körperlich bin ich im Moment ein bißchen schlapp, aber ich denke, das legt sich wieder.

JOSUA: Genießt das, was ihr seht und macht es in Ruhe. Es ist für euch beide gut. Guten Abend, Rolf.

Rolf: Hallo, mein Freund.

JOSUA: Du hast dich noch nicht ganz an dieses Arbeitsleben wieder gewöhnt, nicht wahr?

Rolf: Ich bin irgendwo ständig müde und möchte eigentlich nur relaxen und schlafen. Ich gewähre meinem Körper dieses auch. Wenn er dieses braucht, dann soll er dieses auch bekommen.

JOSUA: Das ist gut, daß du dir keinen Streß deswegen machst, weil der Körper eigentlich zu dem Zeitpunkt als er seine Ruhe abbrechen mußte, erst anfangen wollte, aufzutanken. Die Urlaubszeit von dir war unglücklich gewählt.

Vielleicht solltet ihr wirklich einmal überlegen, die Regenerierung mehr zu kompensieren und doch nur einmal im Jahr zu fahren, aber dafür länger. Selbst wenn du nicht länger in dem Süden verweilst, aber dafür die Regenerierungsphase auch zu Hause zu hast, damit der Körper sich zu Hause entspannen kann. Dieses ist sehr wichtig. Du zerstörst vieles durch so etwas. Die ganze Ruhe, die du hattest und die der Körper jetzt eigentlich bereit war anzunehmen, wo er begann aufzuladen, wurden sehr schnell wieder zerstört. Aber das weißt du ja selber, dazu brauche ich dir nichts zu sagen.

Rolf: Ich werde dieses beherzigen.

JOSUA: Nicht wahr? Und du, Betty?

Betty: So geht es mir eigentlich ganz gut, außer daß ich mich heute sehr müde und schlapp fühle.

JOSUA: Du hast etwas in den Knochen stecken, wie ihr immer so sagt. Das ist Erschöpfung. Es hört sich witzig an. Du kommst aus dem Urlaub und leidest an Erschöpfung, aber hier gilt das Gleiche, was ich auch schon zu Rolf gesagt habe. Diese Erschöpfung ist zur Zeit noch nicht einmal personenbezogen, sondern hängt noch bis Ende Mai mit der gesamten Konstellation der Sterne und der Planeten zusammen. Es geht vielen so, daß die Menschen nach der Arbeit wie erschlagen sind, ohne jegliche Motivation und sich wirklich zu allem zwingen müssen, um überhaupt etwas zu tun.

Dirk: Was machen wir dagegen? Ich sage mal, die Planeten können wir nicht einfach zur Seite schieben und eine schönere Konstellation aufbauen.

JOSUA: Nein, da müßt ihr durch.

Dirk: Da gibt es kein "Heilmittel"?

JOSUA: Es gibt das Wissen, es gibt das Bewußtsein zum Spiritualismus. Wenn ihr euch immer wieder diese beiden Dinge mit heranzieht und sagt: es liegt daran, wir wissen es. Dann ist das ein Kampf gegen diese Depression.

Dirk: Kann denn mit diesem Bewußtsein eine Seele in einem Körper stärker sein als die Konstellation, stärker in dem Sinne, daß einen das nicht so runterzieht?

JOSUA: Sie kann zu mindestens diesen Dingen standhalten durch das Bewußtsein. Wenn ich die Ursachen kenne, kann ich leichter die Wirkung beeinflussen. Wenn ich unwissend oder ungläubig in die Sache hineingehe, bin ich der Sache natürlich gefährdet ausgesetzt. So kannst du viele Dinge, die vielleicht tiefer gehen würden, abblocken. Es ist nicht möglich, daß diese Dinge ganz und gar an dir vorüberziehen. Es sind viele Kleinigkeiten, die auf einmal an Gewicht bekommen, was sonst gar nicht so gewichtig ist. Wo viele Dinge, die getan werden, in ein anderes Blickfeld rücken.

Dirk: Was vielleicht auch etwas Positives haben kann.

JOSUA: Das Positive ist gerade durch die Konstellation nicht da, aber ihr könnt lernen Probleme, die auftauchen, positiv zu beenden, bevor sie überhaupt negativ in die Tiefe gehen. Daß sie auftreten, ist nicht zu verhindern. Aber ein gegenseitiges Verständnis, eine Treue und vielleicht auch eine etwas größere Zuneigung in dem Moment ist da sehr hilfreich.

Der Zusammenhalt des Kreises, der Freundschaften, der Partnerschaften, sie alle sollten jetzt enger rücken. Um so leichter wird all das überstanden werden, denn seht bitte: Diese Kräfte, die Strömungen, die hier entstehen, sind nicht nur so massiv, daß sie auf die Erde einwirken im materiellen Sinne - durch Sturmfluten, Vulkanausbrüche etc. - sondern sie haben auch Auswirkungen auf Handlungen. Betrachte zum Beispiel euren Börsenmarkt: Der schlägt Purzelbäume! Die Menschen in Deutschland, zu mindestens teilweise, spielen verrückt und meinen, sie müßten jetzt alles riskieren, um ihr Glück zu finden. Sie werden in eine enge Gasse getrieben, aus der es dann kein zurück gibt.

Dirk: Ja, wir waren heute ja schon mit dem neuen Medium Internet zugange. Und dieses trägt sicherlich auch etwas dazu bei, daß jeder einzelne nun (z.B. an der Börse) mitmischen und auch Panik und Hysterie auslösen kann.

JOSUA: Die Verlockung, die Versuchung ist groß, nicht. Und je näher der Planet oder die Menschen auf diesem Planeten zusammenrücken mit ihren Ideen, die sie haben, um so mehr Konträres geschieht auch. Sie hat nicht nur gute Seiten, diese Erfindung der Kommunikation. Sie hat auch schon sehr viele Beziehungen auseinander getrieben.

Ihr habt nicht umsonst mittlerweile schon Therapiegruppen, wo diese Menschen, die dann nur noch vor dem Kasten sitzen, therapiert werden. Die Gefahr ist überall gegeben, und der eine reagiert mehr als der andere. Aber warum tut der Mensch das? Doch nur weil er einsam ist und in dieser Einsamkeit vergißt er, daß er diese Einsamkeit nur lösen kann, wenn er hinaus geht.

Betty: Einen lieben Gruß von Ilse möchte ich dir noch bestellen.

JOSUA: Danke schön. Ihr seht sie noch einmal, nicht?

Betty: Ja.

JOSUA: Grüßt sie zurück.

Birgit: Sie läßt auch noch fragen, wie es Helga geht. Sie ist 1992 oder 1993 zu euch gekommen, und sie war mit dem alten Kreis verbunden.

JOSUA: Helga geht es gut. Sie hat viel gewußt in diesem Erdenleben. Ihr Weg war geebnet. Sie befindet sich mittlerweile schon in der vierten Sphäre. Also keine Angst, sie ist munter und fröhlich. Wir treffen uns ab und zu.

Marion: Ich weiß zwar nicht, ob das geht, aber grüße sie einmal lieb von uns.

JOSUA: Und wie das geht. Ich werde ihr dieses gedanklich übermitteln.

(Dirk trug eine Leserfrage zu einer heimgegangenen Mutter vor, und JOSUA bat um Auslegung der letzten irdischen Adresse.)

Dirk: Es ist es notwendig, den Namen und den Ort, an dem sie zuletzt wohnte, zu haben?

JOSUA: Ja, und das Sterbedatum, damit wir uns erkundigen können, wer da zuletzt gekommen ist. Wir müssen dieses ja weitergeben.

Birgit: Ist es dann von Bedeutung, wo derjenige zuletzt gelebt hat?

JOSUA: Ja, weil sie sich dann meistens in dieser Umgebung aufhalten.

Rolf: Als Seele in der alten Umgebung aufhalten?

JOSUA: Das erste, was die meisten Seelen machen, die keine spirituelle Erfahrung haben, ist, sich dort ein Umfeld aufzubauen, wo sie lange gelebt haben. Wenn wir jetzt die Adresse haben, dann können wir nachschauen, wo sie in ihrer Inkarnation gelebt hat, und dann können wir dieses weiter vermitteln. Wenn wir dann jemanden im Sommerland erreichen, der sagen kann, das ist "die und die Person" und die macht "das und das" wird dieses dann wiederum über die einzelnen Sphären bis zu mir hoch getragen. Das heißt, ich brauche immer Mittelsmänner.

Birgit: Wie muß ich mir dieses jetzt vorstellen? Befindet sie sich noch vor dem Sommerland?

JOSUA: Sie kann auch im Sommerland sein. Ich weiß es nicht. Es kann auch sein, daß sie sich gar nicht im Sommerland aufhält. Ich weiß ja nicht, wie sie gewesen ist. Das heißt, ich beauftrage jetzt jemanden aus der 5. Sphäre, dieser wiederum jemanden aus der 4. Sphäre und der aus der Vierten beauftragt jemanden aus der Dritten, also aus dem Sommerland, der dann nachschaut.

Dirk: Weil jemand aus der 3. Sphäre dich gar nicht wahrnehmen könnte?

JOSUA: Ja und ich kann nicht dort hin. Es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, wegen jeder Frage meinen Bereich zu verlassen und ins Sommerland hinunter zu gehen. Wir haben hier unsere Mittel und Wege.

Dirk: Du sprachst einmal davon, daß ihr eine sehr große Seelengruppe seid, die sich treffen. Seid ihr alle aus der 6. und 7. Sphäre?

JOSUA: Der innere Kreis schon, natürlich. Ich denke, die ersten 4.500 sind schon aus der 6. Sphäre. Das heißt aber nicht, das alle aus der 6. Sphäre unbedingt Lichtboten sind, sondern es ist ja nun auch eine Aufgabe, als Lehrer tätig zu sein. Viele sind dort durch ihre Reife, die sie besitzen. Sie diskutieren und teilen ihre Erkenntnisse, ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit uns.

Marion: Also könnte man sagen, daß die Grenze zwischen der 6. und 7. Sphäre fließender ist als zwischen der 4. und 5. Sphäre?

JOSUA: Ja. Es ist fließender. Es bezieht auch die Möglichkeit mit ein, daß ein Lichtträger innerhalb einer Sitzung dabei ist.

Dirk: Kann man sagen, das sich der äußere Kreis dementsprechend aus Seelen der 4. und 5. Sphäre zusammensetzt?

JOSUA: Ja, genau. Hier befinden sich dann die Sphären, die dann die Übermittlung mitbekommen, aber dieses nicht sehen können. Stellt euch eine Sitzung wie vor einem Radio vor.

Birgit: Und die anderen sitzen vor einem Fernseher.

JOSUA: Genau.

Marion: Dann sitzen noch welche im Kino...

Birgit: ...und die anderen im Theater.

JOSUA: Ja, das ist dann das Theater, welches hier stattfindet.

Dirk: Theater ist ein gutes Stichwort. Es betrifft Fragen von zwei Lesern. Einmal aus Österreich und zum anderen aus Indonesien. Und zwar das "Theater", welches in ihren Ländern stattfindet. Sie suchen hierfür irgendwo einen geistigen Hintergrund, eine Erklärung. Sie möchten gerne eure Worte dazu hören, damit sie vielleicht so etwas wie ein Verständnis aufbauen können.

JOSUA: Ach, sie wollen wissen, warum die politische Lage und die Situation dort zur Zeit so ist? Fangen wir mit Indonesien an? Dieses ist meine Einschätzung, das soll nicht ein Wort der Endgültigkeit sein: Indonesien ist ein Land, in denen sich viele Religionsgruppen wiederfinden. Gruppen, die verschiedener nicht sein könnten. Jede von ihnen besitzt eine Art von negativem Fanatismus. Sie glauben nur, daß das das wahre Wort Gottes ist, was sie wissen, gelesen haben und was gepredigt wird. Sie handeln viel zu leichtfertig mit dem Wort Gottes, von dem sie gar nicht wissen, ob es das Wort Gottes ist.

Jeder versucht aus den Schriften, die ihnen gegeben sind, ihr Verständnis, ihre Einsicht, ihr Lernen zu suchen. Viele vergessen innerhalb dieser religiösen Worte die Worte, die wie folgt lauten: Liebe, Verständnis und miteinander umzugehen. Sie sind in allen Schriften der Religionsgruppen enthalten.

Manche Gruppen, innerhalb ihrer eigenen Religion, sind mehr für die Worte: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Sie lassen den Teil, wo es um Verständnis, Toleranz und Liebe geht, links liegen, weil diese vielleicht von einem Propheten kamen, der nicht so wichtig war.

Hier sind doch die Parallelen. Der Koran sagt, daß der Glaube mit Feuer und Schwert zu verbreiten ist. Wie der Koran dieses meinte, überlegen sie nicht. Sie lesen nur Feuer und Schwert und finden dieses gut, weil sie wissen, daß man dieses realisieren kann und schlagen los, zerstören einfach alles und vergessen dabei, daß die Toleranz wichtig ist. Und hier, gerade in Indonesien stehen diese Glaubensrichtungen vor der Aufgabe, diese Toleranzgrenze zu finden.

A. fragt, ob dieses eine Sache des Widersachers ist. Er hängt darin, natürlich. Und er schürt die Unzufriedenheit noch. Ihm geht es schon darum, daß diese Religionen keine Einigung finden. Es wird immer wieder Menschen innerhalb dieser Religionen geben, die mehr auf den Widersacher hören. Nämlich: Zerschlage all das, was anders denkt und was an etwas anderes glaubt. Und solange er diese Unzufriedenheit in diesen Ländern aufrecht erhalten kann, hat er ein festes Domizil. Solange dieses so ist, wird Indonesien auch nicht aus dieser Armut und diesem Elend herauskommen.

Die Menschen dort müssen zu tolerieren beginnen. Insbesondere die Moslems, welche sich durch ihr Wort, was sie im Koran finden, auf dem falschen Weg befinden. Sie müssen lernen den Dogmatismus abzulehnen. Auch die Christen haben ihren Teil dazu beigetragen. Auch sie besitzen eine Art, wie sagt man, der Borniertheit gegenüber den anderen Religionen. Sie glauben weitaus zivilisierter zu sein und schüren natürlich somit das Denken. Hier sollten sich die Vertreter, die Oberhäupter der Kirchen zusammentun. Laßt sie gegeneinander boxen.

Marion: Oder man sperrt sie solange in einen Raum, bis sie zu einem gemeinsamen Ergebnis gekommen sind.

JOSUA: Ein Ergebnis, welches sie auch wirklich meinen und nicht nur eine Scheinheiligkeit, die nur eine kurze Zeit dauert.

Die Indonesier sind als Mensch sehr spirituell und wissen um die Dinge, die nach ihrem Ableben geschehen. Sie wissen, daß ihr Weg ein neuer sein wird, um so zu lernen. Sie sind (medial) wie kleine Kinder: Der Kontakt zum Geistigen Reich ist bei ihnen noch nicht abgebrochen, aber sie benehmen sich als wären sie in einem Tollhaus. Stelle dir einen Kindergarten vor. Die Kindergärtner/innen gehen hinaus und lassen die Kinder alleine. Diese gäbe Chaos und dort ist es genauso. Solange sich niemand findet und diese Kinder innerhalb ihres Spiritualismus leitet, solange herrscht dort Chaos.

Rolf: Sie sind nach unserer Denkweise spirituell sehr offen. Kann man dieses so sagen?

JOSUA: Ja.

Rolf: Dieses würde doch dann heißen, daß sie für ihre Schutzpatrone genauso offen sein müßten, oder mache ich hier einen Denkfehler?

JOSUA: Nein, du hast hier schon Recht.

Rolf: Das heißt, sie bekommen ihren Input, ähnlich wie du ihn formuliert hast?

JOSUA: Nein, nicht ganz so. Ich sagte doch, sie sind ohne Betreuung, mitunter ohne geistige Führer. Sie tollen auf beiden Gebieten herum und haben sich gespalten. Die Schutzpatrone, die Geistlehrer, die sie haben, können sie nur soweit beeinflussen, wie sie dieses selbst zulassen.

Natürlich sind dort auch einzelne Seelen, die schon Erfahrung haben und diese Mißstände nicht haben wollen. Aber durch ein festgesetztes Denken, durch Sturheit einer gewissen Gruppe ist es nicht möglich, die Pforten der Sphären zu öffnen. Sie benehmen sich wie im Kinderreich, ohne jegliches Verantwortungsgefühl. Gut, es sind Dinge, die dort geschehen, die für euch grausam sind: Die Menschenrechte zum Beispiel. Von geistiger Sicht sieht dieses anders aus. Sie benehmen sich wie Seelen, die nicht wissen, was sie tun. Sie wollen irgendwie überleben, aber wissen eigentlich nicht wie und dann schließen sie sich zusammen, bilden Gruppen und gehen dann aufeinander los, weil jede Gruppe glaubt, daß das, was sie vertritt, wie sich ihre Lebensweise und ihr Fertigwerden mit diesem Leben darstellt, die richtige Form ist. Man benutzt hier die Religion um Unwissenheit zu bekämpfen.

Rolf: Ich möchte jetzt noch auf folgendes hinaus: Ein spirituell Denkender...

JOSUA: Spirituell, mein Guter. Wie weit ist dieser spirituelle Weg? Er endet bei den Ahnen. Er endet beim Vater, er endet beim Großvater. Wo bleibt die Lehre der autorisierten Geistlehrer? Jeder Großvater gibt doch nur die Richtlinien weiter, die für ihn maßgebend waren, die er erlernt hat. Welches spirituelles Wissen hat dieser Großvater denn?

Rolf: Das verstehe ich. Also reicht ihr spirituelles Wissen nur eine maximal zwei Generationen weit zurück.

JOSUA: Was ich mit der Spiritualität meinte, ist die Offenheit. Der Kontakt zum Geistigen Reich ist nicht abgebrochen. Das heißt aber nicht automatisch, daß sie einen hohen Anschluß haben. Ihr nennt dieses Spiritismus. Sie leben innerhalb des Spiritismus und vermischen diesen mit ihrem Glauben und Aberglauben. Sie sprechen mit ihren Verwandten und sehen Dinge, die vielleicht erst 50 Jahre zurück liegen.

Rolf: Kann man dieses als etwas naiv bezeichnen? Sie gehen vielleicht davon aus, auf diesen Spiritismus aufbauen zu können, Lehren daraus zu ziehen und Maßstäbe zu setzen.

JOSUA: Von unserer Warte oder von eurer Warte aus, ja. Von ihrer Warte aus, ist dieses das Absolute. Und ihre Hilflosigkeit innerhalb der spirituellen Argumentation verschafft sich Ausdruck in der körperlichen Argumentation. Das heißt, wenn ich mit den Worten nicht mehr weiterkomme, dann haue ich ihm eine. "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlage ich dir den Schädel ein."

Es ist doch nur ein Wissen, daß es wohl noch etwas Danach gibt, aber sie wissen nicht genau was und somit lehnen sie es ab. Sie blockieren es. Die Seele weiß, daß sie mehr lernen kann, aber sie wird gebremst. Und die armen Seelen, die vielleicht aus diesem Kreis ausbrechen könnten, die vielleicht einen Weg gefunden haben, um Erkenntnisse zu erlangen, was geschieht mit ihnen? Sie werden "zurück" geschickt durch Verletzung der Menschenrechte!

Rolf: Das verstehe ich jetzt nicht ganz.

JOSUA: Sie werden getötet. Betrachte doch die Menschen oder befasse dich einmal mit den Menschen, die dort getötet werden. Welche Wege sie vielleicht hätten beschreiben können. Es wird zunichte gemacht und hier ist natürlich das Negative mit im Spiel. Das hat natürlich kein Interesse daran, daß die Menschen spirituelle Erfahrungen und Weisheiten bekommen, daß einzelne Seelen sich vielleicht aufschwingen, Zuführer werden und die wirkliche Pforte überschreiten. Hier weiß das Negative Einhalt zu gebieten.

Sind diese Geistwesen erst einmal wieder im Jenseits und überschreiten dann dort die Sphäre, so kehren sie nicht wieder zurück nach Indonesien in dieses soziale Umfeld, denn es ist für sie abgeschlossen. Das heißt, um eine Wende herbeiführen zu können, muß sie aus den dort zur Zeit lebenden Menschen kommen.

Rolf: Wäre es vielleicht einfacher, Einfuß auf die Menschen zu nehmen, wenn sie nicht so spiritistisch offen wären?

JOSUA: Brutaler. Sie wären noch brutaler. Sie würden noch mehr aufeinander losgehen und es würde dann keine Hemmung mehr geben. Es wäre nur Krieg. Hier ist es das Spirituelle, das Spiritistische, welches oftmals im Positiven ein Gleichgewicht herbeiführen kann. Es muß so sein, daß sie spirituell offen sind, um den Prozeß in diesen Ländern, auf diesen Inseln auszugleichen, ansonsten gäbe es ein fürchterliches Chaos. Das ist ja das, was die Gegenseite, der Widersacher gerne möchte. Er möchte diesen Kontakt kappen. Verlieren die Menschen dort ihre kindliche Offenheit zum Geistigen Reich, dann hätte dort wirklich das Negative gewonnen, und es würde ein Elend über diese Inseln, über diese Länder ziehen, welches wiederum ein fürchterliches Ausmaß - nicht nur für diese Länder sondern auf dem gesamten Planeten - hätte.

Rolf: Dieses sind ganz neue Gesichtspunkte.

JOSUA: Nehme die Insel Bali: Ein Land des Spiritualismus, der sich dort etabliert hat und der an der obersten Grenze der Überschreitung stetig wandelt.

Marion: Welche Grenze?

JOSUA: Die Grenze zur nächst höheren Sphäre. Der Spiritualismus hat innerhalb des Landes, nicht in den Touristenzentren, ein gutes Niveau. Dort ist noch die Hochburg des Positiven. Wir hoffen, sie wird gehalten. Bis jetzt ist Bali noch von all dem Übel am glimpflichsten davon gekommen. Noch ist es die Insel der Götter, wie ihr so schön sagt. Dieser Gedanke lebt sehr stark in den Eingeborenen, und sie lassen ihn wirken, so daß das Negative wirklich Schwierigkeiten hat, diese Insel zu zerstören.

Birgit: Hilft der Tourismus in diesem Fall dem Negativen?

JOSUA: Indirekt. Es kommt darauf an. Wenn ihr z.B. als Touristen dort aufkreuzen würdet, wäre dieses gut. Würden aber Touristen dort hinfahren, um ihre negativen Seiten auszuleben, das heißt, den Sextourismus, Randale, Umweltverschmutzung usw. so ist er negativ. Im Großen und Ganzen ist das, was auf Bali geschieht eigentlich noch ein humaner Tourismus, der dem Land auch finanziell hilft. All die Menschen, die nach Bali fahren, fahren nicht mit dem Ziel dorthin, daß sie ihre "Schweinerei" heraushängen lassen wollen - wie ihr immer so schön sagt - sondern um eigentlich eine seelische Zufriedenheit zu finden. Menschen, die vom Spirituellen gar nichts wissen, wo einfach der Wunsch nach Ruhe und Harmonie vorhanden ist, fühlen sich dort wohl.

Birgit: Du sprachst eben davon, daß Menschen, die in Indonesien etwas bewirken konnten, schnell zum Opfer von Anschlägen geworden sind und somit wieder ins Geistige Reich zurückkamen. Inkarnierenwir eigentlich immer wieder im gleichen Raum?

JOSUA: Nein.

Birgit: Also wählen wir dieses ganz nach unserer Aufgabe?

JOSUA: Das soziale Umfeld bedeutet z.B. nicht unbedingt ein soziales Umfeld hier innerhalb von Deutschland. Sondern dieses soziale Umfeld, in dem du in deiner nächsten Inkarnation etwas erlernen willst, kann sich auch in China oder in Amerika, wo die Mentalität eine ganz andere ist, befinden. Ihr wißt, das jedes Land eine eigene Mentalität hat: Auch innerhalb von Europa oder der fernöstliche Teil oder Amerika. Rolf wäre es ohne weiteres zuzutrauen, daß er beim nächsten Mal im fernöstlichen Teil inkarniert, um dort gewisse soziale Fügungen zu durchleben. Dinge zu durchleben, die dann einen gewissen sozialen Stand haben, die ihn interessieren. So ist es auch in Indonesien: Wenn sie die Erkenntnis haben, daß das, was in Indonesien geschieht, nur ein Anfang ist, dann werden sie dort nicht wieder inkarnieren, sondern in einem anderen Land, in ein anderes soziales Umfeld.

Birgit: Wie sieht es dann mit der Religion aus? Wir sprachen ja einmal davon, daß ein Moslem bei seiner nächsten Inkarnation wieder in ein moslemisches Umfeld inkarniert. Ein bißchen eingeschränkt ist man dann mit der Ortsauswahl doch schon, oder?

JOSUA: Nun gut, du darfst dabei nicht vergessen, daß der Islam sich nicht nur in einem kleinen Land festgesetzt hat, sondern sehr stark verbreitet ist. Du weißt, daß der Islam unterschiedlich ist. Sehe es hier auch als eine Stufe.

Wenn die Erfahrung des Islam aus einem bestimmten Land durchlebt wurde, dann kehrt er ja auch im Geistigen Reich in den islamischen Bereich zurück. Das heißt, er wird vertraute Seelen und seine Glaubensrichtung wieder vorfinden. Er wird beim nächsten Mal nicht zwischen uns inkarnieren. Er würde sich hier nicht wohl fühlen. Er müßte dieses erst verarbeiten. Aber es gibt auch dort Seelen, die dann z.B. zu einer anderen Art des Islams inkarnieren. Die Religion selber bringt man nicht mit, sondern bekommt sie hier auf Erden gelehrt.

Rolf: Kann man sagen, daß du als Seele in dem Moment neutral bist?

JOSUA: Ja.

Rolf: Nach meinem jetzigen Wissen, müßte ich von meinem Ursprung her Christ sein.

JOSUA: Du bist Christ, ja.

Rolf: Und ich könnte mit dieser Glaubenseinstellung auch ohne weiteres beim nächsten Mal, so wie du es eben gesagt hast, in China inkarnieren?

JOSUA: Das ist ohne weiteres möglich, wenn...

Rolf: Wenn ich es will?

JOSUA: Ja.

Birgit: Entscheidet man dieses im Geistigen Reich?

JOSUA: Das entscheidest du hier, ja. Wenn du jetzt z.B. den Weg eines tibetanischen Mönchs gehen möchtest, dann mußt du auch das Wissen, die Reife dafür haben, um dieses durchleben zu können. Du kannst jetzt nicht Inkarnationen durchführen, die im Geistigen widersprüchlich sind. Du mußt schon Stufe für Stufe gehen. Du legst aber diese Stufe fest. Es kann sein, daß du sagst, ich nehme jetzt die nächste Stufe, und dabei befindest du dich während der Inkarnation trotzdem noch auf der gleichen Stufe. Wenn du jetzt in einem früheren Leben Katholik gewesen bist und sagst, ich probiere es einmal als Evangelist, dann ist dieses für dich kein Sprung auf die nächste Stufe, sondern es ist gleiche Stufe - nur eine andere Art.

Marion: Also kann man sagen, daß ein Moslem in seinem nächsten Leben kein Buddhist wird.

JOSUA: Ja, diesen Weg geht er nicht. Er würde erst innerhalb seiner eigenen Religion eine andere Form wählen. Wobei dann die Frage ist, ob er die humanere oder die extremere, radikalere Form nimmt. Sie unterscheiden sich. Für euch ist schwer, die einzelnen Formen zu unterscheiden.

Birgit: Gehen wir ruhig einmal von dem extremen Fall aus: Eine islamische Seele würde hier auf Erden in den buddhistischen Bereich inkarnieren. Käme sie dann im Geistigen Reich in den buddhistischen Bereich?

JOSUA: Ja, wenn dieser extreme Fall so eintritt. Dieses ist aber nicht so ohne weiteres zwischen den Religionen möglich. Religion bedeutet nichts anderes als spiritueller Weg. Betrachtet diese Religionen als Pfade zur Vollendung. Zur Vollendung im Materiellen, soweit es möglich ist. Ihr könnt innerhalb eurer Religionen sehen, wenn ihr euch einmal damit beschäftigt und sie betrachtet, wie unterschiedlich die Entwicklungsstufen sind. Beginnt mit dem einfachen Götterglauben der Eingeborenen. Nehmt die christliche Lehre. Denkt über die mohammedanische, buddhistische usw. einmal nach. Ihr werdet sehen, daß es hier unterschiedliche Entwicklungsstufen gibt, und ihr werdet merken, daß eure Seelen euch Hinweise geben, welche Form der richtige Weg ist. Es gibt keine Religion hier auf Erden, die die Vollendung ist. Aber es gibt eine Religion, die sozusagen der Weg ist, den man durchschreiten muß, um die höheren Stufen zu erreichen. Die Stufen zum Kollektiv.

Dirk: Ich möchte gerne noch einmal auf Indonesien zu sprechen kommen. Würdest du es für sinnvoll erachten, wenn man unsere Schriften, und auch die Mene-Tekel des MFK dort zugänglich macht. A. spielt mit dem Gedanken, die Protokolle ins Indonesische zu übersetzen. Kulturell gesehen ist es ja etwas Fremdes. Aber auf der anderen Seite, so denke ich einmal, würde eine Chance bestehen, gewisse Dinge in eine positive Richtung zu lenken. Ist dies nun eine Art "Fremdeinmischung" oder wie würdet ihr es beurteilen?

JOSUA: Es ist eine Entwicklung, keine Einmischung. Es ist eine Wirkung auf eine Ursache. Die Ursache sitzt hier, sind wir. Dadurch, daß du die Kommunikation dieser Erde nutzt, um das, was hier geschieht, der ganzen Welt preis zu geben, ist es eine freie Entscheidung für die Menschen, die diese Worte haben möchten. Wenn er sie übersetzt und sie an seine Mitmenschen weitergibt, so möge er darauf achten, daß er die Schriften nur an die Menschen weiterreicht, die sie auch verstehen.

Rolf: Weil er sich sonst dadurch in Gefahr begibt?

JOSUA: Ja. Er sollte mit diesen Dingen vorsichtig sein. Ich denke, soweit ist auch sein Denken und sein Bedürfnis. Er sollte sie erst einmal den Menschen diese Worte geben, die sie auch erfassen können und die wirklich mehr von dem Spiritualismus erfahren wollen.

Dirk: Und dabei jeder Seele die eigene Entscheidung lassen, ob sie diese Worte nun lesen und diese Inhalte erfahren wollen.

JOSUA: Wenn er dieses von Innen heraus möchte, so möge er es tun. Wir werden ihm den Schutz gewähren, den er erhofft. Die Möglichkeit mit seinem Großvater zu sprechen, habe ich nicht, weil sein Großvater sich in einem anderen Bereich befindet.

Dirk: Er sprach davon, daß sein Großvater sich wohl in einem Bereich aufhält, der sich in der Nähe seines irdischen Grabes befindet. Dieses spricht ja auch eher für den Spiritismus.

JOSUA: Diesen Bereich kann ich nicht mehr erreichen. Ich werde versuchen, ihm zu mindestens Grüße und Worte übermitteln zu lassen, so daß er weiß, daß es mehr gibt als das dort, wo er sich zur Zeit befindet, und das seine Aufgaben in dem Land vielleicht noch nicht beendet sind. Ich weiß es nicht, schauen wir einmal. Ich werde meine ...

Rolf: Connection (Verbindungen)

JOSUA: ...spielen lassen. Ja, danke. Manchmal habe ich es schwer, die richtigen Worte, die ich übermitteln möchte, zu finden. Denken kann ich sie.

Dirk: Kannst du auch noch etwas zu Österreich sagen?

JOSUA: In Österreich ist es ähnlich. Auch sie befinden sich zur Zeit in einem Wandel, wo zwischen zwei wirklich starken Mächten die Waage gehalten werden muß. Zwischen dem, was in der Vergangenheit war und dem, was jetzt ist. Die Gedanken sollten die Zukunft beweisen und nicht die Vergangenheit. Was dieser Haider denkt und empfindet, spricht vielleicht manchem aus dem Herzen, aber es ist nicht der Weg der Entwicklung, sondern es wäre ein Rückschritt. Warum dieses so ist, ist ganz einfach zu beantworten: Ein Land hat die Möglichkeit, sich geistig weiter zu entwickeln. Schauen wir einmal, wer gewinnt. Ist es die negative Seite oder die Positive? Menschen, die den spirituellen Weg gehen, erkennen die Gefahr, wenn sie da ist, aber sie stehen den Dingen erst einmal neutral gegenüber. Sie können nicht eingreifen. Hier spielen andere Mächte mit. Gut gegen Böse. Wie entscheidet das Volk? Wieweit ist das Volk?

Birgit: Ist es dann richtig, daß die anderen europäischen Länder sich so distanziert verhalten?

JOSUA: Es ist eine Art der Angst. Auch ihr seht die Gefahr, was dieser Mensch anrichten kann. Ihr wißt es, teilweise zu mindestens, aus familiärer Erfahrung, was ein Mensch anrichten kann. Sie distanzieren sich, sie wollen dem Volk eigentlich ein Signal setzen, was dort geschieht. Durch dieses Distanzieren wollen sie ihn politisch schachmatt setzen und signalisieren in dem Moment, wenn er gewinnt, das Österreich außen vor steht.

Rolf: Das hat aber nichts mit Entwicklung zu tun, sondern mit Erpressung, wenn man es jetzt einmal ganz übertrieben äußert.

JOSUA: Wenn du es jetzt von der politischen Basis betrachtest, ist es ein anderer Weg. Politik und Entwicklung sind zwei Dinge, wo negativ und positiv sehr gegeneinander kämpfen.

Rolf: Wenn sie es mit der Blockade zu weit überspitzen, dann würden sie dem Negativen die größere Chance einräumen.

JOSUA: Das ist richtig, weil dann die Menschen aus einer Trotzreaktion heraus sagen würden...

Rolf: ...jetzt erst recht.

JOSUA: Es gäbe die "gelbe" Karte.

Rolf: Erst die gelbe Karte zeigen, aber dann nach kurzer Zeit wieder einlenken, um dann zu signalisieren, das sie trotzdem noch dazu gehören.

JOSUA: Das ist richtig, denn der größte Teil der Österreicher ist, so denke ich einmal, nicht auf der Seite des Negativen. Aber es gibt immer Situationen z.B. innerhalb des Kreises: wir nennen es Prüfung. So ist es auch für jede Seele, und für Länder ist es genauso. Österreich steht wieder davor, einem Entwicklungsschritt machen zu müssen, eine Prüfung, um zu sehen, wie weit sie sind.

Rolf: Jetzt liegt natürlich die Frage nahe, wer dieses bestimmt, oder wer dieses festlegt?

JOSUA: Das legt das Volk selber fest. Das geht nach der Entwicklung der seelischen Reife. Kollektiv, verstehst du? Danach entscheidet sich, wann hier eine Prüfung, eine Möglichkeit zur Überschreitung in die nächste Sphäre gegeben wird.

Birgit: Ist dieses auch schon vor der Inkarnation festgelegt?

JOSUA: Nein, das hat nichts mit Inkarnation zu tun. Das ist ein Prozeß, in dem ein Reifegrad gegeben sein muß, um neue soziale Umfelder zu schaffen. Ihr müßt von der einzelnen Seele umdenken auf die Globale, vom Einzelnen zum Kollektiv. Hier müssen Unterschiede gemacht werden. Das Kollektive kann ohne die einzelne Seele nicht bestehen und umgekehrt genauso. Die Entwicklung und die Reife spiegeln sich in dem Volk wieder. Irgendwann stoßen sie dann an eine Grenze, sie haben eine Entwicklung hinter sich und müssen sich jetzt entscheiden, den Weg in die Humanität, in die Toleranz im Lebensraum fortzusetzen oder sagen, daß sie noch nicht soweit sind und noch einmal zurück müssen. Das ist nicht einfach zu verstehen, weil es hier um eine kollektive Entwicklung geht, wo nicht die einzelne Seele zählt, sondern wo alle Seelen zusammen gezählt werden und diese ergeben dann sozusagen, einen Stand, ein Level.

Dirk: Du meinst jetzt Kollektiv in Form von Gemeinsamkeiten und nicht das Ziel "Kollektiv"?

JOSUA: Ja, das meine ich damit.

Dirk: Das heißt, wir üben im Kleinen schon das, was wir einmal erreichen wollen?

JOSUA: Richtig. Jeder einzelne von euch trägt zum Beispiel mit zum staatlichen Kollektiv bei. Je mehr die einzelne Seele erlernt und je weiter sie kommt, um so weiter wird auch dieses Volk getragen. Und wenn eine gewisse spirituelle Reife erreicht ist - ob mit spirituellem Wissen oder ohne, jede Seele erreicht eine spirituelle Reife - so fließt sie in das Gesamte mit ein. Dann steht irgendwann eine Prüfung bevor.

Birgit: Das heißt also, wenn jemand inkarniert und die Seele hier im Materiellen nicht erwacht ist, lernt er trotzdem und kann durchaus seine Aufgabe, die er sich im Geistigen Reich gestellt hat, erfüllen?

JOSUA: Es gibt viele Menschen, die sind sehr lieb und sind freundlich zu jedem Mitmenschen. Sie besitzen eine hohe Toleranz, teilweise sogar eine Akzeptanz. Aber sie lehnen z.B. ein Weiterleben nach dem Tode ab und sagen, das gibt es nicht. Sie sind herzensgute Menschen. Du kannst diesen Menschen die Entwicklung doch nicht absprechen, nur weil sie nicht an ein Weiterleben nach dem Tod oder nicht an Gott oder an Seelen glauben. Dieses sind aber Menschen, die diese Aspekte in ihrem nächsten Leben miteinbeziehen werden, und es wird ihre Aufgabe sein, die Seele auch im Materiellen, in einem anderen sozialen Umfeld, erwachen zu lassen.

Dirk: Unterm Strich sind eigentlich die "menschlichen" Aspekte viel wichtiger als das reine Wissen. Es ist wichtig, so wie man ist.

JOSUA: Das was ihr macht, der Kontakt mit uns, dient doch dazu, den Menschen zu helfen und ihnen zu sagen, daß ihre Entwicklung, ihr Dasein nicht umsonst ist. Es ist ein Weg, ein Hinweis für jede einzelne Seele, die dann entscheiden kann, ob sie diesen Dingen nachgibt, ob sie daran glaubt und ob sie dieses Wissen ihrem Körper preisgibt.

Birgit: Die Möglichkeit, mehr zu lernen, ist doch erheblich größer, wenn die Seele geweckt ist.

JOSUA: Selbstverständlich, aber die Frage ist, wieweit möchten die Seelen dieses, wieweit sehen sie hierfür eine Notwendigkeit. Es gibt viele Seelen, die diese Ansprache brauchen, sie brauchen diesen Hinweis, um zu wissen, daß es so ist. Aber es gibt auch viele Seelen, die dieses nicht wollen. Sie sagen, so wie sie sind, sind sie. Es sind Individualisten, seelisch gesehen, die sich gerne absondern. Sie sind wohl tolerant allen anderen gegenüber, vielleicht auch gleichgültig, das weiß man nicht.

Der Weg durch den Spiritualismus, der Weg der Hilfe, die wir euch geben können, ist etwas einfacher, aber nicht jeder liebt das Einfache. Für dich, Birgit, zum Beispiel ist Wissen wichtig. Du brauchst dieses Wissen, deine Seele will wissen. Sie braucht dieses, um ihren seelischen Weg gehen zu können und um bereit zu sein, für das was da kommt. Sie will wissen, wohin sie kommt. Sie will wissen, wo sie steht und ihr Streben für eine spätere Geborgenheit ist sehr groß. Sie weiß, daß sie dieses nur durch Wissen und Veränderung erreichen kann. Geduldig und langsam immer einen Schritt nach dem anderen, aber dies mutig und stetig. Dann wird man alles bekommen, was man benötigt. Das Wissen und auch wissen, wie man es anwendet.

Dirk: Wie sieht denn ein Fortschritt für Seelen aus, die zwar die Möglichkeit hätten, sich dieses Wissen anzueignen, aber die dieses nicht wollen? Ist hier Stillstand, findet hier überhaupt kein Fortschritt statt?

JOSUA: Nein, einen Stillstand gibt es nicht. Es gibt immer ein gewisses Voranschreiten. Die Frage ist nur, in welche Richtung geht es. Jede Seele durchlebt in der Zeit, wo sie hier auf Erden ist, eine Entwicklung. Nur ihr setzt die Entwicklung immer gleich mit einem höheren Stand, das muß nicht sein. Die Entwicklung ist nichts anderes als ein Weg. Ich kann diese Entwicklung nehmen, ich kann jene Entwicklung nehmen.

Ist die Seele im Körper geweckt, wird sie natürlich versuchen, den seelischen Weg, den sie sich vorgenommen hat, zu nehmen. Ist sie nicht geweckt, ruht in einem Körper und gibt ihm eigentlich nur das Nötigste, was er braucht, um sich zu bewegen und um zu leben, so durchlebt sie wohl auch eine Entwicklung, aber diese ist klein.

Dirk: Vielleicht ist die heutige Menschheit auch beruflich sehr eingeschränkt diesen seelischen Weg zu gehen.

JOSUA: Das ist richtig, aber sie haben viel größere Möglichkeiten als wir zum Beispiel. Unsere Arbeitstage waren anders. Wir waren weitaus mehr beschäftigt mit den alltäglichen Dingen.

Dirk: Das heißt, die Schritte sind einfach nur größer. Es sind zwar weniger Schritte, aber dafür größere.

JOSUA: Genau. Ihr habt ganz andere Entscheidungsmöglichkeiten. Seht euch doch um. Ihr habt doch die Möglichkeit! Und so hat jede Seele die Möglichkeit. Keiner ist heutzutage durch Arbeit oder Beruf so eingespannt, daß er überhaupt keine Möglichkeiten mehr hat. Nur viele Seelen leben in ihrer Gleichgültigkeit, stürzen sich in diese Arbeit und lassen nichts anderes um sich herum gelten. Es zählt nur die Arbeit oder wie ihr es heute nennt, die Karriere. Es ist auch Suche.

Birgit: Ist es nicht manchmal auch eine Flucht?

JOSUA: Natürlich ist dieses eine Flucht, aber nicht eine Flucht von der Seele, sondern ein Nichtwissen. Was soll sie denn suchen, wenn sie nicht wach genug ist, wenn sie nicht weiß, was sie suchen soll. Also widmet sie sich den Dingen, die ihr die Umwelt zuträgt. Sie muß Karriere machen und viel arbeiten. Selbst die Kirchen predigen es euch doch: Bete und Arbeite.

Birgit: Wenn hier eine Zufriedenheit liegen würde, dann wäre es ja eine gute Sache.

JOSUA: Es ist eine Entwicklung. Es ist keine spirituelle Entwicklung, sondern es ist eine menschliche Entwicklung, welche auch sein muß. Verurteilt sie nicht. Diese menschliche Entwicklung dient dazu, um auf Erden etwas zu erreichen und um die Entwicklung, die Technik weiter zu treiben. Diese Menschen müssen auch vorhanden sein.

Euer Weg ist der Spirituelle. Anderen ist das materielle Wissen wichtig. Der Reichtum, die Arbeit. Obwohl sie vielleicht noch gar nicht verstanden haben, daß dieser Reichtum nicht einfach so zu genießen ist. Man muß viel Zeit dafür aufbringen. Zeit, die vielleicht einmal fehlen wird und später im Geistigen Reich man sagen muß: "Gut, das war eine Entwicklung, aber vertane Zeit. Ich habe viel Zeit verschenkt. Ich muß den Weg jetzt, nächstes Mal anders gehen."

Ihr seid hier einen Schritt weiter, weil das "Non-Plus-Ultra" ist geistige Entwicklung. Die seelischen Entwicklung zurück ins Kollektiv und der Drang nach diesem Wissen beinhaltet, daß, egal ob du wieder inkarnierst oder nicht, du niemals den Weg der materiellen Seite gehen wirst. Du wirst dann nie ein Karrieremensch mehr sein können. Man will wohl Geborgenheit haben, aber es reicht dann, die Arbeit zu erledigen, damit man sich diese Geborgenheit leisten kann, und dafür immer wieder die Prioritäten auf das spirituelle Wissen, auf das geistige Wissen setzen kann. Dorthin müssen andere noch kommen. Das werden sie lernen müssen, denn die materielle Entwicklung ist vergänglich. Wie euch gerne von den Oberen gesagt wird: "Du mußt dir doch etwas in deinem Leben aufbauen. Du brauchst ein Haus, einen Swimmingpool, ein Pferd..."

Marion: Wie in der Werbung, das ist mein Haus, das ist mein Pferd...

JOSUA: An diesen Dingen wird es gemessen. Du brauchst eine Unterkunft, du brauchst dein Essen und deine Kleidung und brauchst auch Annehmlichkeiten. Die Seele verlangt Annehmlichkeiten, denn wenn sie diese hat, so kann sie sich spirituell entwickeln. Aber nur bis zu einer gewissen Stufe. Begibst du dich auf den Pfad der Millionäre, bist du für ein spirituelles Leben nicht mehr fähig. Du hast dann nur noch Stress.

Rolf: Du sprachst eben davon, daß ein Millionär kein Spiritualist sein kann. Dieses würde ich z.B. als Herausforderung betrachten. Ist dieses überheblich?

JOSUA: Nein, nur vor 20 Jahren hättest du darüber überhaupt nicht nachgedacht und wärst nur den Weg des Millionärs gegangen. Aber du bist auch nicht mehr in der Lage, dein materielles Leben so aufzubauen, daß du hier in diese Ebene gelangst.

Rolf: Dieser Gedanke hat mich schon oft beschäftigt: Ob es wirklich nicht möglich ist, weil sich diese beiden Dinge zu konträr gegenüber stehen.

JOSUA: Mein lieber Freund, selbst wenn du jetzt im Lotto gewinnen würdest, und du würdest Millionär werden: Dein Weg würde sich wandeln und glaube mir, du ständest oft auf der Schwelle des Judas.

Rolf: Ich glaube dir, daß dieses richtig ist. Ich kann es nur so stehen lassen.

JOSUA: Die Seele braucht dann viel Kraft, diesen Annehmlichkeiten des Körpers zu widerstehen. Der Andrang der materiellen Welt würde für dich enorm werden. Man würde dich versuchen in eine andere materielle Ebene zu ziehen. Eine Welt, in der der Spiritualismus als Unfug, als Humbug abgetan wird. Es wäre ein schwerer Kampf.

Rolf: Das war ja auch nur so ein kurzer Gedankengang.

JOSUA: Ja, ich weiß mit welchen Gedanken du spieltest.

Rolf: Man kann diesen ganzen Gedanken umdrehen. Würdest du folgende These bestätigen: Ein spiritueller Mensch, welcher mit wenigen, materiellen Dingen auskommt, stellt dieser einen Maßstab für die geistige Entwicklung dar?

JOSUA: Es ist zwar richtig, daß ein Mensch, welcher wenig wert auf materielle Dinge legt, sich spirituell gut entwickeln kann, aber ob es der richtige Weg ist, bezweifele ich. Es muß immer ein gesundes Zwischenmaß, ein gesundes Mittelmaß vorhanden sein. Ihr habt diese Möglichkeit. Warum sagt man z.B.: "Ich muß arm sein, um spirituelle Erkenntnisse zu erlangen" oder "ich muß reich sein und lasse dafür spirituelle Dinge sausen". Es ist wichtig, daß ein gesunder Geist auch einen gesunden Körper hat. Wenn er auf materielle Dinge verzichten muß, kann der Körper nicht so gesund sein.

Rolf: Ich nehme mich jetzt einmal wieder als Beispiel. Ich habe einen Punkt, ein Level erreicht, welches ich gerne halten möchte, aber wäre auch nicht bereit, auch nur fünf Minuten meiner Zeit mehr für materielle Dinge aufzuwenden, um über dieses Level hinauszukommen. Ich brauche und will nicht mehr erreichen. Ich möchte mir nur das, was ich jetzt habe, erhalten oder im Höchstfall ersetzen können.

JOSUA: Das ist doch das Mittelmaß. Du sagst, du brauchst dieses und jenes, um deinen Körper zufrieden stellen zu können. Ich kann nur meine seelische Entwicklung leben, wenn ich auch eine seelischen Harmonie habe und diesen Maßstab setzt sich doch jeder selbst. Der eine braucht mehr, der andere weniger. Die Gefahr ist nur dabei, je mehr du von der materiellen Seite brauchst, um so weniger Chancen hast du, die geistige, seelische Entwicklung zu durchleben. Hier ist auch eine Grenze erforderlich.

Es ist wichtig, daß der Mensch sich diese Grenze selbst setzt. Ich sage z.B. nicht, daß ein Millionär nicht in der Lage wäre, sich spirituell zu entwickeln. Selbstverständlich kann er es, wenn er dieses will. Nur welcher Millionär will dieses? Außer er ist durch seine Popularität gezwungen, in die Einsamkeit zu flüchten und sich zurück zu ziehen, um nicht erkannt zu werden. Da ist es etwas anderes, dann bekommt er diese Möglichkeit. Viele Schauspieler nutzen diese Möglichkeit. Sie merken, daß sie diesen spirituellen Weg gehen können, aber sie können ihn nicht nach außen tragen, ohne erdrückt zu werden.

Birgit: Hier fällt mir z.B. Shirley Mc Laine ein, die dieses auch an die Öffentlichkeit (Buch- bzw. Filmtip: "Zwischenleben") gebracht hat.

Marion: Oder Richard Gere.

JOSUA: Es gibt einige von diesen Schauspielern, die den geistigen oder den spirituellen Weg gehen. Sie haben natürlich andere Möglichkeiten, ihn zu gehen, andere Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, bedingt durch ihre materielle Sicherheit. So ganz ist das Spirituelle dem Materiellen auch nicht abgeneigt. Es ist auch leichter z.B. für einen Richard Gere an den Dalai Lama heran zu kommen als für euch. Bedingt durch seine Geldmittel, seine Popularität.

Hier liegen noch einige Grenzen, die zu überschreiten sind. Es ist wichtig, daß sich jeder dessen bewußt ist, daß er einen gewissen Grad an materiellen Dingen erreicht hat, der ihm genügt. Aber trotzdem bereit zu sein, auch diesen Grad einmal nach Unten verlassen zu können, nicht fest zu sein und wissen, daß man einmal diese Dinge abgeben muß.

Rolf: Wenn wir zurück ins Geistige Reich kommen?

JOSUA: Zum Beispiel. Es wird immer Schwankungen um diese Grenze geben, innerhalb eines Lebens, wo man dieses "Level", wie du so schön sagst, nicht halten kann. Und dann trotzdem immer wieder die Spiritualität als eines der wichtigsten Faktoren sehen! Hier kann man auch den Gegensatz anbringen. Was wäre z.B., wenn du jetzt deine materielle Sicherheit, die du dir aufgebaut hast, verlieren würdest? Du müßtest von unten neu beginnen. Würdest du die Spiritualität solange an die Seite packen und erst einmal nur kämpfen, um wieder materiell dein "Level" aufzubauen? Oder gehst du dann innerhalb dieser Spiritualität und baust dieses dann wieder auf? Das ist die Frage.

Rolf: Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich mir schon des öfteren selber gestellt habe. Man sollte eigentlich nicht über diese Dinge spekulieren, aber ich glaube, dann ein anderes Netz zu haben. Es funktioniert hier einiges durch die Gemeinschaft und nicht nur durch den Einzelnen...

JOSUA: Genau.

Rolf: ...und dadurch hat man, so glaube ich, ein leicht verändertes Sicherheitsdenken.

JOSUA: Genau richtig gesagt. Du hast es erkannt, das ist gut.

Rolf: Ich glaube, dieses Denken wäre in diesem Moment sehr hilfreich.

JOSUA: Wenn du dieses erkennst, erkannt hast, dann gibt es auch Selbstbewußtsein, Vertrauen. Dieses Vertrauen wird dich dort halten, wo du jetzt bist. Im Spirituellen wollen wir dich nicht zurückfallen lassen. Da ziehen wir dich schon an den Ohren hinter uns her. Gut, meine lieben Freunde. Es war ein schöner Abend. Ich möchte mich gerne zurückziehen und euch eurem Schicksal überlassen. Das heißt, eurem Essen und Trinken. Ich wünsche euch eine gesegnete Zeit, und wir freuen uns auf die nächste hauptamtliche Sitzung.

GOTT ZUM GRUSS und der Friede sei mit euch.

Damit sprachen wir unseren Freunden unseren Dank aus und wünschten auch ihnen eine harmonische Zeit bis zu unserem nächsten Termin.

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