zurück Sternenlicht Protokoll Nr. 19 vom 18.09.1999 Download als selbstentpackendes Word97 Dokument


Der Kontakt zwischen dem positiven Geistigen Reich und dem materiellen Kreis fand durch das Medium Jürgen in Volltrance statt. Die Durchgaben erfolgten mündlich. Als Lehrer aus den geistigen Sphären konnten wir JOSUA willkommen heißen.

JOSUA: GOTT ZUM GRUSS UND DER FRIEDEN SEI MIT EUCH.

Die Aussprache mit dir als Seele hat geholfen, nicht wahr?

Rolf: Ja, aber die Wirkung hat etwas auf sich warten lassen.

JOSUA: Du erwartest immer sofortige Heilung. Wenn du zu einem Arzt gehst, nicht wahr, so dauert dieses auch seine Zeit. Dirk?

Dirk: Es bahnt sich vieles an. Ich habe zur Zeit viel Freude.

JOSUA: Er ist die Karriereleiter jetzt hinauf geklettert. Das Leben verändert sich. Solange du dieses alles im positiven Rahmen fortführst, sei alles gewährt und genehmigt.

Dirk: Für mich ist es stets wichtig, wenn du schon die Karriere ansprichst, daß man die spirituelle Karriereleiter besteigt, nicht abfällt und dabei bleibt. Wenn nebenbei das Berufsleben bzw. das materielle Leben auch gut läuft, dann ist dieses in Ordnung.

JOSUA: Ja. Die materielle Karriereleiter meinte ich auch nicht. Deine Wandlung ist schon rein spiritueller Natur. Wir werden auch einmal wieder ein schönes philosophisches Gespräch führen, nicht?

Dirk: Ja, ich denke auch, daß diese Philosophie es erlaubt, sich mit eigenen Gedanken einzubringen, und dementsprechend vieles erkennen läßt.

JOSUA: Das Wichtigste ist, daß all die Dinge, die getan werden und die geschehen, nie mit einem Ende versehen werden dürfen. Der Fluß sollte immer fließend bleiben. Es ist wichtig, daß der Fluß innerhalb seines Bettes bleibt.

Wohl gibt es einige Abzweigungen, die man nicht verhindern kann. Man muß neue Erkenntnisse bekommen, aber wichtig ist, daß dieser Strom immer wieder in sein altes, bewährtes Bett zurückfließen kann. Und selbst dann, wenn dieser Strom eingeht in das große unendliche Meer, so verschwindet er nicht, sondern er wandelt sich. Wenn man diese Dinge beachtet und immer daran denkt, daß es nirgends ein Ende gibt, so sind viele Mühsale, viele Ereignisse und viele Depressionen, die man im Leben erfährt, leichter zu ertragen. Es fällt so auch leichter, Erkenntnisse aus diesen Dingen zu ziehen.

Rolf: Hast du zu den Menschen bzw. zu den Seelen, die hier auf Erden als Philosophen gelebt haben, einen besonderen Kontakt, oder haben sie diese Art ihrer Philosophie abgelegt?

JOSUA: Dieses ist folgendermaßen zu sehen: Viele große Philosophen hier bei euch auf Erden waren eigentlich dem Spirituellen sehr abgeneigt. Viele waren in ihrer Philosophie, was den göttlichen Weg beinhaltet, so nennen wir es, sehr weit entfernt, weil sie innerhalb ihrer Philosophie die Unendlichkeit weggelassen haben. Viele Philosophen sind auf unserer geistigen Seite natürlich, bedingt durch ihre Erkenntnis, daß ihre Theorie nicht vollendet war, umgeschwenkt. Ich kenne auch einige, sicher. Aber es ist nicht so, daß ich die Philosophie anderer Philosophen vertrete, sondern ich vertrete meine eigene Philosophie.

Rolf: Darum ging es bei meiner Frage auch nicht, sondern ich wollte wissen, ob die Philosophen, die wir aus den letzten Jahrhunderten kennen, eine andere Ansicht bekommen haben.

JOSUA: Nimm z.B. Schopenhauer. Er ist der Gegensatz überhaupt. Heute ist er ein Geistwesen, ein Lichtbote, mit dem Namen VERITAS. Er selbst hat diese Dinge innerhalb seiner Philosophie korrigiert.

Marion: Wobei er hier auf Erden spirituelle Dinge vollkommen abgelehnt hat.

JOSUA: Ja, das Wort "spirituell" ist eigentlich nie gefallen, sondern hier ging es um den Glauben an Gott. Früher war es für die Menschen nicht das spirituelle Wissen, sondern man bezog es auf Gott, auf den Glauben.

Das was Jesus euch eigentlich bringen wollte, nämlich das Spirituelle, haben sich gewisse Gruppen zu Eigen gemacht, um daraus eine Machtpositionen zu erhalten. Somit ist eigentlich das wirklich Spirituelle verfälscht worden. Diese Verfälschung haben die Philosophen versucht anzuprangern. Nämlich diesen (verfälschten) Glauben an Gott, diese Weiterexistenz in Gott. Nur sie haben es so kompliziert gemacht, daß die Menschen es nicht mehr verstehen konnten. Bedingt auch durch ihr materielles Leben, haben sie dann natürlich ein Weiterleben unter diesen Voraussetzungen abgelehnt. Manche sind auch sehr drastisch mit diesem Thema ins Gericht gegangen. Einige, auch heute noch im Geistigen Reich, bestehen auf diesem Standpunkt. Dieses sind dann die "berühmten" Philosophen, die noch nicht bemerkt haben, daß sie sich eigentlich gar nicht mehr auf Erden befinden. Sie sind so beschäftigt, daß sie es einfach nicht geregelt bekommen. Es sind übrigens in dem Moment mächtige Geister.

Rolf: Mächtige Geister des Negativen?

JOSUA: Ja, natürlich. Es kommt dort sehr auf die Stärke und die Willenskraft an. Meistens sind sie Poltergeister, die man nicht mit irgendwelchen Dingen loswerden kann. Sie besitzen Kräfte durch ihr spirituelles Wissen, nur eben negativ angewandt. Sie glauben, lasse es mich so erklären, daß sie eigentlich das Spirituelle bekämpfen. Wenn sie sich dann Menschen aussuchen, die sie malträtieren können, so sind sie im Glauben, daß sie hier das Spirituelle angreifen. Sie haben den Unterschied nicht erkannt. Die Materie – das Spirituelle. Sie leben im Spirituellen und bekämpfen gleichzeitig das Spirituelle in der Materie.

Rolf: Das heißt, sie wandeln immer noch im Bewußtsein, daß sie sich noch auf Erden befinden?

JOSUA: Ja. Ihr seid das Spirituelle und somit das Nicht-Philosophierbare, das Nicht-Erkennbare. Sie fügen euch Schaden zu, ohne daß sie es eigentlich wollen.

Birgit: Dieses tun sie dann solange, bis sie die Erkenntnis durch andere Menschen bekommen?

JOSUA: Wenn sie die Möglichkeit bekommen! Sobald sie die Erkenntnis haben, werden sie damit natürlich schlagartig aufhören. Nur diese Erkenntnis diesen Geistwesen mitzuteilen, ist sehr schwierig. Es ist also nicht damit getan, indem man z.B. Exorzismus betreibt. Ganz im Gegenteil, in dem Moment gibst du ihnen in ihrer Betätigung noch Nahrung. Dann sagen sie: "Siehst du, alles nur Humbug". Es ist auch nicht mit irgendwelchen Sprüchen oder mit dem Hinhalten eines Kreuzes getan, sondern hier sind wirklich Dinge erforderlich, die weitgreifender sind. Kämpfe, wie sie CABUCLO z.B. in deinem Haus führte. Dieses war zwar kein Philosoph, aber es war schon heftig. Ihr könnt euch vorstellen, daß so eine Geistseele (Philosoph) in dem Moment tausendmal stärker ist.

Birgit: Ist es nur von geistiger Seite möglich sein, daß diese Seele aufwacht und schauen kann, oder nur von materieller Seite?

JOSUA: Beide Seiten. Weder die eine noch die andere Seite ist in der Lage, hier einen Riegel vorzuschieben. Es ist, wie soll ich es sagen, ein offener Kampf, welcher auch auf die andere Seite übergehen kann. Es ist nichts anderes als ein Austausch von Energien, bei der man die Materie als Mittler benutzen kann, als Verstärker. Ihr könntet diese geistigen Kräfte, die man dafür benötigt, die positiven Energien, nicht alleine produzieren. Ihr könntet sie nur durch Zusammengehörigkeit, durch Liebe, durch Harmonie verstärken. Wir alleine könnten unsere positiven Energien, damit sie eine Wirkung haben, nicht so konzentriert auf diese Negativen prallen lassen. Wir können die negativen Energie nur von uns fernhalten, so daß sie uns nicht schädigen kann. Sie müßte dann gewisse Grenzen überschreiten, was wiederum vom Naturgesetz her nicht möglich ist.

Marion: Ich habe heute an unseren geistigen Freund CHAHAV (Geistlehrer des ehemaligen Spirituellen Arbeitskreises Bielefeld) denken müssen. Kannst du mir sagen, was er macht, wie es ihm geht, ob er vielleicht hier ist?

JOSUA: Zur Zeit ist er nicht hier. Ich kann dir auch nicht sagen, wie es um ihn steht. Ich war eine längere Zeit im Tal der Ruhe.

Birgit: Ist das so etwas wie eine Kur?

JOSUA: Ja, sagen wir es so: Es ist ein Zurückziehen in mich selbst. Ein Ausklinken aus allem, was ist. Wir brauchen dieses. Ich brauche dieses, um mein Wissen zu erweitern, meine Inspirationen über mich zu empfangen.

Ich bekomme meine geistigen Lehren auf diese Art aus höheren Sphären. Das heißt, ihr würdet sagen, daß ihr euch in Meditation begebt. Ich kommuniziere mit meinem Lehrer, mit einem Lichtträger, um neue Erkenntnisse und neues Wissen zu erlangen. Ein Wissen, was ich dann an euch weitergeben kann.

Marion: Wie kann man sich dieses vorstellen? Du trittst in Kontakt mit deinem Lichtträger, der dich speziell unterrichtet. Kannst du dann mit ihm kommunizieren?

JOSUA: Ja. Wir sitzen uns dann geistig gegenüber. Ich bin in der Lage, mich mit meinem Geist für eine kurze Zeit aus der Seele in eine höhere Sphäre zu begeben, banal jetzt gesagt.

Marion: Das ist möglich ab der 6. Sphäre?

JOSUA: Nicht nur aus der 6. Sphäre. Jeder, der sich in das Tal der Ruhe begibt, in die seelische Meditation, kann mit höheren Geistwesen kommunizieren.

Marion: Wie kann ich mir dieses Tal vorstellen? Ist dies ein Ort, den du dir vorstellst?

JOSUA: Es ist kein Ort. Es ist so, daß ich sämtliche "Telefonleitungen" kappe. Ich schalte ab. Es gibt ein paar Menschen, aber nicht in diesem Land, die können dieses auch. Yogis sind z.B. der Lage, ihren Körper für mehrere Tage zu verlassen. Sie begeben sich in das Tal der Ruhe. Ihre Körper sind bis auf das Minimalste heruntergefahren. Sie können in einer Kiste ohne Luftzufuhr Tage überdauern, konserviert und bereit, die Seele wieder aufzunehmen. Nur wenige können dieses. Es erfordert viel spirituelles Empfinden, um es auf diesem Planeten durchzuführen. Für uns Geistwesen, ab einer gewissen Sphäre, ist dieses natürlich leichter aber auch notwendig. Sonst könnte ich das, was ich hier tue, nicht durchführen. Ich ziehe meine Kraft, mein Wissen und meine Harmonie aus diesem Tal der Ruhe, so nennen wir es. Das hat nichts damit zu tun, daß ich mir jetzt ein Tal vorstelle. Meine Vorstellungen liegen auf einer anderen Ebene als die der euren. Mein Tal ist das Licht.

Marion: Du sagtest eben, daß durch den Zustand, in dem du dich befunden hast, sich dein Geist kurz geöffnet hat, und du mit diesem höheren Wesen kommunizieren konntest. Wie war da der Zustand der Seele?

JOSUA: Im Zustand der Ruhe. Eingehüllt, so daß ihr nichts geschehen kann.

Marion: Ich versuche mir dieses jetzt irgendwie vorzustellen. Du hast dich geöffnet, mit diesem Wesen kommuniziert, anschließend bist du wieder zurück in die Seele gegangen und dein Geist geht dann wieder in einen Dämmerzustand?

JOSUA: Das will ich nicht hoffen, daß er dieses macht. Mein Geist dämmert nicht. Nicht, wenn die Seele mein Mantel ist. Der Geist dämmert, wenn man in der Materie verweilt, weil der Geist empfindlich und innerhalb der Materie angreifbar ist.

Rolf: Empfindlich oder empfindsam?

JOSUA: Empfindlich. Du liegst hier auf etwas falschen Gedanken. Ich sehe dieses schon. Der Geist hat nichts mit der Intelligenz zu tun.

Marion: Nein, diese Schiene habe ich schon lange nicht mehr.

JOSUA: Der Geist, daß bin ich.

Marion: Es kann ja auch sein, daß ich hier eine falsche Erinnerung habe. Der Geist erwacht doch, wenn ich wieder nach Hause, also zurück ins Geistige Reiche komme.

JOSUA: In dem Moment, wo du dein Wissen bekommst, erwacht dein Geist. Denn nur dein Geist ist in der Lage, dein komplettes Wissen zu beherbergen. Du willst mir doch nicht etwa abstreiten, daß ich mein gesamtes Wissen habe. Das hast du nicht, solange du auf Erden bist, weil der Geist "Marion", der übrigens nicht Marion heißt, hier in der Materie zu leicht angreifbar ist. Dieser Geist würde leiden.

Marion: Deswegen hat der Geist ja die Seele...

JOSUA: ...die Seele, den Körper und den geistigen "Tiefkühleffekt". Der Geist ruht.

Betty: Bis du heimkehrst.

JOSUA: Ja.

Marion: Hier fängt mein Gedankenproblem an. Du bist heimgekehrt und hast dein gesamtes Wissen erhalten. Das ist doch richtig? Ich rede jetzt von dir, JOSUA.

JOSUA: Ja, ich weiß von wem du redest.

Marion: So, und dann gehe ich doch einmal davon aus, daß dein Geist erwacht ist. Was ich jetzt nicht so ganz in Einklang bringe, daß du gesagt hast, daß dein Geist kurzzeitig herausgekommen ist und kommuniziert hat...

JOSUA: ...und dann auch noch etwas beigebracht bekommen hat, denn ich müßte doch eigentlich das Wissen haben.

Das Wissen, was ich habe, ist das Wissen der Vergangenheit. Das, was ich mir geholt habe, ist das Wissen der Zukunft. Das ist ein natürlicher Aspekt, den ich benötige, um in einem materiellen Kreis bei diesem Standard bleiben zu können.

Marion: Geschieht dieses eigentlich regelmäßig oder anders gesagt, ist das ein Part, den jedes Geistwesen hat?

JOSUA: Nein, nicht jedes Geistwesen sondern die, die Lehrer sind, müssen dieses für sich beanspruchen. Hier ist zwar das Wissen der Vergangenheit auch wichtig, aber ihr wollt ja nicht in meiner Vergangenheit leben sondern in der Gegenwart und in der Zukunft. Banal gesagt, will ich ja nicht den Schnee von gestern predigen.

Marion: Mich würde interessieren, ob du früher auch schon im Tal der Ruhe warst?

(JOSUA nickte.)

Marion: Dann hast du ja alles schon kommen sehen!

JOSUA: Ja. Ich weiß auch, was zukünftig hier geschieht.

Marion: Das wollen wir ja gar nicht wissen.

JOSUA: Das werde ich euch auch nicht sagen. Wenn wir jetzt die Vergangenheitsform nehmen, hättet ihr es merken können, daß ich oftmals emotional reagiert habe, auf Situationen, die später dann eingetreten sind. Sie waren euch eigentlich unerklärlich.

Betty: Kanntet ihr euch im geistigen Reich schon, bevor wir zusammen gekommen sind?

JOSUA: Wir kannten uns schon vorher. Du darfst nicht vergessen, das diese Entwicklung, so wie sie jetzt eingetreten ist, kein Zufallsprodukt sondern ein eigentlich geplanter Weg war. Es ist auch selten, da du dieses Thema schon einmal anschneidest, daß in einem Kreis Geistwesen dermaßen international vertreten sind. Es ist, verzeiht diesen Ausdruck, eigentlich so eine Art Premiere. Wir wollen versuchen, auch von geistiger Sicht, die Mentalität der Geistwesen, ihrer Charaktere, die sie im materiellen Leben gelebt haben, wie z.B. Chinese oder, wie ihr sie nennt, Neger, zu verbinden. Obwohl JEREMIAS nicht mehr schwarz ist. Er ist ziemlich blaß geworden, ihm fehlt die Sonne...

(Hier mußten wir doch sehr herzhaft lachen.)

FS: Die Sonne.

JOSUA: ...aber sein Charakter ist der eines Negers, der unterdrückt war, der sein Leben lang gegen andere Seelen kämpfen mußte. Wir vom Geistigen Reich aus symbolisieren das, was wir auf euch übertragen möchten:

Keine materiellen Grenzen.

Marion: Ist das auch mit der Grund dafür, warum z.B. CABUCLO, trotzdem er Lichtbote ist, seine Eigenart als Indianer noch beibehalten hat?

JOSUA: Ich sagte ja, jeder symbolisiert den Charakter, den er im Materiellen durchlebt hat: So wie SHARI ihre Weichheit und ihre Demut präsentiert, oder wie COMANSHU auch eine gewisse Demut, aber mit Selbstbewußtsein, bewußt über das Sein, innehat.

Diese ganzen Charaktere können harmonisieren, und ihr solltet dieses ebenso versuchen, auch wenn der Andere schwarz ist oder Schlitzaugen hat oder rot oder sonst irgend etwas. Fangt an, die Seele zu sehen. Lernt mit den unterschiedlichen Charakteren klar zu kommen. Verständlich, daß der eine oder andere Charakter länger braucht, bis er verstanden ist. Aber es ist ein Versuch, nicht wahr?

Betty: Ist eigentlich REA RITA noch bei uns? Ich habe sie sehr lange nicht gespürt.

JOSUA: Du kannst sie nicht mehr spüren. Sie hat vollendet.

Marion: Das heißt, sie ist den Schritt weiter gegangen?

JOSUA: Sie ist - wie soll ich es sagen - die Kommunikation im Tal der Ruhe. Weißt du jetzt mit wem ich kommuniziere? Also in dieser Form, wenn du den Weg über mich nimmst, ist sie schon noch bei euch. Ansonsten wird sie den medialen Weg zu euch nicht mehr nehmen können. Sie wird aber trotzdem bei euch sein. Betty konnte die letzte Begegnung emotional kaum verkraften. Dieses war schon sehr an der Grenze.

Rolf: War dieses schon eine Art Abschied von ihr?

JOSUA: Sie hatte in diesem Abschied sehr viel Emotionen und Gefühle gelassen, so daß wir schon etwas Angst um Betty hatten.

Birgit: Wie ist es eigentlich mit Affirmationen. Ist es mit dem Willen so gelagert, wie Gila von Delden es in ihrem Buch "Mutter Erde, trage mich" (ein spiritueller Tatsachenbericht, erschienen im Country Verlag, ISBN Nr. 3-9803144-2-1) beschrieben hat, über diese Ich-bin-Formel?

JOSUA: Dieses spielt mit hinein. Es sind zwar nicht alle Formeln, die sie so bringt, richtig, aber das Grundprinzip ist wirklich so, daß du als Seele deinen Körper steuern kannst, wenn die Seele die Überhand über den Körper hat. Das heißt, wenn sie erwacht ist, übernimmt sie auch die Verantwortung für ihr Haus. Ihr kennt dieses von Flugzeugen her, da gibt es Autopiloten, so daß sie automatisch Kurs halten. Und dann gibt es die Möglichkeit, daß der Pilot diese Maschine selbst fliegt. Genauso ist es hier auch.

Birgit: Das heißt also, wenn ich mir so etwas sage, dann programmiere ich mich, habe einen Zugang zu meiner Seele und kann es umsetzen?

JOSUA: Richtig.

Birgit: Wenn ich dieses ernsthaft will und auch davon überzeugt bin, dann funktioniert dieses auch? Sie beschreibt es so, daß die Gedanken die Wirklichkeit von morgen sind. Wenn ich mir also etwas bewußt mache, mir dieses bewußt wünsche und davon überzeugt bin, daß es so eintreten wird, dann funktioniert es.

JOSUA: Solange es deinen Lebensweg beinhaltet. Das hat sie hier vergessen.

Birgit: Sie hat gesagt, wenn es dein Wille ist.

JOSUA: Oftmals ist der Lebensweg das Gegenteil von deinem Willen. Es kommt darauf an, wie sie dieses Wort "Willen" definiert. Wenn sie es innerhalb eines Buches bringt, muß sie vorsichtig sein, denn jeder definiert "Wille" anders. Das heißt, wenn ich mir jetzt in den Kopf setze, banal gesagt, ich möchte dieses oder jenes erreichen, es aber gegen meinen sozialen, seelischen Status verstößt, dann wird es auch nicht eintreten und somit ist eine Fehlleitung da. Man sagt dann, "das ist ja alles Quatsch, was sie da von sich gibt".

Es ist möglich, wenn es innerhalb des Lebensweges liegt, diese Dinge bewußt zu steuern. Zu sagen: "Dieses möchte ich erreichen". Dieses Erreichen kommt aber von Innen heraus. Es beinhaltet gleichzeitig, erst einmal zu lernen, zu wissen, was man wirklich von Innen heraus möchte, was die Seele möchte. Das heißt wiederum, man muß erst einmal die Kommunikation zwischen Körper und Seele stabilisieren, Vertrauen aufbauen.

Dirk: Ich habe eine Frage von K. Sie arbeitet auf der Intensivstation, und dort liegen Patienten an Beatmungsmaschinen. Bei diesen Patienten ist der Gehirntod schon eingetreten, aber sie werden noch künstlich von der Maschine am "Leben" erhalten. Sie möchte gerne wissen, was in diesen Fällen mit der Seele geschieht.

JOSUA: Die Seele befindet sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Körper. Sie ist aber auch nicht frei. Solange die Silberschnur zum Körper nicht durchtrennt worden ist, ist der Bewegungsfreiraum sehr begrenzt. Das heißt, die Seele befindet sich zwar eigentlich im Geistigen Reich, ist aber trotzdem allein. Es ist also nicht so, daß sie als Seele schon die normalen Wege durchwandern kann. Sie kann die Dinge wohl erkennen, die sie erwarten, und es werden viele Sehnsüchte in ihr geweckt. Ihr Drang dort zu sein, wo sie hingehört, wird übermächtig in ihr. Je mehr Ärzte also einen Menschen künstlich am Leben erhalten, um so mehr quälen sie eigentlich in dem Moment die Seele.

Dirk: Das künstlich-am-Leben-erhalten ist also ethisch, seelisch, spirituell im Grunde genommen nicht gerade das Beste.

JOSUA: Nein. Dort wo Ärzte absehen können, daß keine Gesundung mehr eintreten kann - eine Gesundung, wo Körper und Seele sich wieder frei bewegen können - sollte man die irdischen, ethischen Gesichtspunkte doch etwas lockerer betrachten. Man kann es auch anders sagen: Man verzögert damit den Zeitpunkt der neuen Inkarnation dieser Seele gewaltig. Sie wird erst einmal "bedient" sein, nicht? Ich denke, wenn du ständig in einem Raum gefangen gehalten wirst, dann...

Dirk: ...sage ich mir, das Gleiche möchte ich nicht noch einmal erleben.

JOSUA: Nicht wahr!

Rolf: In dieser Richtung eine gewisse Überzeugungsarbeit leisten, ist nicht unbedingt unsere Aufgabe, oder?

JOSUA: Diese Überzeugungsarbeit wäre verschwendete Energie, weil hier Gesetze maßgebend sind. Euer spirituelles Wissen anzubringen, ja, aber darum zu kämpfen, daß diese ethischen Begriffe, diese vom menschlichen Gesetzgeber gegebenen Begriffe, geändert werden, ist sehr schwer. Zuerst muß der Spiritualismus in der Welt ganz anders gelebt werden und dann können auch diese Begriffe geändert werden, weil sie dann einen ganz anderen Stellenwert haben.

Rolf: In Holland - mit einer sogenannte Patientenverfügung - sieht dieses doch schon etwas anders aus.

JOSUA: Hier ist man zum Glück schon etwas offener. Nur oftmals denkt niemand daran, so eine Verfügung zu erlassen. In der Situation, in der sich der Mensch dann befindet, kann er dieses nicht mehr tun. Es ist wohl so, daß die Gesetzgebung, soweit wie wir dieses beurteilen können, auch Verwandte, Ehefrauen und Ehemänner mit einbeziehen, und sie diese Entscheidung tragen lassen, aber das ist dann schon ein Stadium, wo wirklich selbst Ärzte zugeben, daß sie eigentlich nur noch "Maschinen" am Leben erhalten.

Rolf: Du meinst, der Zeitpunkt, an dem sich der Ehepartner einschalten kann, ist im Grunde genommen schon zu spät?

JOSUA: Ja, in der Zwischenzeit leidet die Seele schon. Wenn sie dann zu uns kommt, braucht sie einige Zeit, um sich hiervon zu erholen. Sie ist dann sehr ängstlich und mißtrauisch. Sie läßt dann nicht einmal uns an sich heran.

Gast: Ich möchte gerne wissen, warum das seelische Bewußtsein auf der Erde so gut wie gar nicht vorhanden ist? Es würde doch vieles einfacher machen, das Zusammenleben der Menschen beeinflussen, so daß mehr Positives, mehr Toleranz und mehr Freundlichkeit herrschen kann.

JOSUA: Es wäre ein lobenswertes Ziel, welches wir erreichen wollen, in dem wir ja diese Dinge tun. Warum dieses so ist, hat etwas mit Positiv und Negativ zu tun. Du solltest hier bitte den Begriff "Teufel" und "lieber Gott" außer Acht lassen. Es sind Dinge, die nötig sind. Du kannst nur an etwas lernen, wenn ein Gegenpart besteht. Dir dieses jetzt mit zwei Sätzen zu beantworten, ist leider nicht möglich. Dieses beinhaltet eigentlich schon wieder einen ganzen Abend, den wir dann aber gerne noch einmal nehmen werden, damit ich dir darauf dementsprechend philosophisch antworten kann.

Gast: Gut. Ich habe zwar ziemlich viele Fragen, aber keine brennenden.

JOSUA: Weißt du, wir kennen eine Seele (Dr. Emil Specht), die sehr viele Jahre in einem Kreis (Medialer Forschungskreis, Schieder-Schwalenberg) gearbeitet hat. Er hatte immer so einen kleinen Zettel, auf dem standen seine Fragen, immer in der Hoffnung, dieses Fragen stellen zu können. Oftmals fanden dann aber wichtige Themen statt, und er konnte seine Fragen nicht stellen. Somit packte er seinen Zettel wieder zusammen, steckte in ihn die Tasche und sagte: "Gut, dann werde ich sie das nächste Mal stellen". Dieses hat er über dreißig Jahre so gemacht.

Gast: Ich möchte vermeiden, daß ich einfach nur eine Frage stelle und ich dieses hinterher nicht in mir aufnehmen kann.

JOSUA: Jede Frage, die du hast, wird irgendwann die Möglichkeit bekommen, gestellt zu werden. Jede Frage, die du hast, beinhaltet eine Thematik. Und jede Thematik wird irgendwann angesprochen, und dann wirst du deine Fragen finden und stellen können. So einfach geht dieses. Ansonsten bringe diesen Zettel das nächste Mal wieder mit und wir werden die nächste Frage beantworten.

Rolf: Ich hatte aus dem alltäglichen Leben heraus das Thema, die Zusammenhänge zwischen Glück und Zufriedenheit entwickelt. Worauf sollte der Mensch mehr Wert legen? Man fragt sich oftmals, ob man glücklich ist? Wo liegt die Grenze, der Unterschied? Gibt es einen Unterschied zwischen dem körperlichen und seelischen Empfinden, und wo ist vielleicht eher die Priorität zu setzen? Wie sieht dieses von eurer Sicht aus?

JOSUA: Wenn du hier das Wort "Glückseligkeit" oder "Zufriedenheit" nimmst, dann betrachte es bitte folgendermaßen: Die Glückseligkeit ist die Harmonie zwischen Körper und Seele als Ganzes gesehen. Wenn du diese Verbindung geschafft hast, dann empfindest du eine Glückseligkeit, eine absolute Harmonie mit dir und deiner Umwelt. Nichts kann dich erschüttern.

Eine Zufriedenheit ist eigentlich nichts anderes als ein Hinnehmen der Umstände, wie sie sind, ohne ein wirkliches Harmoniegefühl zu haben. Man sagt dann einfach, "Ich empfinde die Dinge, ich bin zufrieden. Es könnte besser sein." Es klingt nicht wie eine wirkliche Zufriedenheit, so wie man das Wort ausspricht, sondern es ist ein "aber" enthalten. Es ist nichts Ganzes und nichts Halbes. Eine Zufriedenheit ist auch ein Punkt, der schnell in eine Unzufriedenheit übergehen kann.

Rolf: Das heißt, das Beste wäre, ein ständiges Gefühl der Glückseligkeit zu empfinden?

JOSUA: Nein. Ein ständiges Gefühl der Glückseligkeit zu haben, zu empfinden, würde die Glückseligkeit wandeln in eine Zufriedenheit. Der Moment der Glückseligkeit ist nicht oft. Er bringt viele Dinge zusammen, die zur Harmonisierung führen und in denen sich man geborgen fühlt. Die Emotionen der Geborgenheit zwischen Körper und Seele läßt die Glückseligkeit entspringen. Eine Glückseligkeit empfindest du z.B. nicht über mehrere Stunden oder Tage, sondern es sind nur Augenblicke. Momente, in denen du von einer Emotion, oder wie ihr es nennt, von Hormonen, von Endophinen überflutet wirst.

Die Seele ist für mich der Faktor. Die Seele empfindet beim Treffen anderer Seelen, bei der Harmonisierung oder bei sonstigen Gegebenheiten ein Glücksgefühl. Es ist ein Augenblick der seelischen Freude, die sie an den Körper weitergibt. Dieser schüttet dann die Endophine aus. Diese Momente sind aber nur kurz. Wenn diese, so wie du es sagtest, über eine längere Dauer hinweg währen, so wären es keine Glücksempfindungen mehr. Sie sind selten.

Dirk: Was wäre in der Zeit dazwischen?

JOSUA: Zufriedenheit.

Rolf: Glücksgefühle können nur punktuell, situationsbedingt eintreten als kurze Empfindungen. Ich kann kein Glücksgefühl z.B. über drei Wochen haben.

JOSUA: Das geht nicht. Die wirkliche, seelische Freude würde der Körper nicht über diesen Zeitraum ertragen. Er würde kollabieren. Diese Empfindungen sind nur für Augenblicke und eigentlich für den Körper wichtig zu erkennen: "Aha, meine Seele fühlt sich geborgen, bei dem, worin sie sich jetzt befindet". Wenn sie nach dieser Glückseligkeit die Zufriedenheit lange aufrecht erhalten kann, so ist dieses schon ein sehr positives Merkmal, aber kein Dauerzustand.

Dirk: Ist dieses auch sphärenbedingt, daß z.B. solche Augenblicke in deiner Sphäre länger anhalten?

JOSUA: Nein, nein. Diese Glückseligkeit kannst du nicht auf die Sphären beziehen. Du kannst wohl, wenn du als etwas höhere Seele inkarniert bist, diese Glückseligkeit öfter empfinden und wahrnehmen, aber nur dann, wenn Seele und Körper voneinander wissen. Ansonsten sind diese Momente der Glückseligkeit relativ selten.

Rolf: Glückseligkeit ist also als optimale Harmonisierung zwischen Seele und Körper definierbar...

JOSUA: ...und als die Erwartung eines harmonisches Ereignis.

Rolf: Der Ursprung liegt immer in der Erwartung eines harmonischen Ereignisses?

JOSUA: Ihr könnt es als Rechenformel nehmen: Das harmonische Ereignis löst, wenn es seelische bedingt ist, schon im Vorfeld für die Seele ein Glücksgefühl aus, welches die Verbindung und die Identifizierung mit dem Körper intensiviert. Dadurch schüttet der Körper seine Endophine aus, so daß auch ein bewußtes Glücksgefühl entsteht. Nach diesem Augenblick hält man sich sozusagen an diesen Dingen fest und kann somit eine Zeitlang damit wandeln, bis das harmonische Ereignis vorbei ist. Du wirst mir vielleicht bestätigen können, daß nach einem Glücksgefühl und nach dem harmonischen Ereignis meistens erst einmal eine Art der Melancholie zurückbleibt.

Ein Beispiel: Ihr fliegt in den Urlaub. Es wird eine harmonische Sache, das wißt ihr. Es entsteht ein Glücksgefühl, eine Freude für und auf den Moment, wo dieses geschieht. Die Zufriedenheit innerhalb der harmonischen Zeit bleibt bestehen. Ihr kommt zurück und was entsteht aus der Zufriedenheit? Eine Melancholie über die Vergangenheit.

Rolf: Ja, dem kann ich folgen.

JOSUA: So, ihr haltet euch dann am (vergangenen) Urlaub fest und sagt: "Gut, wir werden dieses wiederholen", aber bis zu dieser Wiederholung vergeht ein langer Zeitraum. In diesem Zeitraum könnte es sein, wenn ihr harmonische Ereignisse zusammen erlebt und erleben wollt, daß dann dieses Glücksgefühl wieder auftaucht. Versteht ihr? So ist dieses ein Kreislauf geworden: Erwartung auf ein harmonisches Ereignis, Glücksgefühl, eine Zufriedenheit des Lebens, Harmonie, gefolgt von der Melancholie, dem Wandel der Zufriedenheit in Unzufriedenheit.

Rolf: Sollte man nach dem Abklingen der Melancholie sich nicht bemühen, wieder auf den Grad der Zufriedenheit zurück zu kommen?

JOSUA: Ja. Das ist eigentlich der Punkt, den man als das Lebensziel bezeichnen sollte. In dem Moment, wo die Zufriedenheit immer mehr abklingt, entsteht eine Phase des Lernens, eine Schulung tritt ein: Eindrücke aufzunehmen, Situationen des Streß bewältigen, negative Erlebnisse verarbeiten und dann den Lichtblick auf Ereignisse der Harmonie haben, vielleicht daß man Vergangenes positiv gelöst hat. Für euch als Spiritualisten ist es vorrangig, dieses zu erlernen. Je besser ihr diese Dinge erlernt, je besser ihr mit diesen Dingen umgehen könnt, um so eher werdet ihr diese Glücksgefühle erfahren. Wir nennen dieses, daß wir euch innerhalb eurer Feinstofflichkeit anheben.

Ein wichtiger Aspekt ist, daß die Glückseligkeit nur von der Seele ausgelöst werden kann. Der Körper ist nicht in der Lage dieses Empfinden der Glückseligkeit als erster zu empfangen. Es ist immer die Seele! Und je weiter ihr in eurem spirituellem Dasein seid, je leichter ihr die negativen oder die Lernphase vollendet, um so eher entstehen in euch Glücksgefühle.

Dirk: In diesem Zusammenhang ist es durchaus legitim, wenn man beim Betrachten der Vergangenheit bzw. der Zukunft eine Art der Nachfreude bzw. der Vorfreude entwickelt?

JOSUA: Das ist richtig. Wenn man in die Vergangenheit hineinschaut und mit ihr zufrieden sein kann, steigert das natürlich in dem Moment den Grad der Zufriedenheit. Es ist zwar schwer, aber es ist möglich, den Grad der Zufriedenheit zu steigern.

Zufriedenheit ist nicht gleich Zufriedenheit. Ich kann eine demütige Zufriedenheit haben. Nehmen wir z.B. gewisse Seelen oder Menschen, die einer Sekte oder einer Glaubensgemeinschaft angehören. Die Zeugen Jehovas z.B. besitzen eine Zufriedenheit, aber das ist eine Zufriedenheit, die in demütiger Form existiert.

Gast: Inwiefern demütig?

JOSUA: Demütig im Glauben, daß sie widerspruchslos leben, was sie hören. Es handelt sich um eine Zufriedenheit, die nicht aus sich selbst geboren ist. Einfach ausgedrückt, eine Zufriedenheit, die hineingesetzt worden ist. Diesen Menschen wird gesagt: "Du bist zufrieden, und wenn du nicht zufrieden bist, dann wird Jehova ganz fürchterlich mit dir schimpfen." Also ist es eine dogmatische Zufriedenheit.

Marion: Du meinst eine suggerierte Zufriedenheit?

JOSUA: Ja. Mein Latein war noch nie besonders. Selbst zur damaligen Zeit als Pfarrer versuchte ich, diese Sprache zu umgehen, obwohl dieses sehr schwer war. Man mußte wirklich dieses Latein in- und auswendig können, damit das einfache Volk nicht die Worte verstand und dafür mehr den Pfarrer als den lieben Gott anbetete.

Marion: Sagen wir es einmal so, solange du nicht anfängst hier lateinisch zu reden...

JOSUA: Der Herr wird mich davor bewahren.

Marion: Die Frage ist, welcher Herr?

JOSUA: Nehmen wir CABUCLO.

Marion: Das wäre in Ordnung.

JOSUA: Ich werde mich hüten, denn der kann es auch nicht. Nein, dieses dient zur Auflockerung. Das Thema über die Glückseligkeit ist ein hochinteressantes und philosophisches Thema, weil wir hier zwischen der Größe und der Tiefe der Zufriedenheit unterscheiden müssen. Dieser Grad der Zufriedenheit läßt das Spirituelle erkennen. Ihr könnt bei den Menschen am Grad der Zufriedenheit sehen, wieweit sie spirituell sind.

Rolf: Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir eigentlich damit, den Dinge nachzugehen, die der Anschaffung, also der materiellen Absicherung dienen.

Seit einiger Zeit findet ein gewisses Umdenken statt. Man ist im Materiellen zufrieden und hat kein Bedürfnis danach, irgend etwas Neues anzuschaffen, es sein denn, es ist etwas kaputt gegangen. Die seelischen oder spirituellen Ansprüche sind natürlich etwas gewachsen. Hier ist noch nicht der Punkt erreicht, daß ich zufrieden bin. Ich will nicht sagen, daß ich unzufrieden bin, aber es gibt da noch einiges für mich zu tun.

JOSUA: Du hast recht. Nur es sind zwei verschiedene Schuhe. Die Zufriedenheit auf der materiellen Ebene ist eine Zufriedenheit der zweiten oder dritten Stufe, weil der Aufbau im materiellen Leben eine seelische Zufriedenheit garantieren kann. Das heißt, er ist ein Grundstock für Zufriedenheit. Dann wird der Wandel der Zufriedenheit gelebt.

Die seelische Zufriedenheit ist eine Andere als die der Materiellen. Ihr sucht nach ihr, und auf dieser Suche gibt es gewisse Zielvorstellungen, worin die Zufriedenheit oder Glückseligkeit, gehen wir ruhig soweit, erhofft werden. In dieser Suche, in dieser Wandlung entsteht natürlich in jedem Menschen eine gewisse Unsicherheit, weil man nicht genau weiß, was das genau für eine Zufriedenheit ist. Was empfindet man dabei? Was passiert mit mir? Man steht am Anfang. Man weiß, daß die seelische Harmonie ein wichtiger Faktor ist. Bedingt schon aus dem Leben heraus, wird diese seelische Zufriedenheit intensiv gesucht, obwohl man sie nicht klar definieren kann. Was ist es eigentlich? Ist es die Harmonie? Ist es wirklich das: Irgendwo ungestört zu leben, den Geist leben zu lassen, vor sich hin zu träumen? Du weißt es noch nicht, ob dies wirklich deine Philosophie ist. Du weißt nur, daß du diesen Weg suchen willst. Du weißt, daß du in der Vergangenheit innerhalb deiner materiellen Zufriedenheit einen Grundstock gelegt hast.

Rolf: Das stimmt.

JOSUA: Versucht die seelische Zufriedenheit stückweise zu suchen oder besser gesagt, etappenweise. Setzt diese seelische Zufriedenheit von harmonischen Momenten zu harmonischen Momenten. Es ist selbstverständlich, daß diese Zufriedenheits-erwartung sich steigern wird, aber es wird in diesem Leben keine Vollendung der seelischen Zufriedenheit geben.

Aber das Erkennen und das Lernen der Stufen weisen die Zufriedenheit. Dieses wird die vollendete Zufriedenheit, die Glückseligkeit irgendwann bringen können. Setzt man allerdings in diese Zufriedenheit zu hohe Erwartungen, schlägt sie um in Frustration.

Rolf: Du sprichst jetzt von der seelischen Zufriedenheit?

JOSUA: Ich rede von der seelischen Zufriedenheit. Gerade die Seele auf der Suche nach der Zufriedenheit, nach der Erkenntnis ist sehr harmoniebedürftig. Die Seele bekommt die Zufriedenheit nur aus der Erkenntnis, die sie erlangt. Diese Zielsetzung und der Weg dorthin, das was jetzt kommen muß, setzt dieses in kleinen Etappen an, seid mit den Dingen zufrieden und erfreut euch mit diesen Dingen. Jeden Tag, in dem man eine harmonische Zufriedenheit verspürst, nehmt dankbar auf, speichert ihn und sagt: "Diese Zufriedenheit habe ich erreicht". Entsteht der Wunsch, diese Zufriedenheit oder diesen Moment der Glückseligkeit zu wiederholen, so war er noch nicht ausreichend. Dann wiederholt ihn. Versucht das Augenmerk darauf zu richten, die Etappenziele zu erreichen.

Das heißt, man muß jetzt nicht, den Dingen ihren Lauf lassen, sondern man muß darauf hinarbeiten. Man muß in sich hinein lauschen, welche Zufriedenheit ist jetzt erreichbar. Ein häufiger Denkfehler ist, daß Ziele sehr weit vorausgesetzt werden und dadurch ein "Endlosfaden" entsteht. Ihr kennt dieses Gefühl: du läufst in einem Flur, rennst und rennst und dieser Flur nimmt kein Ende. Du erreichst dann nicht mehr die Zufriedenheit, die die Seele eigentlich erreichen will, sondern du erreichst eine Zufriedenheit, die dich hinterher vor die Trümmer deiner "Zufriedenheit" stellt. Nimmst du aber kleine Flure und erreichst hier das Ende, so wird das Endziel, der lange Gang, für dich immer kürzer werden.

Du kannst diese Ferne nur erreichen, wenn du nicht als Dauerläufer tätig wirst, wenn du Pausen einlegst, Getränke zu dir nimmst, ruhst und Kräfte sammelst für den nächsten Anlauf. Wie ich es schon sagte, zwischen diesen Zufriedenheitsphasen liegen die Lernphasen.

Rolf: Weiß die Seele von den Dingen, worüber du jetzt gesprochen hast?

JOSUA: Jetzt ja. Ich rede jetzt nur von der spirituellen Seele. Sie weiß, daß sie die Zufriedenheit und die Glückseligkeit sucht. Was sie nicht weiß, ist das "wie". Sie sieht nur in der Ferne das Endziel. Es gibt Seelen, die stürmen einfach darauf los und sind hinterher so schnell, daß sie durch die gesamte Glückseligkeit hindurch oder daran vorbei schießen.

Im Gegensatz zu der besonnenen Seele, der spirituellen Seele, die etappenweise voran schreitet, sich immer wieder neu orientiert und sich selbst korrigiert, um genau dahin zu kommen. Eure Seelen wissen dieses jetzt.

Eine Seele, die nicht erwacht ist, wird meistens auf dem Grad der materiellen Zufriedenheit wandeln und dort ihre Glückseligkeit suchen. Denkt an die vielen Millionäre. Ihr einziges Denken ist materielles Hab und Gut, obwohl es überall geschrieben steht, daß du nichts von dieser Welt mitnehmen kannst, außer die Zufriedenheit der Seele, die ihren Weg, die Vergangenheit seelisch gegangen und gelebt hat. Die Erkenntnis des seelischen Wanderns! Es gibt wenig Millionäre, die zufrieden sterben.

Rolf: Ich muß noch einmal auf den etappenweisen Aufbau der seelischen Zufriedenheit zu sprechen kommen. Schafft unsere erwachte Seele dieses von sich aus?

JOSUA: Die Seele sollte die materielle Zufriedenheit eigentlich bremsen.

Der Körper hat jetzt, wo es um die seelische Zufriedenheit geht, der Seele die Hilfe zu geben und ihr zu sagen "langsam, ich bekomme Atemnot". Du wirst dieses verstehen, auch in dir ist der Wunsch, die Vollendung der Zufriedenheit zu erreichen, sehr stark. Du bist zufrieden, daß du die materielle Zufriedenheit für dich erreicht hast. Die kannst du nur erreichen, wenn du die Erkenntnis vom Seelischen her hast. Wenn du sagen kannst: "Gut, jetzt ist eine andere Zufriedenheit gefragt".

Viele kennen diese Grenze der materiellen Zufriedenheit nicht und leben im Materialismus, weil sie gar nicht merken, daß sie diese Grenze eigentlich schon längst erreicht haben. Wenn sie es merken, ist es zu spät für diese Inkarnation.

Rolf: Ist es von eurer Seite eigentlich legitim, wenn wir in die materielle Zufriedenheit ein oder zwei Abstufungen legen, diese als Grundlage nehmen und, nach dem Erkennen, daß die Grenze erreicht ist, dann den spirituellen Weg einschlagen?

JOSUA: Ja.

Rolf: Ich glaube, dieses Thema werden wir beim nächsten Mal noch einmal fortführen. Wir sind hier noch lange nicht am Ende.

JOSUA: Gut, wir haben ein hoch interessantes Thema angeschnitten. Ein Thema, was wir bitte in der Form weiter erarbeiten können. Auch ihr von eurer Seite, weil es, und dieses sei noch einmal kurz dazu gesagt, den Lebensinhalt der Seele im materiellen Dasein ausmacht, warum ihr also inkarniert. Ihr könnt bei diesem Thema "Zufriedenheit und Glückseligkeit" als Oberbegriff bleiben, wobei wir hier natürlich sehr weit fortfahren können, gerade was das Lebensziel, das Ziel der Inkarnation beinhaltet. Damit wünsche ich euch allen eine harmonische Zeit.

GEHT IN FRIEDEN. GOTT ZUM GRUSS. Bitte die Musik.

Wir sprachen unseren Dank aus und wünschten allen eine schöne Zeit.

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