zurück Sternenlicht Protokoll Nr. 17 vom 24.04.1999 Download als selbstentpackendes Word97 Dokument


Der Kontakt zum Positiven Geistigen Reich wurde durch unser Medium Jürgen hergestellt. Es meldete sich der Geistlehrer JOSUA. Die Kommunikation fand mündlich statt.

JOSUA: GOTT ZUM GRUSS UND SEIN FRIEDEN SEI MIT EUCH.

(Es erfolgte die allgemeine Begrüßung des Kreises an den Geistlehrer.)

Birgit: Kannst du mir noch einmal erklären, was genau "durch das Licht gehen" heißt? Du sprachst einmal davon, daß wir (nach unserem Ableben) das Zwischenreich durchwandern, durch das Licht gehen und in das Sommerland kommen. CABUCLO sprach im Zusammenhang mit der anstehenden Inkarnation von MARIA DOLORES davon, daß sie sich entschlossen hat, durch "das Licht zu gehen". Geht man jedes Mal durch "das Licht", wenn man inkarniert bzw. wieder in das Geistige Reich zurückkehrt?

JOSUA: Durch das Licht geht man nur, wenn man in das Geistige Reich zurückkommt. Der Weg ist wie ein Tunnel. Die Rückkehr in das Materielle (Inkarnation) ist nicht ein optisches "durch das Licht gehen", sondern hiermit bezeichnete CABUCLO, daß der Weg des Erlernens als "Licht" zu sehen ist. Es ist nicht so, als ob du direkt durch ein Licht gehst, sondern es ist wie eine Erleuchtung. Während bei der Rückkehr ins Geistige Reich man wirklich durch das Licht geht, weil du aus einem begrenzten, nicht sichtbaren Teil, einem Tunnel, herauskommt. Und am Ende dieses Tunnels ist ein Licht, und durch dieses Licht mußt du hindurchgehen. Dieses beinhaltet eine gewisse Hemmung. Man hat etwas, ich will nicht sagen, Angst, aber es liegt etwas Ungewisses vor dir. Wenn du von diesen Dingen weißt, dann fällt dir diese Überwindung, hier hindurch zu gehen, leichter. Ansonsten bleiben viele Seelen davor stehen.

Marion: Und diese würden sich dann im Zwischenreich befinden?

JOSUA: Solange sie nicht durch das Licht gegangen sind, befinden sie sich in diesem Zwischenreich>. Das heißt, um dieses auch gleich mit zu veranschaulichen, sie können die Materie ständig wahrnehmen. Sie sind ständig um euch herum. Sie können nicht in der Materie leben und auch nicht im Geistigen Reich. Es ist eigentlich ein schwieriger Zustand.

Birgit: Mir war das "durch das Licht gehen" noch nicht so ganz klar, weil es für zwei verschiedene Erklärungen benutzt worden ist.

JOSUA: Also, für die Menschen, die von der Materie kommen, ist es wirklich so, wie es gesagt worden ist, während auf der anderen Seite CABUCLO die Erleuchtung, die Möglichkeit des Lernens meinte, was ja innerhalb der Materie schneller gegeben ist.

Marion: Wenn die Seelen sich im Zwischenreich befinden, unterliegen sie dann dort der Zeit?

JOSUA: Sie unterliegen nicht der Zeit, aber sie nehmen sie wahr.

Marion: In diesem Fall auch den Tag und die Nacht?

JOSUA: Ja, aber es ist für sie nicht alterungsbedingt, so wie bei euch, wo jeder Tag bedeutet, daß ihr älter werdet. Dieses ist dann nicht mehr gegeben.

Marion: Im Sommerland ist es ja so, daß man sich z.B. ein Haus baut. Wie ist dieses im Zwischenreich? Haben die Seelen dort auch Orte, wo sie sich einrichten oder niederlassen können?

JOSUA: Ständige Bewegung.

Marion: Sie haben dann keinen Platz, an den sie sich zurückziehen?

JOSUA: Nein, sie wissen nicht, wohin sie sich zurückziehen sollen. Es ist eigentlich keine angenehme Sache, weil man nicht weiß, wohin man gehört.

Dirk: Gibt es denn viele Seelen im Zwischenreich?

JOSUA: Ja.

Dirk: Sie sind also im Zwischenreich geblieben, weil sie nach dem irdischen Tod nicht durch das Licht gingen. Sehen sie denn irgendwo das Licht, wodurch sie die Möglichkeit haben, jederzeit durch dieses Licht zu gehen?

JOSUA: Nein.

Marion: Wann wissen sie, daß sie durch das Licht gehen müssen bzw. gehen können?

JOSUA: Wenn sie auf Menschen stoßen, die über das Spirituelle Bescheid wissen.

Marion: Menschen in der Materie?

JOSUA: Ja. Wenn der Wunsch und die Erkenntnis in ihnen vorhanden ist, daß dieses Dasein, welches sie zur Zeit führen, nicht alles ist, wenn sie spüren, daß sie diese Unstete verlassen möchten, dann kommt das Licht und sie signalisieren: "Jetzt ist es soweit, ich gehe".

Marion: Treffen sie dadurch, daß sie ständig in Unruhe sind, zwangsläufig auf solche Menschen, bzw. wie wird dieses gelenkt?

JOSUA: Dieses mußt du so sehen: Es ist nicht so, daß sie jetzt um diesen gesamten Planeten im Geistigen wandern, sondern sie sind in ihrer Umgebung gefangen. Sie können hier nicht heraus. Es entsteht aber nach einem gewissen Zeitraum in ihnen der Wunsch, diese zu verlassen, in dem sie erkennen, daß dieses nicht alles ist. Sie erinnern sich an das Licht. Nur, sie können dieses Licht erst wieder sehen, wenn in ihrer Seele wirklich der Wunsch vorhanden ist, dort hindurch zu gehen.

Marion: Befindet sich der Geist auch im Zwischenreich?

JOSUA: In der Seele, natürlich.

Marion: Er befindet sich aber weiterhin in diesem Dämmerschlaf (vgl. Protokoll Nr. 15).

JOSUA: Ja, die Seele ist dann ja der dominierende Teil. So wie bei euch der Körper der dominierende Part ist, so ist es dann die Seele. Es dauert so lange, bis die Seele den Geist soweit erwecken kann, daß er sagt, wir müssen durch das Licht, wenn wir nach Hause wollen. Das kann ein Tag sein, das können drei Tage sein, dieses kann in manchen Fällen mehrere Jahre dauern.

Marion: Mehrere Jahrhunderte sogar.

JOSUA: Ja, das kommt darauf an.

Birgit: Sind diese dann Phänomene wie z.B. Poltergeister?

JOSUA: Ja. Sie wollen auf sich aufmerksam machen und eigentlich nichts anderes als eine Zugehörigkeit. Wobei es dann wiederum Seelen gibt, die dementsprechende negative Erfahrungen gelebt haben. Auch diese bleiben dann sehr lange im Zwischenreich, weil sie von der Materie nicht loslassen können. Menschen, die sehr materialistisch veranlagt waren, die von ihrem Haus nicht loslassen, von ihren Besitztümern, bleiben sehr lange im Zwischenreich.

Rolf: Sie haben realisiert, daß sie nicht mehr existent sind.

JOSUA: Für sich selbst genommen, sind sie schon existent. Sie sind nur anders. Und dieses Anderssein können sie sich nicht erklären. Sie verstehen es nicht.

Birgit: Sie wissen nicht, daß sie gestorben sind. Also daß der Körper gestorben ist?

JOSUA: Nein. Sie spüren die Veränderung, daß sie Dinge tun, die sie vorher nicht konnten, aber sie können sie nicht einschätzen oder einordnen.

Birgit: Aber sie können doch nicht mehr kommunizieren, sie können nicht mehr aktiv hier auf Erden teilnehmen.

JOSUA: Sie sehen keine andere Seelen, mit denen sie sich unterhalten können. Sie wissen keine Lösung aus dieser Situation heraus. Sie beschäftigen sich auch nicht damit, wie sie dort wieder herauskommen, sondern sie befassen sich nur mit ihrer jetzigen Situation und halten daran fest. Du mußt dieses so sehen: Ein Mensch, der sehr materiell gewesen ist, ist nur darauf bedacht, daß seinem Lebenswerk, so nennt er es, nichts geschieht. Je nach Intensität setzt er alles daran, dieses zu schützen. Er dient sozusagen als Wächter, über die von ihm geschaffene Materie. Da gibt es Seelen, die dann mit denen, die in der Materie (bzw. mit den Lebenswerken der Verstorbenen) leben, nicht einverstanden sind. Somit werden die Seelen ständig versuchen, diesen Menschen Disharmonien zu bringen. Dann denken sie nicht mehr daran, daß sie jetzt eigentlich durch das Licht gehen könnten, um dieses abzuschließen.

Das materielle Leben ist also für sie nicht beendet, sondern sie leben immer noch in diesem Bewußtsein, daß sie es verteidigen müssen. Das Bewußtsein hat sich soweit verändert, daß sie den materiellen Körper nicht mehr wahrnehmen. Er ist ja nicht mehr vorhanden. Das heißt, es hat eine Wandlung stattgefunden, und sie leben in ihr. Wie kann ich euch dieses begreiflich machen? Dinge, die für euch selbstverständlich sind, bei denen fragt ihr auch nicht, ob es nach dieser Selbstverständlichkeit noch etwas gibt. Zum Beispiel euer Schlafen: Ihr fragt nicht danach, warum ihr dieses tut, sondern ihr macht es einfach. Ihr legt euch hin, weil ihr müde seid und schlaft. Ihr fragt nicht danach, warum ihr müde werdet, warum ihr schlaft. Euer Körper braucht dieses eigentlich nicht und trotzdem schlaft ihr. Es ist genauso bei diesen Seelen zu sehen. Nur auf einer anderen Ebene. Man tut es, weil es so ist, bis man sich irgendwann fragt, "warum tue ich dieses. Muß ich dieses wirklich tun? Ich will nicht mehr. Soll doch sonst etwas damit geschehen". In genau dem Moment ist die Schranke zum Licht geöffnet, und die Seele im Zwischenreich wird Neugierde in sich verspüren und sagen, "was ist denn, wenn ich jetzt einmal dahin gehe?"

Seht es so, als wenn es ein Raum ohne Fenster wäre, und auf einmal geht eine Tür auf. Ihr steht davor, und ihr wißt nicht, was erwartet mich hinter dieser Tür, weil ihr nur diesen Raum kennt. Trotzdem werdet ihr irgendwann einmal durch diese Tür gehen, weil Seelen von Natur aus neugierig sind. Ihr spürt von eurem Geist her, das Vertrauen, daß das, was hinter diesem Licht ist, für euch nicht schädlich ist. Wenn ihr als Spiritualisten sterbt und das Licht und die Geistwesen seht, geht darauf zu. Dieses geben wir immer wieder mit auf den Weg. Das heißt, wir wollen euch eigentlich das Zwischenreich ersparen.

Rolf: Du sagtest gerade, wenn ihr das Licht und die Geistwesen seht. Ich dachte, wir können euch erst auf der anderen Seite des Lichtes sehen.

JOSUA: Richtig, sobald ihr durch dieses Licht geht. Je näher ihr diesem Licht kommt, um so mehr kristallisieren sich aus diesem Licht Personen heraus. Je weiter das Licht von euch weg ist, um so mehr seht ihr einfach nur eine Helligkeit. Diese Helligkeit ist fließend. Das heißt, je näher ihr kommt, um so mehr geht ihr ja schon in das Licht hinein.

Dirk: Wären denn rechts und links davon, die Seelen, die sich im Zwischenreich befinden?

JOSUA: Nein, ihr seid dann nur auf dieses Licht konzentriert. Ein gutes Beispiel: Es gibt ja die Grenze zwischen Tag und Nacht auf der Erde. Aber sie ist nicht wie eine starre Wand, sondern dies ist ja ein fließender Übergang. So ist dieses auch zu sehen.

Marion: Du sprachst eben davon, das die Seelen im Zwischenreich nicht miteinander kommunizieren. Heißt das, daß sie in ihrer Seele bzw. in ihrem Bereich isoliert sind?

JOSUA: Ja.

Marion: Das muß ja schlimm sein.

JOSUA: Manche nennen dieses "die Hölle". Wobei es auch Seelen gibt, deren Bereich größer ist. Vielleicht einmal zum allgemeinen Verständnis: Das negative Reich ist nichts anderes als ein begrenzter (Erkenntnis-) Bereich, in dem sich eine Seele befindet, und je negativer um so isolierter ist sie. Das heißt, ein Mensch, der herüber geht und sich nicht gleich durch das Licht traut, weil er von diesen Dingen nichts weiß oder weil er im Leben diesen Dingen mehr als skeptisch gegenüber gestanden hat, braucht erst einmal sehr lange, bevor er versteht, daß er tot ist, denn es wandelt sich nichts. Es gibt hier keine erkennbaren Merkmale für das Bewußtsein, daß du tot bist, sondern du hast das Gefühl, du hättest geschlafen und bist wieder aufgewacht. Du registrierst nur langsam, daß die anderen in deiner Umgebung nicht mehr auf dich reagieren. Das ist etwas befremdend, aber du kommst nicht darauf, daß du tot bist. Für die Seele gibt es keinen Tod. Du nimmst sehr schnell diesen Zustand als gegeben hin und fängst an zu suchen und zu schauen. Du nimmst ja auch alles war, so wie du es jetzt wahrnimmst. Wenn du jetzt ein harmonischer, ein "normaler" Mensch gewesen bist, so ist dein Radius natürlich weitaus größer. Du hängst ja nicht an der Materie, sondern du würdest versuchen deinen Freundeskreis usw. zu besuchen, deinen Radius zu erweitern. Und hier kann es dir schon geschehen, daß du auch andere Geistwesen triffst, und ihr euch unterhaltet. Aber ihr kommt nicht darauf, daß ihr euch eigentlich in einem Zwischenreich befindet.

Rolf: Er muß doch irgendwie registrieren, daß er nichts mehr anfassen oder bewegen kann, bzw. mit der Materie keinen unmittelbaren Kontakt mehr hat. Dieses müßte er doch relativ schnell feststellen, oder nicht?

JOSUA: Wenn du z.B. ein Messer anfaßt, und es in die Hand nimmst, dann ist dieses doch für dich vollkommen normal! Für ihn ist es vollkommen normal, daß er dieses nicht kann. Wenn du das Licht siehst, dann ist es für dich vollkommen normal, daß du es siehst, aber nicht greifen oder erreichen kannst. Darüber machst du dir gar keine Gedanken.

Rolf: Was wir uns jetzt für den im Zwischenreich Herumirrenden an Veränderungen vorstellen, sind, von seiner Warte her betrachtet, gar keine Veränderungen.

JOSUA: Der Seele ist dieser Verlust nicht mehr bewußt. Der Ratio fehlt. Es fehlt der Bezugspunkt.

Rolf: Wie sieht es mit Narben aus? Jürgen sprach einmal davon, daß diese dann nicht mehr vorhanden wären.

JOSUA: Das ist der Punkt. Ihr wißt ja nicht, wann ihr sterbt. Dieses kann urplötzlich kommen. Es wäre gut, wenn ihr euch beim Aufstehen angewöhnt, einmal an euch herunter zu sehen. Es gibt immer Merkmale am Körper. Wenn diese fehlen, dann geht durch das Licht, dann ruft es euch in das Bewußtsein. Dieses müßt ihr jetzt im Leben tun und bewußtmachen, dann nehmt ihr es auch mit, weil es die Seele mitnimmt.

Birgit: Wie ist es dann bei Menschen, die einen sogenannten Todeskampf haben, lange dahinsiechen und dann sterben? In den Moment, wo sie sterben, sind die Schmerzen, diese Erfahrung, diese Wahrnehmung der letzten Tage oder Wochen ja komplett abgelegt.

JOSUA: Diese Menschen wissen davon. Was Rolf hier ansprach, und was ich meine, daß ist der plötzliche Tod, durch einen Verkehrsunfall zum Beispiel.

Birgit: Ich meine aber, wo ein langes Leiden voran geht, und ich denke, daß sich derjenige dann auch vielleicht ein Ende wünscht, weil er es einfach nicht mehr ertragen kann.

JOSUA: Das sind Seelen, die dann direkt durch das Licht gehen. Sie wollen hindurch, weil hier eine Situation entstanden ist, wo kein schockartiges Ableben stattfindet. Hier findet ein Ableben statt, welches lange vorbereitet ist. Der Körper leidet und in der Seele ist der Wunsch existent, daß sie jetzt nach Hause gehen möchte. Hier haben wir natürlich eine ganz andere Situation.

Was wir jetzt meinen, ist der plötzliche Tod. Z.B. der Herzinfarkt in der Nacht. Ihr sagt dann, daß derjenige einen schönen Tod gehabt hat. Das wißt ihr aber gar nicht. Er ist vielleicht schnell gestorben, aber ob er dieses auch bemerkt, ist eine ganz andere Frage.

Marion: Für ihn kann es eigentlich genau das Gegenteil sein.

JOSUA: Ihr könnt solchen Seelen, denen dieses widerfährt, helfen, wenn ihr dieses mitbekommt und dann denkt: "Gehe durch das Licht, bitte gehe durch das Licht." Deine Zeit als Krankenschwester, Marion oder auch bei dir Betty, war dort sehr, sehr von Nutzen für diese Seelen.

Marion: Bei den drei Menschen, wo ich Sterbebegleitung gemacht habe, habe ich dieses in dem Moment auch so gesagt, "gehe durch das Licht".

JOSUA: Sie sind alle gegangen, das kann ich dir heute bestätigen. Sie waren dankbar, weil sie es leichter hatten. Die Seele sperrte sich nicht, denn sie können sie nur holen, wenn die Seele dieses auch möchte. Sagt die Seele, sie will nicht, dann müssen wir gehen.

Dirk: Können diese Seelen die Gedanken lesen, oder muß man den Gedanken, gehe durch das Licht, aussprechen?

JOSUA: Nein, es ist gedanklich. Dieses reicht vollkommen aus. Sie hören es zwar, als wenn du es gesprochen hättest, aber du brauchst dieses nicht laut sagen. Das ist nicht wichtig. Die Kommunikation mit den Stimmbändern ist in dem Moment nicht mehr vonnöten.

Birgit: Hörst du denn die Gedanken auch? Also z.B. das, was ich denke?

JOSUA: Wenn ich das will, ja.

Birgit: Ich stelle mir dabei ein ziemliches Wirrwarr vor, weil jeder von uns denkt.

JOSUA: Deshalb mache ich dieses nicht. Wie soll ich es sagen? Ich schotte mich dagegen ab. Vor allen Dingen, wenn ich zu euch komme, mache ich hier zu, weil es sonst schmerzhaft für mich als Seele wäre. Die Energien, die dann auf mich triefen, würden kein vernünftiges Wort ergeben, sondern es wäre genauso, als wenn ihr auf einem Bahnhof steht und Tausende von Stimmen hört. Wenn ich mich jetzt darauf konzentriere, dann ist dieses etwas anderes, aber ich tue mir dieses nach Möglichkeit nicht an. Manchmal mache ich es, um euch zu zeigen, daß ich JOSUA bin, aber eben nur manchmal.

Birgit: Wenn ihr untereinander kommuniziert, habt ihr dann auch Mechanismen, um dieses zu unterbrechen?

JOSUA: Wie dieses funktioniert, weiß ich nicht. Es ist dann wirklich so, daß wir nur auf diese eine Seele gerichtet sind. So wie du jetzt z.B. dort sitzt und mit mir sprichst, so kann ich dieses dann auch, nur konzentrierter, mit der anderen Seele machen und alles andere ist dabei dann ausgeklinkt. Du hörst noch andere sprechen. Bei uns ist dieses schon nicht mehr gegeben, sondern wir liegen dann auf einer Frequenz und auf dieser läuft dann auch nur unsere Unterhaltung und nichts anderes. Das heißt, wenn ich mich mit einer anderen Seele unterhalte, könnte eine dritte Seele über mich lästern, ohne daß ich das merke. Nur, eine Seele tut dieses nicht, weil sie diese Dinge nicht nötig hat.

Dirk: Du sprachst eben von der Frequenz. Ist das die Art von Frequenz, auf die sich das Geistwesen bei einem Medium einstellt?

JOSUA: Das kommt darauf an, was ich tun will. Wenn ich jetzt z.B. medial schreiben möchte, dann benutze ich eine Frequenz, die das Gehirn des Mediums überlagert. Es ist nicht einfach, weil ich beim medialem Schreiben den energetischen Kontakt brauche. Ich muß also versuchen die Hand zu führen. Ihr glaubt es gar nicht, wie anstrengend dieses ist, weil man meistens "durchrutscht". Ich muß also zum einen in diesem Gehirn gewisse Dinge laufen lassen und gleichzeitig die Hand ziehen. Das Medium muß sehr frei sein, um diese Dinge gewähren zu lassen.

Dirk: Freier als beim medialem Sprechen?

JOSUA: Ja, hier übernehme ich ja nun den Körper. Wobei ich hier unterscheiden muß, ob ich mit ihm spreche, oder ob ich ihn auch bewege und ihn ganz harmonisiere. Dies würde ich nicht als Frequenz bezeichnen, sondern das ist eine Übernahme.

Dirk: Wenn ich jetzt z.B. einen Liebesbrief schreibe, funkt dann mein Geist auch über diese Frequenz in das Gehirn?

JOSUA: Ja. Wobei das Gehirn auch noch extra funkt, und dann kann es schon einmal zu falschen Interpretationen kommen. Das heißt, wo sich das Menschliche und das Geistige vermischt. Deswegen sagt man ja, daß die Aussagen des medialen Schreibens nicht ganz so rein sein können. Wobei man hier auch wieder unterscheiden muß zwischen dem automatischen (Die Durchgaben erfolgen beim automatischen Schreiben inspirativ, das Medium führt das Schreibgerät selbständig) und dem vollautomatisch (beim vollautomatischen Schreibmedium obliegt auch die Kontrolle über die Handführung dem Geistwesen) Schreiben. Ein vollautomatisches Schreibmedium ist schon sehr gut.

Marion: Das heißt, das Medium könnte dann z.B. ein Buch lesen, während das Geistwesen seine Aussagen niederschreibt.

JOSUA: Mit Jürgen habe ich dieses früher gemacht. Er konnte sich dann mit einem anderen Kreismitglied unterhalten, während ich am Schreiben war. Dieses war mir am liebsten, denn dann blockierte er mich nicht. Er konnte seine Faxen mit den Kreismitgliedern machen, und ich habe geschrieben. Das ging sehr gut, aber es ist ein langer Weg bis dorthin.

Dirk: Aber maßgeblich muß es doch sein, wie frei sich ein Medium grundsätzlich geben kann. Wenn es sich freigibt, so denke ich einmal, ist es egal, ob ich mit ihm spreche oder mit ihm schreibe. Letztendlich müssen die Aussagen stimmen.

JOSUA: Ja, das ist schon soweit richtig. Wobei dieses Freisein ein Begriff ist, der nichts anderes besagt, als die Annahme eines imaginären Wesens, das der Körper nicht wahrnehmen kann, das aber durch ihn wirken kann. Die Seele des Mediums muß dann bereit sein, dieses Wirken zuzulassen, sie muß ihr Haus sozusagen teilen. Wohlweislich mit dem Bewußtsein, daß der Gast, der im Körper weilt, eine Schwingung hinterläßt, womit die Seele oder der Wirt, lasse es mich so sagen, fertig werden muß.

Rolf: Entwickelt es sich, läßt du dir dieses offen, inwieweit du den Körper übernimmst, oder entschließt du dich vorher, wie du mit dem Körper arbeitest?

JOSUA: Das überlasse ich Jürgen. Es kommt darauf an, wie frei Jürgen ist, oder wieweit er mir den Körper überläßt. Jürgen ist nicht immer gleich bereit zu sagen, ich überlasse ihn dir ganz. Manchmal überläßt er ihn mir nur ein Stück. Aber er überläßt mir im Prinzip immer den wichtigsten Teil. Das sind die Funktionen der Nerven und die Funktion des Sprachzentrums. Manchmal überläßt er mich auch seine Füße.

Wenn er unterwegs ist, dann muß ich diesen Körper ganz übernehmen, weil ich in dem Moment natürlich auch die Verantwortung für den Körper habe. Du kennst dieses. Wenn du in einem Haus bist, und du bist dort ganz alleine, dann hast du auch die Sorgfalt zu wahren. Das liegt also nicht an mir, was ich will, sondern daran, was Jürgen möchte.

Marion: Also ist dieses immer abhängig vom Medium?

JOSUA: Ja. Das Medium ist in dem Moment, von der Materie her, der wichtigste Part.

Rolf: Jürgen wird doch nicht bewußt in der Lage sein, nur gewisse Zentren zu räumen?

JOSUA: Doch, dieses ist so. Es ist aber nicht körpergesteuert, sondern das hängt von seinem seelischen Zustand ab. Sagen wir es so: Fühlt er sich körperlich durch gewisse Streßsituationen, durch Arbeit usw. schwach, wird er mir den Körper nie ganz überlassen. Dann ist seine Sorgfaltspflicht seinem Körper gegenüber größer. Er sagt dann, "du kannst sprechen, weil heute abend eine Sitzung ist, aber mehr bekommst du nicht." Dann sagen wir, daß das in Ordnung ist.

Rolf: Man kann also nicht einen technischen Prozeß daraus ableiten? Dieses entsteht also mehr aus dem Gefühl heraus?

JOSUA: Wie erkläre ich dieses? Du fährst z.B. ein Auto, einen Schaltwagen! Und du weißt, wie du schalten mußt. Du mußt, wenn du schalten willst, kuppeln. Da gibt es doch manchmal diese Spielchen, daß du lenkst und kuppelst, und dein Nachbar schaltet. So mußt du dir dieses vorstellen. Er kuppelt und lenkt, und ich schalte. Sinnbildlich gesehen.

Rolf: Ja, das war auch nur einmal so gefragt.

JOSUA: Das ist schon richtig. Ihr wollt euch das Ganze ja schließlich vorstellen können. Außerdem können es sich die Protokolleser so am besten verinnerlichen. Es ist schon interessant, so denke ich einmal: Was für mich eigentlich mittlerweile eine selbstverständliche Phase ist, ist aber auch faszinierend, wenn ich über diese selbstverständlichen Dinge sprechen und nachdenken muß.

Rolf: Also ist es so, daß du alles, was er freigibt, automatisch mit übernehmen mußt, damit es nicht Schaden nimmt.

JOSUA: Ja, das ist meine Verantwortung. Das ist das, was ich ihm gegenüber schuldig bin. Es kann auch sein, daß er nicht bereit ist, seinen Geist komplett frei zu geben, weil er irgendwelche Gedanken hatte, von denen er der Meinung ist, daß sie mich nichts angehen. Da wird es schwierig, weil ich dann nicht frei sprechen kann. Dann bekomme ich Probleme. Das ist z.B. oftmals die Situation am Anfang, wenn ich mich gezwungenermaßen zurückhalte und nicht gleich so frei loslegen kann. Dann klären wir beide noch ab, inwieweit ich jetzt sein Gehirn übernehmen darf. Deswegen halte ich mich zurück und sortiere mich erst einmal, wie ich es euch sage. Dieses Sortieren beruht aber auf uns beiden: Wie weit läßt er mich, was kann ich. Und er will wissen, ob ich es auch wirklich bin. Trotz der vielen Jahre (Jürgen und der Geistlehrer JOSUA arbeiten seit 1987 zusammen), die wir schon zusammen sind!

Rolf: Daß du ihm zeigen kannst, daß du es bist, funktioniert wahrscheinlich nur gefühlsmäßig?

JOSUA: Ja. Er spürt mich, so wie wir Geistwesen uns untereinander durch die Empfindungen erkennen. Es ist einfach so. Man weiß: "Ach ja, er ist es", oder man weiß, daß es CABUCLO ist, oder daß jetzt JEREMIAS kommt. Das heißt, Jürgen muß damit einverstanden sein. Ich kann nicht von mir aus sagen, jetzt gehe ich und JEREMIAS kommt, ohne dieses vorher mit Jürgen geklärt zu haben. Das ist genauso, auch hier wieder das Bild, als ob du dir ein Heim mietest und sagst, "jetzt kannst du hier herein oder du". Dann würde irgendwann der Besitzer fragen, "wer hat denn das Haus jetzt eigentlich?" Vor allem, wenn irgend etwas defekt gemacht wird. Dann ist immer die Frage, wer es war. Dieses ist jetzt nur die vereinfachte Sprache. Es ist weitaus komplizierter.

Dirk: Ist die Gestik, die du vollziehst, ein Zeichen dafür, daß du besonders frei sprechen kannst?

JOSUA: Ja, das ist ziemlich frei: So wie ich jetzt diese Füße aus diesen Schuhen heraus gezogen habe. Jürgen ist mittlerweile soweit, daß er mich spätestens nach ein paar Minuten immer mehr hinein läßt.

Dirk: Nehmen wir noch einmal das Beispiel vom Schalten und Kuppeln. Kann es sein, daß du zwar das Gehirn übernommen hast, aber Jürgen aus irgendwelchen Reflexen heraus diese Gestik vollzieht?

JOSUA: Nein. Das geht nicht.

Dirk: Das heißt, in dem Fall, wären die Hände ruhig.

JOSUA: Ja. Wenn ich jetzt also nur den Geist übernehme, dann würde dieses ungefähr so aussehen. (JOSUA faltete die Hände und "legte" sie auf einen imaginären Tisch) Dann würde ich nur meine Lippen bewegen und gar nichts anderes.

Marion: So wie es war, als wir damals angefangen haben.

JOSUA: Es kommt auch mit auf die Schwingung des Kreises an, aber das ist ja wieder ein anderes Thema.

Marion: Ich möchte gerne noch auf die gegebene und die mitgebrachte Medialität zu sprechen kommen. Gibt es bei der gegebenen Medialität eine Grenze? Das z.B. ein Zeichenmedium mit seiner gegebenen Medialität kein Sprechmedium sein kann, oder ist dieses dann egal?

JOSUA: Eine gegebene Medialität ist eigentlich eine Sache, die für einen gewissen Zeitraum vorhanden ist. Das heißt, solange man medial tätig ist, ist diese Medialität vorhanden. Sie kann genauso gut sein, wie bei einem Medium, welches eine Medialität mitgebracht hat. Es ist es nur so: Ist die mediale Arbeit einmal beendet, aus welchen Gründen auch immer, ist auch die Medialität weg. Das heißt, es wird geschlossen. Dieses dient zum Schutz der Seele und auch zum Schutz des Menschen. Eine mitgebrachte Medialität ist eine Medialität, die von geistiger Seite schon vor der Inkarnation fest stand. Die Seele, das Medium mit der mitgebrachten Medialität hat eine permanente Öffnung. Das heißt, dieses Medium bedarf vom Tag der Geburt an einer ständigen Sonderbewachung, so möchte ich es einmal sagen. Wo sonst vielleicht nur ein Schutzengel da ist, so sind es dort schon zwei oder drei, die aufpassen. Dieser Kanal ist also ständig da. Und ein Kanal, der ständig geöffnet ist, zieht auch viele an, die diesen Kanal nutzen möchten. Sie sehen manchmal gar nicht, daß sie diesen Kanal nicht benutzen sollten. Also muß man ihn bewachen, da er sich ja in einem Grenzbereich innerhalb der Materie befindet, wo er für alle zugänglich ist. Das hat nichts damit zu tun, daß dieses Medium jetzt etwas besonderes ist, sondern es ist nur für die Arbeit für uns Geistwesen leichter zu benutzen. Die mitgebrachte Medialität ist auch nicht so begrenzt. Das heißt, hier kann auch einmal ein Geistwesen tätig sein, was z.B. eine Heilbehandlung oder eine Chakrenbehandlung macht, während bei einer gegebenen Medialität nur dieses eine Geistwesen tätig sein kann.

Marion: Die Art der medialen Arbeit ist dann aber egal, also ob die gegebene Medialität nun zum Zeichen, Sprechen oder Heilen genutzt wird?

JOSUA: Aber nur eine Arbeit! Während eine mitgebrachte Medialität variieren kann.

Rolf: Dementsprechend seltener wird wohl auch die mitgebrachte Medialität sein?

JOSUA: Ja, das ist also nicht eine Sache, die jeder zweite mit sich "herumschleppt", um es banal zu sagen. Dieses sind meistens Wesen, die aus einer höheren Sphäre kommen.

Dirk: Könnte man den Kontakt zu seinem Geistlehrer, zu seinem Schutzengel auch schon als eine Art der Medialität bezeichnen?

JOSUA: Das ist keine Medialität, sondern dieses ist eine vorhandene, von vorne herein feste Leitung, lasse es mich so sagen, die natürlich im Laufe der Zeit leiden kann oder ständig "gewartet" werden muß. Es liegt dann an den Menschen, die sie "warten" müssen. Bei einem Baby, einem Kleinkind ist die Leitung natürlich noch intensiv und sehr gut, so daß die Kommunikation zwischen beiden sehr gut stattfinden kann. Dieses Kommunikation läßt aber erfahrungsgemäß nach sieben Erdenjahren nach, und die Leitung wird porös. Wenn die Eltern, die eigentlich dann diejenigen sind, die diesen "Draht" aufrecht erhalten sollten, sich nicht mehr um dieses "Kabel" kümmern, wird es irgendwann so porös und bricht ab, so daß die Kommunikation zwischen Mensch und Geistlehrer nachläßt. Also haben Eltern schon eine "Wartungsfunktion" in dieser Beziehung.

Birgit: Und als Erwachsene übernehmen wir selbst diese "Wartungsfunktion?"

JOSUA: Wenn sie ständig von den Eltern gewartet wurde, übernimmt es später dann jeder selbst, ja.

Birgit: Besteht denn die Möglichkeit, daß diese Leitung so defekt geworden ist, daß kein Kontakt mehr möglich ist? Kann man dieses von sich aus später dann reparieren?

JOSUA: Ja, es ist also nicht so, daß dieses Kabel, laßt uns ruhig dabei bleiben, so porös wird, daß es endgültig zerbricht, sondern es bleibt für die Zeit des materiellen Lebens natürlich reparabel. Man muß sich nur daran begeben. Bei Einigen dauert es nur länger, bis es repariert ist. Dies kommt auf die Intensität an und wie weit der Mensch selber es reparieren möchte. Denn oftmals ist es im Erwachsenenalter, wenn die Leitung nicht ständig gepflegt worden ist, nur möglich, daß die Reparatur von dritter Seite her stattfindet.

Birgit: Von materieller, dritter Seite?

JOSUA: Ja, das heißt, daß sie mit Menschen zusammenstoßen, die sagen, "nimm wieder einmal ein bißchen Kontakt auf, versuche das einmal." Ein spirituelles Erwecken, so nennen wir es. Es ist eigentlich nichts anderes als die Reparatur der Leitung, nach drüben. Bei dem Einen geht dieses schneller, und bei dem anderen dauert es länger. Bei anderen wiederum war die Hoffnung, daß er es geschafft hat und dann ging doch wieder etwas nicht so, und man merkte, daß noch etwas fehlt. Denn die negative Seite wird natürlich auch immer wieder versuchen den Strang, den man gerade geknotet hat, zu zerschneiden. Und hier ist halt die Frage, wie intensiv man selber es möchte, daß dieser Kanal oder dieser Draht repariert wird, oder ob man dieses etwas oberflächlicher angeht. Rückschläge sind oftmals zu verzeichnen.

Dirk: Dieser Draht ist der Kanal, worüber wir die Inspirationen von dem Geistlehrer empfangen.

JOSUA: Ja, der Kanal, worüber die Inspirationen fließen, wo das Gefühl der Existenz des Geistigen Reiches, das nicht-alleine-sein als ständiger Fluß durchkommt. Auch wenn man einmal nicht oder nicht jede Sekunde an das Geistige Reich denkt, empfindet man dieses. Man weiß von den Dingen. Und dieses ist natürlich einfacher, je heiler oder intakter der Kabel ist, als wenn es natürlich immer wieder Bruchstellen gibt, wo das Ganze stocken bleibt, oder anders gesagt, wo es Zweifel gibt.

Dirk: Aber dieser Draht kann doch nichts exklusives für den zuständigen Geistlehrer sein. Oder wie kann man sonst Gedankenübertragung und die Beeinflussung von anderen Geistwesen erklären? Wird hier genau dieser Draht benutzt, oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

JOSUA: Nein, sie benutzen diesen Draht.

Dirk: Und wenn Betty und ich jetzt den gleichen Gedanken aussprechen, dann haben wir auch diesen Draht benutzt?

JOSUA: Ja. Hier mußt du jetzt etwas in das Physikalische hineingehen. Ihr wißt, das eure Gehirnströme nichts anderes als Energien oder Elektrizität sind. Wenn jetzt z.B. Plus auf Plus gerät, dann kann es schon passieren, daß hier ein Gleichfluß stattfindet. Meistens ist es ja so, daß die Gedanken der Menschen frei sind, also stoßen vom göttlichen Gesetz her immer, lasse es mich so sagen, Plus und Minus zusammen. Hier entsteht eine Kommunikationssperre. Aber manchmal funktioniert es, daß Plus und Plus aufeinander stoßen, so daß dann in dem Moment das Ergebnis oder das Wort bei beiden vorhanden ist. Ihr habt dieses öfters, daß ihr sagt, "das wollte ich doch auch gerade sagen," oder bei Medien ist es z.B. so, daß sie sehr schnell ein gleiches Empfinden haben, bzw. wir etwas gegeben haben, was beide gleichzeitig erreicht, und dieser physikalische Fluß vorhanden ist. Dieses ist also sehr schwer jetzt zu erklären, aber es ist nichts anderes als ein Fließen zwischen den Plus und Minus Energien.

Dirk: Kann ich diese Physik, die du eben angesprochen hast, auch auf euch Geistwesen übertragen, bzw. auf eure Gedanken, daß diese auch so etwas wie elektromagnetische Wellen sind?

JOSUA: Ja, diese liegen außerhalb, wenn wir schon einmal im Physikalischen sind, eurer Dimensionen. Hier mußt du schon sozusagen in die Hyperdimensionen hinein, in die vierte oder fünfte Dimensionen vielleicht.

Marion: Aber in die vierte oder fünfte Dimensionen möchten wir heute nicht. Ich möchte noch einmal auf den Ausgangspunkt von gegebener und mitgebrachter Medialität zurückkommen. Die mitgebrachte Medialität hat den Sinn und Zweck, daß man damit irgendeine spirituelle Arbeit verrichtet, egal welcher Art. Bei der gegebenen Medialität ist es dann so, daß es "spontan" entschieden wird, daß sie gegeben wird und dieses hängt von den Umständen ab, die eingetreten sind?

JOSUA: Ja. Laßt mich noch einmal kurz etwas dazu sagen, damit ihr diesen Unterschied alle versteht. Bei diesen beiden (Betty und Jürgen) ist es eine mitgebrachte Medialität. Bei euch ist es eine gegebene Medialität. Auch du, Rolf, hast eine Medialität. Birgit, Dirk, auch Marion. Ist das verständlich?

Rolf: Sagen wir es einmal so, ich kann damit gut leben und umgehen.

JOSUA: Es ist oftmals innerhalb eine Kreises dann die Frage, "und welche Funktion oder welche Aufgabe habe ich? Oder bin ich auch medial? Kann ich das auch?" Und hier können wir sagen, jeder in einem spirituellen Kreis besitzt eine Medialität, sei es eine gegebene oder eine mitgebrachte. Ein spiritueller Kreis kann ohne diese Medialität nicht existieren und die Strömung, das wißt ihr selber, ihr empfindet dieses, ist eine Strömung, die gut fließt oder schlecht fließt. Dieses Empfinden ist dann die gegebene Medialität, die ihr erlernen müßt.

Rolf: Man könnte sich ja jetzt an der Formulierung "gegeben" stoßen und würde sich zum einen fragen "von wem gegeben" und zum anderen "warum".

JOSUA: Diese gegebene Medialität ist nichts anderes als das Öffnen deines Stirnchakra. Wir machen dir ein "Loch" in die Aura, (JOSUA sprach dieses natürlich nicht so ernst aus, wie es sich vielleicht lesen mag.) damit die seelischen Empfindungen zwischen euch fließen können. Dafür seid ihr auch anfälliger und am Anfang, so habt ihr gemerkt, ist es extrem: Ihr reagiert viel sensibler, weil ihr Schwingungen empfangt, die ihr vorher nicht hattet, weil das "Loch" geschlossen war. Es ist ungefähr so, als wenn es regnet: Macht ihr die Tür zu, macht der Regen euch gar nichts. Öffnet ihr aber die Tür, und der Regen kommt direkt durch die Tür herein, werdet ihr naß. Ihr empfindet jetzt diesen Regen. Ihr könnt ihn als angenehm oder als nicht so angenehm empfinden, aber die Empfindung ist da. So ist es auch mit dieser gegebenen Medialität. Wir machen eine Tür auf und ihr empfangt etwas. Nämlich die Empfindungen der anderen, wobei ein Schutz vorhanden ist, damit ihr nicht die Empfindungen noch anderer Mitmenschen erleben müßt, sondern nur die aus dem Kreis. Ein spiritueller Kreis muß die Empfindungen eines jeden Kreismitgliedes empfangen und erarbeiten können, und es dauert, bis man dieses kann. Dies muß erst gelernt werden, nicht?

Rolf: Das heißt, die Entscheidung über die gegebene Medialität wird im geistigen Reich getroffen?

JOSUA: Nein, die fällt bei euch in dem Moment, wenn ihr sagt, daß ihr in einem spirituellen Kreis mitarbeiten möchtet. Wir können nur sagen, ob du mitarbeiten kannst, weil du die Schwingungen, die du jetzt zukünftig empfangen wirst, verarbeiten kannst und damit klar kommst. Wir sagen dann, daß wir dich gerne im Kreis aufnehmen, oder daß wir uns freuen würden, wenn du mitarbeiten würdest.

Rolf: Dann ist es eine Konsequenz dieser gegenseitigen Übereinkunft, diese Medialität zu geben.

JOSUA: Ja.

Rolf: Jetzt habe ich es verstanden.

JOSUA: Und wenn derjenige dann einmal sagt, "jetzt habe ich die Nase voll von euch und von dem, was hier geschieht", dann nehmen wir sie ihm wieder. Das heißt, wir schließen ihn. Das Problem liegt oftmals darin, daß die Menschen, die aus einem spirituellen Kreis heraus gehen, mit der umgekehrten Situation nicht so schnell zurecht kommen, daß sie die Schwingungen der anderen nicht mehr empfangen.

Rolf: Sie sehen dieses also als Verlust?

JOSUA: Ja, und dann entsteht Aggressivität und teilweise Boshaftigkeit gegenüber den anderen, weil sie die Schwingungen von ihnen nicht mehr empfangen können. Es ist gut, daß dies einmal angesprochen wird, damit viele Menschen, die sagen, ich möchte auch einmal so einen spirituellen Kreis haben, eigentlich über die Konsequenzen nachdenken und sich somit ein Bild darüber machen können, warum nicht jeder Mensch für die Mitarbeit innerhalb eines spirituellen Kreises geeignet ist. Es müssen schon Empfindungen harmonisieren. Wir können nicht unterschiedliche, krasse Gegensätze aufeinander loslassen. Das gäbe Chaos, das gäbe Schmerzen und Unverständnis. Was wir nicht können, ist vorauszuschauen, wie lange dieses harmonisiert und in wie weit die Seelen innerhalb ihres Körpers mit den Schwingungen der anderen fertig werden, in wie weit sie bereit sind, sie in sich aufzunehmen und ihr eigenes Gefühlsleben zu leben, aber nicht egoistisch zu leben, sondern immer in Bedacht der Gemeinsamkeit.

Rolf: Das heißt also, es muß ein gewisser Grundlevel vorhanden sein, damit man die Kreismitglieder, um es einmal banal auszudrücken, aufeinander loslassen kann. Und alles andere läßt man sich daraus entwickeln?

JOSUA: Ja. Es muß zu 90% passen. Die restlichen 10% sind schon schwierig und können zu Komplikationen führen. Aber wir müssen auch die Gegensätze haben, damit der Mensch lernt, warum er dieses tut. Das heißt, daß er das Zusammenleben erlernt. Zusammenleben als Geistwesen auch dann, wenn man eingeschränkt ist, und das seid ihr ja. Ihr habt einen Körper. Für mich, in meiner Bewegungsfreiheit, seid ihr schon eingeschränkt.

Dirk: Ich möchte gerne auf die Gegensätze innerhalb des Kreises zurück kommen. Du sagtest eben, daß sie in gewissem Maße wichtig sind. Wenn ich jetzt einmal die Uhr ganz weit zurückdrehe und sage, irgendwann gab es doch einmal eine Abspaltung vom Kollektiv. Waren hier schon die Gegensätze vorhanden, oder sind diese erst durch die Abspaltung gekommen?

JOSUA: Entstanden, ja.

Dirk: Das heißt, vor der Abspaltung gab es keine Gegensätze?

JOSUA: Nein, im Kollektiv gibt es keine Gegensätze, sondern hier ist alles Eins. Während der Abspaltung ist erst der Gegensatz entstanden.

Dirk: Mein Gedanke wäre jetzt...

JOSUA: ...erst der Gegensatz, und dann kann ich mich trennen.

Dirk: Ja, genau.

JOSUA: Nein, das ist hier in diesem Fall nicht so. Wenn du jetzt die Zeit dazu nimmst, dann ist dieses ziemlich schnell gegangen. Diese Abspaltung fand ja in dem Moment statt, in dem ich sagte, "ich bin mit dem Kollektiv nicht einverstanden". Damit habe ich mich ja schon abgespaltet, nicht wahr?

Marion: Da stellt sich die Frage, warum denke ich gegensätzlich? Wenn ich doch erst damit einverstanden war, durch was ist dieser Gedanke entstanden? Wo liegt hier der Ursprung?

Dirk: Dann müßten doch auch mehrere, also ein "Unterkollektiv", aus dem Kollektiv damit nicht einverstanden gewesen sein?

JOSUA: Das kommt darauf an, wie weit innerhalb des Kollektives sich Gegensätze gebildet hatten.

Birgit: Der Ursprungsgedanke, überhaupt gegensätzlich zu sein, wie ist dieser zustande gekommen?

JOSUA: Ich kann dir diese Frage nicht beantworten. Ich bin nicht allwissend. Ich weiß definitiv nur, daß es gegensätzlich gewesen ist, und ich bin optimistisch, daß ich irgendwann eine Antwort darauf finden werde. Wobei, hypothetisch, meine Meinung: Wenn man es als Gesamtheit betrachtet, muß diese Abspaltung nicht unbedingt negativ sein. Durch die Abspaltung entsteht ja eigentlich der Weg, um wieder zusammen zu kommen. Eine Abspaltung ruft eine Erkenntnis hervor, eine Lernbereitschaft. Vielleicht brauchte das Kollektiv diese Lernbereitschaft?

Marion: Da könnte man ja sagen, wenn dieses nicht stattgefunden hätte, wäre es zwangsläufig zu einem Stillstand gekommen.

JOSUA: Philosophisch.

Rolf: Spekulativ.

Birgit: Kraß formuliert, mußte dieses geschehen, damit neue Gedanken entstehen.

Marion: Vielleicht war ja der Ursprung der Abspaltung, der Gedanke, "was wäre wenn..."?

JOSUA: Versucht einmal folgenden Aspekt zu berücksichtigen: Angenommen ihr hättet alles. Euer Bestreben, nur jetzt einmal auf die Materie bezogen, liegt ja darin, mehr zu erfahren, mehr zu erreichen. Gehen wir jetzt einmal nur von der Materie aus und sagen nicht, daß innerhalb der Materie das oberste Ziel, wenn ich alles Materielle erreicht habe, negativ ist. Du hast Geld im Überfluß. Du hast alles, was du dir vorstellen kannst, was du haben kannst.

Rolf: Dann würde ich unzufrieden sein.

Marion: Dann wäre ich irgendwann gesättigt.

JOSUA: Ja, das wollte ich damit sagen. In euch ist immer eine gewisse Hoffnung, ein Wunsch nach irgendeiner Sache. "Das möchte ich gerne haben, ein Haus auf einer Insel. Ich möchte Urlaub. Das möchte ich, dieses möchte ich." Der Wunsch an sich ist ja eigentlich schon... nein, laßt es mich anders sagen. Es wäre die Neugierde, etwas zu erfahren! Und ich denke einmal, wenn wir das Kollektiv nehmen, in dem alles Eins ist, wer sollte da noch etwas erfahren, wenn alles Eins ist, wenn alles vorhanden ist. Ich meine - einfach ausgedrückt, nur das Kollektiv wußte, daß man etwas schaffen kann, um dem Ganzen wieder ein bißchen mehr Schwung zu geben.

Marion: Ein interessanter Gedankengang.

JOSUA: Ja. Ich meine, dieses ist rein philosophisch zu sehen. Bitte, das ist kein Maßstab. Ich weiß nicht, ob es so gewesen ist.

Rolf: Die spekulative Frage besteht doch auch darin, ob ich nicht jedes Mal, wenn ich zu einem Kollektiv zurück gefunden habe, nach einer gewissen Zeit vielleicht wieder an diesen Punkt komme.

JOSUA: Es kommt noch ein Aspekt dazu. Man spricht von der Abspaltung vom Kollektiv, oder die Menschen sagen auch, die Abspaltung von Gott. Es wurden also zwei Seiten geschaffen. Man hätte ja auch ein Kollektiv abspalten können, indem man sagt, wir müssen irgend etwas schaffen. Aber dieses Schaffen ginge nur, wenn man sich trennt, indem der eine sagt: "Ich distanziere mich jetzt von dir, und wenn ich mich entfernt habe, werde ich versuchen, wieder auf dich zuzukommen durch ein gewisses Durchschreiten der Sphären bis ich wieder die Feinstofflichkeit habe". Das heißt, man hat sich verlangsamt, man hat dasUniversum geschaffen. Das wird jetzt zuviel. Das müssen wir, so denke ich, heute lassen.

Rolf: Ich möchte aber doch noch gerne einen Punkt ansprechen: Du hattest dieses eben nur so nebenbei erwähnt. Wenn man sich die Abspaltung vom Kollektiv vorstellt, dann stellt man sich ja erst einmal nur eine Bruchstelle vor. So wie ich dich eben verstanden habe, könnte man auch sagen, daß der Grundgedanke, daß ich mit irgend etwas nicht mehr einverstanden oder unzufrieden mit dem Kollektiv an sich bin, an verschiedenen Punkten des Kollektives gleichzeitig entstanden ist? Geht dieser Gedankengang zu weit?

JOSUA: Nein. Ich würde es so bezeichnen, daß der Gedanke der Unzufriedenheit das gesamte Kollektiv erfaßt hat, und daß man aus dieser Unzufriedenheit als Gesamtes versucht hat, etwas zu schaffen, was diese Unzufriedenheit beseitigen könnte. Und man kam zu dem Resultat, daß man sich teilt.

Rolf: Also teilen in der Form, daß ein Bereich dort bleibt, wo er ursprünglich hingehört, damit man auch weiß,...

JOSUA: Der Bezugspunkt!

Rolf: ...wo es wieder hingehen muß.

JOSUA: Ja, ich brauche einen Bezugspunkt. Wenn ich abgestoßen werde, muß ich wieder zurückkommen, wie bei einem Ball an einem Bindfaden, den ich wegwerfe, und der wieder zurückkommt.

Rolf: Wie ein Jo-Jo!

JOSUA: Ja, das ist gut, ein Jo-Jo!

Marion: Das, womit Domenic immer spielt.

JOSUA: Ja, das habe ich schon bei ihm gesehen. Er hat so eine Rolle, und da macht er dieses mit. Genau. So, und dieser Effekt, zwar nicht mit der Geschwindigkeit, wäre das Prinzip der Abspaltung. Wenn wir uns vorstellen, daß durch diese Abspaltung das gesamte Universum, von dem wir noch nicht einmal wissen, wo der Anfang und wo das Ende sich befindet, entstanden ist...

arion: Dann könnte man theoretisch sagen, daß die Möglichkeit bestehen würde, daß es ganz viele Kollektive gibt, wo sich jedes unterschiedlich entwickelt. Wie so ein Atom. Ein Atom ist ja auch aufgebaut durch verschiedene Elektronen, Neutronen, und Protonen. Und jeder Baustein stellt ein Kollektiv dar.

JOSUA: Ja, selbstverständlich. Jedes Kollektiv hat eine andere Entwicklung, und somit ist die Brücke zu dem verbliebenen Kollektiv, was ja eigentlich das Vollkommene sein soll, aufrecht zu erhalten.

Marion: Könnte man dann vielleicht soweit gehen und sagen, daß das eine Kollektiv eine Verbindung zu dem anderen Kollektiv herstellt, weil das vielleicht weiter entwickelt ist und dann wiederum dieses Kollektiv zu dem anderen usw. usw.?

JOSUA: Das ist ja so existent. Aber der Kontakt zu anderen Kollektiven geht immer erst ab einer gewissen Stufe. Das fängt im Kleinsten an. Beispiel hier auf Erden: Als die Seelen sich niederließen, nahmen sie Kontakt zu anderen Seelen auf, die sich auch niedergelassen haben, oder zu Stämmen, so nanntet ihr dieses damals. So entstand ein Zusammenführen, was manchmal friedlich und manchmal weniger friedlich war, aber man lernte daraus. Man bezeichnet diese Stufe noch als primitiv. Je weiter die Evolution, je weiter die Entwicklung, je mehr hat man andere kennengelernt. Zum Beispiel die Entdeckung Amerikas von Christoph Kolumbus, die Indianer oder die Entdeckung der Chinesen! Dieses war nichts anderes als ein Zusammenführen von Kollektiven. Wobei Kollektive nicht unbedingt riesengroß sein müssen, sondern die Größe ist einfach nur hypothetisch. So, wenn dieser Planet jetzt irgendwann die Entwicklung hat, dann wird er ein Kollektiv kennenlernen, was sich außerhalb dieses Planeten befindet, mit dem er kommunizieren kann und an diesen höher entwickelten Planeten er sich dann heranziehen kann.

Marion: Wobei man hier auch sagen könnte, daß sich hieraus wiederum ein Kollektiv bilden kann.

JOSUA: Selbstverständlich. Dieses geht dann "milchstrassenmäßig", universumsmäßig weiter.

Marion: Das wäre dann unendlich. Einfach nur genial, unvorstellbar.

JOSUA: Interessant, nicht wahr?

Marion: Ich beende diesen Gedankengang an dieser Stelle erst einmal.

JOSUA: Ja, ich würde auch sagen, daß dieses, was wir heute abend besprochen haben, für die Leser erst einmal wieder reicht. Wir wollen sie ja nicht überschütten, sondern man sollte es in Ruhe und in der Geduld aufnehmen können.

Birgit: Ich habe noch eine Frage zum Kosovo-Krieg. Man hat sich ja nun für den Krieg entschieden. Bei mir ist es so, daß ich hin und her gerissen bin. Einerseits kann man nicht einfach zuschauen, wie dort gemordet und vergewaltigt wird, auf der anderen Seite ist Krieg auch Gewalt, und es entsteht dadurch erneutes Leid. Ich würde gerne einmal eure Meinung dazu hören.

JOSUA: Für uns sind beide Seiten negativ. Es ist nicht richtig, daß man Gewalt mit Gewalt bekämpft. Hier wäre die Frage der (richtigen) Politik eine andere gewesen: Man hätte diesen Menschen aus den Verkehr ziehen sollen. Die Weltpolitik läßt es leider nicht zu, daß es hier eine Gerichtsbarkeit gibt, die diese Menschen (wirksam) disqualifizieren kann. Mit dem Vorgehen von Seiten der Westmächte, der NATO, zerstört man Dinge, und - lasse es mich so sagen - es trifft wieder einmal die kleinen Leute. Nicht der Staatsmann ist derjenige, der dafür geradesteht. Ihm ist es egal, was dort alles zerstört wird. Hier geht es um seine Ideale, und nur er ist derjenige, welcher dem Ganzen ein Ende setzen könnte. Was ich der westlichen Welt entgegenhalte, ist: Daß man diesem Menschen nicht sagt, daß hier jetzt Schluß ist, sondern daß hier wieder ein Volk angegriffen wird. Eine Sache die uns mit viel Betrüben und Trauer erfüllt.

Rolf: Hierfür gibt es aber bei uns keinen praktikablen Weg.

JOSUA: Es gäbe einen Weg. Man könnte, anstatt Streitkräfte und Panzer, Gesetze schaffen, die keinem Regierungsmenschen auf der gesamten Welt, egal wo, so wirken lassen. Man hätte Kontrollfunktionen einführen können, so wie die NATO oder die UNO - ich kenne mich mit euren Dingen hier nicht so aus- eigentlich sein will. Man wußte von den Dingen. Es gab zahlreiche Möglichkeiten diesen Mann ins Abseits zu stellen. Man wußte, wohin dieses führen würde, und man hat diese Dinge in Kauf genommen mit dem Bewußtsein...

Birgit: Wer ist diesem Fall "man"?

JOSUA: Die Weltmächte! Eine Institution, wo alle vertreten sind. Hier fließen nun aber viele Dinge ineinander. Hier geht es nicht um den einzelnen Menschen, hier geht es um Prinzipien. Und bitte, Politik liegt mir eigentlich nicht so, aber ich kann euch sagen, auch Amerika erfreut sich an den Dingen, die jetzt geschehen, denn das Waffenarsenal muß ja abgebaut werden. Hier geht es nicht darum, ob Menschen vergewaltigt, getötet werden. Das sind Alibifunktionen. Dieses hätte man alles im Vorfeld verhindern können, indem man ihm, als er in Brüssel, in London war, an die Seite gezogen und gesagt hätte, "Feierabend, Schluß, Aus, Ende."

Rolf: Das Problem ist, daß es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt.

Marion: Das ist ja das, was JOSUA meinte. Es ist möglich, daß ein Mensch so etwas machen kann. Hier liegt der Fehler.

JOSUA: Man weiß, wohin das Ganze steuert und sage mir nicht, man hätte es innerhalb der Weltpolitik nicht erkannt. Man wußte, wohin Milosevic marschiert. Amerika und auch die europäischen Staaten wußten dieses.

Rolf: In dem Punkt gebe ich dir recht. Sie haben ihn im Prinzip viel zu lange Zeit geben, sich auf diese Situation einzustellen und sich vorzubereiten. Vor allen kann man auf der einen Seite nicht ethisch, moralische Verpflichtungen auferlegen und andererseits sich selbst nicht daran halten. So bekomme ich einen Konflikt nicht gelöst.

JOSUA: Richtig.

Rolf: Die Lösung läge eurerseits in einer weltübergreifenden, staatenunabhängigen Institution, die über Staatsmänner Recht sprechen darf?

JOSUA: Ich sage es dir mit vier Worten: Aufhebung der diplomatischen Immunität. Er ist der Verbrecher. Er befiehlt dem Militär, er ist der Gesetzgeber. Er ist derjenige, der die Befehle gibt und wonach alle marschieren. Der Konflikt, der jetzt da ist, ist nichts anderes, als ein reines zur-Schau-stellen. Man muß ja mal wieder ein bißchen mit den Säbeln rasseln. Der Russe steht auch schon dahinter und droht mit dem dritten Weltkrieg.

Rolf: Aber das ist ja alles verbal.

JOSUA: Vorsichtig, oh, vorsichtig. Wir stehen diesen negativen Dingen, diesen Grausamkeiten leider hilflos gegenüber. Es ist das, wo wir, um es einmal banal auszudrücken, sagen können, hier hat Luzifer wieder gut gewonnen. Und worum geht es? Es geht wieder nur um eine Glaubenssache.

Rolf: Wenn man es ganz reduziert, geht es im Prinzip um ein Stück Erde, wo eine gewisse Gruppe meint, das es nur ihnen gehört.

JOSUA: Die einen sind Moslems und die anderen Christen.

Birgit: Es geht nicht um das Land. Es geht wieder um den Glauben.

(Es entstand eine kleine Diskussion zwischen Rolf und Birgit)

Marion: Könnten wir diese Diskussion vielleicht nachher weiterführen?

JOSUA: Bitte. Ihr seht, welche Emotionen und Aggressionen in euch geweckt werden. "Er" erreicht viel mit diesen Dingen.

Rolf: Weil man auch irgendwo hilflos ist und nicht weiß, wie man sich verhalten soll. Man verurteilt sowohl das eine als auch das andere. Dieses ist eine klassische Situation, wo ich ein geringes Übel einem großen Übel gegenüber stellen kann. Ein Übel habe ich auf jeden Fall.

JOSUA: Es ist nur die Frage, wer die Verantwortung für diese Übel trägt. Es ist die Zeit, daß auf der Erde die Harmagedon-Schlacht weitergeführt wird. Und solange der unterschiedliche Glaube - du kannst es mir glauben - bekämpft wird, solange hier diese Unterschiede bleiben, solange bleibt der Mensch verschieden in seiner Entwicklung, in seinen Ansichten, in seinem Denken. Die Bereitschaft mit anderen zu harmonisieren, andere zu tolerieren oder zu akzeptieren, ist innerhalb des moslemischen Glaubens nicht gegeben. Und diejenigen, die darauf am meisten reagieren, sind nun einmal die Christen. Hier liegen große Schwierigkeiten. Wenn diese Gegensätze ineinander fließen, sich harmonisieren, dann ist wieder ein Schritt in der Evolution, in Richtung Kollektiv gemacht worden. Es ist vielleicht eine interessante Sache, die man im nachhinein, nach diesem Konflikt, als Thema nehmen kann. Zur Zeit fließen hier sofort negative Energien, so daß wir dieses von uns aus positiv abblocken müssen.

Kreis: Das konnte man eben sehr deutlich spüren, welch negative Schwingung sich aufbaute.

JOSUA: Gut, laßt es uns dabei bewenden. Jürgen signalisiert mir, daß ihr wunderschöne Würstchen in der Küche habt, und er diese gerne essen würde. Er möchte jetzt zurück. Wir akzeptieren dieses. Wir wünschen euch eine harmonische Zeit. Lernt aus den Dingen, die wir heute abend besprochen haben. Geht in Harmonie und in Frieden.

GOTT ZUM GRUSS UND SEIN SEGEN SEI MIT EUCH. Bitte die Musik.

Wir sprachen unseren Dank aus und wünschten allen eine gesegnete Zeit

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