zurück Sternenlicht Protokoll Nr. 14 vom 13.02.1999 Download als selbstentpackendes Word97 Dokument

Zur Kommunikation mit dem Geistigen Reich bedarf es je nach Art der Verbindung unterschiedliche vermittelnde Elemente. Die wohl bekannteste Gruppe dieser Elemente bilden die Medien, im Angelsächsischen auch als Channel (Kanal) bezeichnet. Das Bild des Kanals beschreibt in dieser Hinsicht die Verbindung recht treffend. Die Informationen aus der materielosen Geistigen Welt müssen quasi einen energetischen Kanal durchlaufen, an dessen Ende sich ein geeignetes Hilfsmittel befindet, um die Informationen zu materialisieren. Nur auf diese Art kann überhaupt von einer bewußten Kommunikation gesprochen werden. Die Hilfsmittel, von denen wir sprechen, sind natürlich die Medien, bzw. die Körperfunktionen von ihnen. Findet die Kommunikation schriftlich, also vorwiegend über die Hand des Mediums statt (Mediales Schreiben), ist das Medium ein Schreib- oder Zeichenmedium. Benutzt das Geistige Reich hingegen die Stimme des Körpers, handelt es sich um ein Sprechmedium. Ohne an dieser Stelle auf Details einzugehen, kann man sagen, daß es bei den unterschiedlichen Übermittlungsarten Besonderheiten gibt, die es zu beachten gilt. Hervorragende Beispiele für das Mediale Schreiben liegen aus dem dreißigjährigen Wirken des Medialen Friedenskreis Berlin vor (Menetekel-Protokolle, siehe auch http://www.menetekel.de). Auch Jesus Christus nutzte vor rund 2000 Jahren auf Erden in einer Ehebruchanklage die Möglichkeit des Medialen Schreibens, um eine Verbindung zur Geistigen Welt herzustellen: "Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde (anschließend las er folgende, geniale Antwort vor: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie".)". (Johannes 8, 6).

Die Geistwesen des Sternenlichtes benutzen zur Kommunikation das Mediale Sprechen, also die Sprachzentren der Medien, um so Wahrheiten aus der Geistigen Welt (Weiße Bruderschaft) den Menschen zu vermitteln. Die Inhalte der mündlichen Durchgaben bzw. die in den Zusammenkünften geführten Gespräche sind in den Protokollen festgehalten. Nicht bzw. nur zum Teil werden die Gespräche veröffentlicht, die im Rahmen der Ausbildung von Medium und Geistlehrer(in) stattfinden. Hierzu zählen wir zur Zeit die Kommunikation mit Maria Dolores durch Betty.

Neben der Kommunikation gibt es weitere Möglichkeiten, bei denen man von einer direkten Verbindung zum Geistigen Reich sprechen kann. Zu nennen wären hier die Heilmedien, Materialisationsmedien, Rutengänger, die Propheten und Seher, aber auch Dichter, Künstler, Musiker und Wissenschaftler, wobei bei letzteren die Verbindung meist auf inspirativer Ebene erfolgt. Ebenso steht jeder Einzelne gedanklich (z.B. die Stimme des Gewissen) mit seinem Schutzpatron bzw. Geistlehrer in Kontakt.

Allen Verbindungen zum Geistigen Reich gemeinsam ist die Gesetzmäßigkeit, welche wir mit "Gleiches zieht Gleiches an" umschreiben möchten. D.h. positive Ergebnisse können nur erzielt werden, wenn auf beiden Seiten des "Kanals" ein ehrliches Interesse vorhanden ist, welches sich - frei von egoistischen Motiven und Sensationshascherei - allgemein nützlichen Themen und Hilfen widmet. Hier ist die Verantwortung jedes Einzelnen gefragt, um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wohin der Mißbrauch im Verkehr mit der Geisterwelt führen kann, bezeugen die gefüllten Psychiatrischen Anstalten: Schizophrenie (Besessenheit) als wohlbekannte und diagnostizierte Krankheitsursache spiegelt das gleiche Grundprinzip der Verbindung zum Geistigen Reich - nur als unkontrolliertes, negatives Beispiel – wieder. Für die Kommunikation mit dem Geistigen Reich gilt der Prüfstand des gesunden Menschenverstandes, nicht schwärmerische Worte oder Beteuerungen sondern der tatsächliche Inhalt der Durchgaben ist maßgeblich, oder wie Jesus es formulierte: "an der Frucht erkennt man den Baum." (Matthäus 12, 33)


Nach der Eröffnung von MARIA DOLORES durch Betty wurde die weitere Sitzung von JOSUA durch das Medium Jürgen geführt.

JOSUA: GOTT ZUM GRUSS und sein Segen sei mit euch. Guten Abend, alle miteinander. Schön euch wieder beisammen zu sehen. Ihr habt heute abend im ersten Teil schon einmal ein anderes Geistwesen ein wenig kennengelernt. Wir hatten ja angekündigt, daß sich hier etwas tun wird. Komm mit deinem Vorwurf, Rolf.

Rolf: Nein, ich komme nicht mit einem Vorwurf. Ich weiß nicht, wie MARIA DOLORES dieses jetzt im Nachhinein empfindet, denn sie bekommt es ja mit, worüber wir jetzt reden. Ich möchte möglichst wenig Flurschaden anrichten.

JOSUA: Diese Dinge, die heute abend geschehen sind, sind im Vorfeld angesprochen worden. Sie sind angesprochen worden, auch wenn ich nicht direkt präsent war. Ich habe mein Medium immer soweit beeinflußt, um auf diese Dinge hinzuweisen. Wir haben von vornherein gesagt, daß hier ein Anfangsstadium besteht, daß hier ein Medium neu beginnt. Es kann nicht einfach von einem Lichtboten oder einem höheren Geistwesen besetzt werden. Es wäre überfordert. Sie muß aufgebaut werden und dieses geht nur mit einem Geistwesen, welches am Anfang nicht höher stehend ist. Sie müssen gemeinsam eine Beziehung aufbauen, und sie müssen gemeinsam steigen. Nur so ist es möglich, aus Betty das Medium zu machen, wie wir es benötigen, um später Lichtboten durch sie sprechen lassen zu können, ohne das Betty körperlichen und geistigen Schaden nimmt. Die Wirkung von (den Lichtboten) CABUCLO oder COMANCHU ist eine ganz andere. Hier können sich beide astral und schwingungsmäßig zurückhalten, weil ihr Wesen und ihre Erfordernisse ganz anders (Führung, Schutz, Reinigung und Heilung) gelagert sind als bei einer Sprechsitzung. Es wird eine ganz andere Schwingungsebene angesprochen.

Es hat auch ein gewisses Vertrauensverhältnis unter euch zu bestehen. Die Dinge, die ein anderer anspricht, muß man auch versuchen anzunehmen, darüber nachdenken und sie tolerieren. Vielleicht später akzeptieren, oder sie durch eigenes Wissen widerlegen. Es ist also nicht gut, wenn wir für euch in der spirituellen Arbeit die gesamte Führung übernehmen. Wir wollen euch nicht entmündigen. Dieses ist ein sehr wichtiger Aspekt: Würden wir diese Dinge nicht beachten, würde unser Wort die Heiligkeit sein, so wie es bei vielen geschieht, wäre dieser Kreis zum Negativen abgestempelt. Es geht nur über das gemeinsame Vertrauen und die gemeinsame Zusammenarbeit. Wir werden versuchen, euch keinen Schaden zu zufügen, aber was das Lernziel und das Lehren angeht, müssen wir schon gewisse Spielregeln beachten und euch auch dementsprechend fordern. Euer Vertrauen und Wissen sollte hier soweit gehend sein, daß das, was wir tun, ohne Arglist ist. Aber euer Wissen soll auch so weit gehen, daß man die Dinge prüft und versucht zu verstehen. Kann man dieses nicht, muß man nachfragen, nachhaken. MARIA DOLORES ist ein Geistwesen, welches sich zur Zeit noch im Sommerland befindet. Sie steht am Anfang und möchte auf der geistigen Ebene lernen, ihr letztes Leben abzulegen, mit einfließen zu lassen in ihr gesamtes Wissen. Es ist ja nicht ihre erste Inkarnation gewesen. Es muß von jedem Geistwesen gelernt werden, das gesamte Wissen des Universums aufnehmen zu können. Das geht nicht, in dem du deinen materiellen Körper ablegst und ins Geistige Reich kommst. Dieses geschieht nach und nach. Je ausgeprägter dein letztes irdisches Leben war, um so schwieriger ist es für dich, diese Inhalte in die letzten Erkenntnisse mit einfließen zu lassen. MARIA DOLORES hätte auch den Weg der Inkarnation gehen können. Da sie aber die letzte Inkarnation noch nicht verarbeitet hat, wäre dieser Weg der Schlechtere. Deswegen bekam sie die Möglichkeit, dieses Lebensziel, welches eigentlich eine Inkarnation benötigt, in eurem Kreis und durch euch zu erlernen, ohne dabei materiell werden zu müssen. Ihr versteht? Das ist also der Grund, warum diese Dinge geschehen. Es ist, wie gesagt, ein Geben und ein Nehmen. Betty hatte sich als Medium für sie bereit erklärt. Sie wird diesen Weg gehen. Es wird ihr nichts geschehen. Die Erfahrung meines Mediums und unser Beistand wird sie mit Sicherheit beschützen. Es ist aber nicht zu vermeiden, das in ersten Moment Restschwingungen, seien sie positiv oder negativ, in dem Medium zurückbleiben. Der Partner des Mediums ist dann gefordert, hier dem Medium den Trost und die Gewißheit zu geben, daß alles in Ordnung ist, und sie sich keine Sorgen machen braucht. Natürlich wäre deine Sorge berechtigt, wenn dieses jetzt bei einem "Happening" geschehen wäre oder in einem fremden Kreis, wo keine Kontrolle über positiv und negativ vorhanden wäre. Bei einer Hauptsitzung wie dieser, wo die Kreismitglieder alle versammelt sind, möchte ich darauf hinweisen, daß das nötige Vertrauen, der Schutz und die Kontrolle sehr wohl gegeben sind, daß alles seinen positiven Weg geht. Ein Medium, welches zurückkommt, muß Geborgenheit spüren und keine Ängste. Du kannst einfach lernen, indem du das Vertrauen uns gegenüber entgegen bringst, daß wir keinen Schabernack mit euch treiben wollen, auch wenn dieses Geistwesen wie MARIA DOLORES am Anfang ist und noch nicht viel weiß. Was du gedacht hast, ist ja nicht verkehrt. Selbstverständlich sagen wir ihr, wie die Dinge liegen, nur sie nimmt es von uns nicht an. Sie setzt ihr Wissen, welches sie hat, dagegen. Sie hat nicht die Möglichkeit der Unterscheidung, wo liegt das Reale und wo liegt das Unreelle. Versteht ihr, was ich meine? Diese Überzeugung kann sie nur bekommen, indem sie durch ein Medium mit der materiellen Seite in Kontakt tritt. So wie ihr euch die Bestätigung für das Weiterleben nach dem Tod bei uns holt, so holt sie sich die Bestätigung über das, was wir ihr sagen, bei euch. Du darfst den Sphärenunterschied nicht vergessen. Sie steht im Sommerland, ich stehe in der 6. Sphäre. Meine Kommunikation zu ihr findet statt, ohne daß sie mich sieht. Sie nimmt mich wahr, sie hört, was ich sage, aber sie sieht mich nicht. Das heißt, viele wichtige Dinge, die ich ihr mitteile, sind für sie auf Gutglauben. Du darfst nicht vergessen, daß auch im Geistigen nicht der Kontakt unter allen Geistwesen vorhanden ist. Auch bei uns gibt es die unterschiedlichen Abstufungen. Ich hoffe, daß sie innerhalb des Kreises gemeinsam aufgenommen worden ist und aufgenommen wird. Man möge bitte auch, sollten Fehler geschehen, etwas großzügiger darüber hinweg sehen, da sie, wie gesagt noch am Anfang steht und sich erst einmal etablieren muß.

Rolf: Du meinst Fehler in den Aussagen?

JOSUA: Ja, aber auch sonstige, was schnell passieren kann, wenn eine natürliche Nervosität vorhanden ist.

Rolf: Ich glaube, wir werden uns gegenseitig schon die notwendige Zeit geben.

JOSUA: Ja. Die Bitte, die ich noch an euch hätte, wäre die, daß ihr innerhalb eurer Themen erst einmal etwas einfacher seid, damit sie hier Routine erhalten kann und sich über das Medium besser hinweg setzen kann.

Rolf: Du sagtest, über das Medium "hinwegsetzen"?

JOSUA: Das meine ich auch so. Du glaubst gar nicht, welche Schwierigkeiten wir haben, uns über ein Medium hinwegzusetzen. Du darfst nicht vergessen, der Einfluß des Mediums ist immer etwas vorhanden. Die absolute Kontrolle können wir meistens erst in einem halben bis dreiviertel Jahr nach eurer Zeitrechnung übernehmen. Es muß ein absolutes Vertrauen da sein.

Rolf: Das heißt, du brauchst dich über Jürgen nicht mehr hinwegsetzen. Und bei MARIA DOLORES und Betty wird sich das mit der Zeit einspielen.

JOSUA: Es wird sich mit der Zeit immer mehr abbauen, und es wird immer mehr die MARIA DOLORES durchkommen. Sie wird freier sein, so wie ich es jetzt auch kann. Ich war am Anfang genauso wie sie. Der Kampf gegen das Medium ist meistens kräftezehrender als die Beantwortung der Fragen von euch Menschen. Man sollte am Anfang vermeiden, verfängliche Fragen zu stellen. Also Fragen, wo sie sich schnell verfangen kann, wo sie oder das Medium unsicher werden könnte. Ich denke, man sollte zur Zeit auch noch mit dem Medium darüber sprechen, daß sie weiß, was auf ihr Geistwesen, auf ihre Geistlehrerin zukommt. Wenn sie die Thematik kennt, kann sie sich dementsprechend frei geben. Selbst wenn das Medium sich vorher über diese Thematik Gedanken macht, kann das Geistwesen trotzdem die eigenen Überlegungen besser durchbringen. Es ist insofern besser, als wenn jedes Mal bei einer Frage ein Entsetzen drüben in der Seele des Mediums entsteht. Versteht ihr? Es ist eine Hilfestellung, damit das Vertrauen zwischen den Beiden aufgebaut wird. Und zwar nicht das Vertrauen, wer das ist, sondern das Vertrauen, daß sie es schon richten wird, daß sie meinen Körper schon nicht blamieren wird. Egal von welcher Seite man es betrachtet, es ist ein Anfang zwischen diesen Beiden und dieser muß stabilisiert werden. Ihr müßt nur MARIA DOLORES annehmen und sie akzeptieren. Was zwischen Betty und ihr ist, das ist eine ganz andere Basis.

Rolf: Das wäre aber genau das Gegenteil von dem, was Jürgen immer für sich in Anspruch nimmt: Nämlich möglichst wenig von der Thematik zu wissen.

JOSUA: Wenn das Medium soweit ist, daß wir es beherrschen, dann ist dies richtig. Dich, Betty, möchte ich bitten, wenn du dich bereit machst, um MARIA DOLORES zu empfangen, daß du ein Gebet für dich sprichst. Nimm das, was auch Jürgen nimmt. Es ist gut für die Vorbereitung.

Betty: Und warum?

JOSUA: Es hat etwas mit dem Schutz zu tun. Man sollte, wenn man in den Kontakt mit dem Geistigen Reich tritt, die Geistwesen rufen, die man gerne in sich haben möchte, und man sollte erklären, daß man diese Dinge nicht tut, um sich selbst zu profilieren, sondern hier einen Weg geht, um der Menschheit zu dienen. Dieser Spruch oder dieses Gebet beinhaltet all dieses und ruft nur die heran, die auch gefordert sind.

Dirk: Würde dieses bedeuten, daß das Gebet irgendwo wirksamer ist als eine innere Einstellung, als eine innere Harmonie zum Positiven Geistigen Reich?

JOSUA: Nein, hat nichts mit der inneren Einstellung zum Positiven Geistigen Reich zu tun, sondern ist nur ein Signal. So wie an deinem Telefon, wo du erst ein paar Nummern eingeben mußt, um den Kontakt herzustellen, so sollte dieses auch hier geschehen.

Rolf: Dies ist aber mit Sicherheit ein Part, der nur ein Medium betrifft.

JOSUA: Ja, es dient hier wirklich (dem Zweck). Es ist nichts anderes als ein Kontaktaufbau zu dem Geistwesen, welches jetzt den Körper übernimmt. Wobei bitte keine falschen Gedanken aufkommen lassen: Es war MARIA DOLORES. Der Kontakt und alles weitere ist sehr viel harmonischer und leichter für euch beide, wenn diese kleine Spielregel beachtet wird.

Betty: Das mache ich doch gerne.

JOSUA: Ich hatte gesehen, daß du es aus Unwissenheit heraus nicht benutztest, deswegen mein kleiner Hinweis. Ich hoffe, es ist dir angenehm.

Marion: Du sprachst eben davon, daß MARIA DOLORES dich nur wahrnehmen und hören, also nicht sehen kann. Wie sieht dieses innerhalb der Sitzung aus? Sieht sie dich da direkt?

JOSUA: Sie kann z.B. in der Situation, wo ich von Oben in die eurige Sphäre hinunter komme, nur das Licht sehen. Wobei ich möchte dieses gleich klarstellen: Das hat nichts mit Heiligkeit zu tun.

Rolf: Warum diese besondere Betonung?

JOSUA: Ich denke, wenn ich mich jetzt als Licht bezeichne, daß ich das Denken der Menschen dazu kenne. Lasse es mich bitte am Beispiel von Lourdes (Französische Stadt am Nordrand der Pyrenäen und bedeutender katholischer Wallfahrtsort mit Heilquelle, an der das Hirtenmädchen Maria Bernarda Soubirous (*1844, +1879) 1858 eine Erscheinung vernahm, die 1862 als Marienerscheinung von einer Untersuchungskommission des Bischofs von Tarbes bestätigt wurde. Papst Pius X. (Amtszeit: 1903-1914) ordnete vor diesem Hintergrund das für die gesamte katholische Kirche gültige Fest der Erscheinung (11. Februar) an) erklären: Die Erscheinungen, die dort oftmals gegeben sind, werden als Mutter Maria, vielleicht auch als Jesus persönlich dargestellt. Es wird einfach nicht anerkannt, daß Geistwesen ab einer bestimmten Sphäre für die darunter liegenden immer nur als Licht erscheinen und wahrzunehmen sind.

Rolf: Das ist einfach ein Fakt und entsteht doch nicht aus deiner "Überheblichkeit".

JOSUA: Genau, es wird aber negativ, wenn der Mensch sich dabei sofort etwas Hohes vorstellt. Es verliert in dem Moment die Gültigkeit und die Wirkung dessen, welche sie eigentlich bringen sollte. Und deswegen sagte ich, wenn ich also für jemand wie ein Licht erscheine, so ist dieses, bedingt durch meine Feinstofflichkeit, ein normaler physischer Zustand. Ich bin zu schnell in meiner Schwingung, auch wenn sie jetzt verlangsamt ist.

Rolf: Und dieser Augenblick, wo du die Sphäre "schneidest", ist zu kurz, damit sie dich sehen könnte?

JOSUA: Ja. Sie spürt nur meine Schwingung und weiß, es ist jemand da und für sie ist es jetzt wichtig, diese Dinge zu hören und zu erfühlen. Und dieses geht nur in einer spirituellen Sitzung. Es gibt viele Geistwesen wie MARIA DOLORES, und jeder hätte diese Möglichkeit verdient. Es ist nicht, weil sie jetzt etwas besonderes ist, sondern weil sie dran ist. Aber all ihre karmischen Wege möge sie euch bitte selbst erzählen. Es ist erst einmal das, womit sie beginnt. Wo ihr die Zusammenhänge lernen könnt und wo wir, sobald es an das spirituelle Wissen herangeht, auch korrigieren werden, oder es als richtig bestätigen. So einfach geht das.

Dirk: Du sprachst eben davon, daß ihr keinen Wert darauf legt, daß eine Art Heiligkeit entsteht. Worauf kommt es euch denn an, wenn wir eine Sitzung durchführen, was soll diesbezüglich an die Menschen weitergeben werden?

JOSUA: Für uns ist die Erklärung wichtig, daß einmal das materielle Leben nicht das Ein und Alles ist, sondern daß hier eine überlagerte Form des geistigen Wissens, welches man sich im Laufe eines Lebens angeeignet hat, Fortbestand hat. Wir möchten den Menschen klar machen, daß all das, was er in einem materiellen Leben gelernt und erfahren hat, nicht, wie der Mensch so schön sagt, für die Katz ist. Es ist also wichtig, das Bewußtsein in dem Menschen zu wecken, daß all das, was er tut, einen Sinn und ein Ziel beinhaltet und bedingt dadurch ein weitsichtigeres Denken und ein weitsichtigeres Umgehen mit der Umwelt und seinen Mitmenschen erforderlich ist.

Rolf: Wobei dabei auch ein positiver Nebeneffekt wäre, rein von der Logik her gedacht, daß das Verantwortungsbewußtsein im Laufe der Zeit sich wesentlich ausgeprägter entwickeln müßte. Man kann dann ja nicht sagen, nach mir die Sintflut, viel "Mist" veranstalten und meinen, der "Mist" wird mit zu Grabe getragen. Je mehr dieses in den Köpfen der Menschen präsent ist, desto mehr sollte sich eigentlich das Verantwortungsgefühl anderen gegenüber verstärken.

JOSUA: Ja. Das wäre z.B. ein Ziel, um dem endgültigen Ziel näher zu kommen, ohne ständige Wiederholungen (Inkarnationen) innerhalb der Materie durchführen zu müssen. Die Besinnung auf das Spirituelle ist wichtig, nicht die Technik und die Materie als das Nonplusultra nehmen, sondern die Technik und die Materie als ein Werkzeug betrachten, als eine Erleichterung um sich spirituell weiter entfalten zu können. Das Problem liegt darin, daß der Mensch die Technik und die Materie nur genommen hat, um seinen Reichtum im Materiellen zu erweitern. Dabei hat er den spirituellen Reichtum vergessen.

Dirk: Wenn wir hier auf der Erde in einen materiellen Körper inkarnieren, dann ist es ja so, daß wir diesen bewußten Zusammenhang zu dem Fortbestehen, zum Geistigen Reich nicht mehr haben. Wo liegt der Sinn, so will ich es einmal formulieren, daß eine Lehre aus dem Geistigen Reich dennoch möglich bzw. gewollt ist?

JOSUA: Selbstverständlich verliert die Seele erst einmal den Kontakt zur geistigen Ebene, um innerhalb der Materie den Weg finden zu können. Die geistige Ebene ist natürlich den Erwachsenen vorbehalten, die ihren spirituellen Weg zurück finden. So wie es die Kirchen tun, eben nur etwas realistischer, ohne dabei Götzendienst leisten zu müssen. Das, was eigentlich die Aufgabe der Kirchen wäre, ist ja wichtig: Die wahre spirituelle Hilfeleistung den Seelen zu bringen. Man nennt das auch Seelenamt. So bezeichnet die Kirche dieses. Nur was die Kirche in diesem Seelenamt versucht, ist die Worte der Bibel den Menschen nahe zu bringen. Jeder legt hier die Bibel gerade so aus, wie er es am besten benötigt.

Rolf: Im Großen und Ganzen kommst du ja eher deprimiert aus der Kirche und nicht erfreut, erleichtert oder mit einer Erkenntnis.

JOSUA: Das ist richtig, weil das Prinzip des Höherstehenden ständig gepredigt und auch so gehandhabt wird. Ihr müßt in einer Kirche ständig beten und ihr müßt Gott, Jesus Christus und die Mutter Maria besingen. Ihr müßt, so wie es auch heute noch üblich ist, Ave Maria beten für irgendwelche Strafen. Es ist ja nichts Angenehmes, wenn ich ständig irgend jemanden anhimmeln muß. Dann verliere ich irgendwann den Sinn darin. Und nur zu sagen, daß der "liebe Gott" es richten wird, ist Blasphemie gegenüber dem Kollektiv.

Rolf: Das Wort "Gott" ist mir einfach zu personifiziert. Es ist ja im Prinzip nicht eine Person, sondern es geht ja um etwas ganz anderes. Wäre es dann nicht viel angebrachter einmal eine andere Bezeichnung einzuführen?

JOSUA: Du wirst immer wieder erleben, daß ich das Wort "Gott" nicht gerne benutze. Nicht weil es mir am dementsprechenden Respekt mangelt, sondern weil ich "Gott" als etwas Gesamtes sehe. Und etwas Gesamtes bete ich nicht an, sondern ich pflege etwas Gesamtes.

Rolf: Ich müßte mich ja selber anbeten, weil ich auch ein Stück des Kollektives bin.

JOSUA: Man hat ja dieses Wort "Gott" auch nur genommen, weil der Mensch besonders in den früheren Zeiten eine Bezugsperson brauchte. Sei es der Kaiser, sei es der König oder sei es der Vater. JESUS sprach immer vom Vater, meinte damit aber eigentlich die höchste Intelligenz, nämlich das Kollektiv. Er ist ein Sohn dieses Kollektives, so wie du auch ein Sohn dieses Kollektives bist. Die Familie hatte zu der damaligen Zeit einen ganz anderen Stellenwert, als in der heutigen Zeit. Deswegen hatte man diese Vergleiche genommen, und Gott als Vater dargestellt. Heute paßt dieses nicht mehr. Es ist alles reformiert worden, es hat sich alles entwickelt, nur die Kirche nicht. Diese Bibel gilt heute noch, obwohl sie vor 2000 Jahren von zig verschiedenen Autoren als ein Standardwerk, als das Nonplusultra verfaßt worden ist. Man hat vergessen, sie umzusetzen auf das heutige Wissen.

Dirk: Damit sind wir wieder beim Thema Medium...

JOSUA: Yes. Oh, das war perfekt Englisch.

Dirk: ...also den Menschen durch Medien die "Wahrheit" mitzuteilen, besser als es die Kirchen tun. Deswegen kommt ihr durch die Körper der Medien, die scheinbar eine besondere Eignung haben. Was ist das für eine besondere Eigenschaft, die euch dies bzw. konkret einen Seelenaustausch ermöglicht?

JOSUA: Es ist einmal die Absprache im Geistigen Reich mit den Medien selbst, daß sie als Werkzeuge zur Verfügung stehen. Wobei es auch noch Medien gibt, die eine gegebene Medialität besitzen, wo man gewisse geistige Arbeiten verrichten kann und sobald dieses nicht mehr erforderlich ist, kann man die Medialität wieder schließen. Das hat nichts damit zu tun, daß das eine Medium besser ist als das andere, sondern es hat etwas mit der Absprache im Geistigen zu tun. Ein Medium, welches sich als Sprechmedium zur Verfügung stellen will, hat auch nicht irgendwelche Besonderheiten, sondern ist bereit, das eigene Wissen zurückzustellen und muß bereit sein, hier nicht eine doppelte Identität anzunehmen. Es muß damit klar kommen, daß wir Inhalte sagen können, die über, lasse es mich banal sagen, den Horizont des menschlichen Gehirns hinausgehen. Im normalen Stadium weiß das Medium nichts darüber und hat auch keine Vorstellung davon, wie es sein könnte.

Ihr müßt dieses so sehen: Das Medium muß in dem Moment mit diesen Dingen klarkommen, sie akzeptieren können. Viele kommen damit nicht klar und stellen sich dann auf einen Sockel, von dem sie schnell herunterfallen können. Weil wir hier auch bei dem Thema Mediumpflege sind, ist es wichtig, darauf zu achten, daß dieses Medium "normal" bleibt und den weltlichen Dingen nicht auf einmal negativ gegenüber steht. Wenn ein Medium anfängt den weltlichen Dingen abzusagen, um nur noch in einer Scheinwelt zu leben, dann ist Gefahr angesagt. Der Kreis, deswegen ist dieser Kreis wichtig, achtet auf das Medium. Es wäre ja auch leicht für uns, ein Medium, welches als Medium bestimmt ist, zum Dienen zu nehmen und allein vor versammelter Menschheit zu Reden. Aber selbst JESUS CHRISTUS, der ja nun aus einer sehr hohen Sphäre kam, hat sich diese Dinge nicht angetan, sondern hat sich einen spirituellen Kreis gesucht.

Rolf: Kannst du "hat sich dieses nicht angetan" noch ein bißchen näher erklären?

JOSUA: JESUS CHRISTUS als Mensch, nicht als Geistwesen, hat es sich nicht angetan, sich dieser Gefahr der Schizophrenie auszusetzen. Die Gefahr ist zweifellos vorhanden, denn es sind ja zwei Persönlichkeiten.

Rolf: Die aber nicht ständig präsent sind, sondern im Wechsel.

JOSUA: Richtig, er hat es also vermieden, sich auf eine Treppe zu stellen, auf die er als Mensch nicht gehörte. Die Jünger sind es gewesen, die ihn beschützen. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn diese zwölf Jünger zur Hälfte aus Frauen bestanden hätte. Dieses war aber zu der damaligen Zeit mit der jüdischen Ansicht nicht vereinbar. Es wäre gegen die damaligen, wie nennt man dieses, Sitten, Gebräuche und Moralvorstellung. Die Frau war zu der damaligen Zeit das, was Birgit am meisten quer geht, nämlich ein Nichts.

Birgit: Das stimmt.

JOSUA: Zurecht.

Marion: Was? Daß Birgit dieses im Kopf herumgeht, oder daß es zu der damaligen Zeit so war?

Birgit: Das ich diese Empfindung habe.

JOSUA: Das sie diese Empfindung hat, daß dieses nicht richtig ist.

Marion: So kann ich es stehenlassen.

JOSUA: Diese Spitzfindigkeit wieder.

Marion: Ja nun, man muß auch ein bißchen auf die Feinheiten achten. Wie beim letzten Mal, wo du sagtest gerecht wird (mit "e") nicht mit "ä" (gerächt) geschrieben.

JOSUA: Es war ein Spaß, weil sie immer auf meine Rechtschreibweise oder meine Aussprache hinweist.

Rolf: Die grammatische Ausdrucksweise?

JOSUA: Genau. Da wollte ich ihr einmal eine kleine Anregung geben, man ist ja auch nur eine Seele. Aber bitte im Thema weiter, nicht immer abschweifen. Birgit, Paß doch einmal auf, oder Dirk.

Birgit: Wir lesen gerade unsere Punkte, die wir zusammengetragen haben.

Dirk: Ich finde jetzt keinen geschickten Übergang.

JOSUA: Du kannst es auch so reinhauen.

Dirk: Ich kann einfach so reinhauen. Gut ich haue: Du erwähntest des öfteren die Santiner (die Santiner sind eine außerirdische, menschliche und sowohl spirituell als auch technisch hoch entwickelte Rasse aus dem Sternbild Alpha Centauri). Hier würde mich im Zusammenhang mit der Evakuierung folgendes interessieren: Wenn die Menschen sich selbst oder die Welt zerstören...

(Stutzen im Kreis)

...das paßt vielleicht nicht so ganz zum Thema... äh, aber die Santiner sind ja auch durch Medien...

Birgit: Da hast du aber ganz schnell noch einen "hingebogen".

Marion: Man könnte ja jetzt vielleicht die Frage stellen, ob hier eine besondere Art von Medien notwendig ist?

Dirk: Danke, Marion.

(Wir veröffentlichen diesen Teil so, wie es in der Sitzung gesagt worden ist, um Ihnen zu zeigen, wie gelöst es manchmal zu gehen kann, denn auch JOSUA mußte hierüber herzhaft lachen.)

JOSUA: Ich übergehe diese Frage jetzt. Das war ja nicht das, was du wirklich wolltest, nicht wahr?

Dirk: Nein. Wie geht es der Erde? Oder der Menschheit auf der Erde? Ist dort irgendwo etwas am Anbrennen, sind wir im grünen Bereich oder sind wir mehr im roten Bereich?

JOSUA: Im Grenzbereich.

Kreis: Es wurden viele Prophezeiungen von Sehern und Propheten für diese Jahre gemacht, die nichts Gutes verheißen.

JOSUA: Lassen wir bitte diese Zukunftsforschung und diese Voraussagen außen vor. Es ist nicht relevant für euch und für die Menschheit selbst, ob und wie welche Dinge geschehen. Wenn sie geschehen, geschehen sie. Und was nützt es euch, wenn ihr sie vorher wißt! Wollt ihr schnell noch ein geistiges Umdenken erreichen? Oder wie vielen auf dem Totenbett auf einmal einfällt, es gibt ja doch noch etwas anderes. Es wäre zu spät. Geht euren Weg, so wie es wichtig ist und laßt den Dingen ihren Lauf.

Was die Evolution des Planeten, Katastrophen usw. anbelangt, sei nur gesagt, auch wenn es wieder vom Thema abschweift, daß viele Katastrophen und negative Ereignisse vom Menschen selbst herbei geführt sind. Je negativer oder materieller der Mensch denkt, um so mehr zerstört er sich selbst. Verändert eure Denkweise, verändert eure Handlungsweise untereinander, und es werden keine weltzerstörenden Katastrophen eintreten. Die Prophezeiung eines nuklearen Vernichtungsschlages kann nur dann eintreten, wenn der Mensch diese Gedanken hegt. Läßt er sie, wird diese Katastrophe nie eintreten. Was euch als spiritueller Kreis anbelangt, so könnt ihr dazu beitragen, könnt das positive Denken verbreiten, um somit diesen Dingen vorzubeugen. Ob ihr es schafft, ist eine andere Frage. Ihr versucht es. Gelingt es euch nicht, so werdet ihr am Resultat auch nichts verändern können, sondern nur die Gewißheit haben, das ein Abschnitt in der Harmagedonschlacht verloren, aber das dies nicht das Ende des Kollektives oder des Universums ist. Soweit zu Nostradamus (14. Dezember 1503 St. Remy, Südfrankreich bis 2. Juli 1566) und seinen Voraussagen oder allen anderen Sehern und Prophezeiern. Ich halte von diesen Dingen nichts, und ich verurteile die Seelen, die diese Seherfähigkeiten verstärken, um irgendwelche Schreckensmeldungen auf diesem Planeten zu verbreiten, die Ängste, - Ängste sind negativ - noch verstärken und somit diese Katastrophe regelrecht herbeiwünschen. Und dann dieser Gedanke der Evakuierung oder die Errettung von den 140.000 zu der damaligen Zeit, heute sind es ja Millionen, nur weil sie das Kollektiv Jehova nennen. Kinder, manchmal denke ich, bitte verzeiht es mir, wie dumm ist der Mensch eigentlich.

Marion: Engstirnig.

JOSUA: Oder verzweifelt. In der Hoffnung und im Glauben, das suchend, was ein Einzelner oder ein Buch vorgibt. Seher können allerdings auch positiv wirken, wenn die Fähigkeit angewandt wird, um negative Dinge, wie z.B. in eurer Kriminalität, zu verhindern oder aufzuklären. Können wir jetzt zur Mediumpflege gehen?

Dirk: Sind denn diese Seher quasi auch Medien?

JOSUA: Es sind auch Medien.

Dirk: Wie unterscheiden sie sich?

JOSUA: Sie sind alleine, sie haben keine Kontrolle. Hier bemächtigen sich Geistwesen dieser Medialität. Positiv und negativ, Wichtigtuer, vielleicht aus dem Handeln heraus positiv gemeint, auch warnend gemeint.

Marion: Wie ist das z.B. bei dem Heilmedium Drewermann (nicht der katholischer Kirchenkritiker Eugen Drewermann)? Er geht damit ziemlich positiv um und sagt, daß er diese Fähigkeit weitergibt. Ist es eine Eigenart der Seele, wenn sie alleine arbeitet, dieses in Einklang zu bringen?

JOSUA: Drewermann ist wirklich das, was er sagt. Er ist ein Heilmedium, und er dient den Menschen, um sie zu heilen. Ihm geht es nicht um materiellen Reichtum, sondern er empfindet seine Befriedigung durch das, was er tut. Das, was er nimmt, dient einzig und allein seinem Lebensunterhalt. Der Mensch muß leben. Ihr geht heute nicht mehr selbst auf die Jagd und schießt eure Kaninchen oder erntet eure Mohrrüben, sondern ihr müßt sie erwerben und dementsprechend braucht ihr Geld. Aber das, was er tut, ist positiv. Er ist ein gutes Medium.

Marion: Meine Frage war jetzt, wie kommt es, daß er mit dieser Fähigkeit umgehen kann und sich selber immer wieder auf den Boden zurückholt, während andere Medien durchdrehen.

JOSUA: Weil er auf positive Spiritualisten, die auf ihn aufpassen, gestoßen ist und spirituelle Worte von ihnen hört. Er ist nicht allein.

Dirk: Nur von der geistigen Seite her?

JOSUA: Nein, er wird auch von der irdischen Seite beschützt. Oftmals reicht schon der Partner oder der Freund, der ihn in der Realität hält und immer wieder zurückruft. Drewermann ist kein Sprechmedium sondern ein Heilmedium. Aber auch er kann diesen Gefahren unterliegen. Die Versuchung wird auch an ihn herangetragen und wenn dann eine Seele da ist, die ihm hilft, dann kann er diesen positiven Weg gehen. Fazit: ein Medium allein ist hilflos. Ein Medium braucht die Hilfe der Angehörigen, die um ihn herum sind. Je beschützter ein Medium sich fühlt und auch ist, um so freier wirkt es. Ein Medium muß die Gewißheit haben, zurück zu den Menschen, die ihn lieben und mögen, zu können. Hat ein Medium die Gewißheit, daß das nicht vorhanden ist, gibt es Probleme mit dem Zurückkommen.

Birgit: Also liegt die Aufgabe der Hege und Pflege darin, daß das Medium zurückkommt und nicht schizophren wird. Ein weiterer Aspekt ist die besondere Sensibilität der Medien, daß sie hochempfindlich auf die materielle Umwelt reagieren.

JOSUA: Ja, dieses ist folgendermaßen zu sehen: Je höher das Geistwesen, daß durch ihn kommuniziert, um so sensibler ist das Medium, weil wir Geistwesen immer eine gewisse Restschwingung hinterlassen. Bedingt durch die Bereiche, aus denen wir kommen, sind wir auch sehr sensibel, um es einmal so zu sagen. Ein Medium, das sich nicht gut schließen kann, ist natürlich den Gefahren der Materie und der langsamen Schwingung weitaus intensiver ausgesetzt als ein "normaler" Mensch. Deswegen ist es wichtig, daß ein Medium sich innerhalb des Kreises neutralisieren und die normale Schwingung annehmen kann. Es ist wichtig, daß nach einer Sitzung die Dinge wieder in normalen materiellen Bahnen laufen, wie z.B. das Essen, das Trinken, das Sprechen, das miteinbeziehen. Das Medium sollte nicht als ein Außenseiter betrachten werden - "weil es muß ja geschont werden". In dem Moment würde sich das Medium abkapseln, und diese Abkapselung ist der erste Schritt zur Negativität, zum Vertrauensverlust.

Denn seht es einmal so, um diese Wichtigkeit darzustellen: Was das Medium zurückholt, wenn es bei uns im Geistigen Reich ist, ist einzig allein das Wissen und das Vertrauen, gebraucht zu werden. Der Wunsch der Seele ist, drüben zu bleiben. Bedingt durch die Silberschnur ist das "Drübenbleiben" nicht möglich. Das heißt, es muß zurück. Aber die Emotion, wie die verarbeitet wird, ist abhängig von der Umgebung, in die es zurückkehrt. Weiß das Medium, hier bin ich geborgen, wird es mit Situationen, so wie es heute Abend mit unserer Betty geschehen ist, spielend fertig. Bekommt das Medium das Gefühl, Fehler gemacht zu haben, obwohl es gar nichts dafür kann, und macht sich Dinge zu eigen, die vielleicht gar nicht gelaufen sind, nur weil es nicht aufgeklärt wird, dann mangelt es an Mediumpflege, und das Medium wird zerstört. So einfach ist das. Man muß die Dinge pflegen und ein Medium ist nichts anderes als ein Werkzeug. Gehe ich sorgfältig mit meinem Werkzeug um, habe ich lange etwas davon. Betrachte ich es aber nur als einen Gebrauchsgegenstand, den ich nach der Benutzung in eine Ecke oder Schublade lege, dann fängt das Medium bald an zu zerfallen, zu rosten, faul zu werden.

Die Gefahr, meine Freunde, ist darin gegeben, die Pflege und die Benutzung so zu verabreichen, daß das Medium sich nicht wie ein Pascha fühlt und der Meinung ist, es müßte jetzt ständig umhegt und gepflegt werden. Auch dieses ist negativ und würde sich innerhalb der Durchgaben der Geistwesen widerspiegeln. Es gibt viele Medien, die so (geworden) sind. Du, Marion, hast eins kennengelernt, Jürgen hat eins kennengelernt: Ich habe euch darauf hingewiesen, daß dieses ein typisches Medium war, welches glaubte, nur umhegt und gepflegt werden zu müssen. Es meinte eigentlich ein etwas höheres Wesen zu sein als das niedere Volk dort unten. Das sind negative Merkmale und die Geistwesen, die sich dann melden, sind auf diesem Niveau.

Birgit: Wer war das?

JOSUA: Es ist ein Kreis gewesen, ich weiß den Namen gar nicht mehr, er gehörte zu einer Gruppe. Nicht die Weiße Bruderschaft! Ein Medium, welches für Geld sich hingesetzt und gezuckt hat, und ein Geistwesen durch sie sprechen ließ. Geistwesen, deren Aussage erkennen ließen, auf welchem Niveau das Ganze stattfand.

Marion: Du meinst das Medium aus dem Reiki-Zentrum an der Universität, wo wir damals einmal waren.

JOSUA: Ja, das ist dieser eine Vogel, der dort immer auftrat. Diese Seele kann nichts dafür. Sie ist zu dem gemacht worden, was sie heute ist. Nur wenige können dieses dann erkennen und die, die es erkennen, werden nicht gehört, sondern angefeindet. Es gibt einen Spruch, welcher heißt, man muß auch andere Dinge stehenlassen können. Die Mediumpflege selbst ist eine Sache, die genauso wichtig ist wie die Durchgaben, die durch das Medium stattfinden. Ist das Medium krank, hat es negative Schwingungen in sich. Ein krankes Medium kann keine positiven Geistwesen beherbergen. Es würden soviel negative Schwingungen im Körper hinterlassen, daß dieser Körper bis zum Exitus gehen könnte. Es muß darauf geachtet werden, daß das Medium gesund ist, daß es positiv strahlen kann, daß es die positiven Energien, die wir mitbringen, aufnehmen kann. Geraten wir in negative Energien, bekommen auch wir Schwierigkeiten. Ihr werdet dieses an den Durchgaben hören und erkennen. Wir haben Probleme, weil wir dann mit etwas konfrontiert werden, was wir nicht vertragen können, was uns Schmerzen bereitet. Wir müssen aber kommen, weil das Medium innerhalb der Sitzung ja bereit ist. Wir können das Medium ja nicht als (seelenlosen) Körper hängenlassen. Somit schaden wir in dem Moment nicht nur den Körper, sondern auch uns und der Seele des Mediums. Denn diese Seele muß den Körper hinterher wieder regenerieren und dieses geht nur auf Kosten des eigenen seelischen Wohlbefindens. Das heißt, ist der Körper wieder in Ordnung ist die Seele erst einmal fertig. Dieses kann sich über Wochen hinziehen, deswegen ist es manchmal wichtiger eine Sitzung entweder abzusagen oder, wenn zwei Medien vorhanden sind, nur eins wirken zu lassen. Immer in Betracht ziehen und schauen, wie es dem Medium geht. Nicht um es zu verhätscheln, sondern nur um die Gewißheit zu haben, daß die Aussagen, die dann stattfinden, klar, rein und logisch sind.

Rolf: Das würde unter Strich bedeuten, daß man auf jede kleine Äußerung in Bezug auf den körperlichen Zustand des Mediums reagiert und sagt, dann lassen wir es lieber.

JOSUA: Nein, man muß in dem Moment ergründen, wo das Problem liegt. Ist es eine körperliche Schwäche, ist es eine Krankheit, eine Grippe z.B. oder ist ein seelisches Unwohlsein. Ist es ein seelisches Unwohlsein, sollte man reagieren, mit dem Medium darüber sprechen und einfach nur da sein. Ist es eine körperliche Erschöpfung, bedingt durch eure Arbeitswelt oder durch Wettersituationen, die den Körper schwächen, so können wir hier sogar positiv wirken. Jede Art des seelischen Unwohlseins sollte im Vorfeld ergründet werden, wie tief es ist. Sollte das Medium dann immer noch signalisieren, ich möchte heute Abend meinen Körper nicht verlassen, so muß man dieses respektieren.

Rolf: Also bei seelischem Unwohlsein sollte man versuchen, es zu ergründen und mit dem Medium reden. Erreicht man durch dieses Reden kein Wohlbefinden oder eine Verbesserung des Zustandes, dann wirklich die Sitzung ausfallen lassen.

JOSUA: Ja und das Medium dann wirklich nicht zu benutzen. Wir haben in diesem Kreis das Glück, daß zwei Medien vorhanden sind, und wir können dann auch einmal nur mit einem zufrieden sein.

Rolf: Das sind wir immer.

JOSUA: Ich weiß das.

Rolf: Wenn ein Medium den Trend einschlägt, etwas vom Boden abzuheben, liegt dieses dann nur in der Verantwortung des Verhaltens der Menschen, die um ihn herum sind? Hat er da nie selber etwas mit zu tun?

JOSUA: Das Verhalten liegt nur am Medium, nicht an der Umgebung. Die Umgebung kann dieses fördern. Aber das Verhalten an sich, die Ursache, liegt im Medium. Bei dem Einen ist es stärker, bei dem Anderen weniger. Dieses hat etwas mit Geltungsbedürfnis zu tun. Der Kreis ist dafür zuständig, dieses Geltungsbedürfnis auf dem richtigen Level zu halten. "Level"? Das Wort habe ich aus seinem Gehirn geklaut, ein Computermensch!

Rolf: Das heißt, es gibt Medien, die unterschiedlich verankert sind, vielleicht gar nicht einmal bewußt, aber die ein unterschiedliches Geltungsbedürfnis haben. Durch das Verhalten der Leute um sie herum, kommt dieses verborgene Geltungsbedürfnis in irgendeiner Form zum Ausbrechen oder wird dort gehalten, wo es hingehört.

JOSUA: Ja. Du mußt dieses so sehen: Nehmen wir als Beispiel eine öffentliche Sitzung mit 60 oder 70 Leuten. Jeder himmelt das Medium an und sagt, das ist ja der, durch den spricht gleich der JOSUA. Dieses Medium spürt dieses. Es spürt die Distanz und glaubt etwas Abnormes zu sein. Jetzt kann ein Medium je nach Veranlagung dadurch depressiv oder überheblich werden. Beides ist negativ. Fühlt sich das Medium aber innerhalb des eigenen Kreises geborgen und geschützt, kann dieses nicht passieren.

Rolf: Soweit habe ich es verstanden. Worin liegt denn der Grund für die Depression?

JOSUA: Etwas anderes zu sein als Andere. Stelle dir einen Menschen mit einem Buckel vor. Dieser hat es immer schwer. Wenn sein eigenes Ego, sein Durchsetzungsvermögen nicht sehr ausgeprägt ist, dann wird er immer ein Außenseiter sein, ein Monstrum. Und so ist es dann mit den Medien auch. Man traut sich nicht mit ihnen normal umzugehen, weil es ja ein Medium ist. Es ist z.B. der größte Fehler, zu einem Medium zu sagen, wir gehen heute Abend alle tanzen, aber du bleibst zu Hause, weil du ja viel zu sensibel für so etwas bist. Das wäre das Schlimmste, was ihr einem Medium antun könntet. Entweder es wird depressiv, weil es nicht dabei sein darf, oder es sagt sich, wenn ich schon so eine Heiligkeit bin, dann bitte...

Diese Auswirkungen sind zum einen zu vermeiden oder, wenn sie entstehen, zurückzufahren. Dies ist die Aufgabe des Kreises, außer den vielen Aufgaben, die innerhalb des Kreises noch anfallen. Wobei der Partner wichtig für das Zurückholen des Mediums ist, denn der Partner ist die erste Geborgenheitsstelle.

Dirk: Vielleicht können wir noch auf die Zeitbegrenzung für eine Sitzung zu sprechen kommen.

JOSUA: Die Zeitbegrenzung für ein Sprechmedium sollte eigentlich nicht über eine Stunde und am Anfang nicht über eine halbe bis dreiviertel Stunde hinausgehen. Es kostet Kräfte. Das heißt, für MARIA DOLORES reicht es, wenn sie eine halbe bis dreiviertel Stunde durch Betty gesprochen hat. Dann ist sie erschöpft. Ich mit meinem Medium, das hat jetzt nichts mit hochtrabend zu tun, kann schon einmal eineinhalb bis zwei Stunden durchhalten, aber dann sind wir beide am Ende. Deswegen bitte ich euch, wenn ich signalisiere, es ist jetzt gut, dann ist es auch gut. Wir kennen dieses, dann hat man noch eine Frage und noch eine Frage. Hier sind eigentlich die Kreisleiter oder die Partner der Medien gefordert, um zu sagen, daß jetzt Schluß ist. Ihr werdet dieses merken, wenn Gäste da sind, daß hier schnell noch einmal gesagt wird, ich habe noch eine "letzte" Frage.

Wobei dies verständlich ist. Denn der Kontakt mit den Geistwesen ist für Gäste nicht so häufig wie für Kreismitglieder. Deswegen kann man bei Gästen schon einmal, bis auf zwei Fragen, darüber hinweg sehen.

Birgit: Ich möchte gerne zum Thema des Schließens etwas fragen: Ich habe mir ja immer bei meinem Schließen eine Blume vorgestellt und spüre, daß ich mit diesem Bild nicht mehr weiterkomme. Ich stelle mir jetzt vor, daß ich eine Tür zumache. Kann ich dieses Bild auch nehmen?

JOSUA: Selbstverständlich. Du mußt das Bild nehmen, worauf du seelisch anspringst. Es nützt nichts, wenn du dir ein Bild nimmst, welches du nur mit Verkrampfung erreichen kannst. Es muß fließend sein. Für dich darf das Öffnen und Schließen deiner Aura nichts anderes sein, als wenn du durch diesen Raum gehst und diese Tür öffnest. Und wenn dir das Bild des Tür-öffnen und -verschließen als einfacher und logischer vorkommt, dann nimm dieses. Bei der Blume passiert es schnell, daß man es sich als etwas ganz Romantisches vor stellt. Aber der Geist weiß, wie langsam sich Blumen öffnen und schließen. Dieses Langsame kann dazu führen, daß der Prozeß nicht richtig abgeschlossen ist und dann entsteht eine Verkrampfung.

Birgit: Ich hatte bei dem Bild der Blume immer Schwierigkeiten, die einzelnen Blütenblätter zu zumachen. Irgendeines klappt immer wieder auf.

JOSUA: Es war so, weil dieser ganze Prozeß zu langsam vonstatten geht. Während das Tür schließen ein schneller und ein endgültiger Prozeß ist – und so soll es auch sein. Für dich ist momentan diese Endgültigkeit ein wichtiger Faktor. Tür zu - fertig. Tür auf - fertig. Die Harmonie kann später kommen. Irgendwann wirst du diese Blume oder diese Seerose, egal in welcher Form, wiederfinden, aber dann bist du stabilisiert. Du kannst dir die Zeit beim Schließen und beim Öffnen dann lassen.

Rolf: Auf Veränderungen muß man sich auch erst einmal darauf einlassen. Es ist kein Stillstand. Du sagtest einmal Stillstand bedeutet Ende, da gibt es nichts mehr. Für mich ist in diesem Zusammenhang manches sehr schwierig. Ich versuche diese Veränderungen nicht mehr zu einem Problem werden zu lassen, sondern ich muß mir bei gewissen Dingen einfach etwas mehr Zeit geben.

JOSUA: Das ist auch richtig, denn gerade wenn Dinge passieren, die unbewußt passieren, muß man sie verstehen. Denn man ist ja bereit zur Wandlung. Nur wie soll ich mich wandeln, wenn ich nicht weiß, wie ich mich anders verhalten oder was ich anderes tun soll? Hier hast du vollkommen Recht. Nimm z.B. deine Wandlung. Sie liegt darin, daß du diesen Punkt, diese Hinweis annimmst, und bereit bist, zumindestens erst einmal darüber nachzudenken. Es findet kein direktes Abblocken mehr statt, sondern man ist bereit, in diesem Fall du, das, was man hört, was man gesagt bekommt, anzunehmen. Das heißt aber nicht, das man deswegen vor irgendwelchen unbewußten Fehlern weiterhin gefeit ist, sondern sie werden sich nur wandeln. Das Ganze, was man wirklich nur als Vorbeugung tun kann, ist die Bereitschaft aufzubringen, wenn etwas passiert, daß in dem Moment die Gegenseite nicht ärgerlich reagiert, sondern nur hinweisend. Wichtig ist auch, daß man in dieser Bereitschaft, Hinweise oder Kritiken anzunehmen, jetzt nicht sagt, "gut, ich nehme jede Kritik oder jeden Hinweis hin und denke darüber nach", sondern man darf dabei sein eigenes Lebensziel natürlich nicht aus den Augen verlieren. Man muß schon abwägen. Deswegen ist es wirklich wichtig. Und wenn dieses etwas länger dauert, dann ist das nur ein positives Zeichen. Du nimmst nicht einfach alles hin, sondern du denkst darüber nach. Kommst du dann zu einem positiven Ergebnis, so ist es auch für dich eine abgeschlossene Sache. Das heißt, sie ist seelisch erledigt. Dieses ist übrigens ein Merkmal, den manche Menschen bestimmt gerne gebrauchen könnten, was die späteren Inkarnationen betrifft. Dieses hast du gut gemacht bis jetzt, ja, es ist sehr gut.

Rolf: Oh, Dankeschön.

JOSUA: Wandele den Weg, den du jetzt eingeschlagen hast, weiter. Dann bist du auf den richtigen Pfad.

Rolf: Wir sprachen eben von Veränderungen und bei mir ist es so, daß ich festgestellt habe, daß ich mittlerweile auf einige Veränderungen innerhalb meiner Umwelt sehr heftig reagiere. Ich hatte zunächst damit große Probleme, denn ich stellte fest, daß ich in der Zwischenzeit ganz schön "weich" geworden bin.

JOSUA: Nein, du bist nicht ganz schön "weich" geworden, sondern du bist feinstofflicher geworden, das ist ein gewaltiger Unterschied: Das, was du als weich bezeichnest, bist du nicht. Du hast weiterhin eine seelische Charakterstärke und auch dein Körper weiß genau, was er will. Es ist wichtig diese Feinstofflichkeit zu erreichen, denn je feinstofflicher du wirst, um so mehr kannst du im Spirituellen erkennen. Das einzige, worüber du dir klar sein mußt, wo du deine Stärken haben willst: Im Spirituellen oder in diesen Muskeln, in der Natur, in der Kraft? Diese Priorität mußt du dir setzen. Aber die geistige Stärke als "weich" zu bezeichnen, halte ich für ziemlich infam. Tut mir leid, ich behaupte von mir, und das habe ich auch in der letzten Zeit an meiner Seele erfahren können, Feinstofflichkeit ist Erkenntnis. Und ich denke auch, in eurer materiellen Welt ist die Erkenntnis das größte und stärkste Mittel überhaupt, denn man lernt die Toleranz anderen Seelen und anderen Menschen gegenüber. Man hat sich in seinem Umfeld weitaus besser im Griff, als manch einer der es vielleicht in den Muskeln hat. Daß du auf dementsprechende grobe Schwingungen natürlich etwas anders reagierst, ist dieser kleine Nachgeschmack. Hier bist du dann aber an einem Punkt angelangt, wo wir diese Sache lernen müssen, so daß das Grobe nicht mehr so an dich heran kann. Das hat wiederum etwas mit Schließen und Öffnen zu tun.

Rolf: Das bedeutet, daß ich auf das Schließen und Öffnen in Zukunft noch mehr achten muß.

JOSUA: Nicht mehr darauf achten, sondern das Vertrauen haben, daß dieses automatisch geschieht. Das muß bei euch gehen, wie... - ihr habt doch auch in eurer Welt, wie heißen diese Türen, diese automatischen Türen, welche sich automatisch Öffnen und Schließen. So bitte mußt du dieses mit deiner Aura nehmen. Du weißt, du verläßt das Haus, ich bin zu. Natürlich passiert es, das diese Automatik einmal defekt ist, aber das kann man reparieren. Verstehst du? Bei Birgit ist es noch etwas anders. Sie muß noch die alte herkömmliche Art nehmen. Tür auf, Tür zu, aber auch sie wird dahin kommen, das dieses automatisch geschieht. Es ist der Prozeß eines spirituellen Kreises, den ihr durchlebt und erfahrt. Und Kinder, ihr könnt es mir glauben, ihr seid noch sehr behütet. Euer äußeres Umfeld ist noch sehr gering. Wir gehen hier wirklich mit langsamen Schritten voran, und wir möchten auch, daß ihr diese Veränderungen an euch spürt, denn sonst würdet ihr euch fragen, "Warum tue ich dieses?" Aber aufgrund dieses Resultates und daher, daß ihr die Ursache kennt, könnt ihr entscheiden, ob euch diese Situation gefällt oder nicht. Ich kann dir nur sagen, wenn du dieses weiche, so wie du es bezeichnest, verspürst, so sei bitte sehr stolz auf dich, denn du hast einen Grad für die nächste Sphäre erreicht. Nur die Feinstofflichkeit läßt dich in den Sphären steigen, und nur die Feinstofflichkeit läßt es zu, Kontakt mit Geistwesen zu haben, die in höheren Sphären sind. Du mußt sie (die Geistwesen) auch verstehen können. Dieses hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Was nützt es dir, wenn ein Lichtbote oder ein Lichtträger zu dir spricht, und du verstehst ihn nicht? Verstehen kannst du ihn aber nur, wenn du diese spirituelle Feinstofflichkeit hast.

Nehmen wir noch einmal die Evakuierung: Die SANTINER, die außerirdische Rasse, die im Falle, daß sich diese Erde selbst zerstört, Lebewesen retten kann. Dieses funktioniert aber nur über die Feinstofflichkeit. Das heißt, je feiner die Schwingung des Menschen ist, um so eher kann erkannt und gerettet werden. Das mag für einige jetzt Humbug und konfus sein, aber glaubt mir, ganz so Humbug ist dieses nicht. Dieses nur nebenbei.

Dirk: Hierzu noch eine Frage.

JOSUA: Er weiß, wovon ich spreche. Ihm geht ja ein ganzes Lichtlein auf.

Dirk: Ich habe dabei etwas noch nicht so ganz verstanden. Du sagtest in einer Sitzung mal, wenn es nach Feinstofflichkeit geht, hätten wir schon wieder Unterschiede gemacht. Im Grunde genommen würden also doch nur die feinstofflichen Menschen gerettet werden.

JOSUA: So ist die Aussage. Die feinstofflichen Menschen können sie erkennen. Was ich gesagt habe, dazu stehe ich immer noch, und da mögen ASTHAR SHERAN und ELIAS mir auch böse sein: Es ist für mich so nicht richtig! Entweder es werden alle gerettet oder gar keiner, denn die Seele bleibt so und so erhalten.

Dirk: Warum werden wir überhaupt gerettet, denn die Seele ist doch unsterblich?

JOSUA: Es geht hier nicht um die Seele sondern um die Entwicklung der Menschen, daß dieser Grad erhalten bleibt. Wenn der Mensch im Materiellen seine eigene Existenz zerstört, hieße das, daß die Seele zurückfällt und wieder auf einen gewissen Entwicklungsgrade auf einem anderen Planeten anfangen müßte. Das würde ein zurück in der Evolution bedeuten.

Dirk: Also möchte man auch die Haut, die Körper retten.

JOSUA: Ja. Man will das materielle Wissen retten. Eine ziemlich komplexe Sache und wie gesagt, ich persönlich stehe nicht ganz dahinter, weil es hier doch eine Differenzierung gibt. Ich sehe aber ein, daß es nicht anders machbar ist, weil das Kontaktieren zwischen den SANTINERN und den Menschen schon auf einer bestimmten Entwicklungsstufe sein muß. Wir sprachen schon einmal darüber: Das Erkennen ist sonst nicht möglich. Das heißt aber nicht, daß ich alles richtig finde, wie du siehst. Wenn dieses so wäre, wäre ich höchstwahrscheinlich schon auf anderen Gefilden, aber ich bin eben auch noch ein kleiner Rebell. Ich habe meine eigene Meinung, jawohl.

Marion: Man könnte sogar noch weitergehen und sagen, daß die Menschen, die in einem Kreis sind, bedingt dadurch schon feinstofflicher werden und somit auf jeden Fall gerettet werden.

JOSUA: Ich wollte dieses so nicht darstellen, das ist genau der Punkt: Man kann auch schnell von der Feinstofflichkeit des Kreises wieder in die grobe Schwingung des normalen Dasein hineinfallen, nicht?

Rolf: Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, wenn ich anfange so zu denken, daß mir soundso nichts geschehen kann, dann ist der erste Schritt in die verkehrte Richtung schon getan.

JOSUA: Das nennt sich dann der hohe Sockel und dann gibt es den tiefen Fall. Deswegen stehe ich nicht so zu der Behauptung. Sie hätten dieses nie erwähnen dürfen, meiner Ansicht nach. Es mag verkehrt sein, bitte, dieses sei dahingestellt. Eine Aussage der reinen Evakuierung hätte vollkommen ausgereicht, richtig? Da stehe ich zu, das ist aber, wie gesagt, meine persönliche Meinung.

Dirk: Und diese gilt als rebellisch?

JOSUA: Nenne es wie du möchtest. Es heißt nicht, daß wir keine eigene Meinung haben dürfen. Die haben wir schon.

Dirk: Wenn wir einen hohen Anschluß haben wollen, möchten, bedarf es einer großen Feinstofflichkeit für das Verständnis. Jetzt gehe ich einmal weiter: In unserem Umfeld verändert sich ja nicht alles mit. Wir kommen mit Menschen in Kontakt, die nicht so feinstofflich sind. Trennen sich dann die Wege?

JOSUA: Sie komplizieren sich nur. Bei "Trennung" ist die Frage, wie weit z.B. der Partner bereit ist mitzugehen, wie groß seine Toleranz ist und wieweit seine eigene Erkenntnis für ihn vorhanden ist. Oftmals reicht die Bereitstellung seiner Seele, das Erwachen schon aus, trotzdem er sich diesen Inhalten direkt noch nicht widmen kann, weil andere Dinge vorrangig sind. Hier ist dieses "mitziehen" wohl möglich, aber es ist etwas schwieriger. Das ist auch der Punkt, warum wir es gerne haben, daß Paare in einen spirituellen Kreis sind, so daß beide gleich bleiben und gegen die Gefahren oder Unannehmlichkeiten des täglichen Lebens besser gewappnet sind.

Feinstofflichkeit beinhaltet nichts anderes als Toleranz dem anderen und seiner Umwelt gegenüber. Man ist bereit, nicht mehr zu sagen, wenn es ihm schlecht geht, dann hat er eben diese Karte gezogen, sondern man sagt, was könnte man tun, um zu helfen. Dieses hat nichts mit Schwäche zu tun sondern mit Größe. Ich möchte einen Menschen anführen, der bei uns im Geistigen jetzt schon sehr großen Respekt hat, obwohl er hier noch auf der Erde ist. Er nennt sich Karl-Heinz Böhm, der ehemalige Schauspieler. Ein Mensch, der durch sein Denken eine Feinstofflichkeit erreicht, den Menschen toleriert und den Menschen, die Not haben, wirklich hilft. Deswegen ist dieser Mann kein Weichling, kein Feigling, ganz im Gegenteil. Dieser Mann besitzt etwas, was ein Mensch mit körperlichen oder diktatorischen Mitteln nie aufweisen könnte, nämlich Humanität.

Und was die Partner betrifft, dort steigt meistens sogar das Ansehen und fällt nicht! Denn man ist in der Lage auf die Feinstofflichkeit des Gegenübers einzugehen, sie zu empfinden und zu erwidern. Was nützt es einem, wenn der Partner nach außen hin der große Muskelmann ist und innen der eiskalte Typ. Ich glaube kaum, daß ein Mensch, egal ob Mann oder Frau, der den spirituellen Teil innehat, dieses "eiskalte" oder "männliche" beim Partner ertragen könnte. Feinstofflichkeit, sollte nicht mit Weichheit, nicht mit Verlust der Männlichkeit gleichsetzt werden. Ob man mit der Feinstofflichkeit klarkommt, ist eine andere Sache. Man könnte nun sagen, ich lasse alles Spirituelle um mich herum sein. Das heißt aber nicht, daß man in dem Moment sofort die Feinstofflichkeit verliert, sondern man wird auf ziemlich hundsgemeine Art erfahren, wie sie wieder weggeht. Das ist ein Gesetz, welches man nicht verändern kann.

Rolf: Kann man dies als Auseinandersetzung mit bestehenden Klischees bezeichnen?

JOSUA: Klischee, das ist das Wort. Es ist genau das passende Wort, nach welchem ich gesucht habe. Es ist ein Klischee, weil man glaubt, man müßte nach außen seine Welt verteidigen.

Rolf: Durch dieses feinstofflicher werden ist es so, daß ich gewisse Dinge in meiner Umgebung nicht mehr gut ertragen kann. Du sagtest dazu, daß ich mich diesen Dingen gegenüber schließen muß. Wie kann ich dieses machen, ohne daß bei dem Betroffenen das Gefühl der Arroganz auftritt?

JOSUA: In dem Moment, wo du diesen grobstofflichen Schwingungen gegenüber stehst, ist es unwichtig, ob der Andere dieses als eine Arroganz auffaßt. Sondern es ist einzig und alleine wichtig, daß du in dem Moment dein Seelenheil, deine Feinstofflichkeit bewahren kannst. Die Grobstofflichkeit, wenn sie verletzend wirken will, muß nicht an dich heran. Dieses kannst du dir ersparen. Alles andere mußt oder solltest du durch die Feinstofflichkeit gelassener sehen. Das heißt, wenn du das Gefühl hast, dieses Grobstoffliche greift dich an, so schließe dich. Ansonsten gehe zur Zeit mit einer gewissen Ignoranz heran.

Rolf: Das darf ich in dem Moment? Es widerspricht nicht dem Denken?

JOSUA: Nein. Was nützt es, wenn du im Aufbau deines neuen Charismas, von jedem umgehauen werden kannst. Wenn dieses Charisma immer wieder zerstört wird, nützt dir das gar nichts. Du kannst ein Charisma erst nach Außen tragen, wenn es stabil ist und innerhalb dieser Stabilität ist ein Schutz wichtig. Und dieser Schutz, nenne ihn jetzt ruhig die Ignoranz nach Draußen oder das Schließen, wenn sie aggressiv wird, ist vollkommen legitim. Auch Kinder müssen erst den Schutz der Eltern erfahren und annehmen, bevor sie selbst Schutz geben können. Es ist ein normaler Reifeprozeß.

Rolf: Gut, dann ist dieses in Ordnung und ich kann es auch annehmen.

JOSUA: Damit wünsche ich euch noch eine gesegnete Zeit. Denkt über die Dinge, die wir besprochen haben, nach. Geht in Harmonie und in Liebe. GOTT ZUM GRUSS. Bitte die Musik.

Wir sprachen JOSUA und allen anderen bekannten und unbekannten Freunden unseren Dank aus und wünschten auch ihnen eine schöne Zeit bis zur nächsten Sitzung.

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