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bthemesZeil2xSpal1.jpg Heinmot Too-Ya-La-Kekt (Donner, der über die Berge rollt) alias Chief Joseph bthemesZeil2xSpal3.jpg
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Häuptling

SiouxComancheIn jeden Stamm gab es eine herausragende Persönlichkeit, welche stellvertretend für das Volk sprach und stand. Dieses war der sogenannte Häuptling. Wobei der Begriff Häuptling eigentlich fehl am Platz ist. Es gibt innerhalb der Sprache nicht einen einzigen Begriff, der die Bedeutung dieses Wortes und der Aufgabe auch nur annähernd gerecht wird: Führer, Anführer, Volksvertreter, Feldherr usw. Der Indianer hat solche Anführungsnaturen nicht gekannt. Elementare Entscheidungen wurden in der Mehrzahl vom Rat der Ältesten getroffen. Kein Indianer hatte absolute Herrschergewalt über seine Stammesgenossen. Der Ältestenrat leitete das Dorf oder das Lager. Er setzte sich zusammen aus allen ältesten Männern und Frauen. Gewöhnlich wurde eines seiner Mitglieder als Anführer gewählt und anerkannt. Dessen Aufgabe war es dann, die Anordnungen des Rates durchführen zu lassen. Er wurde als Redner, Organisator oder als Friedensschlichter bei Streitigkeiten geachtet, hatte aber kaum Befehlsgewalt. Waren eine oder mehrere Krieger mit dem Häuptling nicht einverstanden, konnten sie ihn jederzeit verlassen. Bei einer Vereinigung mehrerer Horden oder Dörfer sowie einem Stämmebund bildeten die Häuptlinge dieser zusammengeschlossenen Gruppen einen Gemeinschaftsrat, der einen von ihnen zum Oberhäuptling ernannte. Die Handlungen, seine Befugnisse des Oberhäuptlings wurden eingeschränkt, wenn man bei ihm diktatorische Ambitionen bemerkte. Es gab herausragende Persönlichkeiten, Häuptlinge. Diese waren z.B., um nur einige zu nennen, Sitting Bull, Grazy Horse, Chief Joseph.

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